post

Zum dritten Saisonspiel, das ob des heimlastigen Startprogramms auch das dritte Heimspiel war, besiegten die Krefeld Pinguine den ERC Ingolstadt mit 5:3 (3:1,0:2, 2:0). Vor 3.579 Zuschauern im KönigPALAST zeigte das Team von Rick Adduono dabei eine erneut ganz starke Leistung. Personell gingen die Schwarz-Gelben gestärkt in die Begegnung, denn Andrew Engelage gab ebenso sein Debüt in Krefeld, wie der am Vortag verpflichtete Markus Nordlund.

Außerdem gab Dragan Umicevic sein Comeback nach schwerer Rippenprellung. Natürlich begann der Kanadier Engelage im Tor der Pinguine. Sein Gegenüber war im Team, das in Timo Pielmeier und Jochen Reimer gleich zwei Deutsche Nationalkeeper im Kader hat, Reimer. Für die Pinguine begann das Spiel optimal, denn gleich in der zweiten Minute bekamen sie ein Überzahlspiel. Neuzugang Nordlund bekam sofort Eiszeit im Powerplay und bei seinem ersten Einsatz zog er von der blauen Linie ab und traf genau neben den Pfosten zur frühen Führung. Das perfekte Debüt für den finnischen Blueliner.

Die Gäste aber ließen sich nicht verunsichern und in der 7. Minute konnten sich die Pinguine nicht befreien. Sullivan zog von der blauen Linie einfach ab und durch viel Verkehr vor dem Tor konnte Engelage nichts sehen und war chancenlos. Die Pinguine blieben aber aggressiv und erarbeiteten sich Chancen, doch in der 15. Minute bekam Ingolstadt bei einem Konter nicht nur die Chance,sondern auch einen Penalty zugesprochen. Doch Engelage blieb ganz ruhig, machte sich groß und bot dem Schützen Jacob Berglund nichts an, so dass dieser nicht verwandeln konnte. Und praktisch im Gegenzug waren die Pinguine da. Daniel Pietta legte auf Marcel Müller und der zog aus zentraler Postion ab. Reimer rutschte die Scheibe durch und über die Linie. Und weiter ging es, denn nur zwei Minuten später war es einmal mehr Nordlund, der die Scheibe im gegnerischen Drittel stark eroberte. Er legte auf Mike Mieszkowski und der zog sofort ab und traf zum 3:1. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch zum ersten Mal in die Kabine.

Der zweite Durchgang sah gleich wieder offensive Pinguine, die aber in der 22. zunächst Glück hatten, als Benedikt Kohl den Pfosten traf. Doch in der 26. brachten sie die Scheibe nicht aus dem Drittel und plötzlich stand Darin Olver völlig frei vor Engelage und ließ diesem nicht die Spur einer Abwehrchance. Nur Sekunden später setzte sich Kevin Orendorz in weltklassemanier durch und zog ab. Reimer kam gerade noch an die Scheibe und diese fiel auf das Tornetz. Danach konnten die Pinguine ein Überzahlspiel nicht nutzen und als die Panther gerade komplett waren fuhren sie einen Angriff und Laurin Braun zog einfach ab und traf zum Ausgleich (30.). In der Folge war es ein ausgeglichenes um umkämpftes Spiel, in dem beide Teams es nicht schafften, sich klare Chancen zu erspielen. In der 38. Minute hatte dann Müller die große Chance. Gerade war eine Gästestrafzeit abgelaufen, da fing er in der Angriffszone einen Pass ab und zog aus zentraler Position ab, verzog aber hauchdünn. Wenig später tankte sich Feser durch und kam zum Schuss, doch auch er verzog knapp. Sie Scheibe sprang von der Bande zurück und nochmal kam der Kanadier zum Schuss, doch der Puck sprang über das Tor. So blieb es nach zwei Dritteln beim 3:3.

Der letzte Abschnitt sah erneut Pinguine, die sichtbar bemüht waren, nach vorn zu spielen und gleich in der 41. Minute tauchte Martin Schymainski frei vor Reimer auf, scheiterte aber am Nationalkeeper. Das aber entmutigte die Hausherren keineswegs und in der 46. Minute zauberte die Paradereihe. Pietta spielte auf Dragan Umicevic, der zog Reimer aus dem Tor, verzögerte und legte dann auf schulmäßig auf Kurt Davis, der vor den Augen seiner Mutter, die live im Stadtion war, nur noch einschieben musste. In der 51. Minute blieb Nick St. Pierre nach einem üblen Bandencheck durch Brett Olson liegen und musst verletzt in die Kabine. Zum Ärger der Zuschauer kam der Sünder aber mit zwei Minuten davon. Den Pinguinen fehlte damit bereits der zweite Spieler, denn im zweiten Drittel war bereits Tommy Kristiansen verletzt in de Kabine verschwunden. Die Pinguine zogen dennoch ein starkes Powerplay auf, doch die Scheibe wollte nicht ins Tor. In der 56. Minute kehrte St.Pierre aufs Eis zurück und die Hausherren legten nach. Umicevic wurde schön freigespielt und bediente den nachgerückten Feser und der traf per Direktschuss zum 5:3. Unmittelbar nach dem Tor musste der Schütze noch einen bösen Check einstecken, der aber erneut ungeahndet blieb. Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende ging Reimer vom Eis. Die Panther machten Druck, doch die Pinguine kämpften um den ganz starken Engelage und brachten den Sieg über die Zeit.

Damit feierten die Schwarz-Gelben ihren ersten Saisonsieg und überzeugten einmal mehr durch starkes und vor allem intensives Eishockey. Weiter geht es nun am Sonntag in Schwenningen, wo die Mannschaft von Rick Adduono im ersten Auswärtsspiel des Jahres nachlegen will.

Tore:

1:0 3. Nordlund (Feser, St. Pierre) PP

1:1 7. Sullivan (Buck, Mouldin)

2:1 16. Müller (Umicevic, Seifert)

3:1 18. Mieszkowski (Nordlund, Ness)

3:2 26. Olver (Mouillierat)

3:3 30. Braun (Kohl, Taticek)

4:3 46. Davis (Umicevic, Pietta)

5:3 56. Feser (Umicevic, Gawlik)

Strafen:

Krefeld: 4

Ingolstadt: 12

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.