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Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin

3 - 4
Zeit

Zusammenfassung

In einem starken und sehr emotionalen Spiel unterlagen die Krefeld Pinguine heute Abend den Eisbären Berlin nach großem Kampf mit 1:2 (0:2, 2:0, 1:1, 0:1) nach Verlängerung.

Nach der starken Leistung beim Tabellenführer in München, als die Pinguine erst im Penaltyschießen dem großen Favoriten in dessen eigener Halle unterlagen, standen sie heute gleich dem nächsten „Großkopferten“ der DEL, den Eisbären Berlin, gegenüber. Der DEL-Rekordmeister rangiert nur einen Zähler hinter dem erwähnten Meister auf dem dritten Tabellenrang. Personell mussten die Pinguine nach dem möglichen Saisonaus, zumindest dem für die reguläre Saison, für Torjäger Jordan Caron auch auf Mikko Vainonen verzichten. Dafür aber kehrte Patrick Seifert nach langer Pause zurück. Vor 4.564 Zuschauern im KönigPALAST stand diesmal wieder Dimitri Pätzold von Beginn an im Tor. Der in München hervorragende Patrick Klein nahm turnusmäßig auf der Bank Platz. Im Eisbärentor begann der erfahrene Petri Vehanen.

Das Spiel begann ausgeglichen mit leichtem Übergewicht für die Pinguine, die in der 4. Minute die erste gute Chance hatten, als Patrick Seifert eine Hereingabe von Marcel Müller knapp verpasste. Eine Minute später kam Berlins Jens Baxmann frei zum Schuss, setzte das Hartgummi aber über die Latte. Glück hatte dieser dann in der 8. Minute, als er bei einem versuchten Aufbaupass Vehanen an den Schoner schoss, die Scheibe aber ging nach vorn weg und rutschte nicht über die Linie. Jetzt machten die Pinguine Druck und hatten eine Minute später erneut Pech, als Martin Ness einen Nachschuss knapp vorbei setzte. Doch eine weitere Zeigerumdrehung später war wieder der Gast im Angriff. Micki DuPont kam zum Schuss und traf unhaltbar genau in den Winkel. Pätzold war überdies die Sicht komplett verdeckt. Die große Ausgleichschance hatte dann in der 16. Minute Markus Nordlund nach toller Vorarbeit von Kurt Davis, doch der Finne schlenzte den Puck freistehend knapp am Torwinkel vorbei. Nur Sekunden später dann die erste Unterzahl der Pinguine und diese dauerte nur neun Sekunden, dann zog Jamie MacQueen per Direktschuss ab und Mark Olver fälschte den Puck unhaltbar zum 0:2 in die Maschen ab. Die Pinguine drängten auf den Anschluss, doch Alex Trivellato, Müller und Justin Feser scheiterten und so ging es mit 0:2 in die Pause.

Die ganz große Anschlusschance hatten die Pinguine dann ab der 21. Minute mit 1:21 Minuten doppelter Überzahl. Und diese nutzten sie durch Feser nach tollem Pass von Dragan Umicevic. Weiter blieben die Hausherren in Überzahl und kurz vor Ablauf der Strafe klatschte ein Umicevic-Schuss an den Pfosten. Die Pinguine machten jetzt Druck und kamen zu Chancen, doch die Gästeabwehr hielt. Etwa ab der 27. Minute befreite sich der Gast und kam selbst zu Gelegenheiten, die Pätzold aber abwehrte. Das Spiel wogte jetzt hin und her, wobei beide Abwehrreihen ganz klare Gelegenheiten zu verhindern wussten. Fast genau zwei Minuten vor der Pause dann noch einmal die Überzahlgelegenheit für die Pinguine. In dieser kam Markus Nordlund an die Scheibe, tankte sich überragend durch, verlud Vehanen und legte den Puck elf Sekunden vor der Pause zum Ausgleich in die Maschen. So ging es mit 2:2 in die Pause.

Zum Schlussdurchgang kamen die Pinguine in Überzahl zurück, da die Gäste im Nachgang des Ausgleichs eine Strafe kassiert hatten, wussten diese aber nicht zu nutzen. In der 47. Minute ging Müller nach Traumpass von Daniel Pietta auf und davon, scheiterte aber per Alleingang an Vehanen. Zwei Minuten später bekam der Torjäger eine diskutable Strafzeit und als diese gerade abgelaufen war traf der Gast durch Petersen zum 2:3. Eine Minute später bekam Sven Ziegler einen Penalty zugesprochen, den er aber neben das Tor setzte. Jetzt war es auf und neben dem Eis äußerst hektisch und die Pinguine drängten auf den durchaus verdienten Ausgleich, während sich bei den Fans mehr und mehr Unzufriedenheit mit den Schiedsrichtern durchsetzte. Die Mannschaft aber wurde von der hitzigen Atmosphäre angestachelt und in der 55. Minute zog Christoph Gawlik nach starkem Zuspiel von Adi Grygiel ab und traf genau in den Winkel zum umjubelten Ausgleich. In den letzten beiden Minuten machten die Eisbären noch einmal mächtig Druck und hatten die Großchance durch Thomas Oppenheimer, aber Pätzold hielt stark und so ging es in die Overtime.

In dieser ging es auf und ab, wobei die besseren Chancen auf Seiten der Eisbären waren. Davon nutzte Louis-Marc Aubry eine zur Entscheidung in der 65. Minute.

Damit punkten die Pinguine erneut gegen ein Topteam, schaffen aber einmal mehr nicht den Sieg in der Overtime. Nun steht am Sonntag eine kurze Weihnachtspause an, ehe es am Dienstag nach Wolfsburg geht.

Aufgrund der mehrfachen Bierbecherwürfe während der laufenden Partie wird es noch eine Strafe gegen die Krefeld Pinguine geben.

Tore:

0:1 10. DuPont (Olver, MacQueen)

0:2 16 Olver (MacQueen , Braun) PP

1:2 22. Feser (Umicevic) PP2

2:2 40. Nordlund PP

2:3 51. Petersen (DuPont) 6-5

3:3 55. Gawlik (Grygiel, Nordlund)

3:4 65. Aubry (Backman, Parlett)

Strafen:

Krefeld: 10

Berlin: 14

Details

DatumZeitLeagueSaisonSpieltag
22. Dezember 201760'DEL2017/201835