Niederlage gegen Iserlohn – Schwerer Rückschlag im Abstiegskampf

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Die Krefeld Pinguine mussten am Dienstagabend vor 1.987 Zuschauern mit einer deutlichen 1:7 (0:2, 1:2, 0:3)-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten Iserlohn Roosters einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Dabei gelang es zu keinem Zeitpunkt, an den starken Sonntags-Auftritt gegen Bremerhaven anzuknüpfen. Die Pinguine mussten in einem der wichtigsten Spiele des Jahres weiter auf viele Leistungsträger verzichten. Neben Goalie Oleg Shilin fehlten weiter Jesper Jensen-Aabo, Alex Bergström oder Mirco Sacher. Zuletzt hatte sich auch noch Topscorer Jeremy Bracco verletzt abgemeldet und am Sonntag war auch Tom-Erik Bappert zu der Phalanx der Verletzten gestoßen. Immerhin kehrten in Alex Weiß und Dominik Tiffels zwei wichtige Spieler zurück. Im Tor setzte Trainer Igor Zakharkin selbstverständlich weiter auf den zuletzt überragenden Sergey Belov. Auf der Gegenseite stand Andreas Jenike zwischen den Pfosten.

Der Gast begann aggressiv und hatte in der 3. Minute Pech, als ein abgefälschter Schuss von Sven Ziegler knapp am Tor vorbei strich. Sekunden später tauchte erneut Ziegler frei vor Belov auf, setzte den Puck aber über das Tor. Die erste gute Chance der Hausherren hatte in der 5. Minute Niclas Lucenius, der einen Schuss von Leon Niederberger gefährlich abfälschte. Das Hartgummi aber strich ebenfalls hauchdünn am Ziel vorbei. Nach weiteren Chancen auf beiden Seiten leisteten sich die Pinguine in der 6. einen bösen Fehlpass und so kam erneut Ziegler zum Schuss und diese Chance ließ er sich nicht nehmen und traf zur frühen Gästeführung. Die Hausherren waren spürbar geschockt und kamen jetzt kaum aus dem eigenen Drittel. Stets wirkten sie einen Schritt langsamer, als die extrem aggressiven Gäste. Erst um die Mitte des Auftaktdurchgang gelang es wieder etwas mehr, für Entlastung zu sorgen. Chancen aber sprangen – jetzt auch auf beiden Seiten – allerdings keine erwähnenswerten heraus. Die bis dahin vielleicht beste Chance der Pinguine hatte in der 15. Maxi Gläßl mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie, doch die Scheibe traf den glücklichen Jenike, dem die Sicht komplett versperrt war. Den Nachschuss verpasste Weiß knapp. Die Roosters aber antworteten eiskalt. In der 17. stocherte Taro Jetzsch einen Puck aus dem Drittel und trieb die Scheibe in einem Zwei-auf-Eins nach vorn. Er schloss selbst ab und ließ Belov mit einem Schuss auf Stockhand keine Abwehrchance. Die Pinguine hatten eine Minute vor der Pause noch einmal eine gute Chance, doch Thomas Valkvae Olsen zögerte zu lange und scheiterte dann aus zu kurzer Entfernung an Jenikes Schoner. So ging es mit 0:2 in die Kabinen.

Der zweite Durchgang war gerade eine Minute alt, da leisteten sich die Pinguine einen schlechten Wechsel und Joe Whitney ging allein durch, doch Belov wehrte seinen Schuss ab. Im Gegenzug traf Lucas Lessio nur das Außennetz. Insgesamt aber waren die Gastgeber jetzt viel aggressiver und setzten sich immer wieder im Drittel der Roosters fest, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. In der 27. dann fast der nächste Rückschlag, aber Belov lenkte einen Schlagschuss von Hubert Labrie an den Pfosten. Die Gäste rissen das Spiel jetzt wieder mehr an sich und hatten in der 29. Minute Erfolg. Zwei Pinguinen sprang die Scheibe über den Schläger  und so kamen die Gäste zu einem Drei-auf-Zwei, an dessen Ende Brent Raedeke frei stand und das Spielgerät zum 0:3 in den Winkel zirkelte. Pech hatten die Schwarz-Gelben dann in der 32., als Laurin Braun stark auf Anton Berlyov weiterleitete, doch der Puck sprang unglücklich und so setzte der Center das Spielgerät am langen Eck des weitgehend leeren Tores vorbei. Es folgte die erste Strafe des Spiels und die traf die Roosters. Im Powerplay scheiterte Justin Volek freistehend aus kurzer Distanz. Kaum komplett kamen die Gäste zum Konter. Joe Whitney wurde gefoult und kam zu Fall, doch die Scheibe trudelte dennoch zum 0:4 über die Linie. Die Pinguine aber schlugen zurück. Sie erkämpften im Angriffsdrittel eine verlorene Scheibe zurück und die kam zu Kapitän Arturs Kulda und der Lette setzte das Hartgummi per Schlagschuss in die Maschen. Die Pinguine probierten es jetzt noch einmal und gut zwei Minuten vor der Pause fast der Anschluss, doch Volek scheiterte an Jenike. So ging es mit 1:4 in die zweite Pause.

Zum Schlussdurchgang kehrten die Pinguine mit veränderter Taktik zurück. Stets wartete bei Iserlohner Angriffen ein Stürmer hoch auf einen langen Pass. Die Roosters aber kamen ihrerseits zur Chance. In der 44. hielt Belov gegen gleich drei Roosters, doch am Ende warf sich Berlyov auf die Scheibe. Da dies im Torraum geschah gab es einen Penalty für die Gäste und den verwandelte Whitney traumhaft sicher zum 1:5. Bei den Pinguinen löste nun Nikita Quapp den bis dahin guten aber entnervten Belov ab. Zwei Minuten später setzte sich Lessio, der sich spürbar gegen die Niederlage stemmte, durch und bediente im Slot Lucenius, doch der Finne brachte das Hartgummi aus kurzer Distanz nicht an Jenike vorbei. In der 49. dann die erste Unterzahl der Partie. Eine Konterchance wurde leichtfertig vergeben und so kamen die Roosters wieder in Scheibenbesitz und Eric Cornell setzte die Scheibe genau neben den Pfosten zum 1:6. In der 52. dann die Chance für Whitney zum Hattrick, doch Quapp war stark zur Stelle. Insgesamt aber schienen sich beide Teams mit dem Ergebnis abgefunden oder, im Fall der Roosters, angefreundet zu haben. Echte Emotionen kamen nicht mehr auf. So lief die Uhr langsam herunter. Das 1:7 durch Casey Bailey (58.) hatte nur noch statistischen Wert.

Nach dem starken Auftritt gegen Bremerhaven am Sonntag bedeutete die Begegnung einen herben Rückschlag und ob der Wichtigkeit der Partie auch eine bittere Enttäuschung. Weiter geht es nun am Freitag um 19.30 Uhr bei den Augsburger Panthern.

 

Strafen:
Krefeld: 2

Iserlohn: 2

 

Tore:

0:1 5. Ziegler

0:2 17. Jentzsch

0:3 29. Raedeke (Alanov, Aubin)

0:4 35. Whitney

1:4 36. Kulda (Blank, Lucenius)

1:5 44. Whitney PS

1:6 50. Cornell (Bailey) PP

1:7 58. Bailey (Buschmann, Cornell)