Krefeld unterliegt auch im zweiten Pinguine-Derby des MagentaSport-Cups

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Das vierte Spiel des MagentaSport Cups ist gespielt. Erneut müssen wir uns unserem Angstgegner aus Bremerhaven mit 1:3 geschlagen geben. Unsere junge Mannschaft zeigte zwar gute Ansätze, konnte das Tempo gegen den starken Gegner aus dem Norden jedoch nicht mitgehen. Cheftrainer Mihails Savrinskis war nach dem Spiel in der Pressekonferenz sichtlich geknickt. „Wir müssen ganz klar an unserer Einstellung arbeiten und Routine rein bekommen,“ analysiert der Lette sachlich.

Dabei war jedoch nicht alles schlecht. Im ersten Drittel gab es gute Torchancen auf beiden Seiten, die jeweils durch den Bremerhavener Schlussmann Brandon Maxwell und unseren Starter Sergey Belov entschärft werden konnten. Deutlich mehr Arbeit hatte zweifelsohne Belov, der am Ende des Spiels ganze 51 Schüsse auf das Tor bekommen hatte. Die erste große Chance hatten die Fischtown Pinguins in der fünften Spielminute als Alexander Friesen den Puck aus einer unübersichtlichen Situation heraus fischen und an Belov vorbeischießen konnte – zum Glück, aus Sicht der Krefelder, nur an den Pfosten.
Das erste Mal hinter sich greifen musste er jedoch in der 14. Spielminute als die Bremerhavener den Puck in der eigenen Zone erobern konnten, schnell nach vorne brachten und Jan Urbas von seinem Sturmpartner Miha Verlic perfekt in Szene gesetzt wurde. In der Folge waren die schwarz-gelben zwar bemüht, konnten jedoch glücklich sein, nicht mit einem zwei-Tore-Rückstand in die Kabine gegangen zu sein, da der 27-jährige Russe in der Schlussminute des ersten Drittels, seinen vermutlich besten Save machte. Ein ohnehin scharfer Schuss wurde vor dem Tor nach unten abgefälscht, Belov reagierte explosiv und stoppte die Scheibe mit der linken Schiene.

Wenig Positives gibt es jedoch über das zweite Drittel zu berichten. Die Fischtown Pinguins schienen den Krefeldern stets einen Schritt voraus, gewannen viele Zweikämpfe und kamen so zu mehr Torchancen. Eine erste Angriffswelle der Nordlichter konnten die Pinguine zwar noch abwehren, auch weil Stürmer Nikita Shatsky, der erneut eine sehr couragierte Leistung zeigte, einen schmerzhaften Schuss von der blauen Linie blockte und Belov weiterhin als Ruhepol der Verteidigung agierte.
Das 0:2 aus Sicht unserer Seidenstädter fiel trotz aller Defensivbemühungen kurz darauf trotzdem in der 28. Spielminute nachdem Niklas Postel wegen Haltens eine Strafe verbüßen musste. Erneut war es Urbas, dieses Mal nach einer Passstafette mit Anders Krogsgaard und Ziga Jeglic, der den One-Timer an Belov vorbeischoss.
Nach diesem Tor schienen die Krefelder jeoch wieder besser ins Spiel zu finden. Langsam tastete man sich an das von Maxwell gehütete Tor ran. Kai Hospelt probierte es zuerst auf der Stockhand-Seite – ohne Erfolg. Erst in der 35. Spielminute, nach einem beherzten Forecheck der Shatsky-Lessio-Postel-Reihe, wurden die Pinguins zu einem ihrer wenigen Fehler gezwungen. Shatsky positionierte sich perfekt vor dem Tor und tippte Postels Pass am 29-jährigen Amerikaner vorbei zum 1:2-Anschlusstreffer.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd wehrten im Schlussabschnitt leider nicht allzu lange. Wegen einiger Strafzeiten kam der KEV nie richtig in den Rhythmus. Zu stark präsentierte sich Bremerhaven hierzu. In der 43. Minute dann die Vorentscheidung. Eine Situation, die sehr an das erste Tor erinnerte: Puckeroberung, schneller Konter und Torabschluss nach einer 2-gegen-1-Situation. Dieses Mal war es Dominik Uher, der den Puck halbhoch auf der Stockhand-Seite Belovs verbeiquetschte.
Knapp zwei Minuten vor dem Ende der Partie keimte nochmals kurz Hoffnung auf als Vincent Saponari mit der Scheibe zum Tor zog und diese auch im Tor unterbringen konnte – leider kollidierte er dabei im Torraum so mit Maxwell, dass die Schiedsrichter korrekterweise darauf entschieden dem Tor keine Gültigkeit anzuerkennen.
Die 1:3-Niederlage geht unter dem Strich bedauerlicherweise in Ordnung. Bremerhaven war über weite Teile des Spiels stärker und auch gute Individual-Leistungen konnten das Ruder nicht herumreißen.