Krefeld Pinguine gewinnen Straßenbahn-Derby und holen ersten Heimsieg seit über einem Jahr

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Und am Ende hat es doch noch geklappt! Die Krefeld Pinguine gewinnen ihr erstes Heimspiel der Saison – das letzte gegen einen Gegner der Nordgruppe und das erste seit über einem Jahr – gegen die Düsseldorfer EG mit 3:1. Beim Straßenbahn-Derby standen zwei Spieler ganz besonders im Mittelpunkt. Die beiden jungen Torhüter Nikita Quapp (18) beim KEV und Mirko Pantkowski (22) bei der DEG sollten alle Hände voll zu tun bekommen und zusammen über 70 Schüsse stoppen.
In der vierten Minute versuchte Eugen Alanov sein Glück gegen Quapp, wenig später in der Sechsten war es Nikita Shatsky auf der anderen Seite, der Pantkowski zum ersten Mal testete. Noch behielten beide Goalies jedoch ihre weiße Weste.
In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Immer wieder waren die beiden Goalies Endstation für die Stürmer – Olimb und Kammerer scheiterten auf Düsseldorfer Seite, Buncis, Schymmainski und Olson bei den Pinguinen. Erst in der 18. Minute schlugen die Pinguine zum ersten Mal zu. Nach einem Bully vor dem Gehäuse der Gäste von der falschen Rheinseite, welches von Brett Olson gewonnen wurde, schoss Laurin Braun den Puck flach auf die rechte Schiene Pantkowskis, der den Rebound nicht kontrollieren konnte und genau auf den Schläger Lucas Lessios abwehrte. Der Kanadier hatte keine Probleme den Puck aus spitzem Winkel zum 1:0 Pausenstand im Tor unterzubringen.
Im zweiten Drittel zeigte sich ein ähnliches Bild. Viele Chancen, wenige Tore, aber dafür beide Torleute mit herausragenden Paraden. Trotz der generellen Tendenz des Drittels, war das erste Highlight des Mittelabschnitts ein Tor. Kapitän Martin Schymmainski eroberte an der eigenen blauen Linie die Scheibe und zündete den Turbo. Alleine vor Pantkowski hebelte der enteilte Stürmer den Puck mit der Rückhand über die Fanghand zum 2:0.
Quapp zeigte in der 27. Minute warum der Torwart der beste Penalty-Killer sein sollte. Nach einem öffnenden Pass stand Ken Andre Olimb förmlich vor dem freien Tor ehe Quapp mit einem starken Reflex doch noch auf seine Stockhandseite rutschte und die Chance vereitelte. Doch auch Pantkowski stand dem gebürtigen Ravensburger in nichts nach. Nach einer Strafe gegen Olimb wegen Hakens sah auch Schymmi das leere Tor vor sich, wurde aber vom 22-Jährigen in Gelb-Rot mit der linken Schiene gestoppt.
Im letzten Drittel zogen beide Teams das Tempo nochmals an und das Spiel wurde physischer. Die Pinguine konzentrierten sich verstärkt auf die Defensive während Düsseldorf immer wieder mit Schüssen auf das Tor Quapp testete, die jedoch mehr quantitativen als qualitativen Wert hatten. Bis zur 56. Minuten.
Dort war dann der Bann gebrochen und der Shutout für Nikita Quapp leider hinüber. Bernhard Ebner und Olimb setzten sich auf der linken Seite durch und warfen den Puck in die Mitte. Der in den Slot gleitende Kammerer antizipierte den Pass, wie ein Abiturient, und stach den Puck geschickt einhändig hoch in die Lange Ecke.
Der Startschuss für dramatische Schlussminuten, in den man sich leider nur vorstellen konnte, wie die YAYLA-Arena zum Hexenkessel geworden wäre, wenn die Fans auf der Nord die Sprechchöre angestimmt hätten. Geblockte Schüsse, hart umkämpfte Befreiungsschläge, sechs Feldspieler bei der DEG und mittendrin ein fokussierter Nikita Quapp, bei dem man das Gefühl hatte, als habe er das alles schon tausende Male erlebt. Die Entscheidung brachte in der 60. Minute Lucas Lessio, der aus dem eigenen Drittel das leere Tor traf und damit den Deckel auf die Partie setzte.
Strafen
KEV 8
DEG 8

Tore
1:0 18. Lessio (L. Braun, Olson)
2:0 26. Schymmainski
2:1 56. Kammerer (Olimb, Ebner)
3:1 60. Lessio (Gläßl)