Großer Kampf wird nicht belohnt: 3:4 gegen Nürnberg

Großer Kampf wird nicht belohnt: 3:4 gegen Nürnberg

Vor 3.408 Zuschauern in der Yayla-Arena zeigten die Pinguine gegen die Nürnberg Ice Tigers eine engagierte Leistung. Die Gäste nutzten die Krefelder Fehler aber eiskalt aus.

 

Im vorletzten Heimspiel der Saison legten die Pinguine los wie die Feuerwehr. Gerade 50 Sekunden waren gespielt, als Hodgman die Chance zur Führung hatte. Besse hatte den Puck über die linke Seite ins Drittel getragen, seinen Schuss ließ Treutle nach vorne abprallen – Hodgman verpasste nur knapp. Wenig später hatte Hospelt die nächste gute Chance für Krefeld, auch hier war Treutle Endstation. Die Gäste tauchten in der vierten Minute zum ersten Mal gefährlich vor dem Krefelder Tor auf, Östlund klärte gegen Brandon Buck. In der siebten Minute strich der Puck nur Zentimeter am rechten Pfosten von Östlunds Tor vorbei, Alanov hatte geschossen.
Die Pinguine erspielten sich in der ersten Hälfte des Drittels ein leichtes Chancenplus und gingen in der elften Minute in Führung. Ankert hatte das Auge für den in zentraler Position freistehenden Braun, bei seinem Schuss war Treutle machtlos. Besse war aber wohl noch als Letzter an der Scheibe, ihm wurde der Treffer gutgeschrieben.
Braun war es auch, der mit einem feinen Move fast das 2:0 aufgelegt hätte. Aus vollem Lauf legte er in die Mitte auf Hodgman und Nürnberg konnte sich bei Treutle dafür bedanken, dass es beim 1:0 blieb. Beim Pfostenschuss von Welsh in der 17. Minute wäre aber auch Nürnbergs Goalie ohne Chance gewesen. 12 Sekunden vor Schluss des Drittels kam Nürnberg aber trotzdem zum Ausgleich. Die Pinguine klärten den Puck nicht vor dem eigenen Tor, Fischbuch bedankte sich mit dem 1:1. Trotz des späten Ausgleichstores war Pierre Beaulieu mit dem Spiel seiner Mannschaft in den ersten 20 Minuten weitgehend zufrieden: „Wir haben gut ins Spiel gefunden, haben gut verteidigt und uns große Chancen erarbeitet.“

Das zweite Drittel begannen die Gäste engagierter, die Pinguine konnten in den Anfangsminuten kaum Akzente setzen. Nürnberg war der Führung näher und vergab in der 24. Minute die größte Chance des Spiels. Buck ging über die linke Seite ins Drittel, legte dann an den langen Pfosten – dort verpasste Skille aber. Der Führungstreffer gelang den Ice Tigers dann in der 24. Minute durch Schulze – er hatte nach klugem Pass von Fischbuch keine Mühe. Ein toll herausgespielter Treffer – aber nur wenig später gelang Pietta der Ausgleich. Auch dieser Treffer war sehenswert. Die Freude währte aber nur kurz. Buck stand in der 17. Minute nach einem Abpraller richtig und traf zum 2:3.
Nach einem verhaltenen ersten Drittel waren die Gäste im zweiten Abschnitt deutlich aggressiver und bestimmten das Spiel mehr und mehr. Krefeld gelangen kaum noch strukturierte Angriffe, die Chance nach einem Schuss von Costello in der 36. Minute aus dem Slot gehörte in dieser Phase noch zu den besseren. Schneller ging es bei Nürnberg. Mit zwei schnellen Pässen war die neutrale Zone überbrückt und Östlund zeigte gegen Bassen eine starke Parade. Treffer gab es im zweiten Drittel nicht mehr. „Im zweiten Drittel haben wir acht Minuten gut gespielt, aber insgesamt zu wenig Kampfgeist gezeigt“, resümierte Pierre Beaulieu das zweite Drittel.

Der Schlussabschnitt begann wieder mit einer Nürnberger Großchance. Chad Bessen war allein durch und versuchte, Östlund zu tunneln – der Pinguine-Schlussmann parierte stark. In der 43. Minute schickten die Schiedsrichter Hodgman wegen Beinstellens auf die Strafbank. Für die Entscheidung gab es Pfiffe, denn zuvor waren einige ähnliche Aktionen der Gäste nicht geahndet worden. Kurz danach folgte Riefers seinem Team-Kameraden in die Kühlbox, sein Befreiungsversuch ging über die Bande – zwei Minuten wegen Spielverzögerung waren die Folge. In der fast einminütigen doppelten Unterzahl brachte Östlund die Gäste zur Verzweiflung. Aus kürzester Distanz parierte er gegen Eder, dann gegen Brown – mit Östlund, etwas Glück und viel Einsatz überstanden die Pinguine die Strafen ohne weiteren Gegentreffer.
Zur Mitte des Drittels fand Krefeld wieder besser in die Partie. Chance gab es über Pietta und Braun, vor dem Tor fehlte aber der entscheidende Druck hinter den Schüssen. Auch das Forechecking wurde wieder aggressiver – das gab Nürnberg aber raus zum Kontern. Östlund rettete nach einem starken Zusammenspiel von Fischbuch und Reimer.
Vier Minuten vor Schluss bekamen die Pinguine nochmals eine Überzahlchance. Schulze stoppte Pietta regelwidrig und in der folgenden Unterzahl hatten die Gäste viel Glück – denn ein Schuss von Saponari blieb Zentimeter vor der Linie liegen. Coach Beaulieu nahm Östlund für einen sechsten Feldspieler vom Eis, Nürnberg gelang durch Kevin Schulze das 2:4. Den Schlusspunkt setzte dann Grant Besse mit einem Abstauber 20 Sekunden vor Schluss zum Endstand von 3:4. Pierre Beaulieu trauerte der großen Chance kurz vor Schluss hinterher: „Es war sehr schade, dass Vinnie [Saponari] kurz vor Schluss Pech hatte aber mich freut, dass wir mit dem dritten Tor nochmal rangekommen sind. Für die nächsten beiden Spiele – auch wenn es sportlich für uns nicht mehr um die Playoffs geht – erwarte ich, dass meine Mannschaft 60 Minuten lang konzentriert arbeitet. Gegen Düsseldorf und München warten nochmal echte Top-Teams auf uns.“

1:0 11. Min. Grant Besse (Ankert, Braun) EQ
1:1 20. Min. Daniel Fischbuch (Bender, Reimer) EQ
1:2 26. Min. Kevin Schulze (Fischbuch, Reimer) EQ
2:2 26. Min. Daniel Pietta (Trivellato, Costello) EQ
2:3 27. Min. Brandon Buck (Skille, Alanov) EQ
2:4 59. Min. Kevin Schulze (Reimer, Acton) ENG
3:4 60. Min. Grant Besse (Noonan, Costello) EA

Die nächsten Spiele
Freitag, 06.03.20, 19:30 Uhr: Düsseldorfer EG – Krefeld Pinguine
Sonntag, 08.03.20, 14 Uhr: Krefeld Pinguine – Red Bull München

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