Koziol mit zwei Toren Garant des 4:3 (0:0, 1:2, 3:1)-Auftaktsieges gegen Mannheim

Kategorien
News

Zum Auftakt der neuen DEL-Saison empfingen unsere Krefeld Pinguine am heutigen Freitagabend die Adler Mannheim. Der ehemalige Serienmeister, der auch in dieser Saison wie schon traditionell zu den Titelfavoriten zählt, stellte dabei natürlich eine

hohe Hürde für die Truppe von Franz Fritzmeier dar. Dieser aber konnte vor 5.406 Zuschauern erstmals seinen kompletten Kader einsetzen. Sogar Martin Schymainski hatte nach Pfeifferschem Drüsenfieber grünes Licht von den Ärzten bekommen und gab sein Comeback. Marco Rosa bekam nach leichten Adduktorenproblemen dafür eine Pause. Im Tor lautete das Duell wenig überraschend Patrick Galbraith gegen Dennis Endras.

Die Pinguine begannen druckvoll und hatten gleich Chancen durch Schymainski, Pietta, Little und Sonnenburg. Die Gäste konnten sich erst zur Mitte des Drittels etwas befreien und hatten durch Arendt aus dem Gewühl eine erste Gelegenheit. Insgesamt aber blieben die Pinguine am Drücker und hatten weitere Gelegenheiten durch Müller, Pietta und Klubertanz. In der Folge überstanden sie eine erste Unterzahl sicher und so ging es nach insgesamt überlegener Leistung mit einem torlosen Remis in die erste Pause.

All diese Überlegenheit allerdings war bereits nach 49 Sekunden des zweiten Abschnitts Makulatur, als Marcel Goc plötzlich frei zum Schuss kam und Galbraith keine Abwehrchance ließ. Die Pinguine antworteten in ihrem ersten Überzahlspiel mit einer weiteren Großchance durch Müller. Aber Mannheim bewies seine große individuelle Klasse und nutzte auch die zweite Chance eiskalt aus. Kolarik verwandelte in der 25. zum 0:2. Und nur eine Minute später hatten die Schwarz-Gelben sogar Glück, als Kink per Schlagschuss nur die Unterkante der Latte traf. Die Pinguine wirkten insgesamt geschockt und verloren nun etwas die bis dato so überzeugende Linie. In der 30. parierte Galbraith einen Alleingang von Tardif. Coach Fritzmeier nahm jetzt seine Auszeit. Die Adler aber blieben weiter spielbestimmend. Die große Chance zum Anschluss gab es dann in der 37. bei einer 32-sekündigen doppelten Überzahl. Diese blieb zwar ungenutzt, doch als der erste Mannheimer gerade von der Strafbank kam, traf Pietta zum 1:2! Die große Ausgleichschance hatte dann zwei Minuten später Umicevic, der aber per Alleingang an Endras scheiterte. Die nächste Topchance hatte mit der Pausensirene St.Pierre, doch er scheiterte in Überzahl ebenfalls am bärenstarken Endras im Adlertor. So blieb es beim 1:2 nach 40 Minuten.

In der Pause leuchte dann olympisches Gold im KönigPalAST, als die Krefelder Olympiasiegerin im Rudern, Lisa Schmidla, im TV-Studio zu Gast war. Und auch die anderen Olypioniken der Seidenstadt, Niklas Wellen (Bronze im Hockey) und Aline Focken (Ringen), begleiteten sie.

Diese Krefelder Erfolge sollten auch Ansporn für die Schwarz-Gelben, die unbedingt das Spiel drehen wollten, im letzten Abschnitt sein. Lange hielten die Adler ihr eigenes Tor sauber und ließen wenig zu, doch in der 50. war es dann doch so weit! In Überzahl staubte Koziol mit seinem ersten DEL-Tor zum insgesamt absolut verdienten Ausgleich ab. Und es kam sogar noch besser für den jungen Stürmer, denn in der 58. Minute fälschte er, nachdem er selbst stark in Forechecking gearbeitet und die Scheibe erkämpft hatte, einen Schuss zum 3:2 ab! Natürlich ging Endras jetzt zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und das nutzten die Pinguin zum Treffer ins leere Tor durch Müller. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein, denn eine Strafe von Klubertanz nutzte Mannheim, weiterhin mit zusätzlichem Feldspieler, zum 4:3 durch Wolf. Weiter blieb das Adler-Tor leer. Doch es blieb beim verdienten Sieg für Krefeld. Nach dem Schlusspfiff flogen dann die Fäuste, was die Schiedsrichter mit gleich sechs Spieldauerstrafen – drei auf beiden Seiten – bedachten.

Damit feiern die Pinguine trotz Rückstands einen Auftakt nach Maß und können nun voller Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel in Augsburg am Sonntag reisen.

Tore:

0:1 21. M. Goc (Kink, Ullmann)

0:2 25. Kolarik (Wolf)

1:2 38. Pietta (Mancari, Müller) PP

2:2 50. Koziol (Vasiljevs) PP

3:2 58. Koziol

4:2 59. Müller

4:3 59. Wolf (M. Goc)

Strafen:

Krefeld: 23+Spieldauer Müller, Pietta, Mieszkowski

Mannheim: 33+10 Wolf+Spieldauer Wolf, Festerling, Richmond