Friedlicher Fanmarsch und viele Tore gegen Augsburg

Friedlicher Fanmarsch und viele Tore gegen Augsburg

Nachdem über 1000 Fans friedlich durch die Stadt Richung Yayla Arena gezogen waren und „Krefeld muss bleiben“ forderten, gewinnen die Krefeld Pinguine gegen die Augsburger Panther mit 7:4 (5:0; 1:2; 1:2).

Ein bärenstarkes erstes Drittel brachte die Pinguine schon früh auf die Siegerstraße. Fünf Tore in 20 Minuten – das hatte es lange nicht mehr gegeben. Aber schon vor dem Spiel wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt: 1.000 Pinguine-Fans waren zum Rathaus gekommen und zeigten Flagge für den Erhalt des DEL-Standortes Krefeld. Vom Rathaus zogen sie zur Yayla-Arena und wurden dort mit einer starken Vorstellung der Pinguine belohnt.

Die erste gute Szene hatten die Pinguine nach nicht einmal 30 Sekunden. Ankert brachte die Scheibe von der blauen Linie vor das Augsburger Tor, Gäste-Goalie Keller konnte den Schuss erst im Nachfassen kontrollieren. Es sollte seine letzte große Parade bleiben, denn sein Arbeitstag war sechs Minuten später beendet. In der fünften Minute fälschte Laurin Braun einen Schuss von Trivellato unhaltbar zum 1:0 ab, nur 35 Sekunden später erhöhte Lagacé nach schöner Vorlage von Hospelt auf 2:0 und wiederrum nur 90 Sekunden später stand es nach einem Trivellato-Treffer gar 3:0. Augsburg wechselte nach nur sechseinhalb Minuten den Torhüter – der Effekt war gleich Null. Bis zur zwölften Minute legten die Pinguine zwei weitere Treffer nach, Hodgman und Bruggisser erhöhten auf 5:0. Erst in den Schlussminuten gab es auch für KEV-Goalie Rynnäs etwas zu tun. Beim Schuss von Rogl war er mit der Fanghand sicher, beim Versuch von Payerl rettete der Pfosten. „Das erste Drittel hat mir sehr gut gefallen“, resümierte Pinguine-Trainer Brandon Reid nach der Partie. „Wir haben den Puck gut bewegt, waren an den richtigen Stellen, wenn die Scheibe tief gespielt wurde und an der blauen Linie haben wir es einfach gehalten.“

Gäste-Coach Tuomie fand in der Kabine deutliche Worte und die schienen sein Team aufzuwecken. Augsburg kam zum zweiten Drittel mit mehr Elan aufs Eis, Krefeld ließ aber wenig zu. TJ Trevelyan nutze in der 27. Minute eine Unachtsamkeit der Pinguine-Defensive zum 1:5. Nach einem langen Pass von Haase ließ er nach seinem Alleingang Rynnäs keine Chance. Die Pinguine antworteten nur 21 Sekunden später mit dem 6:1 – Saponari veredelte ein starkes Zuspiel von Hodgman. In der 28. Minute schickten die Schiedsrichter Daniel Pietta wegen Hakens auf die Strafbank, Sezemsky traf für Augsburg zum 2:6. Unmittelbar danach landeten Ewanyk und Callahan gleich mehrere Treffer, mit den Fäusten wohlgemerkt – beide erhielten für die Boxeinlage 2+2+10 Minuten. Tore gab es nicht mehr, Daniel Pietta hatte in der 35. Minute Pech, dass sein Schuss am Augsburger Tor vorbeitrudelte. Brandon Reid räumte ein, dass sein Team die Zügel etwas schleifen ließ: „Nach einer 5:0-Führung ist es verständlich, dass die Spieler etwas zurückschalten. Es gab bei uns einige Aussetzer, und die hat Augsburg bestraft. Jussi hat wieder einige wichtige Paraden gezeigt – genau wenn wir ihn brauchten.“

Im letzten Drittel waren dreieinhalb Minuten, da zeigten die Panther, dass sie noch nicht aufgegeben hatten. Ein Schuss von der blauen Linie wurde mehrmals abgefälscht, Adam Payerl stand am Ende richtig und lenkte den Puck über die Linie. Augsburg erspielte sich ein leichtes Übergewicht, die Partie verlagerte sich immer wieder in die Krefelder Zone. Die Pinguine ließen aber kaum hochkarätige Chancen zu. Gefährlich wurde es in der 49. Minute, als Costello wegen Hakens in die Kühlbox musste. Jussi Rynnäs war einmal mehr der Fels in der Brandung und entschärfte alle Augsburger Schüsse. Krefeld war gerade wieder komplett, da hatte Daniel Pietta gleich zweimal Pech: erst zischte sein Schuss nach einem Pass des starken Saponari nur knapp am Augsburger Kasten vorbei, Sekunden später parierte Roy stark und verhinderte die Vorentscheidung. Sechs Minuten vor dem Ende war Rynnäs gegen Payerl hellwach und pflückte den Schuss aus kurzer Distanz sicher. 90 Sekunden vor der Schlusssirene verkürzte Matt Fraser zwar noch auf 4:6, mehr gelang Augsburg aber nicht. Daniel Pietta legte uneigennützig auf Costello, er traf ins leere Gästetor zum 7:4 Endstand.

„Solche Partien bringen alle Spieler weiter“, sagte Coach Reid anschließend. „Bei einer deutlichen Führung können wir als Trainer auch ganz bewusst mal unsere vierte Reihe gegen die Topreihe der Gegner bringen. Daraus können die Spieler viel lernen.“

 

Tore

1:0 5. Min. Laurin Braun (Bruggisser, Trivellato) EQ

2:0 5. Min. Jacob Lagacé (Kuhnekath, Hospelt) EQ

3:0 7. Min. Alex Trivellato (Pietta, Bruggisser) EQ

4:0 12. Min. Justin Hodgman (Besse, Braun) EQ

5:0 14. Min. Phillip Bruggisser (Costello, Pietta) PP1

5:1 27. Min. TJ Trevelyan (Haase) EQ

6:1 27. Min. Vinnie Saponari (Hodgman) EQ

6:2 28. Min. Simon Sezemsky (Lamb) PP1

6:3 43. Min. Adam Payerl (LeBlanc, McNeill) EQ

6:4 59. Min. Matt Fraser (Mayenschein, Leblanc) EQ

7:4 60. Min. Chad Costello (Pietta, Saponari) ENG

Zuschauer: 4.635

 

 

Die nächsten Spiele

Donnerstag, 21.11.19, 19:30h: Krefeld Pinguine – Nürnberg Ice Tigers

Sonntag, 24.11.19, 18h: Kölner Haie – Krefeld Pinguine

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