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Mit einer 2:6 (1:3, 1:1, 0:2)-Niederlage bei den Fishtown Pinguins Bremerhaven traten die Krefeld Pinguine die Heimreise aus dem hohen Norden an und konnten die Wende nicht einleiten.

Nach der Enttäuschung im Heimspiel gegen die Straubing Tigers wollten sie im Auswärtsspiel an der Nordsee eigentlich unbedingt eine Leistungssteigerung zeigen und punkten. Dies aber wurde durch einen weiteren schwerwiegenden Verlust deutlich erschwert, denn neben den bekannten Ausfällen – auch Christoph Gawlik stand weiter nicht zur Verfügung – hatte auch Daniel Pietta verletzungsbedingt in Krefeld bleiben müssen. Dafür gab Neuzugang Greger Hanson sein Debüt. Im Tor begann vor 4.647 Zuschauern diesmal Dimiti Pätzold, dem der tschechische Startorwart Tomas Pöpperle gegenüberstand.

Das Spiel aber begann für die Pinguine alles andere, als nach Plan, denn bereits nach 49 Sekunden war Mike Hoeffel frei durch und ließ Pätzold keine Chance. Und nur eineinhalb Minuten darauf folgte der nächste Rückschlag, denn Martin Ness wurde nach einem Bandencheck hinausgestellt und die Schiedsrichter entschieden sogar auf 5+Spieldauerstrafe für den Krefelder. Die Unterzahl überstanden die Pinguine zunächst gut und hatten in der 6. Minute bei einem Break sogar die eigene Chance durch Marcel Müller, der aber per Alleingang an Pöpperle scheiterte. Doch nur wenig später gab es die nächste Strafe gegen Krefeld, als Tim Miller hinausgestellt wurde. Damit galt es, fast zwei Minuten 3 gegen 5 zu überstehen, doch mit noch 49 Sekunden der großen Strafe auf der Uhr traf Christopher Rumble per Schlagschuss zum 2:0. Die Pinguine aber gaben nicht auf und kämpften und in der 19. Minute kamen sie in Überzahl durch einen Schuss von Marcel Müller zum Anschluss. Der Puck ging dabei durch das Tornetz, so dass erst der Videobeweis die Entscheidung brachte. Doch 18 Sekunden vor der Sirene fuhren die Hausherren einen Konter und Jan Urbas schoss zum 3:1 Pausenstand ein.

Nach dem Wechsel agierten die Gäste mit aggressivem Forechecking, konnten sich aber zunächst keine klaren Chancen erspielen. Das aber änderte sich in der 25. Minute, als Justin Feser vor dem Tor an den Puck kam und diesen zu seinem zehnten Saisontor in die Maschen drückte. Wenig später der Gegenstoß der Hausherren und nachdem zunächst noch eine Großchance ungenutzt blieb, konnten die Pinguine nicht klären und Jason Bast drückte einen Nachschuss zum 4:2 in die Maschen (27.) In der Folge blieb es ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, in dem beide Teams Überzahlspiele ungenutzt ließen. Weitere Tore fielen aber zunächst nicht, so dass es mit 2:4 aus Pinguine-Sicht in die zweite Pause ging.

Der Schlussabschnitt begann mit einer weiteren Überzahl für die Gäste nach wenigen Sekunden. Doch sie leisteten sich einen üblen Fehler an der eigenen blauen Linie und Rylan Schwartz ging in der Folge allein auf Pätzold zu und verwandelte sicher zum 5:2. Die Pinguine waren danach sichtlich geschockt, probierten zwar durchaus weiter, etwas zu erreichen, doch Chancen sprangen zunächst nicht heraus. In der 55. Minute hatte dann Bremerhaven im Konter die Chance auf die endgültige Entscheidung, doch Björn Svensson verfehlte das leere Tor. Aber es gab die Strafe für die Pinguine und damit lief die Zeit schnell herunter und Marian Dejdar traf zum 6:2. Damit war das Spiel endgültig entschieden. Nur ein Wortgefecht zwischen Tim Miller und Kris Newbury, das für beide Kontrahenten je 10-Minuten-Strafen ergab, sorgte noch für Aufregung.

Damit bleiben die Pinguine sieglos im neuen Jahr und wollen nun am Sonntag gegen die Schwenninger Wild Wings endlich die Trendwende einleiten.

Tore:

1:0 1. Hoeffel (Bergman)

2:0 7. Rumble (Nehring, Urbas) PP2

2:1 19. Müller (Umicevic, St.Pierre) PP

3:1 20. Urbas (Nehring, Newbury)

3:2 25. Feser (St. Pierre)

4:2 27. Bast (George, Lampl)

5:2 42. Schwartz SHG

6:2 56. Dejdar (Newbury, Rumble) PP

Strafen:

Bremerhaven: 14+10 Newbury

Krefeld: 21+SD Ness+10 Miller