Kampfstarke Pinguine unterliegen knapp in Köln

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Die Krefeld Pinguine haben im Dienstag-Spiel bei den Kölner Haien knapp mit 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) verloren. Dabei hielt das Team lange gut mit, im letzten Drittel aber ging spürbar die Kraft aus. Für beide Seiten war es eine wichtige Begegnung, denn die Haie stehen im Kampf um den „Strich“ an Platz 10 und die Pinguine kämpfen gegen den Abstieg. Umso bitterer, dass die Schwarz-Gelben erneut mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatten. Fast ein Dutzend Leistungsträger musste Coach Igor Zakharkin ersetzen. Trotzdem fuhren die Pinguine, die im Tor erneut auf Sergej Belov vertrauten, durchaus selbstbewusst nach Deutz, in Sichtweise des Doms, denn nach zuletzt zwei Erfolgen gegen die Topteams aus Ingolstadt und München ist der Anschluss an die Teams auf den Plätzen, die die Rettung bedeuten würden, wieder hergestellt. Die Haie setzten im Tor diesmal auf den erfahrenen Deutsch-Tschechen Tomas Pöpperle.

Den Haien gelang der bessere Start und in der zweiten Minute hatten sie durch Luca Dumont die erste große Chance, doch der junge Stürmer kam nicht an Belov vorbei. Danach aber befreiten sich die Pinguine und kamen ihrerseits zu ersten kleineren Gelegenheiten. In der achten Minute dann die erste Überzahl für die Pinguine, weil die Haie sich einen Wechselfehler leisteten. Das Powerplay brachte einen gefährlichen Schuss von Robert Sabolic, der aber abgeblockt wurde. So blieb die Gelegenheit ungenutzt. Danach blieb es ein Spiel ohne große Gelegenheiten, das in der 14. die nächste Strafzeit sah. Dabei traf es mit Arturs Kulda einen weiteren Verteidiger. Damit spielten die Gäste nicht nur in Unterzahl, sondern waren auch auf drei Verteidiger reduziert. Diese aber warfen sich mit aller Energie in die Scheiben und mit noch wenigen Sekunden auf die Uhr schnappte sich Anton Berlyov die Scheibe, ging auf und davon und tanzte Pöpperle glänzend aus, um zur Führung einzuschießen! Die Pinguine waren jetzt voll da und nur eine Minute später setzte Sabolic Thomas Valkvae Olsen glänzend in Szene, doch der Norweger traf freistehend nur das Außennetz. Die Pinguine hatten weitere Gelegenheiten und es sah aus, als gingen sie mit einer Führung in die Kabine. Doch 30 Sekunden vor der Pause bekam Landon Ferraro einen Querpass. Maxi Gläßl blockte diesen stark, doch der Abpraller sprang wieder auf den Schläger des Kanadiers und der ließ Belov mit einem verdeckten Schuss keine Abwehrchance. So ging es mit 1:1 zum ersten Mal in die Pause.

Der zweite Abschnitt zeigte dann zunächst ein unverändertes Bild, doch in der 23. spielten die Gäste einen blitzsauberen Konter. Alex Blank legte auf Leon Niederberger und der zog sofort ab und traf trocken zur erneuten Führung ins kurze Eck. Die Pinguine sahen jetzt aus, als bekämen sie das Spiel fest in den Griff, doch nach einem verlorenen Bully sprang der Puck zu Nationalstürmer Alexander Oblinger. Der zog direkt ab und traf unhaltbar ins lange Eck zum Ausgleich (27.). Der Treffer gab den Hausherren spürbar Auftrieb  und sie erarbeiteten sich weitere Gelegenheiten, doch Belov war stets im Bilde. Das Schussverhältnis sprach zu diesem Zeitpunkt deutlich für die Domstädter. Das Ergebnis aber war weiter ausgeglichen. Knapp zwei Minuten vor der Pause dann die zweite Unterzahl der Pinguine. Kölns David McIntyre hatte Yannick Hänggi eigentlich eher zu Boden gerungen und dabei gleichermaßen das Trikot über, wie den Helm vom Kopf gerissen. Der Schweizer spielte dennoch den Puck und musste darum wegen unkorrekter Ausrüstung auf die Strafbank. Sein Widerpart ging straffrei aus. Die Pinguine aber retteten das 2:2 in die Pause.

Im Schlussabschnitt war es ein zerfahrenes Spiel, in dem es den Pinguinen gelang, flüssiges Spiel weitgehend zu unterbinden, was ihnen mit ihrem schmalen Kader entgegen kam. In der 45. dann aber die erste große Chance für die Haie, doch McIntyre scheiterte zweimal aus kürzester Distanz am überragend reagierenden Belov. Die 49. Minute brachte dann das nächste Überzahlspiel für die Pinguine. Die Gäste kombinierten gut und Jeremy Bracco setzte Lucas Lessio in Szene. Der tankte sich stark durch, setzte die Scheibe dann aber neben das Tor. Die Haie befreiten sich und es kam zu einer wilden Szene: Ferraro ging allein auf und davon, traf den Pfosten, den Abpraller bekam Maximilian Kammerer und brachte die Scheibe sofort auf das Tor. Belov hielt überragend, wieder kam Kammerer an den Puck und legte zurück auf Ferraro. Der zog erneut ab, Belov riss, auf dem Boden liegend, den Schoner hoch, brachte ihn an die Scheibe, doch diese trudelte über die Linie zum 3:2 für die Haie. Jetzt schien die Moral der so stark kämpfenden Pinguine einen Knacks bekommen zu haben. Ein Klärungsversuch eine Minute später misslang und am Ende zog Andreas Thuresson knallhart ab und jagte das Hartgummi unhaltbar genau ins Kreuzeck. Die Pinguine machten jetzt naturgemäß etwas auf, was den Haien Räume gab, doch immer wieder hielt Belov seine Farben im Spiel. Kurz vor dem Ende ging der so starke Russe vom Eis, doch die Haie brachten den Sieg über die Zeit.

Damit ist die kurze Siegesserie der personell weiterhin arg gebeutelten Pinguine gestoppt. Weiter geht es für das Team, das auf etwas personelle Entlastung hofft, am Freitag mit dem nächsten Derby bei der DEG, ehe am Sonntag die Pinguins Bremerhaven ihre Visitenkarte in der Yayla-Arena abgeben.

 

Strafen:

Köln: 4

Krefeld: 4

 

Tore:

0:1 16. Berlyov (Glässl) SHG

1:1 20. Ferraro (Edwards)

1:2 23. Niederberger (Blank, Olsen)

2:2 27. Oblinger (Sill)

3:2 50. Ferraro (Kammerer) SHG

4:2 51. Thuresson (Roach, McIntyre)