Großer Kampf gegen Straubing: 3:4 nach Penaltyschießen

Großer Kampf gegen Straubing: 3:4 nach Penaltyschießen

Vor 2.804 Zuschauern musste der Tabellenzweite Straubing alles zeigen, um am Schluss zwei Punkte aus der Yayla-Arena zu entführen.

Schon nach 19 Sekunden erspielten sich die Pinguine die erste gute Chance. Über die linke Seite zog Besse ins Drittel und scheiterte zuerst beim versuchten Bauerntrick an Sebastian Vogl, nur 20 Sekunden später machte er es besser. Costello spielte von rechtsaußen einen schnellen Pass in den Slot, diesmal traf Besse zur Führung.

Die Gäste erspielten sich ihre erste gute Möglichkeit nach vier Minuten durch Felix Schütz. Er kam frei im Slot zum Schuss, Rynnäs parierte sicher. Dennoch gehörte die Anfangsphase eindeutig den Pinguinen. Der Spielaufbau lief gradliniger, es kamen deutlich mehr Schüsse aufs Straubinger Tor und im eigenen Drittel leisteten sich die Pinguine weniger Aussetzer als in den letzten Partien.

Pinguine-Trainer Pierre Bealieu war zufrieden mit dem engagierten Auftritt im ersten Drittel: „Da haben wir uns gut an den Game Plan gehalten. Beim Puck Management gibt es zwar noch Raum für Verbesserung, aber unter Strich hat mir das sehr gut gefallen.“

Straubing kam erst in den letzten fünf Minuten des ersten Drittels wieder gefährlich vor das Tor von Jussi Rynnäs, er entschärfte die Tigers-Chancen aber sicher. Kurz vor Drittelende war es wieder Besse, der von Costello schön freigespielt wurde – sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Sekunden vor der Sirene musste Straubings Goalie Vogl gegen Lagacé retten, es ging mit einer leistungsgerechten 1:0-Führung der Pinguine in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann Straubing mit mehr Tempo, die erste gute Chance hatten aber die Pinguine. Nach etwa zwei Minuten legte Welsh die Scheibe quer auf Cundari, er verpasste nur knapp. Kurze Zeit gelang Straubing der Ausgleich. Mulock ließ Rynnäs mit einem Handgelenkschuss ins Eck keine Chance. In der 27. Minute gingen die Gäste dann sogar in Führung. Aus einem Gewühl vor dem Tor heraus schaltete Mouillierat am schnellsten und bugsierte den Puck zum 1:2 über die Linie. „In dieser Phase waren wir etwas nachlässig“, sagte Pierre Beaulieu. „Wir haben da unsere Linie verloren und Straubing hat uns oft hinten rein gedrängt.“ Auch wenn Straubing mehr und mehr das Kommando übernahm, leitete Neuzugang Felix Schütz mit einem Puckverlust vor dem eigenen Kasten den Ausgleich ein. Schütz wollte klären, traf aber den Schlittschuh eines Mitspielers. Die Scheibe landete bei Pietta, der umkurvte Goalie Vogl und markierte das 2:2. Es folgte eine umstrittene Stafzeit gegen Bruggissser, hier hatte Ewanyk sogar die Chance auf die Krefelder Führung. Sein Schuss aus spitzem Winkel landete aber an Latte. Im Gegenzug zeigte Rynnäs eine Riesenparade gegen Turnbull. In der 37. Minute ging Straubing erneut in Führung. Balisy versenkte den Puck hoch ins kurze Eck zum 2:3.

Zu Beginn des dritten Abschnitts servierten die Tigers den Pinguinen die Ausgleichschance auf dem Silbertablett. Turnbull und Renner wanderten gleichzeitig auf die Strafbank, die Pinguine hatten volle zwei Minuten die Chance mit zwei Spielern mehr. Und Chancen waren da: Besse, Pietta und Costello verpassten und Straubing überstand die Unterzahl schadlos. Die Pinguine fanden wieder mehr zurück zu ihrer guten Linie aus dem ersten Drittel. Eine der besseren Chancen hatte Jeremy Welsh, der einen Schuss von Riefers vor dem Tor gefährlich abfälschte. Insgesamt brachten die Pinguine wieder mehr Pucks zum Tor und sorgten für Traffic, bei einigen Schüssen ließ Tigers Goalie Vogl Rebounds zu, aus denen die Pinguine aber kein Kapital schlagen konnten. Beim Schuss von Noonan sprang die Scheibe am Kasten vorbei. Genau wie beim Konter über Braun und Schymainski: Braun ging mit viel Tempo über rechts ins Drittel, legte in den Slot zu Schymainski und der verpasste nur um Zentimeter. Zur Mitte des Drittels war die Straubinger Führung glücklich. Der Krefelder Einsatz wurde kurz vor Schluss belohnt. 70 Sekunden vor Ende nahm Pierre Beaulieu den Torwart für einen sechsten Feldspieler raus und wer anders als Chad Costello hätte es sein sollen? Er kam frei zum Schuss und sicherte mit dem 3:3 schon einen Punkt gegen den Tabellenzweiten.

In der Verlängerung hatten beide Teams Chancen zum Siegtreffer. Erst klärte Rynnäs gegen Mulock, danach zeichnete sich sein Gegenüber Sebastian Vogl aus. Bei der Chance von Costello hatte Vogl etwas Glück, dass Krefelds Top Scorer den Puck nicht ganz kontrollieren konnte, danach war Vogl mit der Fanghand gegen Pietta zur Stelle. 32 Sekunden vor Schluss wurde es nochmals turbulent. Cundari wanderte für eine angebliche Behinderung eines Gegners auf die Strafbank, kurz danach kassierte aber auch Straubing gleich zwei Strafen – ein Tor fiel aber nicht mehr.

Im Shoot Out sicherte Balisy den Gästen den Zusatzpunkt. Er verwandelte den entscheidenden Penalty, zuvor hatte Turnbull für Straubing getroffen, Loibl hatte vergeben. Bei den Pinguinen traf nur Welsh, Costello und Braun scheiterten an Vogl.

Pierre Bealieu sah einige gute Ansätze: „Wir sind im Tor hervorragend besetzt und müssen im übrigen Team gar nicht viel ändern. Wir müssen eine Mannschaft werden, gegen die es schwer ist zu spielen. Das hat heute im ersten und über weite Strecken des letzten Drittels geklappt.“

Tore

1:0 1. Min. Grant Besse (Bruggisser, Costello) EQ

1:1 24. Min. TJ Mulock (Heard, Acolatse) EQ

1:2 27. Min. Kael Mouillierat (Heard, Acolatse) EQ

2:2 30. Min. Daniel Pietta EQ

2:3 37. Min. Chasen Balisy (Kohl, Schopper) EQ

3:3 60. Min. Chad Costello

Penaltyschießen

Krefeld Pinguine: Welsh trifft, Costello und Braun treffen nicht

Straubing Tigers: Turnbull trifft, Loibl trifft nicht, Balisy trifft

Zuschauer: 2.804

Die nächsten Spiele

Dienstag, 17.12.19, 19:30 Uhr: Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine

Freitag, 20.12.19, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG

Sonntag, 22.12.19, 14 Uhr: Augsburger Panther – Krefeld Pinguine

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