Pietta schießt die Pinguine zum 5:4 n.V.-Sieg in Schwenningen

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Bei den Schwenninger Wild Wings siegte das Team von Brandon Reid mit 5:4 (2:1, 1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung. Fünf Spiele bis zur Länderspielpause – acht Punkte sind die Mindestvorgabe vom Headcoach gewesen. 2 Punkte nimmt die hungrige Mannschaft also aus Schwenningen mit. Dabei mussten die Schwarz-Gelben auf Jordan Caron verzichten. Greger Hanson ersetzte ihn in der Topreihe mit Jacob Berglund und Chad Costello. Im Tor begann der erfahrene Dimiti Pätzold. Überragender Spieler auf dem Eis aber war Daniel Pietta, der mit zwei Toren – darunter der Siegtreffer – und einem traumhaften Assist die Partie fast im Alleingang entschied.

Die Partie begann äußerst unglücklich für die Pinguine, denn nach gutem Start und einigen Gelegenheiten der Gäste konterten die Wild Wings in der 4. Minute. Nach einem Querpass stand Stefano Giliati frei vor Pätzold, schoss sich die Scheibe selbst ans Bein und von dort trudelte sie zur frühen Führung der Schwarzwälder über die Linie. Die Pinguine antworteten mit wütenden Angriffen und hatten ihrerseits Chancen, vermochten Dustin Strahlmeier im Wild Wings-Tor aber zunächst nicht zu überwinden. Das änderte sich in der 7. Minute: Bei einem starken Konter ging Kirill Kabanov stark über die linke Seite ins Drittel und legte perfekt zurück auf den nachrückenden Martin Lefebvre. Und der Blueliner setzte das Hartgummi zu einem ersten DEL-Tor unhaltbar genau in den Torwinkel. Die ganz große Chance zur Führung hatte dann in der 12. Minute Kabanov selbst in Überzahl. Von Chad Costello traumhaft in Szene gesetzt zog der Russe aus kurzer Entfernung ab, doch Strahlmeier lenkte den Puck an den Außenpfosten. Nur Sekunden später war es dann aber soweit: Nach einem Traumpass von Daniel Pietta stand Costello am langen Eck frei und legte das Spielgerät, noch immer in Überzahl, in die Maschen. Weiter erspielten sich die Pinguine Chancen, doch Greger Hanson und Martin Schymainski scheiterten aus aussichtsreicher Position. So ging es mit einer 2:1-Führung in die Pause. Wie dominant der Pinguine-Auftritt war, zeigt die Tatsache, dass die Hausherren nur zweimal aufs Tor schossen.

Der zweite Durchgang sah Wild Wings, die etwas mehr um Offensive bemüht waren, doch die Pinguine blieben weiter das gefährlichere Team. James Bettauer traf per Schlagschuss nur das Außennetz und touchierte möglicherweise den Außenpfosten, Vinny Saponari verpasste eine Pietta-Hereingabe nur hauchdünn. Das 3:1 fiel dann aber in der 29. Minute. Erst traf Garrett Noonan ebenfalls das Außennetz, dann setzte er nach und legte traumhaft zurück zu Pietta, der in aller Ruhe abzog und zum 3:1 genau neben den Pfosten traf. Auch weiter kamen die Wild Wings kaum konstruktiv aus der eigenen Zone, während die Pinguine bei fast jedem Angriff Gefahr verströmten. In der 37. Minute leisteten sich die Gäste dann einen Wechselfehler. Die Wild Wings ließen den Puck schnell laufen und kamen durch Marcel Kurth per Direktschuss zum 2:3. Das Tor wurde dem Spielverlauf keinesfalls gerecht. Und es kam noch schlimmer, denn nur zwei Minuten später sprang die Scheibe plötzlich zu Simon Danner und der traf aus der Drehung zum 3:3. So ging es in einem Spiel, in dem die Pinguine mit drei oder vier Toren hätten führen müssen, unentschieden in die zweite Pause.

Die Gegentore verunsicherten die Pinguine zunächst sichtbar. Die Selbstverständlichkeit in den Offensivaktionen fehlte etwas. Doch in der 45. Minute zog Noonan von der blauen Linie einfach mal ab und plötzlich lag die Scheibe im Netz. Damit waren die Gäste erneut in Führung. Es war ein absolutes Premierentor, denn für Noonan war es das erste DEL-Tor, die Assistenten Greger Hanson und Alex Trivellato, der gerade für die italienische Nationalmannschaft nominiert wurde, feierten ihre ersten Saisonpunkte. Leider fiel jedoch in der 49. Minute erneut der Ausgleich. Wieder war es ein verlorenes Bully im eigenen Drittel. Wieder kam ein Schwenninger zum Nachschuss und der Puck lag zum vierten Mal im Tor von Pätzold. Die Pinguine machten danach zwar mächtig Druck und drängten auf den Sieg, doch nach 60 Minuten blieb es beim 4:4.

Die Overtime musste somit die Entscheidung bringen. Diese war gerade acht Sekunden alt, da tauchte Berglund frei vor Strahlmeier auf, zog sofort ab und der SERC-Schlussmann lenkte die Scheibe über das Tor. Ähnlich war das Bild in der 63.. Saponari spielte einen tollen Pass auf Schymainski – wieder war Strahlmeier überragend zur Stelle. Und weiter ging es, als sich eine Minute später Kabanov durchsetzte, aber wieder war der Schlussmann der Gastgeber Endstation. Die Pinguine gaben trotzdem nicht auf, in der 64. hatten gleich alle drei Krefelder Topchancen. Am Ende war es erneut Pietta, der freistehend zum Siegtreffer einschoss.

Damit nehmen die Pinguine zwei wertvolle Punkte mit auf die lange Heimreise, hätten aber dem Spielverlauf nach auch einen Dreier absolut verdient gehabt. Nun geht es am Sonntag daheim gegen den ERC Ingolstadt.

Tore:

1:0 4. Giliati (McRae, Herpich)

1:1 7. Lefebvre (Kabanov, Saponari)

1:2 12. Costello (Pietta, Schymainski) PP1

1:3 29. Pietta (Noonan, Trivellato)

2:3 37. Kurth (Höfflin, Korhonen) PP1

3:3 39. Danner (Sacher)

3:4 45. Noonan (Hanson, Trivellato)

4:4 49. McRae (Kajomaa)

4:5 64. Pietta (Bruggisser, Costello)

Strafen:

Schwenningen: 6

Krefeld: 4