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Auch wenn die Anreise der Pinguine am Freitag beschwerlicher war als geplant, fanden die Schwarz-Gelben in Nottingham optimale Bedingungen vor. Die beiden UK-Spiele sollen dem Trainerteam weiteren Aufschluss in der Kapitänsfrage geben. Heute trug Marcel Müller das C, seine Assistenten waren Martin Schymainski und Mike Mieszkowski.

Dementsprechend motiviert gingen die Niederrheiner in die Begegnung gegen die Nottingham Panthers. Für die Gastgeber bildete diese Partie den Saisonauftakt, Ende August starten die Engländer in der CHL und treffen in der Gruppenphase auf Bern und Turku.

Die Stimmung zur Einlaufshow in beiden Fanlagern ließ auch für das Spiel viel vermuten. Und so waren gerade einmal 1:30 gespielt, als Norwegerneuzugang Tommy Kristiansen (der schon im Auftaktspiel gegen Iserlohn aufgefallen war) Panther Mathieu Gagnon zeigte, dass die neuen Krefeld Pinguine Kampfgeist aufs Eis bringen und früh Grenzen ziehen. Beide Spieler nahmen infolge dessen auf der Strafbank Platz. Auch wenn die nächsten Minuten den Panthern gehörten und Brett Perlini im Alleingang auf Torhüter Engelage zulief, konnte dieser den Schuss entschärfen und die Pinguine das Momentum auf ihre Seite ziehen: In Minute 12 bediente Daniel Pietta schließlich Kollege Marcel Müller und sorgte so für die 1:0-Führung der Schwarz-Gelben. An diesem Pausenzwischenstand änderte auch Ollie Betteridge kurz vor Drittelende nichts mehr, auch hier war Engelage zur Stelle. Wie knapp dieses Drittel wirklich war, zeigte dann auch die Schussstatistik: Diese führten Adduonos Mannen mit 8:7 an.

 

Im Mitteldrittel ging es dort weiter, wo beide Teams nach 20 Minuten aufgehört hatten: Mit spritzigem, schnellem Eishockey; mit zu Ende gefahrenen Checks und Torchancen auf beiden Seiten. Auch wenn die Engländer in diesem zweiten Abschnitt durchaus mehr Chancen hatten als die Gäste vom Niederrhein, war es vor allem Neuzugang Andrew Engelage der seine Krefelder mit Paraden im Spiel und die knappe Führung festhielt. Vor allem Panther Evan Mosey testete den 29-Jährigen abermals, konnte den Puck aber nicht in den Maschen unterbringen. Mit knapp 80 mitgereisten und vor allem lautstarken Krefeldern im Rücken war die #70 stets zur rechten Zeit am rechten Ort. Die Schussstatistik mittlerweile: 25 (Nottingham) zu 14 (Krefeld).

 

Während die Pinguine in der verwunschenen vergangenen Spielzeit vor allem im letzten Drittel gerne nachließen, legten die neuen Krefelder heute sogar noch eine Schüppe drauf: Martin Ness erkämpfte sich kurz nach dem Wiederanpfiff den Puck hinter dem gegnerischen Tor, gab auf Orendorz ab doch der scheitert zunächst noch an Goalie Mike Garnett. Rund elf Minuten vor Spielende testete dann auch Kurt Davis den Pantherschlussmann – von der Blauen. Trotz eines Pinguine-Powerplays vertändelte Dragan Umicevic dann zwar knapp achteinhalb Minuten vor Ende den Puck in der neutralen Zone. Der schon im Mittelabschnitt überzeugende Mosey fackelte aber nicht lange und sorgte für den bei den Gastgebern vielumjubelten Ausgleich, 1:1! Nur wenige Sekunden später war es aber Mike Mieszkowski, der seine Farben erneut in Führung brachte (2:1). Aber auch dieser Spielstand sollte nicht von langer Dauer sein. Nur 1:09 standen noch auf der Uhr des National Ice Centre, als Yann Sauve den erneuten Ausgleich seiner Panther erzielte. Verlängerung!

Nach vielumkämpften 60 Minuten schlichen sich bei den Schwarz-Gelben nun aber die Flüchtigkeitsfehler ein. Erst eine Minute der Overtime war abgelaufen, als die Pinguine eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis kassierten. Da in der Verlängerung nur drei Feldspieler plus Torhüter auf dem Eis stehen, konnten die Gastgeber nun auf vier Feldspieler auffüllen – und zum 3:2-Siegtor treffen. Andrew Engelage wurde im Anschluss an das Spiel zum „Man of the Match“ aus Pinguine-Sicht gewählt. Auf Panther-Seite konnte sich Evan Mosey über die Auszeichnung freuen.

Tore:

11:49 Müller (A: Pietta)

51:34 Mosey (A: Sauve)

53:54 Mieszkowski

58:51 Sauve (A: Clarke)

62:18 Sauve

Strafen:

Nottingham: 10 + 5

Krefeld: 10 + 5

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