Pinguine beenden Wochenende stark mit fünf von sechs möglichen Punkten

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Eine Woche nach der enttäuschenden Punkteausbeute aus den Spielen gegen Bietigheim und Straubing, können sich die Pinguine nach diesem Wochenende über eine (fast) perfekte Punktausbeute freuen. Nach dem Overtime-Sieg in Nürnberg waren insbesondere auf der Torhüter-Position einige Fragen offen: Was ist mit Sergey Belov, der sich in Nürnberg verletzt hatte? Ist Oleg Shilin wieder fit? Die Antwort auf die Fragen: Nikita Quapp. Der 18-jährige erhielt das Vertrauen von Trainer Igor Zakharkin und zahlte es der Mannschaft beim 3:1-Erfolg in der Yayla Arena mit einer starken Leistung zurück.

Bevor der Offensivdrang der Augsburger Panther einsetzte, gehörte die erste Chance des Spiels den Pinguinen. Patrik Hersley mit einem Schlagschuss aus halbrechter Position und Markus Keller im Tor der Panther mit einer ersten Unsicherheit. Braden Lamb konnte die durchgerutschte Scheibe jedoch klären, ehe ein Krefelder ernsthaft nachsetzen konnte.

In der Folge erspielten sich jedoch die Panther die besseren Chancen und erhöhten den Druck auf das Gehäuse von Nikita Quapp. In der 12. Minute kamen die Panther auch denkbar knapp an eine Führung heran als Magnus Eisenmenger einen Querpass nicht richtig traf, der Puck aber doch knapp vor der Linie gestoppt werden konnte. Auch nach Bemühung des Videobeweises entschieden die Schiedsrichter richtigerweise nicht auf Tor. Dank weiterer Saves und einer anderweitig stabilen Defensivleistung, ging es mit einem verdienten Unentschieden in die Kabine.

Im zweiten Drittel sollte das Spiel dann deutlich in Richtung der Pinguine schwingen. Den ersten von insgesamt drei Streichen im Mittelabschnitt gehörte Dominik Tiffels. Sein erstes Saisontor war eine Mischung aus gutem Timing und ein bisschen Glück. Seinen Schlagschuss von der blauen Linie konnte Keller im Tor erst sehen, als er an ihm vorbeiflog und auf der Stockhandseite einschlug.

Statt Sicherheit brachte das Führungstor wütende Augsburger hervor. Die besseren Chancen in den zehn Minuten nach dem Tor, gehörten eher wieder Panthern. Doch gerade in dieser Phase machte Quapp das Pinguine-Tor sehr klein. Augsburg biss sich am jungen Ravensburger die Zähne aus.

Letztlich durften die Pinguine endlich mal darüber jubeln, das nicht ihre fehlende Kaltschnäuzigkeit das Thema des Spiels wurde. Denn in der 35. Minute legten die Seidenstädter einen nach! Erneut ein ähnlich methodisches Set-Up mit einem Schlagschuss von Tiffels von der blauen Linie, dieses Mal jedoch gut sichtbar für Keller. Trotzdem sollte der Puck für den Schlussmann der Grün-Weiß-Roten unhaltbar sein, da Alexander Blank den Puck für sein erstes Saisontor abfälschen konnte.

Die Vorentscheidung dann in der 38. Minute. Mirko Sacher mit einem Aaron Rodgers-esken Pass aus der eigenen Zone zum Verteidiger-hinterlaufenden Robert Sabolic, der Keller beim Alleingang keine Chance ließ und mit der Rückhand über die Fanghand auf 3:0 erhöhte.

Gute Vorzeichen also für das letzte Drittel. Doch in diesem agierte man zu defensiv. Das bemängelte auch Geschäftsführer Sergey Saveljev in der Pressenkonferenz nach dem Spiel. Augsburg erspielte sich erneut einige Möglichkeiten und Quapp musste seine Hoffnungen auf einen Shutout in der 47. Minute begraben. Lamb und der Ex-Pinguin Vinny Saponari nutzten den Raum, den die Pinguine nach einem schwachen Reihenwechsel boten und der US-Amerikaner nahm Maß und verkürzte auf 3:1.

Doch am Sonntag war einfach kein Vorbeikommen mehr an der Krefelder Defensive und insbesondere an Nikita Quapp, der bis in die letzte Minute hinein seinen Kasten nach dem Gegentor sauber hielt.

Strafen
KEV 4
AEV 4

Tore
1:0 22. Tiffels (Bracco, Kulda)
2:0 34. Blank (Tiffels, Lessio)
3:0 38. Sabolic (Sacher, Jensen Aabo)
3:1 47. Saponari (Lamb)