Krefeld Pinguine erkämpfen sich ersten Heim-Punkt gegen Wolfsburg

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Als nach 60 Minuten die Schlusssirene ertönte war zumindest klar, dass die Krefeld Pinguine ihren ersten Punkt Zuhause gewonnen hatten. Dass es nicht mehr Punkte wurden, war nach dem Spielverlauf zwar ärgerlich, jedoch kann man der Mannschaft eine kämpferische Leistung bescheinigen. Den Siegtreffer erzielten die Wolfsburger für den Extrapunkt in der Verlängerung.
In einem hart geführten PENNY DEL-Spiel waren es die Pinguine, die einen Hauch besser ins Spiel starteten und die größeren Chancen in Richtung Dustin Strahlmeier hatten, der das Gehäuse der Autostädter hütete. Die größte Chance hatte Artur Tyanulin in der 13. Minute als er die Wolfsburger Verteidigung hinterlief und über links frei auf das Tor der Wolfsburger zog. Leider konnte er im letzten Moment noch entscheidend gestört werden und den Alleingang nicht wie gewünscht abschließen.
Auch Marvin Cüpper im KEV-Tor musste im ersten Drittel einige Male auf der Hut sein, konnte aber alle Schüsse in seine Richtung abwehren. Das Spiel wurde darüber hinaus sehr körperbetont geführt. Auf beiden Seiten gab es einige nennenswerte Checks, die jedoch am torlosen Unentschieden zur Drittelpause nichts veränderten.
Tore sollten dann ab dem zweiten Drittel fallen – leider zuerst für Wolfsburg. Routinier und Kapitän Sebastian Furchner wurde nach herausragender Einzelaktion und Scheibenbehauptung des Schweden Max Görtz hinter dem Tor in der 26. Minute im Slot sträflich frei stehengelassen und brachte die Scheibe auf Cüppers Stockhandseite vorbei im Tor unter.

Doch wo die Pinguine in den letzten Spielen im zweiten Drittel häufig einen Durchhänger hatten und sie ein Gegentor komplett aus dem Tritt brachte, drängten die Pinguine ihrerseits auf eine schnelle Antwort. Bereits eine Minute nach dem Gegentreffer war es Ivan Petrakov, der den Ausgleich auf der Kelle hatte, nachdem er technisch sauber die Verteidigung ausgespielt hatte.
Strahlmeier, gegen Petrakov noch sicher, zeigte dann in der 34. Minute jedoch seine erste Schwäche. Ein Schuss Constantin Brauns hätte leichte Beute für den gebürtigen Gelsenkirchener sein sollen, prallte dann jedoch unbemerkt von seinem Brustschutz neben das Tor. Nikita Shatsky war der Nutznießer der Situation, sammelte die verlorengegangene Scheibe auf und brachte sie für sein erstes Saisontor per Bauerntrick im Tor unter.
Eine Minute später war es jedoch auch Shatsky, der wegen eines Beinstellens herausgestellt wurde und zusehen musste, wie das Unentschieden nur von kurzer Dauer war. Knapp eine Minute brauchten die Wolfsburger ehe der Puck auf dem Schläger Görtz‘ landete, der ihn mit einem schnellen Handgelenkschuss vorbei an Tine Braun und Marvin Cüpper zum 1:2 aus Sicht der Pinguine ins Tor schoss.
Wild wurde dann auch die Schlussminute im zweiten Drittel. Erneut war es zuerst Tyanulin, der den Verteidigern enteilte und frei auf Strahlmeier zulaufen konnte. Leider waren die Beine des Rotschopfes schneller als seine Hände, denn Tyanulin traf die Scheibe mit der Rückhand nicht richtig, um sie am überwundenen Strahlmeier vorbei zu schieben. Auf der anderen Seite konnte Cüpper beweisen, dass es richtig war heute auf ihn zu setzen. 4 Sekunden vor der Sirene wurde Gerrett Festerling in Szene gesetzt und Cüpper musste jeden Zentimeter seines Armes ausstrecken, um den 1:3-Rückstand mit der Fanghand zu verhindern.

Es ging also mit einem knappen Rückstand, aber doch mit einer Menge Optimismus in das letzte Drittel. Dieses war fest in schwarz-gelber Hand. Schymainski, Tyanulin, Olson – alle hatten gute Chancen, brachten den Puck aber nicht im Tor der Wolfsburger unter. Erst sechs Minuten vor dem Ende der erlösende und verdiente Ausgleichstreffer. Über Laurin Braun und Martins Karsums gelangte der Puck in den Slot der Grizzlys. Von dort aus bugsierte ihn Brett Olson für sein sechstes Saisontor in Gehäuse und verschaffte damit den Pinguinen ihren ersten Heimspiel-Punkt der Saison, da in der restlichen Spielzeit keine Tore mehr fielen.

Die 3-gegen-3-Verlängerung dauerte 2 Minuten und 2 Sekunden. Spencer Machacek nahm Kristofers Bindulis vor der Grizzly-Bande die Scheibe weg und ließ sich dann auch von Cüpper im Tor nicht mehr stoppen.
Unter dem Strich ein gern gesehener Punkt, aber vor allem eine sehr kämpferische Leistung der Pinguine, die mehr verdient gehabt hätten, jedoch auch mit ihrem ersten Punkt Zuhause leben können.

Strafen
KEV 4
WOB 4

Tore
0:1 26. Furchner (Görtz, Järvinen)
1:1 34. Shatsky (Lessio, Sacher)
1:2 35. Görtz (Järvinen, Button)
2:2 54. Olson (L. Braun, Karsums)
2:3 63. (OT) Machacek