KEV verpasst Playoffs nach 0:1 gegen Straubing

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Die Krefeld Pinguine verlieren gegen die Straubing Tigers mit 0:1 und verpassen damit erneut die Playoffs.

Die Enttäuschung war Brandon Reid anzusehen. „Die Playoffs zu verpassen ist immer bitter. Als Spieler habe ich das auch erlebt, als Coach ärgere ich mich genau so.“ Nach dem 0:1 vor 4.076 Zuschauern in der Yayla-Arena steht fest: die Pinguine können Platz 10 nicht mehr erreichen. Sein Straubinger Kollege Tom Pokel sprach nach der Partie von einem Schachspiel, in dem beide Mannschaften das Augenmerk vor allem auf die Defensivarbeit legten.

Das einzige Tor des Tages fiel früh und es fiel überraschend. Seifert wurde vor dem eigenen Tor angeschossen, von seinem Schlittschuh trudelte der Puck an Pätzold vorbei zur Straubinger Führung. Als letzter Tigers-Spieler war Stephan Daschner am Puck. Die Pinguine erspielten sich ihre erste gute Chance nach sieben Minuten, als Costello über die linke Seite ins Angriffsdrittel fuhr, einen Verteidiger aussteigen ließ, aus spitzem Winkel mit einem Passversuch auf Berglund aber hängen blieb. Auf der Gegenseite hatte Dimitri Pätzold nur wenig später seinen ersten großen Auftritt. Kael Mouillierat war frei durch, Pätzold machte dicht und verhinderte das 0:2. Es blieb ein Spiel mit wenigen Großchancen, eine hatte Straubing in der 11. Minute. Aus der Bandenecke kam ein schneller Pass in den Slot, Marco Pfleger hatte freie Schussbahn aber Pätzold parierte sicher. Die Partie wurde von Minute zu Minute schwächer, keines der beiden Teams konnte glänzen. Glück hatten die Pinguine in der 17. Minute während einer Strafe gegen Mike Schmitz. Straubings Mike Connolly spielte einen scharfen Pass durch den Slot, am langen Pfosten verpasste Williams knapp.

„Wir wussten, dass es ein Alles-oder-Nichts-Spiel ist“, sagte Brandon Reid. „Meine Spieler haben nach dem Rückstand nicht aufgegeben, trotzdem haben wir es Straubing in einigen Situationen zu leicht gemacht.“ Die Gäste kamen mit mehr Dampf aus der Kabine. In der 22. Minute traf Gläßl von der blauen Linie den Außenpfosten. Kurz danach verlor Trivellato in der Vorwärtsbewegung die Scheibe, Pätzold rettete gegen Williams. In der 24. Minute musste der starke Pätzold gleich zweimal eingreifen. Erst pflückte er einen Schuss von Aulin locker mit der Fanghand, dann parierte Dimi gegen Schönberger, der aus kurzer Distanz zum Schuss kam. Gute Möglichkeiten der Pinguine gab es kaum. Während einer Überzahl in der 25. Minute schnürte Krefeld die Gäste zwar im eigenen Drittel ein, richtig gefährlich wurde es für Straubings Goalie Zatkoff aber nicht. Erst nach etwa 30 Minuten bekam das Spiel der Pinguine wieder mehr Struktur. Die Reihe mit Kabanov, Ewanyk und vor allem Saponari beschäftigten Straubing – für den Ausgleich reichte es aber nicht.

Dagegen wurde es nach einer Strafe gegen Kabanov brandgefährlich für das Krefelder Tor. Fast die komplette Strafe machten die Tigers Dauerdruck. Pätzold entschärfte die Schüsse von Daschner und Gläßl, Williams traf das Außennetz. Weit weniger gefährlich war das anschließende Powerplay der Pinguine nach einer Strafe gegen Schopper. Mehr als ein Schuss von Berglund sprang nicht heraus.

Vor dem Schlussabschnitt war klar: die Pinguine brauchen Tore. Nürnberg lag zwar gegen Mannheim zurück, eine Nullnummer durften sich die Pinguine aber unter keinen Umständen erlauben. Leider blieben die Pinguine im Spiel nach vorne zu ungefährlich. Straubing kontrollierte das Spiel, zwang Krefeld zu Schüssen von außen und Goalie Zatkoff war in der Schlussphase hellwach. In der 50. Minute parierte er gegen Noonan, der eine Hereingabe von Saponari aufs Tor brachte. Danach wehrte er einen Flatterpuck im Nachfassen ab, Seiferts Schuss von der blauen Linie war noch abgefälscht worden. Bei weiteren Chancen fehlte den Pinguinen das Quäntchen Glück. Nach einem weiteren Schuss von Seifert verpasste Kabanov im Fallen den Abpraller nur knapp. Zwei Minuten vor dem Ende bekam Krefeld wegen einer Strafe gegen Filin noch eine Überzahlchance, doch es fehlte die zündende Idee: bis zum ersten Schuss von Kabanov dauerte es ganze 90 Sekunden. 40 Sekunden vor Schluss ging Pätzold für einen sechsten Angreifer vom Eis, doch es blieb beim 0:1 – damit ist Platz 10 auch rechnerisch passé. Freitag spielen die Pinguine in Düsseldorf, das Heimspiel gegen Augsburg ist das letzte Spiel der Saison 2018/19 für den KEV.

Coach Reid kündigt nochmal vollen Einsatz an: „Wir wollen die Saison mit Charakter zuende bringen und zeigen, dass wir besser sind als der jetzige Tabellenplatz. Ich denke, dass wir schon gezeigt haben, dass sich der Club im Vergleich zu den letzten Jahren positiv entwickelt hat.“

Tore

0:1 4. Min. Stephan Daschner (Mullock, Schopper)

Zuschauer: 4.076

Die nächsten Spiele:

Freitag, 01.03.2019: Düsseldorfer EG – Krefeld Pinguine

Sonntag, 03.03.2019: Krefeld Pinguine – Augsburger Panther

Eine Antwort auf „KEV verpasst Playoffs nach 0:1 gegen Straubing“

Ich habe wirklich gute Ansätze erkannt und glaube an eine bessere Zeit. In dieser Saison hat es leider noch nicht geklappt aber ich bedanke mich beim ganzen Team für ihren Einsatz. In der nächsten Saison wird es bestimmt klappen. Ich bleibe weiterhin ein Fan dieser Mannschaft.

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