Gute Pinguine unterliegen knapp in Mannheim

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Die Saison der Pinguine endete am heutigen Sonntag in Mannheim mit einer weiteren guten Leistung, jedoch einer 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage beim Vorrundenersten. Die Mannen von Clark Donatelli agierten erneut konzentriert, hatten aber letztlich der Qualität des Branchenprimus‘ nicht genug entgegenzusetzen. Personell konnte Trainer Donatelli fast auf den gleichen Kader wie in Schwenningen zurückgreifen. Lediglich Tom-Eric Bappert musste mit einer Unterkörperverletzung passen. Im Tor startete erneut der zuletzt hervorragende Marvin Cüpper. Sein Widerpart auf Adler-Seite war diesmal Dennis Endras.
Die Kurpfälzer wollten sich offenkundig für den Punktverlust in Krefeld vor knapp einer Woche rehabilitieren und legten mit viel Druck los. Die Gäste aber kamen ihrerseits im Gegenzug immer wieder zu Abschlüssen und gestalteten die Partie statistisch ausgeglichen, auch wenn die Adler, wie schon in Krefeld, erwartungsgemäß reifer und gefährlicher wirkten. Die beste Chance der Anfangsphase aber hatte der junge Alex Blank, der, schön freigespielt, völlig frei vor dem Tor auftauchte, die Scheibe aber knapp neben den Pfosten setzte. Nach gut sechs Minuten galt es, die erste Unterzahl zu überstehen. Das gelang mit etwas Glück – Matthias Plachta traf das Torgestänge. Insgesamt war es ein offensiveres Spiel, als beim 0:1 n.P. vor Wochenfrist – das Ergebnis aber blieb zunächst identisch. Das änderte sich in der 15. Minute, als David Wolf am Bullypunkt angespielt wurde und sofort abzog. Die Scheibe schlug, leicht verdeckt für den erneut starken Cüpper, genau neben dem Pfosten im kurzen Eck ein. Die gute Ausgleichschance hatte eine Minute später erneut Blank nach Scheibengewinn von Laurin Braun, doch dem jungen Spielmacher versprang die etwas zu ungenau gespielte Scheibe. Die Gäste beendeten das Drittel mit einer Druckphase, doch ins Netz wollte das Hartgummi nicht und so ging es zwischen dem Punktbesten und -schlechtesten Team der Liga mit einem 1:0 in die Pause, in dem die Gäste aber keineswegs das schwächere Team, sondern im Gegenteil voll im Spiel waren.
Die Pinguine begannen auch den zweiten Durchgang aktiv. Wieder war es der junge Blank, der aus der Halbdistanz abzog, die Scheibe aber knapp über das Tor setzte. Wenig später scheiterte Kapitän Martin Schymainski an Endras. Den Treffer aber machten die Adler. Nach einer schnellen Kombination stand Mark Katic frei und setzte den Puck genau in den Winkel zum 2:0. Clark Donatelli echauffierte sich eifrig, dass ein Mannheimer die Scheibe ohne Handschuh und mithin mit unkorrekter Ausrüstung gespielt habe. Die Schiedsrichter aber folgten seiner Argumentation nicht – die Pinguine hatten kürzlich genau für dieses Vergehen eine Strafe bekommen. Es blieb in der Folge ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem die Adler zwar leicht feldüberlegen blieben, die Gäste aber immer wieder auch selbst zu guten Aktionen kamen. Ganz klare Chancen aber gab es kaum, da beide Abwehrreihen sehr konzentriert agierten. In der 38. Minute dann die nächste gute Gelegenheit: Wieder bediente L. Braun Blank, der aber gefoult wurde und so an Endras scheiterte. Die folgende Überzahl aber brachte zwar gute Aktionen, aber keinen Anschluss – im Gegenteil: Kurz vor Drittelende befreiten sich die Mannen von Pavel Gross und Thomas Larkin zog ab und traf gegen den chancenlosen Cüpper zum 3:0, mit dem es dann auch zum zweiten Mal in die Kabinen ging.
Auch im Schlussdurchgang hielten die Gäste hervorragend mit und hatten in der 43. Minute die nächste Topchance. Diesmal bediente Constantin Braun seinen Bruder Laurin. Der ging allein aufs Tor zu, verlud Endras und setzte das Spielgerät dann an die Latte. Eine Minute später dann ein Handgemenge zwischen Wolf und Lucas Lessio, für das der Mannheimer eine zusätzliche Strafe bekam. Die Pinguine ließen gegen das mit Abstand beste Unterzahlspiel der Liga die Scheibe hervorragend laufen hatten gleich vier Topchancen durch Brett Olson, der aber dreimal an Endras und einmal am Pfosten scheiterte. Die Pinguine aber blieben dran und als die Adler gerade komplett waren nutzte Blank seine fünfte Chance des Tages und schoss, nach schöner Vorarbeit von Patrick Klöpper, im Nachschuss des eigenen Versuchs zum verdienten Anschluss ein. Der Treffer gab den Gästen spürbar aufrieb und in der 50. stand plötzlich Kristofers Bindulis frei und zog ab. Die Scheibe wurde leicht abgefälscht und schlug hinter dem verdutzten Endras zum 2:3 ein. Die Pinguine waren jetzt klar das bessere Team, doch die Adler konterten eiskalt: In der 53. Minute setzte sich plötzlich Markus Eisenschmid durch und zog ab. Cüpper parierte stark, doch Loibl nahm den Abpraller auf, drückte die Scheibe mit Schläger und Schlittschuhen in den Torraum und sie trudelte über die Linie. Cüpper war vom Mannheimer und einem Verteidiger stark behindert. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und sahen sich die Szene minutenlang an und entschieden dann doch auf Tor für die Adler. Die Pinguine hatten gleich die Chance zurückzukommen, doch Artur Tyanulin verpasste eine harte Lessio-Hereingabe knapp. Die Pinguine bekamen kurz vor dem Ende noch einmal eine Überzahl. Cüpper verließ sein Tor und die Gäste machten mächtig Druck. Die Scheibe lief hervorragend durch die Reihen und es gab gleich mehrere gefährliche Schüsse. Doch die Adler spielten es clever und ließen die Uhr herunter laufen und mit der Schlusssirene schoss Nico Krämmer noch einmal ein, als die Scheibe heraus rutschte. Wieder musste der Videobeweis herangezogen werden und es wurde beschieden, dass die Scheibe erst mit abgelaufener Uhr eingeschlagen war.
Damit aber blieb es dennoch bei einer 2:4-Niederlage, die aber den Trend der vergangenen Tage bestätigte: Die Pinguine zeigten erneut eine über 60 Minuten konstant gute Leistung und waren mit dem besten Team der Liga absolut auf Augenhöhe. Damit endet die Saison mit einer starken Note und die junge Mannschaft kann, trotz der Niederlage, einiges Selbstvertrauen mit in die lange Sommerpause nehmen.

Strafen:
Mannheim: 10
Krefeld: 4

Tore:
1:0 15. Wolf (Plachta, Wirth)
2:0 24. Katic (Desjardins, Plachta)
3:0 40. Larkin (Krämmer, Loibl) SHG
3:1 47. Blank (Klöpper)
3:2 50. Bindulis (Gläßl)
4:2 53. Loibl (Eisenschmid, Huhtala)