Patrick Seifert: „Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“

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Neuzugang Patrick Seifert ist bereits seit vielen Jahren in der DEL aktiv. Sowohl mit Augsburg als auch in Wolfsburg schaffte er es insgesamt dreimal ins DEL-Finale. Rick Adduono sieht in ihm das Potential auch eine offensive Rolle einzunehmen.

Im Interview stellt er sich nun vor und gibt seine Ziele mit den Pinguinen aus.

Hallo Patrick, willkommen in Krefeld! Du hast unlängst hier einen Vertrag unterschrieben. Was sprach für die Pinguine?

Nun, zunächst einmal sind die Pinguine einfach eine gute Adresse in der DEL. Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, ein Team in dem ich eine größere Rolle im Team einnehmen kann, als zuletzt in Wolfsburg und wo ich mehr Verantwortung übernehmen kann. Das hat sich in den Gesprächen abgezeichnet, deshalb habe ich unterschrieben und freue mich auf die Herausforderung.

Wie lange bestand der Kontakt zu den Verantwortlichen? Waren es lange Verhandlungen?

Ach, das ging eigentlich ganz flott über die Bühne. Es gab da keine großen Verhandlungstaktiken, die sich über Monate hingezogen hätten. Eigentlich war es nur „ja“ und fertig. [lacht]

Wo siehst Du Deine Stärken, was für ein Spielertyp bist du?

Oh, es ist schwer, sich selbst einzuschätzen. Wenn man sagt „Das ist meine Stärke!“, hört sich das immer irgendwie ein bisschen arrogant an. Ich denke, ich bin insgesamt ein Allrounder. Ich kann, glaube ich, alles irgendwie gut. Ich bin ein Teamspieler, der für die Mannschaft sein bestes gibt. Ich denke, wenn man etwas erreichen will, geht das einfach nur über das Team und da muss man die eigene Persönlichkeit etwas nach hinten stellen, um der Mannschaft den Erfolg zu ermöglichen.

Also passt ein bisschen der Spruch, den Scouts in Amerika gern sagen: „Jack of all trades, master of none“ [Frei übersetzt so viel wie „Gut in allem, Meister in nichts“]?!

[Lacht] Ja, das passt.

In den letzten beiden Jahren hast Du jeweils das Finale gegen München verloren. Wie tief sitzt die Enttäuschung darüber?

Also wenn man die Vizemeisterschaft mit Augsburg noch hinzuzählt, war es ja schon das dritte Mal. Und ich muss sagen, es tut bei Wiederholung nicht mehr ganz so weh, so komisch sich das anhört. Man weiß einfach schon, wie es sich anfühlt, Zweiter zu werden. Aber klar will man den Titel natürlich holen, wenn man schon so weit gekommen ist. Deswegen ist es schwierig, das jetzt genau zu sagen.

Was bist Du denn abseits des Eises für ein Typ, was sind z.B. Deine Hobbys?

Ich treffe mich gern mit Freunden, spiele gern Fußball. Ich bin eigentlich eher der ruhigere Typ, gehe zum Beispiel auch gern bowlen mit meiner Freundin. Ganz normale Dinge, denke ich.

Was sind denn für Dich die Ziele – persönlich wie für die Mannschaft – in der kommenden Saison?

Natürlich will jeder am Ende des Jahres Meister sein und die Meisterschale in der Hand halten. Das sollte natürlich auch unser Ziel sein, sonst brauchen wir gar nicht anzufangen. Aber ich denke, wir müssen da einfach Schritt für Schritt vorgehen und schauen, dass wir erst einmal unter die ersten 10, wenn nicht sogar die ersten 8 kommen. Ich selbst will einfach meinen Teil dazu beitragen.

Du bist derzeit in Deiner Heimat Augsburg. Und wann wirst Du fest her kommen?

Ich trainiere in Augsburg und werde dann mit dem ganzen Team Ende Juli nach Krefeld kommen. Das genaue Datum kenne ich noch nicht. Aber zum ersten offiziellen Teamtreffen werde ich selbstverständlich pünktlich da sein. [lacht]

Vor der Saison steht noch der Sommer an. Was sind da Deine Pläne, fährst Du noch in den Urlaub?

Nein, ich war schon im Urlaub. Ich war mit meiner Freundin in Kalifornien, wir haben dort einige Nationalparks angesehen und haben da eine Rundreise gemacht. Außerdem waren wir in San Francisco, LA und Las Vegas. Das war ein Spitzen-Urlaub! Jetzt steht nur noch die Saisonvorbereitung auf dem Programm, ehe es dann nach Krefeld geht und wir richtig in die Saisonvorbereitung mit dem Team einsteigen.

Patrick, vielen Dank für Deine Zeit und auf einen schönen Sommer!