Gut gekämpft und doch verloren – Krefeld unterliegt im Pinguine-Derby

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Auch im sechsten Spiel der Saison gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven gehen die Krefeld Pinguine leer aus. Am Ende unterliegt die Mannschaft von Mihails Svarinskis mit 0:2. Geschäftsführer Sergey Saveljev, der in den vergangenen Tagen in Lugano mit seiner Familie russisch-orthodoxe Weihnachten feierte und die Zeit für Gespräche mit der Save’s AG sowie weiteren potenziellen Investoren nutzt, konnte aus der Entfernung die vermutlich beste Leistung der Pinguine in dieser Saison verfolgen.
Ein munteres und schnelles erstes Drittel sah wenige Unterbrechungen aber dafür einige gute Torchancen auf beiden Seiten. Trotz der durchaus positiven Gesamtleistung fanden sich die Krefelder jedoch immer wieder in Unterzahl-Situationen nach Kontern oder durch individuelle Fehler wieder. Die Möglichkeiten der Pinguins bei 2-auf-1- oder 3-auf-2-Situationen ein Tor zu erzielen, wurden Teils schlecht ausgespielt, Teils von Sergey Belov, der wieder in deutlich besserer Verfassung war als zuletzt gegen Köln, überragend entschärft. Seine wichtigste Parade kam in der achten Minute, als nach einem Fehler im Aufbau, gleich zwei Fischtown-Stürmer vor dem Tor auftauchten und Tomas Sykora am Russen im Dienst der Pinguine scheiterte.
Aber auch die Pinguine kamen zu Torchancen. Die beste durch Patrick Klöpper, der sich die Scheibe in der zwölften Minute an der eigenen blauen Linie eroberte, das Laufduell mit dem Bremerhavener Verteidiger gewann, dann jedoch in Straucheln kam und so der Scheibe nicht den nötigen Druck verleihen konnte, um den 29-jährigen Schlussmann Brandon Maxwell zu überwinden. Somit ging es ohne Tore in die Pause.
Auch im zweiten Drittel konnten sich die Zuschauer zuhause über mangelndes Tempo nicht beklagen. Jedoch fehlte auf beiden Seiten die letzte Konsequenz. Mit etwas mehr Raum auf dem Eis klappte es dann doch mit dem ersten Tor des Abends. Leider, aus schwarz-gelber Sicht, für die falsche Seite. Nach einer Hinausstellung gegen Laurin Braun nutzen die Norddeutschen die Überzahl-Situation aus. Über Mitchell Wahl und Ziga Jeglic gelang die Scheibe auf den Schläger Miha Verlics, der das Spielgerät in das verwaiste Krefelder Tor schießen konnte.
Am Spielverlauf veränderte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch weiterhin nicht viel. Krefelds und Bremerhavens Schlussmänner wurden weiterhin fleißig auf die Probe gestellt. Fischtown-Assistent und Top-Spieler Jan Urbas scheiterte in der 32. Minute nach einem Alleingang ebenso an Belov, wie Lucas Lessio wenige Sekunden später an Maxwell, bevor es mit dem knappen Rückstand in die Drittelpause ging.
Die gute Einstellung der Mannschaft wurde auch in den Schlussabschnitt getragen, in dem leider auch am Ende, trotz zahlreicher guter Chancen, die Null für Maxwell stehenblieb. Die erste große Chance der Schlussoffensive des letzten Drittels bot sich Laurin Braun, der sich zuerst durch einen schnellen Move im hohen Slot Platz verschaffte und abzog, jedoch auch im Nachschuss am in Winter Park, Florida geborenen US-amerikanisch-kanadischen Schlussmann mit deutschem Pass im Dienste der Bremerhavener scheiterte.
Die klarste Gelegenheit zum Ausgleich ließen die Pinguine in der 49. Spielminute liegen. Die junge Reihe um Leon Niederberger und Philipp Kuhnekath, die eine couragierte Leistung zeigte, gewann in der Mittelzone die Scheibe und drang in die Angriffszone ein. Niederberger bediente Kuhnekath mustergültig zum One-Timer, der jedoch vom erfahrenen Pinguins-Schlussmann gelesen und sicher mit der linken Schiene entschärft werden konnte.
In der Folge war das Pulver der Pinguine zwar nicht verschossen, richtig große Torchancen konnten sich die Seidenstädter jedoch nicht mehr herausspielen. Auch der sechste Feldspieler in der Schlussminute brachte nicht die erhoffte Wende. Im Gegenteil: Jan Urbas sorgte auf Zuspiel Carson McMillans und Miha Verlics mit dem Empty-Netter für die Entscheidung.

Strafen
KEV 2
BHV 6

Tore
0:1 29. Verlic (Wahl, Jeglic)
0:2 (EN) 60. Urbas (McMillan, Verlic)