Ice Tigers machen Sieg in den ersten 5 Minuten klar

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Bei der 0:3-Niederlage der Krefeld Pinguine gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag rückte der Sport kurz komplett in den Hintergrund. In der 32. Minute prallten zwei Spieler auf Höhe der blauen Linie mit Linienrichter Jan Philipp Priebsch zusammen. Die Unparteiische verlor hierdurch das Gleichgewicht und prallte böse auf das Eis. Auf den furchterregenden Zusammenstoß reagierten Sanitäter und die medizinischen Verantwortlichen beider Mannschaften geistesgegenwärtig und schnell und halfen bei der Erstversorgung des verletzten Schiedsrichters. Glücklicherweise war Priebsch kurze Zeit später wieder ansprechbar, wurde jedoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Wir wollen an dieser Stelle allen Ersthelfern vor Ort für den couragierten und professionellen Einsatz danken und wünschen Jan Philipp Priebsch eine schnelle Genesung! Auch den Kollegen Marc Iwert, Kilian Hinterdobler und Nikolaj Ponomarjow, die das restliche Spiel zu Dritt geleitet haben, ist an dieser Stelle ein Lob auszusprechen.

Auch sportlich gesehen war es wieder ein gebrauchter Tag für die Krefeld Pinguine. Nachdem eine weitere Untersuchung bei Sergey Belov ergeben hatte, dass der Russe nicht zur Verfügung stehen wird sowie wegen Nikita Quapps Nominierung zur U18-Weltmeisterschaft und der Quarantäne der U23-Mannschaft, stand als Torwart nur Marvin Cüpper für die Pinguine auf dem Spielberichtsbogen. Die Niederlage fasste ein sichtlich angefressener Cheftrainer Clark Donatelli in der Pressekonferenz passend zusammen: „Wenn eine Mannschaft zehn Spiele hintereinander verliert und dann in den ersten fünf Minuten so eine Leistung abliefert und den Torwart im Stich lässt, dann ist das inakzeptabel und nicht zu entschuldigen. Das gucke ich mir so nicht mehr an.“
Die Ice Tigers, die von gestern bereits ein Spiel in Iserlohn in den Knochen hatten, welches in die Verlängerung ging, überrannten die Pinguine in den ersten 4:28 Minuten mit drei Toren. Das erste Tor nach 66 Sekunden erzielte Brett Pollock, nachdem er einen Abpraller Timo Walthers aufnehmen konnte und an Cüpper vorbeilegte. Das 0:2 in der vierten Minute bereitete Daniel Schmölz mit einem präzisen Pass auf Christopher Brown vor. Brown setzte sich im 1-gegen-1 gegen Constantin Braun durch und schob Cüpper das Hartgummi durch die Beine. Auch beim 0:3 machte es die Hintermannschaft der Pinguine den Nürnbergern zu einfach und ließen die Ice Tigers-Stürmer in der Offensivzone frei kombinieren. Routinier Patrick Reimer war derjenige, der am Ende der Passstafette nur noch den Schläger reinhalten musste und von Pollock und Kulda bedient wurde.
Traurigerweise ist damit die Geschichte dieses Spiels schon fast erzählt. Die Pinguine verbesserten sich im Laufe des Spiels zwar, nutzten aber ihre Chancen nicht aus. Sowohl im ersten, als auch im letzten Drittel hatten die Schwarz-Gelben eine 5-gegen-3-Überzahlchancen, die beide ungenutzt blieben und durch die man sich durchaus nochmal ins Spiel hätte zurückbringen können. Auch defensiv war das Team nach den wilden Anfangsminuten besser aufgestellt, was jedoch auch daran lag, dass eine erschöpfte Nürnberger Mannschaft am Ende eher verwaltete statt schaltete.
Die wenigen hochkarätigen Chancen, beispielsweise durch Niklas Postel aus dem Slot zur Mitte des Spiel oder Filips Buncis im letzten Powerplay, konnte Ilya Sharipov im Gehäuse der Ice Tiger entschärfen und feierte seinen ersten Shutout in der PENNY DEL.

Strafen

KEV 4
NIT 10

Tore
0:1 2. Pollock (Walther)
0:2 4. Brown (Schmölz)
0:3 5. Reimer (Kulda, Pollock)