Keine Punkteausbeute in der Hauptstadt

Kategorien
Spielberichte

Eine deutliche Leistungssteigerung ist notwendig, um in den nächsten Wochen den letzten Tabellenplatz wieder zu verlassen, geschweige denn, um das ausgeschriebene Ziel der Pre-Playoffs noch zu erreichen. Bei den Eisbären Berlin konnte man im ersten Auswärtsspiel einen hart erkämpften Auswärtssieg erringen – am Sonntag sollte dieser Erfolg ausbleiben. Gegen die Eisbären verloren die Krefeld Pinguine 6:2.

Das erste Drittel machte wenig Mut hinsichtlich eines knappen Spiels. Denn zum einen spielten sich die Berliner fast dauerhaft im Angriff fest, zum anderen hatten die Pinguine bei den Gegentoren auch besonders wenig Puckglück.

Bei beiden Toren der Berliner im ersten Drittel waren es jeweils Pinguine-Verteidiger, die die Scheiben im entscheidenden Moment mit dem Schlittschuh abfälschten. In der 10. Minute war es Dominik Tiffels, der bei einer Abwehraktion vor dem Tor, unbeabsichtigt Dominik Bokks erstes DEL-Tor ermöglichte. Bokk, der erst unter der Woche aus der AHL zu den Eisbären wechselte, hatte ein alles in allem gelungenes Debut mit zwei weiteren Vorlagen.

Wenig später war es in der 13. Minute Frans Nielsen, der im Powerplay auf 2:0 erhöhte. Zach Boychuks Schuss prallte von Maximilian Gläßls Schlittschuh direkt auf den Schläger des dänischen Nationalspielers ab, der den Puck im leeren Tor unterbrachte. Sein Tor gleichzeitig auch der Pausenstand und die bei einem Torschussverhältnis von 14 zu 3 aus Sicht der Hauptstädter war dies auch nicht unverdient.

Das zweite Drittel machte dann aber doch Mut. Obwohl die Eisbären weiterhin mehr vom Spiel hatten, nutzen die Pinguine ihre wenigen Chancen eiskalt aus. In der 26. Minute liefen die Pinguine einen Konter an dessen Ende Arturs Kulda den Puck an Mathias Niederberger vorbei zum 2:1 einschoss. Doch der Jubel war nicht von langer Dauer. Bereits zwei Minuten später stellte Matt White den alten Spieltand wieder her, als er vollkommen freistehend von Frans Nielsen angespielt wurde.

Als dann Arturs Kulda wegen eines Crosschecks für zwei Minuten auf die Strafbank musste, musste man schon mit dem schlimmsten rechnen. Doch Kapitän Laurin Braun hatte andere Pläne. Seine Puckeroberung endete in einem Alleingang und einem gezielten Schuss zwischen die Beine Niederbergers. Mit einem Ein-Tor-Rückstand war man für das letzte Drittel als auf Tuchfühlung mit dem Favoriten.

Um die Überraschung perfekt zu machen brauchte man für das letzte Drittel eine weiterhin kompakte Defensive, einen gut aufgelegten Torhüter und musste weiterhin Chancen vor dem Tor nutzen. Oleg Shilin setzte in der 42. Minute das erste Zeichen, dass man auf ihn setzten kann. Seine spektakuläre Parade mit der rechten Schiene verhinderte gleich zweimal den Treffer der Berliner.

In der 44. Minute konnte der Russe dann sein Tor nicht mehr beschützen. Boychuk stellte den alten zwei Tore-Abstand wieder her auf Zuspiel des Ex-Pinguins Keven Clark.

Die letzte echte Chance wieder ins Spiel zu kommen hatten die Seidenstädter in der 52. Minute. Gleich zwei Eisbären waren auf der Strafbank, doch das kurze 5-gegen-3-Überzahlspiel konnte nicht genutzt werden.

Eine bekannte Sportweisheit besagt: „Wenn man ihn vorne nicht macht, kriegt man ihn hinten rein.“ So auch am Sonntag. Simon Després und erneut Boychuk setzten in der 54. Und 55. Minute die Schlusspunkte zum 5:2 und 6:2.

Gewiss eine Leistungssteigerung, aber noch nicht das zählbare Resultat, das man im Abstiegskampf benötigt.