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Krefeld Pinguine – Schwenninger Wild Wings

4 - 5
Zeit

Zusammenfassung

Der Wochenendauftakt für die Pinguine ist misslungen. Im Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings zeigten sie zwar eine insgesamt sehr gute Leistung, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen und mussten so eine sehr unglücklichen 4:5 (2:4, 2:0, 0:1)-Niederlage hinnehmen.

Die Pinguine wollten vor 3.233 Zuschauern an die starken Leistungen gegen Berlin und Nürnberg anschließen und gegen den Tabellennachbarn aus dem Schwarzwald eigentlich auch punktemäßig nachlegen. Mit einem Erfolg hätten die Schwarz-Gelben den Anschluss nach Oben gehalten. Personell waren die Voraussetzungen praktisch unverändert. Lediglich Diego Hofland kehrte ins Team zurück. Für ihn rutschte Philipp Kuhnekath heraus. Außerdem fehlten weiterhin die verletzten Mike Mieszkowski und Dragan Umicevic. Natürlich begann im Tor der zuletzt überragende Andrew Engelage. Sein Gegenüber allerdings, Dustin Strahlmeier, spielt ebenfalls eine starke Saison und weist überragende Statistiken auf.

Die Partie begann absolut nach Maß für die Hausherren,denn bereits nach 18 Sekunden zappelte der Puck im Netz. Daniel Pietta hatte von der blauen Linie abgezogen und Jordan Caron fälschte unhaltbar ab. Für den Center der ersten Reihe war es der 500. DEL-Punkt inklusive Playoffs. Danach aber entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Hausherren zwar feldüberlegen waren, aber keine klaren Chancen herausspielen konnten. Und in der 8. Minute gewann der Gast ein Bully und Jussi Timonen zog einfach ab und traf durch eine Spielertraube hindurch zum Ausgleich. Engelage war die Sicht versperrt. Die Pinguine aber reagierten nicht geschockt und hatten gleich eine Großchance durch Pietta, der aber das Tor verfehlte. Doch es kam noch schlimmer, denn in der 10. Minute fiel fast das gleiche Tor. Wieder ging ein eigentlich harmloser Schlenzer von der blauen Linie durch zwei Spieler hindurch, erneut konnte Engelage nichts sehen und wieder schlug der Puck somit unhaltbar ein. Und wieder nur zwei Minuten später stand plötzlich Antony Rech frei und wieder war Krefelds Goalie geschlagen. Die Pinguine aber gaben sich keineswegs auf und schlugen nur eine weitere Zeigerumdrehung später zurück. Diesmal war es Caron, der sich über Rechts stark durchsetzte und in die Mitte legte, wo Pietta unbedrängt einschoss. Doch weiter verfolgte das Pech die Pinguine. Im eigenen Drittel wurde Martin Schymainski wurde klar zu Fall gebracht, was aber ungeahndet blieb. Der Puck sprang zu Stefano Giuliati und der hatte keine Mühe, zum 2:4 einzuschießen. Die Pinguine antworteten offensiv, konnten ihre durchaus vorhandenen Chancen aber nicht nutzen und so ging es in einem Drittel, in dem die Hausherren eigentlich wenig falsch gemacht hatten, sehr unglücklich mit 2:4 in die Pause.

Der zweite Abschnitt begann fast genau wie der erste. Wieder waren die Pinguine in der ersten Minute – diesmal nach 36 Sekunden – erfolgreich. Marcel Müller legte schön auf Kurt Davis, der sofort abzog und zum Anschluss traf. Die Pinguine wirkten jetzt richtig heiß und machten mächtig Druck. Immer wieder stand Strahlmeier im Mittelpunkt, ließ sich aber zunächst nicht bezwingen. Doch in der 34. Minute war es ausgerechnet Tommy Kristiansen, der sich über Links toll durchsetzte, vor das Tor zog und mit seinem ersten DEL-Tor – in absoluter Torjägermanier – den mittlerweile hochverdienten Ausgleich erzielte. Die ganz große Führungschance hatte dann in der 37. Minute Diego Hofland mit einer ganz starken Aktion, doch Strahlmeier war mit einer unfassbaren Parade zur Stelle. So ging es nach einem von den Pinguinen absolut dominierten Abschnitt mit 4:4 unentschieden in die Kabinen.

Der letzte Abschnitt sah dann eine ausgeglichene Begegnung, in der zunächst die Gäste etwas größere Spielanteile hatten, dann aber die Pinguine das Spiel wieder mehr an sich rissen und sich Chancen erspielten. Die Defensive stand aber jetzt auf beiden Seiten stabiler. Immer wieder rückte jetzt Strahlmeier in den Blickpunkt, doch in der 54. Minute rutschte ihm die Scheibe durch. Mathias Trettenes wollte sie einschieben, wurde aber gefoult und bekam einen Penalty zugesprochen. Er versuchte den gleichen Trick, wie gegen Berlin, doch Strahlmeier hatte offenbar Videostudium betrieben und war mit dem Schoner zur Stelle. Weiter machten die Pinguine Druck und hatten hervorragende Gelegenheiten, doch Strahlmeier wuchs jetzt immer mehr über sich hinaus und hielt überragend. Und in der 60. Minute versprang im eigenen Drittel die Scheibe. Sofort kam der Pass in die Mitte, wo Will Acton sofort abzog und unhaltbar in den Winkel traf.

Damit verloren die Pinguine ein Spiel, in dem sie praktisch über die gesamte Spielzeit klar das bessere Team waren, in dem aber Dustin Strahlmeier mit einer hervorragenden Leistung letztlich den Unterschied machte.

Tore:

1:0 1. Caron (Pietta, Seifert)

1:1 8. Timonen (Palausch)

1:2 10. Sacher (Bartalis, Giuliati)

1:3 12. Rech (Acton, Höfflin)

2:3 14. Pietta (Caron, Davis)

2:4 15. Giuliati (Poukkula)

3:4 21. Davis (Pietta, Müller)

4:4 34. Kristiansen (Trettenes, Feser)

4:5 60. Acton (Rech)

Strafen:

Krefeld: 0

Schwenningen: 0

Details

DatumZeitLeagueSaisonSpieltag
20. Oktober 201760'DEL2017/201814