Glückloser Auftritt zum Abschluss des Bayern-Roadtrips

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Nichts sollte es werden mit der vorweihnachtlichen Aufholjagd bei den Augsburger Panthern. Nach 60 Minuten unterliegen die Pinguine im Curt-Frenzel-Stadion mit 2:3. Überschattet wurde der Spieltag vom Tod des jungen U20-Spielers Niclas Kaus, der nach einem schweren Sportunfall in einem Spiel seiner Löwen Frankfurt am Wochenende seinen Verletzungen erlag. In allen Arenen der PENNY DEL wurde daher im Vorfeld des Spiels eine Schweigeminute eingelegt. Der Blick wieder zurück auf den Sport zu bekommen war schwer und auch die leider wieder zur Gewohnheit werdende Ruhe auf den Rängen, half nicht dabei „Lust“ auf Eishockey zu bekommen.

Dabei nahm das Spiel früh an Fahrt auf – mit dem besseren Start für die Panther. Schon im ersten Wechsel in der ersten Minute setzte sich die Reihe um Ex-Pinguin Vinny Saponari im Drittel der Krefelder fest. Nach einem starken Reflex von Oleg Shilin landete der Puck auf dem Schläger von Matthew Puempel und Bruchteile einer Sekunde später im Tor zum 1:0 für die Hausherren.

Nachdem Anton Berlev in der 12. Minute eine gute Breakaway-Chance liegenließ, traf es wenige Sekunden später Luca Hauf, der für zwei Minuten in die Kühlbox musste. Die Panther nutzten die Gelegenheit, um durch Chad Nehring auf 2:0 zu erhöhen. Der glücklose Shilin im Tor wehrte den ersten Versuch zwar noch ab, jedoch prallte der Puck vom Schlittschuh Nehrings an den Pfosten und dann ins Tor. Auch an diesem Tor war Saponari beteiligt.

Im zweiten Drittel sollte es lange ruhig bleiben. Die Augsburger Spielweise ließ nicht viele Konterchancen zu, die die Pinguine häufig versuchen zu kreieren. In der 29. Minute war Panther-Torwart Olivier Roy dann doch nach einem Konter überwunden. Augsburg im Angriff noch spektakulär an Shilin gescheitert, fand sich in der Rückwärtsbewegung in Unterzahl. Kapitän Laurin Braun bewies Geduld und suchte Leon Niederbergers Schläger in der Mitte. Diesen fand er dann auch und der gebürtige Düsseldorfer musste den Puck nur von seinem Schläger abtropfen lassen.

Die Freude über den Anschlusstreffer hielt jedoch nur 51 Sekunden. Dann waren es wieder die Panther, die jubeln durften. Und erneut war Vinny Saponari im Mittelpunkt der Ereignisse. Dieses Mal durfte er sich als Torschütze auf den Spielbericht eintragen und seinen 3-Punkte-Abend ausklingen lassen.

In der Folge war es der Querlatte, Shilin und Philipp Mass zu verdanken, dass das Spiel nicht schon Mitte des letzten Drittels entschieden war. Letzterer kratzte den Puck in der 54. Minute soeben noch von der Linie, als Oleg Shilin den Puck durch Arm und Oberkörper rutschen ließ.

Die Hoffnung für die Pinguine sollte wenig später aufflammen. Denn in der 55. Minute kamen die Pinguine nochmal heran. Nach schöner Einzelaktion von Robert Sabolic, der das Tor mit dem Puck am Schläger umkreiste und quer durch den Torraum passte, war es Alexander Bergström, der am schnellsten reagierte und den erneuten Anschluss erzielte. Die letzten Minuten sollten noch einiges an Spannung bereithalten.

Leider kamen die Pinguine nicht mehr zum Ausgleich. Viel mehr als das wurde der Eishockeywelt und den Kollegen vom Fernsehen zusätzlich ein heißer Kandidat zum Tor des Jahres geklaut. Bradley McClure der über links einen hohen Schuss abgab, nahm seinen eigenen Nachschuss im Vorbeifahren aus der Luft. Wenig deutete darauf hin, dass das Tor nicht zählen sollte, selbst eine Reaktion von Shilin im Tor blieb aus. Die Schiedsrichter entschieden auf dem Eis und auch nach Studium des Videobeweises auf kein Tor wegen hohen Stocks. In Anbetracht der Lage war dies für die Pinguine der letzte Strohhalm vielleicht noch an den Ausgleich zu kommen. Doch die Zeit lief aus und der Rückweg nach NRW muss mit einer knappen Niederlage angetreten werden.

 

Strafen

AEV 6

KEV 6

 

Tore

1:0 (0:46) Puempel (Saponari, Nehring)

2:0 (14:06, PP) Nehring (Saponari, LeBlanc)

2:1 (28:12) Niederberger (Braun, Shilin)

3:1 (29:03) Saponari (Puempel, Rogl)

3:2 (54:01) Bergström (Sabolic, Jensen)