Letzte Sekunde: Sieg gegen Mannheim mit 5:4

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Die Krefeld Pinguine siegen in einem packenden Krimi in letzter Sekunde mit 5:4 gegen den Tabellenführer Adler Mannheim.

0,02 Sekunden standen noch auf der Uhr der YAYLA ARENA, als der Puck über die Torlinie des Mannheimer Kastens rutschte. Abgefälscht von einem Adler-Verteidiger, letzter Pinguin am Puck war Vinny Saponari. Die Halle stand Kopf! Die Pinguine hatten den Spitzenreiter aus Mannheim in einem hochklassigen Spiel niedergekämpft.

Den Pinguinen war früh anzumerken, dass sie sich etwas vorgenommen hatten. 40 Sekunden waren gespielt, da traf Berglund den Pfosten. In der dritten Minute versuchte es Travis Ewanyk zum ersten Mal, scheiterte da aber noch an Dennis Endras. Besser machte es Ewanyk zwei Minuten später. Der Schuss von Kabanov prallte von der Hintertorbande zurück, Ewanyk netzte ein und kam endlich zu seinem ersten DEL-Treffer.

Bis dahin war das Spiel ausgeglichen, darum kam der Mannheimer Ausgleich durch Mikkelson in der neunten Minute etwas überraschend. Nur Sekunden später verhinderte Pätzold den Rückstand und parierte den Alleingang von Festerling.

Der Ausgleich gab dem Tabellenführer Sicherheit. Die Adler hatten jetzt deutlich mehr vom Spiel und kamen in der elften Minute zum 1:2. Benjamin Smith fälschte einen Schuss von Lehtivuori kurz vor dem Tor unhaltbar ab. Bei der Chance von Festerling in der zwölften Minute hatten die Pinguine Glück, dass die Adler nicht auf 1:3 davon zogen.

Die Schlussphase des ersten Drittels verbrachten die Pinguine in doppelter Unterzahl. Schymainski und Miller wanderten in kurzem Abstand in die Kühlbox, das Penalty Killing funktionierte auf Krefelder Seite aber hervorragend. Vor allem Pietta und Ankert blockten gleich mehrere Pässe der Adler, so dass Krefeld die Unterzahl ohne Gegentreffer überstand.

Auch im zweiten Drittel blieb es ein schnelles Spiel, die Pinguine setzten den Tabellenführer unter Druck und ließen wenige Chancen der Mannheimer zu. In der 28. Minute folgten gleich mehrere dicke Chancen der Pinguine. Zunächst hatte Pietta Pech, dass er nach einem Abpraller den Puck nicht im Tor unterbringen konnte. Danach scheiterte Bruggisser an an Endras, der dritte Versuch saß dann aber. Trivellato hatte nach Vorarbeit von Bruggisser und Pietta keine Mühe, die Scheibe zum 2:2 in den Knick zu schlenzen.

Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe Mannheim wieder gefährlich vor dem Krefelder Tor auftauchte. Hungerecker trug die Scheibe über die linke Angriffsseite ins Drittel, passte zu Luke Adam am langen Pfosten, Pätzold parierte dessen Schuss aber stark.

Eine Strafzeit der Mannheimer nutze Costello dann, um die Partie zu drehen. Erst scheiterte Saponari in der Mitte an Adler-Goalie Endras, den Nachschuss versenkte Costello humorlos. Die Stimmung in der Yayla-Arena war mittlerweile prächtig. Wie schon in Abschnitt Eins gab es in der Schlussphase des Drittels wieder Strafen gegen Krefeld, Martin Lefebvre musste zweimal hintereinander raus. Mannheim nutzte die zweite Strafe in der 38. Minute zum 3:3, Lehtivuori traf per Schlagschuss.

Die Pinguine starteten in Überzahl ins letzte Drittel und hatten durch Berglund die Chance zur erneuten Führung, aber wie schon im ersten Drittel landete Berglunds Schuss am Pfosten. Auch Lefebvre hatte bei seinem Schuss Pech, dass Endras parierte. Die 5.869 Zuschauer – davon gut 400 aus Mannheim – sahen ein weiterhin schnelles Spiel, in dem kein Unterschied zwischen den Pinguinen und dem Spitzenreiter zu erkennen war.

Turbulent wurde es in der 51. Minute während einer Strafzeit gegen David Wolf. Erst scheiterte Saponari mit seinem Schuss – Mikkelson blockte stark – direkt danach schoss Costello den Puck am langen Pfosten vorbei, Endras hätte keine Chance zur Parade gehabt. Beinahe im direkten Gegenzug scheiterte Markus Kink bei einem Alleingang an Pätzold, der eine starke Partie machte. Ebenso wie Jakob Berglund. Nach zweimal Pfosten traf er in der 54. Minute zum 4:3 für Krefeld nach einem blitzsauberen Konter. Ewanyk kam von der Strafbank, nahm den langen Pass aus dem eigenen Drittel auf und legte quer auf Berglund – er schob den Puck eiskalt durch die Schoner von Endras vorbei zur erneuten Führung. Standing Ovations für bärenstarke Pinguine! Und kurz danach die kalte Dusche in Form des 4:4. Eine eigentlich harmlose Hereingabe von Reul fälschte Kolaric ab, Pätzold war machtlos.

Die letzten Minuten gehörten den Gästen, die den KEV bei fünf gegen fünf im eigenen Drittel einschnürten, aus der Überlegenheit aber kein Kapital schlagen konnten. Und als alle sich schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, fiel doch noch der verdiente Siegtreffer für den KEV.

„Heute war der Eishockey-Gott mal Krefelder und wir wurden für die starken Leistungen der letzten Spiele belohnt“, freute sich KEV-Coach Brendan Reid nach der Partie. „Jeder im Team hat seinen Job gemacht und aus diesem Spiel können wir viel lernen und auch viel Selbstvertrauen mitnehmen.“

Tore

1:0 5. Min. Travis Ewanyk (Kabanov, Lefebvre)

1:1 9. Min. Brendan Mikkelson (Larkin, Wolf)

1:2 11. Min. Benjamin Smith (Lehtivuori, Seider)

2:2 28. Min. Alex Trivellato (Berglund, Pietta)

3:2 34. Min. Chad Costello (Saponari, Pietta)

3:3 38. Min. Joonas Lehtivuori (Eisenschmid, Wolf)

4:3 54. Min. Jacob Berglund (Ewanyk, Pietta)

4:4 57. Min. Chad Kolarik (Reul)

5:4 60. Min. Phillip Bruggisser (Saponari, Miller)

Die nächsten Spiele

Sonntag, 30.12.2018, 19 Uhr: Iserlohn Roosters- Krefeld Pinguine

Mittwoch, 02.01.2019: Straubing Tigers – Krefeld Pinguine

Freitag, 04.01.2019: Grizzlies Wolfsburg- Krefeld Pinguine

Sonntag, 06.01.2019, 14 Uhr: Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin