Gegen Köln: 7 Tore und 7 Torschützen bei Eispremiere

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Neuformierte Pinguine siegen am heutigen Sonntagnachmittag beim Testspielauftakt mit 7:4 (2:2, 3:0, 2:2) in und gegen Köln. Dabei wussten vor allem die Krefelder Specialteams zu überzeugen. Der neue Headcoach Brandon Reid konnte bei seiner Premiere an der Pinguine-Bande auf den vollen Kader zurückgreifen. Entsprechend gespannt waren die mitgereisten Fans auf die Neuzugänge wie Kyrill Kabanov, der wie angekündigt in der ersten Reihe mit Daniel Pietta und Jordan Caron antrat, Chad Costello und Jacob Berglund in Reihe zwei (mit Greger Hanson) oder die Verteidiger Martin Lefebvre, Garrett Noonan und Philip Bruggisser. Im Tor startete wie angekündigt Dimitri Pätzold.

Den ersten Torschuss des Spiels für die gleich sehr aktiven Pinguine verbuchte nach rund 50 Sekunden Mathias Trettenes, der vom Trainer unter der Woche noch ein Sonderlob bekommen hatte. Eine Minute später folgte die erste gute Chance durch Hanson. Gleichzeitig setzte es die erste Strafe der Gastgeber: Nach einer schnellen Scheibeneroberung kam Däne Bruggisser zum Schuss und traf zur frühen Führung ins lange Eck. In der 5. Minute folgte die zweite Strafe der Haie und wieder waren die Pinguine erfolgreich. Erneut war es Bruggisser, der abzog. Dieses Mal aber stand Pietta richtig und fälschte unmittelbar vor dem Tor unhaltbar zum 2:0 ab. Die erste eigene Unterzahl überstanden die Pinguine sicher, doch als sie gerade einige Sekunden komplett waren, zog der Ex-Krefelder Pascal Zerressen von der blauen Linie ab und traf durch Gewühl vor dem Tor zum Anschluss der Gastgeber. Das Spiel bis hierhin ausgeglichen, die Pinguine in Führung. Bis zur 13. Minute: Die Domstädter mit ihrer zweiten Überzahl, ein Schuss von der blauen Linie und der völlig frei stehende Pinizzotto verwandelt im Nachschuss zum Ausgleich. In der ersten Pause ging sogar der Feueralarm in der Kölnarena2 los. Ein Fehlalarm, wie sich hinterher rausstellte. So kam die daraufhin ausgerückte Feuerwehr jedoch in den Genuss von ansehnlichem Pinguine-Eishockey.

In der 23. Minute bekamen die Pinguine ihr drittes Powerplay des Nachmittags, wussten es dieses Mal jedoch nicht zu nutzen. Eine Minute später hatten die Pinguine sogar Glück: Ein Pass prallte unglücklich von der Kufe des Verteidigers Alex Trivellato ab und sprang an den Pfosten. Trotz dritter eigener Unterzahl (Wechselfehler) zeigten die Schwarz-Gelben ab der 28. Minute aber Willen. Denn die Chancen hatten sie selbst: Erst sprang Berglund die Scheibe über die Kelle, dann scheiterten wenige Sekunden nacheinander jeweils per Alleingang erst Caron am Pfosten, dann Pietta an Gustaf Wesslau im Haie-Tor. Die Pinguine waren erst wenige Sekunden wieder komplett, als Hanson von der Bande abzog und der Puck hoch im Eck einschlug. In der 31. Minute wechselten die Haie den Torwart. Für Wesslau kam der junge Hannibal Weitzmann, der auch gleich im Mittelpunkt stand. Konnte er die ersten beiden Schüsse noch parieren, kam Lefebvre nach tollem Pietta-Pass frei zum Schuss und traf zum 4:2. Nach einem Handgemenge in der 37. Minute waren die Pinguine erneut mit einem Spieler mehr auf dem Eis vertreten und nutzten das Powerplay zum mittlerweile dritten Mal (von bis dato 5 Überzahlspielen) zum 5:2. Weitzmann sah beim Schuss von James Bettauer allerdings nicht gut aus. So ging es mit einer durchaus verdienten 5:2-Führung in die zweite Pause.

Der Schlussabschnitt begann mit zwei Unterzahlspielen für die Gäste. In der 46. Minute war es erneut Raubein Pinizzotto, der einen Abpraller aus der Luft zum 3:5 verwertete. Kurz zuvor war Caron bei einem 2-auf-1 mit Pietta an Weitzmann gescheitert. Weiterhin wanderten Pinguine auf die Strafbank, doch die Mannschaft von Coach Reid  überstand weitere Unterzahlspiele. Insgesamt wurde das Spiel jetzt hitziger und streckenweise nickelig. Unaufmerksame Krefelder kassierten bei der 13. Pinguine-Strafe in der 57. Minute das 4:5. Nun hatten die Gastgeber Blut geleckt und nahmen eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene Goalie Weitzmann vom Eis. Die Schwarz-Gelben ließen sich nicht lange bitten: Patrick Seifert und Chad Costello sorgten für den 4:7-Endstand.

Bereits am Freitag spielt diese erfrischende Mannschaft in Iserlohn auf. Lernt man aus den heute gemachten Fehlern, wächst hier etwas großes zusammen und – macht Lust auf mehr!

Tore:

0:1 3. Bruggisser (Caron, Costello) PP

0:2 6. Pietta (Bruggisser, Kabanov) PP

1:210. Zerressen (Hospelt, Potter)

2:2 13. Pinizzotto (Pfohl, Genoway) PP

2:3 30. Hanson (Berglund, Lefebvre)

2:4 32. Lefebvre (Pietta, Hanson)

2:5 38. Bettauer (Trettenes, Berglund) PP

3:5 46. Pinizzotto (Viklund, Hanowski) PP

4:5 57. Akeson (Madaisky) PP

4:6 60. Seifert ENG

4:7 60. Costello ENG, PP

Strafen:

Köln: 18+10 Ellis

Krefeld: 26