Markus Nordlund: „Rausgehen und unser Bestes geben!“

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Wie jeder Neuzugang, stellt sich auch Markus Nordlund in einem Interview vor. Der gebürtige Finne hatte sich über ein Probetraining an der Westparkstraße für einen Vertrag bis zum Saisonende empfohlen und direkt im ersten Spiel gegen den ERC Ingolstadt einen starken Auftakt hingelegt.

Hallo Markus, willkommen in Krefeld. Du hast deine ersten Spiele für die Pinguine gemacht und in der ersten Partie gab es sogar gleich einen Sieg. Wie hast Du das Spiel gesehen? 

Vielen Dank!  Ich denke, die Ingolstadt-Partie war über weite Strecken ein sehr ausgeglichenes Spiel. Glücklicherweise haben wir am Ende zwei Tore gemacht und es so gewonnen. Darüber freue ich mich sehr. Aber im zweiten Drittel hatten wir auch unsere Probleme und haben nicht immer so sicher gestanden. Da hatte Ingolstadt einige ziemlich gute Torchancen. Aber unser Torwart war gut und hat uns da mit einigen starken Saves im Spiel gehalten. Am Ende haben wir jedoch sehr ruhig gespielt und sind nicht in Panik geraten. Das war gut.

Zuerst hieß es, dass du ein Tor gemach hast. Nach dem Spiel wurde das Tor jedoch Nick St. Pierre gegeben. Wie hast Du die Situation gesehen?

Ja, es war eine gute Schussgelegenheit und ich habe einfach abgezogen. Aber ich denke, da war noch jemand dran. Ich kann nicht genau sagen, wer, aber ich glaube, die Scheibe war noch abgefälscht. Dennoch, es ist mir eigentlich egal. Ob ich treffe, oder jemand anders, spielt keine Rolle. Hauptsache die Scheibe ist drin. Gerade Überzahltore sind immer wichtig. Wir wollen in den Specialteams den Unterschied machen und das ist da gelungen. Also bin ich sehr glücklich.

 Du hattest auch noch eine weitere Vorlage. Wie zufrieden bist Du mit Deiner Leistung?

Nun, wir haben gewonnen. Das ist, was zählt. Eigene Punkte interessieren mich nicht. Aber aufgrund des Sieges bin ich sehr zufrieden.

Du bist noch nicht lange in Krefeld, hast zunächst nur mittrainiert und dann erst unterschrieben. Wie hast Du die Woche erlebt?

Es war sehr hart. Mein letztes Spiel ist ein halbes Jahr her, daher waren die ersten paar Tage ziemlich schwierig. Aber ich habe mich gut gefühlt. Auch physisch. Im Spiel hat es sich gut angefühlt und ich bin jetzt sehr zufrieden. Alles ist gut.

Was sind bisher Deine Eindrücke von Krefeld und dem Team?

Es ist schön. Die Jungs hier sind wirklich nett und behandeln mich gut. Also bin ich wirklich glücklich im Moment und will mein bestes geben und mit dem Team einiges erreichen.

Wie lange warst Du denn schon mit den Verantwortlichen in Kontakt?

Gar nicht lange. Eigentlich nur ein paar Tage. Sie haben mich kontaktiert, dann bin ich hergekommen, habe mittrainiert. Wir haben uns besprochen, schnell eine Einigung erzielt und jetzt bin ich da. Also es ging alles wirklich schnell und unkompliziert.

Du hast bisher in Top-Ligen gespielt. In der ersten Schwedischen, Finnischen oder Schweizer Liga. Du bist ein sehr erprobter Verteidiger. Warum hattest Du zu so einem späten Zeitpunkt noch keinen Vertrag?

Das Problem war, dass ich die vergangene Saison in Finnland war und diese Liga passt einfach nicht zu meiner Spielweise. Das mag sich komisch anhören, weil es ja meine Heimat ist, aber es ist so. Die Liga ist sehr passiv, sehr defensiv. Das passt nicht so gut zu meiner Spielweise. In Zentraleuropa, besonders in der Schweiz und Deutschland, können Spieler kreativer spielen. Es geht mehr auf und ab, es geht um schnelles, offensives Spiel. Das liegt mir sehr viel mehr. In Finnland hast Du immer fünf Leute vor Dir, wenn Du in den Angriff gehst. Ich sehe mich selbst eher als offensiver Spieler und da ist das schwer. Ich denke, die Ligen hier passen besser zu mir.

Du hast es angedeutet, du bist ein offensivstarker Spieler. Wie würdest du insgesamt deinen Stil beschreiben? 

Natürlich kann ich auch defensiv spielen. Es ist nur nicht meine ganz große Stärke.  Es ist natürlich über die Jahre mit zunehmender Erfahrung auch immer besser geworden. Wenn man 5 oder 10 Jahre zurück schaut, da war ich ein wirklich sehr offensiver Spieler. Also heute bin ich schon eher ein zwei-Wege-Verteidiger. Aber dennoch ist und bleibt die offensive Komponente meine große Stärke. In Überzahl bin ich ein Verteidiger, der gern abzieht und Torgefahr ausstrahlt.

Und neben dem Eis? Was bist du für ein Typ, was sind deine Hobbys?

Ich denke, ich bin nicht der lauteste Typ in der Kabine. Aber ich füge mich ins Team ein, scherze auch gern mit den Jungs, bin aber eben nicht so der Typ, der immer im Mittelpunkt steht. Ich denke, ich bin immer gut drauf und versuche, Spaß zu haben. Große Hobbys habe ich nicht so viele. Ich verbringe gern Zeit mit meiner Familie, im Sommer spiele ich auch gern mal Tennis. Aber das ist auch schon so ziemlich alles.

Letzte Frage: Was sind Deine Ziele für die Saison, für Dich selbst und das Team?

Persönlich habe ich eigentlich keine Ziele. Wie viele Punkte ich mache oder welche Statistiken ich habe, ist mir ziemlich egal. Ich will einfach Spaß haben, mich gut fühlen, ein Teil des Teams sein und der Mannschaft helfen, so gut ich kann. In welcher Rolle auch immer. Als Team wollen wir so weit kommen, wie wir können. Ich kann nicht versprechen, dass wir einen bestimmten Platz erreichen oder etwas in der Art. Wir können einfach nur jeden Abend raus gehen, unser Bestes geben und sehen, was passiert.

Markus, vielen Dank und viel Erfolg in Krefeld!