Gute Pinguine unterliegen knapp mit 1:2 in München

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Gute Pinguine unterliegen knapp mit 1:2 in München

Trotz einer sehr guten Leistung bei Serienmeister Red Bull München unterlagen die Krefeld Pinguine am Sonntagnachmittag mit 1:2 (1:0, 0:2, 0:0). Dabei zeigte das Team von Brandon Reid eine klare Antwort auf die Negativerlebnisse der Vergangenheit, obschon die Niederlage am Ende auf der Anzeigentafel stand. Sie mussten kurzfristig auf Daniel Pietta verzichten und setzten im Tor diesmal auf Dimitri Pätzold. Jussi Rynnäs bekam eine Pause. Die Fairness gebietet aber auch zu erwähnen, dass auch München mit rund einem halben Dutzend wichtiger Spieler schwerwiegende Ausfälle zu verkraften hatte, obschon der Vizemeister und Tabellenführer mit seinem topbesetzten Kader diese zweifelsohne besser kompensieren kann.

Die Pinguine begannen mit einer frühen Strafe, überstanden die Unterzahl jedoch sehr gut und hatten ihrerseits sogar im Konter die beste Chance, als Vinny Saponari die Scheibe nicht ganz perfekt traf und an Danny Aus den Birken im Tor des Tabellenführers scheiterte. Wenig später dann die nächste Großchance, doch Kai Hospelt nagelte den Puck aus zentraler Position ans Lattenkreuz. Das gab spürbar Selbstvertrauen und in der 7. Minute scheiterte erneut Saponari nach tollem Pass von Laurin Braun aus kurzer Distanz. Auch eine zweite Unterzahl überstanden die sehr aggressiven Gäste sicher und hatten in der Folge weitere gute Gelegenheiten. Diese blieben aber ebenfalls ungenutzt und in der 19. Minute hatten die Gäste endlich einmal Glück. In der ersten Überzahl wollte ein Verteidiger die Scheibe klären, traf aber einen eigenen Mitspieler im Gesicht. Der Puck sprang genau auf den Schläger von Jacob Lagacé, der für Pietta im ersten Überzahlblock spielte. Der zog sofort ab, die Scheibe sprang auf die Kelle von Chad Costello und der Topscorer der Pinguine schoss zum durchaus verdienten 1:0 der Gäste ein. Sekunden später dann sogar das 3-auf-1, doch Alex Trivellato traf beim Flip-Pass von Laurin Braun die Scheibe nicht richtig. So blieb es nach 20 Minuten bei der 1:0-Führung.

Eine fast deckungsgleiche Situation auf der Gegenseite brachte dann in der 22. Minute den Ausgleich. Plötzlich der Konter der Münchener und John Peterka spielte den Flip-Pass über den Verteidiger hinweg genau auf die Kelle von Frank Mauer, der zum 1:1 einnetzte. In der 26. Minute dann die große Chance zur erneuten Führung, als Saponari Lagacé perfekt bediente, doch der verfehlte aus kurzer Distanz das Tor. Drei Minuten später dann aber auch die erneute Chance für München, doch Pätzold parierte bärenstark gegen den frei vor ihm auftauchenden Torschützen Mauer. In der 36. Minute dann die doppelte Unterzahl für die Pinguine nach einer durchaus diskutablen Strafe gegen Alex Trivellato und das ließ sich das Topteam der DEL nicht nehmen. Am Ende kam Yannic Seidenberg frei zum Schuss und ließ Pätzold, dem die Sicht versperrt war, keine Chance. So ging es mit einem 1:2 in die zweite Pause.

Der letzte Durchgang sah dann einen Favoriten aus der bayerischen Landeshauptstadt, der insgesamt sehr souverän und abgeklärt agierte und die Pinguine sehr gut vom eigenen Tor weghielt, ohne selbst gefährlich zu werden. Die Pinguine kämpften und zeigten eine insgesamt sehr gute Leistung, doch gegen die kompakte Münchener Deckung gelang es nicht, klare Einschussgelegenheiten herauszuspielen. Eine richtig gut Druckphase hatten die Pinguine dann in der 55. Minute mit guten Chancen durch Philip Riefers, Grant Besse und Costello, doch stets hieß der Sieger Aus den Birken – ebenso wie nur Sekunden später gegen den aufgerückten Trivellato nach tollem Costello-Pass. 1:23 Minuten vor dem Ende denn noch einmal die Strafe für München. Der sehr gute Pätzold ging vom Eis und die Pinguine drängten mit 6 gegen 4 auf den Ausgleich. Doch dieser fiel nicht und so blieb es bei einer knappen und durchaus unglücklichen Niederlage trotz sehr guter Leistung.

Damit kassierten die Pinguine die neunte Niederlage in Folge und müssen nun am Donnerstag in Iserlohn dringend gewinnen, um den Bock umzustoßen. Unter dem Strich aber bleibt festzuhalten: Für ein Team wie die Pinguine sind Punkte in München sicherlich keine Pflicht. Trotzdem wären sie durchaus drin gewesen. Umso ärgerlicher ist es, erneut mit leeren Händen da zu stehen.

Strafen:

München: 10+10 Bodnarchuk

Krefeld: 10

Tore:

0:1 (19.) Costello (Lagacé) PP

1:1 (22.) Mauer (Peterka, Voakes)

2:1 (36.) Seidenberg (Hager, Voakes) PP2

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