Pinguine erleiden zweite 1:5-Niederlage zuhause gegen Berlin

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Das Spiel am Freitagabend stand unter keinem guten Stern. Neben Leon Niederberger, der krankheitsbedingt ausfallen sollte und den vier U20-Nationalspielern, verletzte sich beim Training zu allem Überfluss ausgerechnet Schlussmann Oleg Shilin. Der ohnehin schon reduzierte Sturm der Pinguine musste durch den Einsatz Sergey Belovs im Tor einen weiteren Mitstreiter ausschließen – es sollte Robert Sabolic treffen.

Es brauchte also eine perfekte Leistung und ein Quäntchen Glück, um gegen eine starke Mannschaft bestehen zu können. Leider fehlte den Pinguinen von Beginn an beides. 4,5 Minuten waren gespielt da entstand durch einen durch den Schiedsrichter hinter dem Tor abgefälschten Pass eine gefährliche Situation. Mark Zengerle profitierte und brachte den Puck vor das Tor zu Yannick Veilleux, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Puck unhaltbar im Tor unterbrachte.

Die Pinguine zeigten sich in der Folge unbeeindruckt und besinnten sich auf ihre Konterstärke. Selbst im Powerplay schaffte es Niclas Lucenius hinter die Verteidigung der Berliner zu kommen. Bedrängt von einem Berliner konnte er den Puck jedoch nicht an Mathias Niederberger im Tor unterbringen.

Im ausgeglichenen zweiten Drittel teilten sich beide Teams je einen Treffer. Sergey Belov im Tor, der angesichts mangelnder Spielpraxis ein stabiles Spiel mit einigen guten Saves zeigte, musste sich in der 22. Minute zum zweiten Mal geschlagen geben. Erneut war Veilleux mit einem Schuss beteiligt, der dieses Mal durch die Hosenträger Belovs rutschte. Sebastian Streu war der erste, dem dies auffiel und er schob den Puck über die Torlinie zum 0:2.

Die Schwarz-Gelben wollten eine Antwort geben und gaben diese in der 39. Minute. Nach einem Foul an Lucas Lessio spielten die Pinguine in Überzahl. Das Powerplay hatte kaum ihre Formation gefunden, da reagierte Jeremy Bracco hinter dem Tor blitzschnell und fand Lessio freistehend vor dem Tor. Der Kanadier zögerte ebenfalls nicht und konnte seine kleine Torflaute der letzten Spiele und Niederberger im Tor überwinden.

Doch die Verletzungen und der Mangel an Personal setzte der Mannschaft im Schlussabschnitt doch merklich zu. Zum zweiten Mal hintereinander verloren die Seidenstädter das letzte Drittel mit 0:3. Die Reihe um Ex-Pinguin Kevin Clark, Ex-NHL-Veteran Frans Nielsen und Matt White sollte hier zusätzlich den Unterschied machen. Das 1:3 durch Nielsen in der 45. Minute in Berliner Überzahl sollte die Vorentscheidung sein. Matt White erhöhte nach Zuspielen von Nielsen und Clark, bei beiden Toren, in der 55. Und 58. Minute auf 1:4 und den 1:5-Endstand.

 

Strafen

KEV 6

EBB 8

 

Tore

0:1 5. Veilleux (Zengerle)

0:2 22. Streu (Veilleux, Fiore)

1:2 39. (PP) Lessio (Bracco, Bergström)

1:3 45. (PP) Nielsen (Wissmann, White

1:4 55. White (Clark, Nielsen)

1:5 58. White (Nielsen, Clark)