Knappe 4:5-Niederlage gegen Nürnberg

Knappe 4:5-Niederlage gegen Nürnberg

In einem hart umkämpften Spiel brachte ein Überzahltor kurz vor Schluss die Entscheidung. Die Pinguine unterlagen den starken Nürnberg Ice Tigers mit 4:5. „Wir hatten heute zwar eine gute Tiefe im Team, in einigen Szenen waren wir im eigenen Drittel aber zu nachlässig“, so das Fazit von Pinguine-Coach Brandon Reid.

In der Anfangsphase ließen beide Teams wenig zu, wobei die Gäste etwas besser aus den Startlöchern kamen. Kislinger suchte mit seiner Hereingabe von rechts vor dem Tor den Schläger von Ramoser, der verpasste knapp. Die Pinguine tauchten nach knapp sieben Minuten erstmals gefährlich vor dem Nürnberger Tor auf. Nach einem Angriff über die rechte Seite legte Costello auf Bruggisser ab, Nürnbergs Goalie entschärfte den Schlagschuss sicher. Die erste Überzahlchance der Partie bekamen die Gäste in der zehnten Minute. Ein Schuss von Eder landete am Außennetz, gegen Buck klärte Rynnäs mit der Fanghand – die Pinguine überstanden die Strafe unbeschadet. Zum Ende des ersten Drittels entwickelten die Ice Tigers aber mehr Zug zum Tor, erst in der 15. Minute sorgte ein Handgelenkschuss von Bruggisser wieder für Gefahr. Der flog noch knapp am Tor vorbei, besser machten es die Pinguine eine Minute später. In Überzahl legte Costello zurück an die blaue Linie auf Hospelt, der zog ab und vor dem Tor fälschte Saponari aus der Luft unhaltbar ab – die etwas unerwartete Führung für die Pinguine und Saisontor Nummer 5 für Saponari. Zwei Minuten vor Drittelende hätten die Pinguine gleich zweimal nachlegen können. Zuerst parierte Treutle einen Schuss von Ankert, danach tankte sich Pietta vom Bully weg durch doch auch hier war Nürnbergs Goalie Endstation. 90 Sekunden vor der Sirene kam Nürnberg dann zum Ausgleich. Alanov schloss einen starken Konter zum 1:1 ab.

Das zweite Drittel begann mit zwei Großchancen der Gäste, in beiden Fällen verpasste Patrick Reimer nur knapp. Erst traf er in der 25. Minute den Pfosten und scheiterte kurz danach an Rynnäs. Beim bärenstarken Rückhandschuss von Buck in der 25. Minute war Jussi machtlos. Trotz der Nürnberger Führung waren die Pinguine keineswegs geschockt. In der 29. Minute blieb eine Traumkombination von Costello und Pietta unvollendet. Costello trug den Puck ins Drittel und ließ für Pietta liegen, der spielte schnell zurück auf Costello und sein Schuss trudelte nur Zentimeter am Tor vorbei. In der 33. Minute gab es dann aber doch Grund zum Jubeln und das gleich in doppelter Hinsicht: nicht nur über den Ausgleich, sondern vor allem über den Torschützen. Aus dem Gewühl erzielte Arturs Kruminsch sein erstes DEL-Tor. Nur 13 Sekunden später folgte dann sogar die Krefelder Führung. Nach toller Vorarbeit von Saponari stand wieder Costello am langen Pfosten frei und erzielte das 3:2. „Für Arturs ist das Tor absolut verdient. Insgesamt haben unsere dritte und vierte Reihe sehr gut gespielt“, lobte Brandon Reid.  Drei Minuten vor Drittelende hatte Costello dann aber Pech. Im eigenen Drittel wollte er klären, die Scheibe versprang aber und Chris Brown erzielte das 3:3. Mit diesem eistungsgerechten Ergebnis ging es in die Kabine.

Der Schlussabschnitt begann viel versprechend, ein schneller Konter brachte in der 44. Minute die erneute Krefelder Führung. Saponari trug den Puck über die linke Seite ins Drittel, legte den Puck in den Lauf von Pietta und der leitete gleich an den langen Pfosten weiter – da hatte Besse keine Mühe einzunetzen. Danach blieb die Partie zwar schnell und intensiv, viele Torchancen gab es aber nicht. Darum kam der Nürnberger Ausgleich auch etwas überraschend. Ein Schuss von Weber wurde ins Netz abgefälscht, Rynnäs hatte keine Abwehrchance. Die Schlussphase wurde turbulent. Auf Nürnberger Seite verpasste Schulze nur knapp, im Gegenzug traf Bruggisser aus spitzem Winkel das Lattenkreuz. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende schickten die Schiedsrichter Nürnbergs Ramoser und Garrett Noonan gleichzeitig auf die Strafbank, kurz danach musste auch Saponari in die Kühlbox. In dieser Überzahl traf Nürnbergs Kapitän Reimer vom rechten Bullykreis aus unhaltbar per Schlagschuss in den Winkel – die Entscheidung zu Gunsten der Ice Tigers, es blieb beim 4:5. „Unterm Strich fehlte nicht viel, aber 3-gegen-4 ist besonders schwierig zu verteidigen. In einigen Szenen hat uns im eigenen Drittel der Biss gefehlt“, resümierte Brandon Reid.

Tore

1:0 16. Min. Vinnie Saponari (Hospelt, Costello) PP1

1:1 19. Min. Eugen Alanov (Reimer, Summers) EQ

1:2 25. Min. Brandon Buck (Mebus, Bender) EQ

2:2 33 Min. Arturs Kruminsch (Ewanyk, Ankert) EQ

3:2 33. Min. Chad Costello (Saponari, Pietta) EQ

3:3 37. Min. Chris Brown (Buck, Fischbuch) EQ

4:3 44. Min. William Besse (Pietta, Saponari) EQ

4:4 53. Min. Marcus Weber (Brown, Buck) EQ

4:5 59. Min. Patrick Reimer (Fischbuch, Buck) PP1

Zuschauer: 3.264

Die nächsten Spiele

Sonntag, 24. November 2019, 18 Uhr: Kölner Haie – Krefeld Pinguine

Freitag, 29. November 2019, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin

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