Krefeld Pinguine mit überzeugendem Sieg in Iserlohn

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Spiel eins nach Schymmi, Spiel eins gegen Schymmi. Ein komisches Gefühl schon bei der Begrüßung unseres ehemaligen Kapitäns. Doch die Pinguine ließen sich vom herzlichen Willkommen der Roosters nicht beeindrucken und setzte ihren Gameplan diszipliniert um. Getragen von einem erneut überragenden Oleg Shilin, konnte die Mannschaft ohne Co-Trainer Boris Blank an der Bande ihre frühe Führung ausbauen und verwalten.

Die Pinguine erwischten einen Start nach Maß. Bereits im zweiten Wechsel des Spiels konnte sich die Reihe um Lucas Lessio, Anton Berlyov und Jeremy Bracco in der Angriffszone festsetzen und schon nach 43 Sekunden war der Puck im Tor der Iserlohner. Bracco brachte den Puck aus spitzem Winkel zum Tor, Lessio fälschte den Puck geschickt in die kurze obere Torecke über die Schulter ab.

Danach waren es jedoch die Roosters, die mehr aus ihren Spielanteilen machten und sich immer größere Chancen herausspielen konnten. Oleg Shilin war gefragt und hatte bis zum letzten Drittel immer die passende Antwort parat.

Die Pinguine besinnten sich mehr auf das Kontern und kamen immer wieder mit gefährlichen 2-auf-1-Situationen vor das Tor von Andreas Jenike. Erst Weiß und Bergström in Minute 5, keine zwei Minuten später die größte Chance neben dem Tor durch Thomas Valkvae Olsen, der durch einen sehr akrobatischen Save von Jenike gestoppt wurde.

Selbstvertrauen strahlte jedoch auch Shilin auf der Krefelder Seite aus. Weitere gute Chancen konnte der Schlussmann verhindern, in der 17. Minute mit ein wenig Hilfe von Dominik Tiffels, der einen Puck mit der Hand aus dem Torraum beförderte und somit die Führung in die Pause rettete.

Tiffels war es dann auch der, der den zweiten Blitzstart im zweiten Drittel einleitete. Über ihn kam die Scheibe zu Alexander Bergström und letztlich zu Niclas Lucenius, der den Puck nach 1:50 Minute über die Linie brachte und auf 2:0 erhöhte.

Iserlohn setzte das Gegentor merklich zu. Kaum konnten sie den Schock verkraften kam der Auftritt der Alexander. Blank mit dem Bullygewinn, Bergström mit dem Schuss und Weiß freistehend vor dem Tor mit dem Abstauber und dem 3:0.

Die Roosters reagierten giftig, doch letztlich war Tiffels derjenige, der es übertreib und für zwei Minuten in der Kühlbox musste. Das Powerplay der Roosters: gut. Oleg Shilin: besser! Oleg macht Oleg-Sachen und verhindert irgendwie mehrfach den Anschlusstreffer, ehe die Strafe ablief und die Null weiterhin stand.

Für den Rest des Drittels gingen die Pinguine in den Verwaltungsmodus. Iserlohn noch immer mit einzelnen Torchancen, aber die zwingendsten hatten die Roosters zu Beginn des Drittels.

Im letzten Drittel musste man also mit einem wütenden Anlauf der Sauerländer rechnen. Die Pinguine blieben jedoch weiter diszipliniert und versuchten das Spiel ruhig zu halten, um diese Bemühungen im Keim zu ersticken. Doch in der 49. Minute war es dann doch so weit.

Auf der einen Seite vergab Lessio einen halben Alleingang, nachdem er von einem Backchecker am Schuss gehindert werden konnte, auf der anderen Seite stand plötzlich Hubert Labrie völlig frei im Slot und katapultierte den von Ryan O’Connor aufgelegten Puck in der 49. Minute mit einem harten Schlagschuss platziert ins obere rechte Eck. Shilin chancenlosund um den verdienten Shutout geraubt.

Das Stadion am Seilersee und die Fans darin waren erwacht, aber auch die Pinguine-Fans blieben lautstark hinter ihrer Mannschaft – eine fantastische Stimmung für eine spannende Schlussphase im ausverkauften Haus. Doch die Bemühungen der Roosters sollten erfolglos bleiben. 3,5 Minuten vor dem Ende nahmen die Sauerländer Jenike für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Wenige Sekunden später war es wieder eine Alex-Alex-Kombination, Weiß auf Blank, die die Entscheidung und den Endstand brachte.

Den traurigen Schlusspunkt setzte Brent Aubin im Trikot der Hausherren, der sich als schlechter Verlierer erwies und Bracco in den Schlussminuten mit einem rücksichtlosen Stockschlag gegen die Beine wie einen Baum fällte. Zwei Minuten, eine milde Strafe.

Die Mannschaft ließ sich trotzdem vor dem Gästeblock feiern und wurde von der Iserlohner Tribüne noch auf ein Bier eingeladen – anders sind die fliegenden Bierbecher in Richtung Mannschaft nicht zu erklären.

 

Strafen

IEC 6

KEV 4

 

Tore

0:1 1. Lessio (Bracco)

0:2 22. Lucenius (Bergström, Tiffels)

0:3 26. Weiß (Bergström, Blank)

1:3 49. Labrie (O’Connor, Bailey)

1:4 57. Blank (Weiß)