In der Abwehr zu brav – 5:8 gegen München

In der Abwehr zu brav – 5:8 gegen München

Vor 4.145 Zuschauern in der Yayla-Arena unterlagen die Krefeld Pinguine dem Tabellenführer Red Bull München deutlich mit 5:8 (2:2; 2:4; 1:2). Auch mit acht Ausfällen nutzte München die Krefelder Fehler und nahm die drei Punkte mit. Viel Jubel gab es für das Comeback des lange verletzten Martin Schymainski, der nach seiner Achillessehnenverletzung erstmals wieder auflief. Gleich zu Beginn nutzten die Pinguine die Gelegenheit, ihre Unterzahlstatistik zu verbessern. Pietta und Cundari wanderten in der Anfangsphase auf die Strafbank – beide Strafen überstand Krefeld unbeschadet und gingen sogar in Führung. Gleich der erste Krefelder Schuss der Partie saß – Besse traf in der 7. Minute zum 1:0 und nur 32 Sekunden später stellte Jeremy Welsh mit seinem ersten DEL-Tor für die Pinguine auf 2:0. „Das war einer der Lichtblicke heute“, sagte Brandon Reid nach der Partie. „Für Jeremy freut es mich, dass er endlich getroffen hat.“

Ab der zehnten Minute kam München besser ins Spiel und hatte unter anderem durch Gogulla eine gefährliche Chance. Die dritte Krefelder Strafe (Cundari, Haken) nutzte München dann zum 1:2 durch Kastner. Kurz vor Drittelende bekam Gogulla seine zweite Gelegenheit, diesmal machte er es besser und verwandelte zum 2:2 in der 19. Minute. In der gleichen Spielminute hatte Besse die Chance zur erneuten Führung. Bei einem Alleingang wurde er unfair gestoppt, den fälligen Penalty parierte Münchens Goalie Fießinger, es ging mit einem 2:2 in die erste Pause.

Auch das zweite Drittel begann mit viel Tempo und guten Szenen beider Teams, in der 25. Minute ging München dann aber doch in Führung – erneut in Überzahl. Eine Strafe gegen Hodgman nutzten die Gäste zur Führung durch Bourque. Nur 30 Sekunden später schloss John Peterka einen schnellen Konter ab und erhöhte auf 2:4. Wiederrum nur knapp eine Minute später nutzten die Pinguine eine Überzahl zum 3:4 Anschluss. Noonan stand nach einem Abpraller goldrichtig. „In der Offensive hatten wir trotz der Niederlage einige gute Szenen. Wir dürfen nicht vergessen, dass nicht nur München angeschlagen ins Spiel ging. Bei uns hatte die halbe Mannschaft die Grippe – auch das zehrt an den Kräften“, sagte Reid. In der 31. Minute nutzte München eine Schlafmützigkeit der Krefelder Defensive aus. Nach einem Bully vor Pätzold schaltete erneut Peterka am schnellsten und traf zum 3:5.

Viel Glück hatten die Gäste in der 38. Minute. Kastner saß in der Kühlbox, in dieser Überzahl verpassten zuerst Welsh und direkt danach Hodgman. Auf der anderen Seite zeigte wieder München, wie man aus einer Mini-Chance Tore erzielt: Hager traf aus spitzem Winkel, nach kurzem Videobeweis zielte der Treffer. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte Laurin Braun: 56 Sekunden vor Ende des Drittels brachte er den Puck von der blauen Linie flach vor das Münchener Tor, die Scheibe rutschte Fießinger durch die Schoner – es ging mit einem 4:6 in die zweite Pause.

Dass die Pinguine noch nicht aufgegeben hatten, zeigten sie gleich in den Anfangssekunden des letzten Drittels. Krefeld machte Druck und wurde belohnt. In der 43. Minute spielte Pietta aus der neutralen Zone in die Spitze auf Besse, der legte auf Costello ab und er traf wieder durch die Schoner von Fießinger zum 5:6. Beflügelt durch den Anschlusstreffer spielte Krefeld weiter munter nach vorne – und wurde kalt erwischt. Über die linke Angriffsseite trugen die Gäste den Puck ins Drittel und aus spitzem Winkel brachte Schütz den Puck irgendwie an Pätzold vorbei – das 5:7 in der 47. Minute.

Das siebte Münchener Tor war so etwas wie der Genickbruch. Bei Krefeld lief im Spiel nach vorne nur noch wenig zusammen, München ließ kaum etwas zu und hätte durch Hager in der 53. Minute sogar noch auf 5:8 erhöhen können, der Pfosten rettete für Krefeld. Vier Minuten vor dem Ende hatte Besse zwar noch die Chance, nach einem Zuspiel von Bruggisser zu verkürzen – blieb aber ohne Erfolg. Stattdessen gelang München sogar noch Treffer Nummer 8 – begünstigt durch einen Ausflug von Pätzold, der die Scheibe hinter dem eigenen Tor klären wollte, sie aber verfehlte. Parkes bedankte sich und erzielte den Endstand.

Brandon Reid vermisste bei seiner Mannschaft die Konstanz in der Abwehr: „Es gab mehrere Szenen im Spiel, wo wir den Willen haben vermissen lassen. Das Problem kennen wir aus der Saison, heute sind wir dafür besonders hart bestraft worden. Es war von beiden Teams kein besonders defensives Spiel – und keines, das den Coaches gefällt.“

Tore

1:0 7. Min. William Besse (Saponari, Welsh) EQ

2:0 8. Min. Jeremy Welsh (Braun, Noonan) EQ

2:1 13. Min. Maxi Kastner (Gogulla, Parkes) PP1

2:2 19. Min. Philip Gogulla (Kastner, Hager) EQ

2:3 25. Min. Chris Bourque (Parkes, Gogulla) PP1

2:4 26. Min. John Peterka (Hager, Ehliz) EQ

3:4 27. Min. Garrett Noonan (Costello, Bruggisser) PP1

3:5 31. Min. John Peterka (Hager) EQ

3:6 38. Min. Philip Gogulla (Hager, Seidenberg) EQ

4:6 40. Min. Laurin Braun (Welsh, Cundari) EQ

5:6 43. Min. Chad Costello (Besse, Pietta) EQ

5:7 47. Min. Justin Schütz (Gogulla, Abeltshauser) EQ

5:8 57. Min. Trevor Parkes (Bourque, Kastner) EQ

 

Die nächsten Spiele:

Sonntag, 08.12.2019, 14 Uhr: Grizzlys Wolfsburg – Krefeld Pinguine

Mittwoch, 11.12.2019, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Fischtown Pinguins

Sonntag 15.12.2019, 19 Uhr: Krefeld Pinguine – Straubing Tigers

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