Keine Geschenke am zweiten Weihnachtstag – Pinguine unterliegen Wild Wings

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Leider hatte der Weihnachtsmann nur noch Steine in seinem Sack, als er in der Yayla Arena am Sonntag Geschenke verteilte. Trotz eines zwischenzeitlichen Comebacks unterlag die Mannschaft mit 3:5 und verliert damit den Anschluss an die Playoffs-Plätze. Sorgen macht Oleg Shilin, der nach einer Kollision mit Tylor Spink gestützt vom Eis gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. So kam Mattias Bittner, der sich sein Debut sicherlich anders vorgestellt hat, für fast ein ganzes Drittel zum Einsatz. Bittner, der heute eigentlich zu einer U18-Maßnahme in der Schweiz gewesen wäre, stand nach der Absage dort, für uns spontan im Aufgebot.

Doch auch er konnte im ersten Drittel nur eine schwache Leistung seiner Mitspieler begutachten. Als dann auch noch eine Portion Pech dazu kam, stand es 0:1 aus Sicht der Hausherren. Aus einem harmlos anmutenden Schuss durch Ken Andre Olimb wurde durch den Umstand, dass Maxi Gläßl seinen Schlittschuh unglücklich in den Schuss drehte, der Führungstreffer für die Schwarzwälder.

Damit aber leider nicht genug. Keine drei Minuten später drängten die Wild Wings auf das zweite Tor. Erneut brachte Olimb den Puck zum Tor, Shilin konnte den flachen Schuss nur zur Seite abwehren, wo sich Verteidiger John Ramage davonschlich und den Abstauber im leeren Tor unterbringen konnte. Das 0:2 sollte auch gleichzeitig der Pausenstand sein.

Glücklicherweise fanden die Schwarz-Gelben im zweiten Drittel besser ins Spiel und konnten sich zurück kämpfen. Die Aufholjagd begann mit einem langen Pass von Alexander Bergström aus dem eigenen Drittel. Sein Empfänger: Robert Sabolic, der sich hinter die Verteidigung schlich und dadurch mit dem Puck am Schläger 30 Meter freies Eis vor sich hatte. Vorhand, Rückhand, Tor ­– keine Chance für Joacim Eriksson im Gehäuse der Weiß-Blauen.

Das Spiel nahm merklich an Fahrt auf und wurde zuweilen auch ruppiger. Strafen auf beiden Seiten, Stimmung auf der Tribüne und dann der verdiente Ausgleich! Über Lucas Lessio erreichte der Puck den Schläger von Jesper Jensen Aabo, der abzog und den vor dem Tor positionierten Anton Berlev so anspielte, dass dieser den Puck ins Tor zum 2:2 abfälschen konnte.

Und weil das Ganze so gut funktionierte machten die Jungs es gleich nochmal mit etwas anderen Protagonisten und in anderer Reihenfolge. Dieses Mal war Bergstöm der Spieler mit dem ersten Kontakt. Jensen Aabos Schuss von der Blauen wurde dieses Mal von Lucas Lessio im hohen Slot abgefälscht. Nach 39 Minuten stand es ergo 3:2.

Nach 40 Minuten leider wieder 3:3. Denn nach zwei groben Schnitzern im Aufbau kamen die Wild Wings zum Ausgleich. Die Spinks schlugen zu – Tylor setze seinen Bruder Tyson in Szene, der mit einem präzisen Schuss in die kurze Ecke Shilin keine Chance ließ.

Das letzte Drittel begann mit oben beschriebener Schrecksekunde. Bittner, der kalt in die Partie kam, musste zudem auch sofort eine Unterzahl-Situation bewältigen. Seine Vorderleute und er machten sich breit, blockten viele Schüsse und kämpften um jeden Zentimeter. Eine Taktik, die mit jeder Minute schwerer wurde. Powerplaychancen führten immer wieder für Entlastung, jedoch leider nicht zu einem Tor führte. Das fiel dann auf der anderen Seite in der 57. Minute.

Wieder waren die Spink-Zwillinge beteiligt. Über die beiden Kanadier landete der Puck auf dem Schläger William Webers am langen Pfosten. Der Verteidiger war mit aufgerückt und ließ Bittner im Tor keine Abwehrchance.

Die Schlussoffensive der Pinguine wurde dadurch begünstigt, dass Weber kurz darauf eine zwei Minuten-Strafe absitzen musste. Doch trotz 6-gegen-4 Powerplay mit leerem Tor, sollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Im Gegenteil – SWW-Kapitän Travis Turnbull sollte 33 Sekunden vor Schluss gar den Empty-Netter und die drei Punkte eintüten.

 

Strafen

KEV 10

SWW 12

 

Tore

0:1 (08:02) Olimb (Huss, Weber)

0:2 (10:52) Ramage (Görtz)

1:2 (23:52) Sabolic (Bergström, Sacher)

2:2 (31:14) Jensen Aabo (Berlev, Lessio)

3:2 (38:26)(PP) Lessio (Jensen Aabo, Bergström)

3:3 (39:36) Tyson Spink (Tylor Spink)

3:4 (56:41) Weber (Tylor Spink, Tyson Spink)

3:5 (559:27) Turnbull (Ramage)