Niederlage: 3:4 n.P. gegen Iserlohn

Niederlage: 3:4 n.P. gegen Iserlohn

Auch im zweiten Spiel des Wochenendes mussten sich die Pinguine knapp geschlagen geben. Nach einem intensiven Spiel unterlag Krefeld mit 3:4 nach Penaltyschießen. Sekunden vor Schluss hatte Iserlohn sich noch in die Overtime gerettet.

Die erste Chance im Kellerduell erspielten sich die Pinguine. Noonan erkämpfte sich im eigenen Drittel die Scheibe und nutzte den Platz für einen schnellen Lauf ins Iserlohner Drittel, sein Schuss ging aber am Tor vorbei. Danach kamen die Gäste aber immer besser ins Spiel und schnürten die Pinguine teilweise im eigenen Drittel ein. Krefeld überstand diese Drangphase aber unbeschadet und erzielten in der 9. Minute die Führung. In seinem 700. DEL-Spiel traf Kapitän Torsten Ankert mit einem Handgelenkschuss von der blauen Linie.

Iserlohn wurde erst in der 12. Minute wieder gefährlich. Während einer Strafzeit gegen Kuhnekath fälschte Halmo vor dem Tor einen Schuss von MacQueen ab und traf die Latte – Rynnäs hätte keine Chance gehabt. Im weiteren Verlauf der Strafzeit ließ Krefeld aber keine weiteren Möglichkeiten zu. Die Gäste blieben aber weiter gefährlich und hatten durch Dimitriev und MacQueen weitere Schüsse aus aussichtsreicher Position – Rynnäs war aber zur Stelle. Krefeld tauchte durch Daniel Pietta in der Schlussminute des ersten Drittels wieder vor dem Iserlohner Tor auf, er verzog seinen Rückhandschuss aber und so ging es mit einem knappen 1:0 für die Pinguine in die erste Pause.

Das zweite Drittel begannen beide Teams wieder mit viel Tempo, wobei Krefeld gleich zwei Top-Chancen ungenutzt ließ – beide konnte Chad Costello nicht nutzen. Erst stand er nach einem schönen Pass von Schmitz frei und vergab nur knapp. Beim zweiten Mal fehlten Costello nach einem starken Anspiel von Pietta nur Zentimeter. Jetzt waren es die Pinguine, die Iserlohn auch bei Fünf gegen Fünf über Minuten kaum aus dem eigenen Drittel ließen. Glasklare Torchancen gab es aber auf beiden Seiten kaum. Beiden Mannschaften war anzumerken, wie wichtig die heutige Partie für die kleine Chance auf Platz 10 war. Nur Lautenschlager zwang Rynnäs zu einer starken Parade, die überwiegende Zahl der Roosters-Schüsse kam von außen. „Gut war unser Umschaltspiel und auch in der neutralen Zone haben wir gut gespielt – leider haben wir unsere Überzahlspiele nicht genutzt“, bedauerte Beaulieu.

In der 36. Minute ließ Kuhnekath die Pinguine-Fans jubeln: über die rechte Seite zog er ins Drittel und legte den Puck am kurzen Pfosten ins Tor – Gäste-Goalie Jenike sah hier etwas unglücklich aus. Nur 29 Sekunden später gelang Iserlohn durch Suter der Anschlusstreffer.

Das dritte Drittel begann zerfahren: beiden Mannschaften gelang in den Anfangsminuten kaum ein strukturierter Spielaufbau. In der 45. Minute hatte auf einmal Pietta den dritten Treffer auf dem Schläger. Nach einem Puckverlust der Roosters im eigenen Drittel stand Pietta frei, konnte den Puck aber nicht im Tor unterbringen. Auch der Schuss von Noonan kurze Zeit später ging vorbei. Auf der anderen Seite hatte Iserlohn mehr Glück im Abschluss. Chris Rumble stand nach einem Schuss von MacQueen richtig und drückte den Abpraller zum 2:2 über die Linie. Aber nur 40 Sekunden später traf Jeremy Welsh mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz zur erneuten Führung der Pinguine. Großen Anteil am Treffer hatte Jacob Lagacé – durch seinen Forecheck machte er den Schuss von Welsh erst möglich.

In der Folge entwickelte sich ein intensives Eishockeyspiel, das nicht mit technischen Finessen glänzte, jedoch kämpften beide Teams verbissen um jeden Zentimeter Eis.

Glück hatten die Pinguine, als während einer Pietta-Strafzeit Alexander Petan aus kurzer Entfernung nur den Pfosten traf.

Über zweieinhalb Minuten vor Schluss ging Roosters-Coach O‘Leary aufs Ganze und nahm Jenike vom Eis, der Mut wurde belohnt. 13 Sekunden vor Schluss zog Sutter von der blauen Linie ab und der Puck landete im Krefelder Kasten.

In der Verlängerung waren beiden Teams die Kräfte zehrenden 60 Minuten anzumerken. Trotzdem hatten beide Teams gefährliche Chancen: auf Krefelder Seite Pietta, Costello und Welsh. Eine Schocksekunde gab es 2:17 Minuten vor Ende der Verlängerung. Nach einer starken Parade musste Pinguine-Torwart Jussi Rynnäs sein Tor verletzt verlassen – für ihn kam Pätzold. Gut eine Minute vor Schluss war es wieder Costello, der zwar frei zum Schuss kam, aber zuviel Tempo hatte, um den Puck noch zu kontrollieren. So ging es ins Penaltyschießen.

Im Penaltyschießen begannen die Pinguine mit Vinnie Saponari, er versenkte trocken zwischen den Schonern von Jenike. Der erste Schütze der Roosters MacQueen verwandelte ebenso souverän. Den zweiten Penalty des KEV setze Costello an den Pfosten, für Iserlohn traf Sutter glücklich. Jeremy Welsh kam als dritter Krefelder und scheiterte an Jenike – Iserlohn sicherte sich damit den Zusatzpunkt.

„50 bis 55 Minuten haben wir gut gespielt“, resümierte KEVCoach Beaulieu. „In den letzten Minuten haben wir auch in Unterzahl gut dagegen gehalten.“

Auf die Verletzung von Jussi Rynnäs angesprochen, sagte Pierre Beaulieu: „Er ist am Kopf getroffen worden, darum geben wir ihm jetzt erstmal ein paar Tage Ruhe und sehen dann weiter. Das gilt auch für die übrigen Verletzten Hodgman, Besse und Ewanyk, genau wie für Kai Hospelt.“

1:0 9. Min. Torsten Ankert (Schymainski, Postel) EQ

2:0 36. Min. Philipp Kuhnekath (Welsh) EQ

2:1 36. Min. Brody Sutter (Rumble) EQ

2:2 46. Min. Chris Rumble (MacQueen, Petan) EQ

3:2 47. Min. Jeremy Welsh (Lagacé, Noonan) EQ

3:3 60. Min. Chris Rumble (O‘Connor, Petan) EQ

Zuschauer: 5.878

Die nächsten Spiele

Freitag, 17.01.2020, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Adler Mannheim

Sonntag, 19.01.2020, 16:30 Uhr: ERC Ingolstadt – Krefeld Pinguine

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