Panther-Ärgern, die Zweite: Pinguine gewinnen 4:1

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Wie schon im ersten Vergleich behielten die Pinguine die Oberhand gegen Ingolstadt. Wieder lautete das Endergebnis 4:1, wieder machten die Pinguine ein starkes Spiel und wurden verdient von den 4.943 Zuschauern gefeiert.

Schon nach wenigen Sekunden hatten die Gäste durch D‘amigo die erste Chance der Partie. Er verpasste zwar, der Druck der Panther blieb aber hoch – auch durch eine Strafe gegen Braun. Die Pinguine überstanden die aber ohne Gegentreffer.

In der achten Minute bekamen die Pinguine dann ihrerseits eine Überzahlchance. Schütz und Detsch wanderten gleichzeitig auf die Strafbank und Vinnie Saponari nutze die 5-gegen-3-Situation zur Führung. Er fälschte einen Schlagschuss von Bruggisser ab, Panthers-Goalie Pielmeier hatte keine Abwehrchance. Der Führungstreffer war für KEV-Trainer Pierre Beaulieu ein wichtiger Grundstein zum Sieg: „Der Treffer hat uns Energie gegeben und die haben wir auch für den Rest des Spiels mitgenommen.“ Ingolstadt hatte zwar mehr Zug zum Tor, Krefeld stand aber im eigenen Drittel konzentriert und überstand gegen das stärkste Überzahlteam der Liga eine weiter Strafe unbeschadet – Lagacé saß draußen.

Glück und ein aufmerksamer Rynnäs verhinderten den Ausgleich. Panthers-Stürmer Wohlgemuth kam aus kurzer Distanz zum Schuss, Rynnäs parierte stark. Im direkten Gegenzug hatte Bruggisser seinen zweiten Treffer auf dem Schläger, aber auch Timo Pielmeier im Gästetor war zur Stelle.

In der Schlussphase des Drittels hatten die Pinguine noch zweimal das Glück auf ihrer Seite: zuerst traf Elsner die Latte – bei seinem verdeckten Schuss hatte Rynnäs keine Sicht. Beim Schuss von Schütz stand Rynnäs wieder perfekt und verhinderte den Ausgleich. Krefeld rettete das 1:0 in die erste Pause.

Die Anfangsphase des zweiten Drittels gehörte den Gästen. Mit schnellen Kontern überbrückten die Panther die neutrale Zone und Jussi Rynnäs musste mehrere Male klären. Brandgefährlich wurde es während einer Strafe gegen Chad Costello. Kris Foucault hatte gleich mehrfach gute Szenen, er scheiterte aber an Rynnäs. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem beide Teams gute Chancen hatten. Rynnäs räumte gegen Simpson vor dem eigenen Kasten auf, bei den Pinguinen sorgten zum Beispiel die Reihe mit Besse, Braun und Schymainski für Alarm. In der 32. Minute schickten die Unparteiischen Mike Schmitz auf die Strafbank – Ingolstadt machte wieder enormen Druck, aber Rynnäs klärte bravourös mit Stockhand gegen Foucault, der am langen Pfosten gelauert hatte. Die Pinguine zeigten ein bärenstarkes Unterzahlspiel und zwangen Ingolstadts Höflin zu einem Foul an Bruggisser. Die Strafe brachte zwar kein Tor, aber viel Selbstvertrauen für die Pinguine. „Jussi war immer zur richtigen Zeit zur Stelle“, sagte Pierre Beaulieu. „Er hat uns durch seine Paraden den Weg zum Sieg geebnet.“ Die Pinguine trauten sich jetzt mehr und wurden belohnt – mit einem Zaubertor von Daniel Pietta. Riefers spielte einen schönen Pass ins Drittel, Saponari legte aus der Drehung weiter auf Costello und der sah am langen Pfosten den freistehenden Pietta. Der musste nur noch den Schläger reinhalten – die Pinguine führten mit 2:0. Mit diesem Zwischenstand ging es in die zweite Drittelpause.

Das Schlussdrittel begannen die Pinguine konzentriert und mit aggressivem Forechecking. Auffällig war hier vor allem Jeremy Welsh. Im eigenen Drittel machte er wichtige Passwege zu und hatte in Offensive ein gutes Auge für seine Nebenleute – so verpasste Kuhnekath nur knapp. Auch Laurin Braun verdiente sich ein Sonderlob. Er ging sowohl in der Offensive als auch in der Abwehr weite Wege und sorgte für Entlastung. „Wir haben heute wieder unseren Charakter gezeigt: jeder hat für seinen Mitspieler gekämpft und hat viel geopfert: wir haben viele Schüsse geblockt und auch an der Bande hart gearbeitet“, war Pierre Beaulieu zufrieden. In der 52. Minute wäre Braun fast mit dem 3:0 belohnt worden: Schymainski erkämpfte sich hinter dem Panthertor den Puck, passte auf Braun und nur eine starke Parade von Pielmeier verhinderte die Vorentscheidung. Sechseinhalb Minuten vor Schluss verhinderte die Latte den dritten KEV-Treffer – wieder war es Braun, der Pech hatte. Im Gegenzug hatte Ingolstadt die klarste Chance des Drittels: Schütz kam frei im Slot zum Schuss – er verfehlte. Die Szene war symptomatisch für das Panther-Spiel.

Aufregung gab es drei Minuten vor Schluss. Costello ließ Pielmeier aussteigen, traf aber bei seinem Schuss nur das Lattenkreuz. Ingolstadt setzte alles auf eine Karten, brachte einen sechsten Feldspieler und Costello traf ins leere Tor zum 3:0. Mit dem Shutout für Jussi Rynnäs wurde es zwar nichts mehr – Olson traf 40 Sekunden vor Schluss – am Sieg der Pinguine änderte das aber nichts mehr. Vinnie Saponari erzielte per Empty Net Goal noch den 4:1 Endstand.

Tore:

1:0 9. Min. Vinnie Saponari (Bruggisser, Besse) PP1

2:0 39. Min. Daniel Pietta (Saponari, Costello) EQ

3:0 59. Min. Chad Costello

3:1 60. Min. Brett Olson (Simpson, Elsner) EQ

4:1 60. Min. Vinnie Saponari (Lagacé, Ankert) EQ EN

Zuschauer: 4.943

Die nächsten Spiele:

Sonntag, 26.01.20, 16:30 Uhr: Pischtown Pinguins – Krefeld Pinguine

Freitag, 31.01.20, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Kölner Haie