Pinguine bauen Auswärts-Siegesserie auf fünf Spiele aus

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Ein traumhafter Penalty von Alexander Bergström sicherte den Pinguinen nach einem engen und dramatischen Spiel in Schwenningen einen wichtigen 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen. Dabei hieß der Sieggarant einmal mehr Oleg Shilin, der den fünften Auswärtssieg in Serie mit starken Paraden sicherte. Nach dem Erfolg in Bietigheim fuhren die Pinguine nur vier Tage später wieder in Richtung Schwaben und traten bei den Schwarzwäldern an, die tabellarisch ebenfalls zu den direkten Konkurrenten zählen. Die Pinguine konnten dabei bis auf Patrik Hersley aus dem Vollen schöpfen und bauten im Tor wie erwähnt erneut auf Topgoalie Shilin. Der sah sich im Duell des Zweiten gegen den Dritten in der Fangquote dem nicht minder starken Joacim Eriksson gegenüber.
Die Partie begann durchaus ausgeglichen, während die Wild Wings das Spiel machten, ließen die Pinguine wenige klare Gelegenheiten zu und setzten selbst, wie auswärts zumeist, auf ihre schnellen Spieler und starken Konter. Das brachte Gelegenheiten wie für Lucas Lessio (6.) oder Robert Sabolic (8.), die aber bei ihren Versuchen jeweils an Eriksson scheiterten. Doch auch die Gastgeber hatten Chancen, bei denen aber Shilin stets sicher zur Stelle war. Das änderte sich jedoch in der zehnten Minute. Die Wild Wings gewannen ein Bully klar und Alexander Karachun zog direkt ab und traf verdeckt in den Winkel zur Führung der Hausherren. Direkt im folgenden Angriff dann aber die Strafe der Schwarzwälder und damit die Gelegenheit zum schnellen Ausgleich. Die Pinguine ließen die Scheibe stark laufen und hatten durch Thomas Valkvae Olsen und Bergström gute Chancen. Dann bekam Topscorer Jeremy Bracco am langen Eck an die Scheibe, zog schnell ab, doch der Schwede im Tor der Gastgeber war mit einer überragenden Parade zur Stelle. So blieb die Überzahl ungenutzt und wenig später bekamen auch die Schwenninger ihr erstes Powerplay, bei dem gleich Shilin einen starken Schoner-Save zeigte. Die Schlusssekunden brachten dann noch einmal Dramatik. Erst musste Frederik Tiffels für Shilin retten, der die Scheibe verlor. Im Konter brachte Alex Weiß die Scheibe bei einem 2-auf-1 nicht aufs Tor und so ging es mit 0:1 in die erste Pause.
Durchgang Zwei sah dann ein eher zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten. Klare Kombinationen waren Mangelware. Beide Teams arbeiteten stark gegen die Scheibe, verstanden es aber nicht, sich kreativ in Szene zu setzen. Kritisch wurde es dann erstmals in der 25., als Johannes Huss Shilin prüfte, den Abpraller aufnahm und um das Tor fuhr, doch die Verteidigung half ihrem Goalie, der aus der Position war, und brachte die Scheibe weg. Die Wild Wings drängten jetzt auf den zweiten Treffer und in der 27. war es einmal mehr der erneut überragende Shilin, der gleich zweimal gegen Tylor Spink parierte. Es folgte die zweite Überzahl der Gäste, die aber erneut keinen Torerfolg brachte. Die Pinguine aber waren jetzt besser im Spiel und in der 34. Minute zog Mirco Sacher nach einem gewonnen Bully ab. Vor dem Tor sprang die Scheibe an den Schlittschuh von Edi Lewandowski und trudelte zum Ausgleich über die Linie. Eine direkt folgende Unterzahl überstand das Team bombensicher und gaben keinen Schuss, geschweige denn eine Torchance, ab. Kaum waren sie komplett, da schalteten sie schnell um, Anton Berlyov, der nach seiner Torpremiere in Bietigheim sichtbar Selbstvertrauen gesammelt hatte, setzte sich stark durch und legte mit einem starken Spin-Move die Scheibe in die Mitte, wo Kapitän Laurin Braun die Kelle hinhielt und den Puck zur umjubelten Führung über die Linie drückte. Die Pinguine nutzte den Schwung und hatten Sekunden vor der Pause die nächste gute Chance durch Lessio, aber Eriksson hielt. So ging es mit einer 2:1-Führung zum zweiten Mal in die Kabinen.
Der Schlussdurchgang sah dann früh eine Überzahl der Pinguine. Erneut lief die Scheibe gut, doch bei drei gefährlichen Abschlüssen war Eriksson zur Stelle. So blieb die Chance, auf zwei Treffer davon zu ziehen, ungenutzt. Das rächte sich nur eine Minute später. Wieder gewannen die Schwaben ein Offensivbully, die Scheibe kam zu Spink und der zog, komplett freistehend, direkt ab und traf zum Ausgleich (43.). Wenige Sekunden später aber die nächste Überzahl für Krefeld. Wieder lief die Scheibe gut durch die Reihen, wieder gab es mehrere Topchancen, doch erneut stand Eriksson ein ums andere Mal im Weg. So blieb es bei null Toren in Überzahl, was aber auch auf der Gegenseite galt, denn die Pinguine überstanden auch eine weitere Unterzahl unbeschadet. Die nächste große Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, bekamen die Pinguine dann in der 53 Minute. Johannes Huss leistete sich einen Crosscheck zum Kopf von Anton Berlyov, der sich zuvor eines hohen Stocks schuldig gemacht hatte. So bekam der Krefelder zwei, der Schwenninger Spieler aber fünf plus Spieldauer und die Gäste damit mit etwas Anlauf ein dreiminütiges Powerplay. Dieses aber blieb, trotz erneut viel Scheibenkontrolle, erneut ungenutzt. Die größte Chance hatte, als Schwenningen gerade komplett war, Lessio, doch erneut hieß der Sieger Eriksson. So blieb es nach 60 Minuten beim 2:2 und damit ging es in die Overtime.
In dieser hatten die Wild Wings die erste Topchance, doch Shilin war gegen Schuss und Nachschuss bei einem 2-auf-1 überragend zur Stelle. Die Schwaben waren das etwas aktivere Team, doch zwei Minuten vor dem Ende tauchte Thomas Valkvae Olsen frei vor Eriksson auf, aber der Schwede blieb Sieger über den Norweger. So ging es ins Penaltyschießen.
Shilin hielt ebenso gegen Tomas Zaborski wie Eriksson gegen Lewandowski. Karachun verlor die Scheibe und auch Bracco scheiterte. Ken-Andre Olimb fand seinen Meister in Shilin. So hatte Bergström den Sieg auf dem Schläger, doch wieder war Eriksson nicht zu überwinden. Bracco setzte den Puck knapp neben das Tor, doch Travis Turnbull tat es ihm gleich. Bergström bekam dann seinen zweiten Versuch und zeigte einen überragenden Penalty, mit dem er seinen Landsmann verlud und perfekt einschob. Da Spink seinen Versuch ans Aluminium setzte, nahmen die Pinguine am Ende zwei Zähler mit an den Niederrhein.
Damit festigte das Team seine Position in den Playoffrängen und kann nun zwei Tage ausruhen, ehe am Sonntag die Straubing Tigers zu Gast in der Yayla-Arena sind.

Strafen:
Schwenningen: 13+Spieldauer Huss
Krefeld: 8

Tore:
1:0 10. Karatschun (Spink)
1:1 34. Lewandowski (Sacher, Jensen-Aabo)
1:2 38. Braun (Berlyov, Valkvae Olsen)
2:2 44. Spink (Ramage)
2:3 65 Bergström GWPS