Pinguine erkämpfen sich ersten Punkt gegen Favoriten Mannheim

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Lange Zeit sah es so aus, als ob das Abwehrbollwerk in Mannheim halten könnte. Am Ende brach es doch. Trotzdem erkämpfen sich die Pinguine bei den Adlern den ersten Punkt nach der 3:2 Overtime-Niederlage.
Die Zeichen Ausgangslage war angespannt. Ohne Clark Donatelli reiste die Mannschaft nach Mannheim und wurde als krasser Außenseiter schon abgeschrieben. Dass die Partie am Dienstag echter Test für die Adler werden sollte, glaubten selbst die treusten Anhänger der Pinguine nicht. Doch schon nach 30 Sekunden wurde klar: Die Pinguine sind zum Spielen gekommen. Lucas Lessio fängt die Scheibe vom Mannheimer Verteidiger ab und legt sie zum Niclas Lucenius in die Mitte. Felix Brückmann im Tor, am Dienstag der Stärkste im Adler-Dress, war jedoch auch schon voll fokussiert und vereitelte den frühen Rückstand.
Danach entwickelte sich ein munteres Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Oleg Shilin im Tor der Pinguine machte eine ruhige Figur und war den Pinguinen ein starker Rückhalt. Zu seiner und der Freude aller Pinguine-Fans war es in der 11. Minute Alexander Weiß, der sich hinter die Verteidigung der Adler schlich und einen langen Pass von Leon Niederberger per Alleingang im Tor der Adler unterbringen konnte.
Die knappe Führung konnten die Pinguine dann im zweiten Drittel ausbauen. Nach einer Strafe gegen Thomas Larkin, klickte dann sogar das Überzahl-Spiel. Jedoch eher auf eine unkonventionelle Art und Weise. Erneut landete ein langer Pass auf Alex Weiß‘ Schläger, dieses Mal war der Absender Arturs Kulda. Weiß‘ Handgelenkschuss überwindete Brückmann dieses Mal auf der Fanghand-Seite.
Doch der Druck der Adler wurde danach größer. Shilin war gefragt und er gab die richtige Antwort. Nach einem Querpass stand Larkin frei vor dem Gehäuse und schloss schnell ab. Shilin, zog die 80er-Jahre-Karte und machte mit einem spektakulären Slide-Save, bei dem er die Schienen übereinander legte, die bis dato beste Chance der Mannheimer zunichte. Doch an Lean Bergmanns Anschlusstreffer in der 39. Minute konnte auch der Deutsch-Russe nichts machen. Der 22-jährige Stürmer setzte den Puck genau ins Kreuzeck auf der Fanghandseite und legte damit den Grundstein für ein dramatisches Schlussdrittel.
In diesem hielt nicht nur da Abwehrbollwerk, auch nach vorne setzten die Pinguine einige Nadelstiche und hatten genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Auf der anderen Seite war es der Verteidigungsleistung und insbesondere die unseres Schlussmannes zu verdanken, dass wir nicht ins Hintertreffen gerieten. Beide Torleute zeigten exzellente Paraden. Darum musste ein dreckiges Tor der Mannheimer her. In der 57. Minute fiel dieses dann auch. Ein Handgelenkschuss von der blauen Linie, der ungefähr 30 cm am Tor vorbeigegangen wäre, wurde von Nationalspieler Matthias Plachta in Sidney Crosby-Manier aus der Luft ins Tor zum Ausgleich abgefälscht.
In den letzten vier Minuten passierte nichts mehr und so ging es in die Verlängerung. Diese dauerte lediglich 50 Sekunden. Verteidiger Korbinian Holzer nahm sich die Scheibe und drang in die Defensivzone der Pinguine ein. Sein Handgelenkschuss sollte von Jesper Jensen Aabos Schläger abgefälscht werden und Shilin über der Fanghand überwinden.

Strafen
MAN 4
KEV 2

Tore
0:1 11. Weiß (Niederberger, Blank)
0:2 24. Weiß (PP)(Kulda, Hersley)
1:2 39. Bergmann (Melart, Dawes)
2:2 57. Plachta (Desjardins, Akdag)
3:2. 61. Holzer (Rendulic, Larkin)