Greger Hanson: „Ich bin sehr froh, so schnell hier angekommen zu sein“

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Gleich zu Beginn des Jahres haben die Krefeld Pinguine letztmalig auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Greger Hanson wechselte aus Amerika an den Niederrhein. Der Schwede kennt Teamkollege Kurt Davis noch aus gemeinsamen Zeiten in Skandinavien. In Deutschland ist der 29-Jährige zum ersten Mal.

 

 

Hallo Greger, wie hast du dein erstes Heimspiel (4:0-Sieg gegen Schwenningen) erlebt?

Ich denke, wir haben von Beginn an gut gespielt und die kleinen Dinge, die so wichtig sind, richtig gemacht. Es war sehr wichtig, das erste Tor zu erreichen, wir haben die Führung dann sehr gut verwaltet. Außerdem war eine tolle Atmosphäre in der Halle, was der Mannschaft wirklich geholfen hat.

 

Dein allererstes Spiel war gegen Bremerhaven. Neben vielen Strafen gab es auch einige Ausfälle und in der Folge eine klare Niederlage. Wie hast Du deine Deutschland-Premiere gesehen?

Ja, das war ein ziemlich gegenteiliger Start. Wir hatten früh im Spiel eine Menge Unterzahlspiele und haben vielleicht auch nicht die Entscheidungen für uns bekommen. Aber das ist Eishockey! Manchmal gibt es solche Tage. Gegen Schwenningen war es halt das genaue Gegenteil, ich bin wirklich glücklich mit dem Sieg.

 

Insgesamt, was sind bisher Deine Eindrücke von Krefeld, dem Team und deinem neuen Verein?

Es ist eine großartige Organisation! Sie waren alle sehr professionell, haben sich gut um meine Frau gekümmert. Die Mannschaftskameraden waren sehr nett und haben mich toll aufgenommen. Die Trainer sind super und kümmern sich sehr um die kleinen Dinge, um diese wichtigen Details. Insgesamt fühle ich mich sehr wohl und bislang habe ich nur gute Erfahrungen mit dieser großartigen Organisation gemacht.

 

Dein Wechsel passierte von außen betrachtet ziemlich schnell. Es gab keine Gerüchte, du warst plötzlich einfach da. Wie war das aus Deiner Sicht?

Ja, es ging wirklich ziemlich schnell. Ich hatte nicht so viel Eiszeit, bevor ich her kam und stand deshalb ein paar Tage nicht auf Schlittschuhen, weil wir in den USA eine kleine Pause über Weihnachten hatten. Ich bin sehr froh, so schnell hier angekommen zu sein. Ich hoffe, ich werde die nächsten Spiele sehr viel besser spielen und mich steigern. Ich gewöhne mich langsam wieder an die große Eisfläche und bekomme auch meine Füße wieder ins Laufen und die nötige Frische zurück.

 

Hast Du Dir vor Deinem Wechsel die Tabelle angesehen? Was waren Deine Gedanken, als Du gesehen hast, wo die Pinguine stehen?

Ja, natürlich habe ich mir die Tabelle angesehen. Aber ich habe auch auf den Kader geschaut und gesehen, dass wir ein talentiertes Team haben. Es sind nur aus irgendwelchen Gründen die Siege bisher nicht so gekommen, wie sie hätten kommen sollen. Ich wusste, dass es ein talentiertes Team ist, das eine Chance hat, in die Playoffs zu kommen und ich denke, ich kann dabei helfen. Wir müssen jetzt nur anfangen, auch die nötigen Siege zu holen. Wenn wir jetzt ein paar Spiele in Folge holen, können noch gute Dinge passieren.

 

Der Abstand zu den Playoffplätzen ist dennoch gegeben. Wie siehst Du die Perspektive der Pinguine?

 

Ich denke absolut, dass wir eine Chance haben. Wir können immer nur ein Spiel auf einmal spielen. Wir müssen dran bleiben.

Wie sieht denn Deine persönliche Perspektive aus? Dein Vertrag läuft bis Saisonende. Siehst Du das auch als eine Art „Tryout“ für die nächste Saison?

Ja, absolut. Krefeld ist ein großartiger Ort um zu spielen. Ich möchte den Coaches zeigen, dass ich dem Team helfen kann und das auch nächstes Jahr kann und möchte. Ich werde mein Bestes tun und abwarten, was passiert.

 

Du hast in Schweden bereits mit Kurt Davis zusammengespielt. Kanntest Du vorher noch andere Jungs?

Nein, nicht richtig. Ich habe ein bisschen mit Jordan Caron zusammen gespielt. Aber ich habe ihn nicht wirklich kennengelernt, denn ich war nur für ein paar Spiele in seinem Verein. Sonst aber kenne ich niemanden persönlich. Tim Miller habe ich schon mal auf dem Eis getroffen, ich habe im College bereits gegen ihn gespielt. Auch einige andere Jungs habe ich schon mal als Gegner erlebt. Es sind alles gute Jungs und gute Teamkameraden. Alle sind wirklich nett und haben mich sehr gut aufgenommen.

 

Es gibt ja zwischen Skandinaviern eine gewisse Rivalität. Jetzt haben wir hier fast ganz Skandinavien im Team. Einen Norweger, zwei Finnen, neben Dir mit Dragan noch einen Schweden. Wie siehst Du das?

[Lacht] Das ist sehr gut und macht Spaß. Wie Du sagst, da gibt es eine gewisse Rivalität, aber die ist sehr positiv. Es ist immer schön, andere Skandinavier zu treffen, wir verstehen uns alle gut. Es ist schön, andere Jungs aus dem hohen Norden in der Kabine zu haben. Ich fühle mich sehr wohl damit.

 

Die Fans in Krefeld haben jetzt den ersten Eindruck von Dir bekommen, kennen Dich aber noch nicht richtig. Wie würdest Du Dich ihnen als Spieler vorstellen?

Ich denke, ich bin ein sehr schneller Spieler, der offensiv kreativ ist. Ich konnte davon bisher noch nicht alles zeigen, aber ich denke, unsere Reihe hat defensiv sehr gut gespielt. Das ist alles, was wichtig war. Aber ja, Tempo und offensive Fähigkeiten sind, was sie zu allererst von mir erwarten können, würde ich sagen.

 

Und abseits des Eises? Was bist Du für ein Typ, was sind Deine Hobbies?

Oh, ich glaube, ich bin da richtig langweilig und habe keine spektakulären Dinge zu berichten. Ich verbringe viel Zeit mit meiner Frau und werde die Gelegenheit nutzen, ein wenig herum zu reisen. Ich bin erstmals in Deutschland und hier sind wir ja nah an Belgien und den Niederlanden. Mein Hobby hier wird in jedem Fall das Reisen sein – wenn sich die Gelegenheit ergibt.

 

Was war denn in Deiner Jugend Dein Lieblingsteam? Hattest Du einen Lieblingsspieler, der vielleicht auch ein Vorbild ist?

Mein Lieblingsteam war und ist Djurgarden Stockholm in Schweden. Ich schaue mir immer noch alle Spiele online an und wenn ich daheim bin, dann gehe ich immer zu den Spielen. Das betrifft auch und besonders das Fußballteam. Mein Idol war als Kind und Jugendlicher immer Mats Sundin. Er hat ja auch für Djurgarden gespielt. Auch Pavel Bure würde ich nennen.

 

Was sind denn für den Rest der Saison Deine Ziele? Persönlich und für das Team.

Ich will in die Playoffs. Das ist das einzige Ziel. Ich möchte so gut spielen, wie ich kann und dem Team dabei helfen. Alles andere ist erstmal egal.

 

Greger, vielen Dank für Deine Zeit und viel Erfolg und Gesundheit.