preloder

Krefeld Pinguine – EHC Red Bull München

1 - 3
Zeit

Zusammenfassung

Mit einer 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)-Niederlage gegen Red Bull München endete die Sonntagsbegegnung der Krefeld Pinguine. Die Rollen waren vor der Partie klar verteilt.

Hier der deutsche Meister der vergangenen beiden Spielzeiten und auch aktuell souveräne Tabellenführer, dort der Vorletzte, der aktuell zum dritten Mal in Folge die Playoffs zu verpassen droht.

Dennoch aber wollten die Pinguine vor 5.629 Zuschauern, darunter einige Tickets der SWK, die als Sponsor of the Day in Erscheinung traten, sowie mehr als 200 Kindern aus Kinderheimen, die im Rahmen des „Eistänzer Kids Day“ vom Fanclub zum Spiel eingeladen worden waren, zeigen, dass sie auch im vierten Spiel gegen die bayerischen Landeshauptstädter punkten können.

Die drei vorherigen Duelle waren jeweils mit 3:2 nach Verlängerung an den Favoriten gegangen.

Daniel Pietta, Nick St. Pierre und Joel Keussen gaben nach ihren jeweiligen Ausfällen ihre Comebacks. Im Tor lautete das Duell Dimitri Pätzold gegen Danny aus den Birken.

Das Spiel begann ausgeglichen, doch in der 6. Minute war plötzlich Keith Aucoin durch.

Pätzold parierte dessen Alleingang, war dann aber gegen den Nachschuss von Brooks Macek machtlos.

Die Pinguine aber reagierten keineswegs geschockt, sondern spielten gut nach vorn und kamen zu Chancen. Ein erstes Überzahlspiel blieb trotz guter Ansätze ungenutzt, doch die Pinguine zeigten sich aggressiv und spielfreudig und immer wieder stand aus den Birken im Blickpunkt. Und in der 17. Minute zahlte sich der Druck der Hausherren aus.

Einen Schuss von der blauen Linie musste der Nationalgoalie prallen lassen und Justin Feser drückte den Nachschuss in die Maschen. Ein großer Anteil des Treffers ging an Greger Hanson, der mit seiner Schnelligkeit nicht nur ein Icing verhindert, sondern den ursprünglichen Torschuss aufgelegt hatte.

Sekunden später erreichte Martin Schymainski einen eigenen Nachschuss, doch die Scheibe strich um Haaresbreite über die Querlatte. Eine unfassbare Parade zeigte dann mit der Pausensirene Krefelds Goalie, der damit das Unentschieden in die Pause rettete.

Der Mittelabschnitt brachte etwas aktivere Gäste, die das Spiel jetzt ausgeglichener gestalteten und in der 25. Minute hatte Pätzold Glück, als Dominik Kahun das Hartgummi an den Pfosten setzte.

Die Gäste zeigten, wenig überraschend, die reifere Spielanlage, die Pinguine hielten mit Willen und Einsatz dagegen. So entwickelte sich ein interessantes, gutklassiges Spiel. In der 29. Minute dann verloren die Pinguine im eigenen Drittel die Scheibe.

Das führte zu einem 2-auf-0 der Gäste. Frank Mauer legte auf Steve Pinizzotto und der verwandelte zur erneuten Gästeführung. Der Meister drehte jetzt auf und in der 31. Minute verhinderte Pätzold mit einer weiteren hervorragenden Parade den dritten Treffer der Münchener.

Die ganz große Ausgleichschance hatte in der 38. Minute Hanson, der im Angriffsdrittel den Puck eroberte, allein auf aus den Birken zuging, diesen verlud, die Scheibe dann aber über das Tor lupfte. Kurz vor der Pause dann das zweite Überzahlspiel der Gäste und sechs Sekunden vor der Sirene drückte Mads Christensen die Scheibe aus kurzer Distanz in die Maschen.

Entsprechend standen die Gastgeber im Schlussabschnitt unter Druck, hatten aber zunächst Probleme, gegen extrem reife und abgeklärte Gäste Chancen herauszuspielen.

Richtig aufregend wurde es dann in der 50. Minute, als es auf beiden Seiten gute Gelegenheiten gab. Schließlich kam bei angezeigter Strafe gegen München Martin Ness an einen Abpraller, setzte den Puck aber per Rückhand aus spitzem Winkel am langen Eck des fast leeren Tores vorbei.

Die folgende Überzahl brachte mächtig Druck der Pinguine und gleich zwei Pfostenschüsse durch Kurt Davis und Dragan Umicevic. Und auch Feser setzte die Scheibe knapp neben dem Gestänge ans Außennetz. So blieb es beim 1:3. Die Zeit aber lief jetzt zusehends herunter und der Meister kontrollierte das Geschehen höchst routiniert.

Eineinhalb Minuten vor dem Ende ging Pätzold vom Eis und die Pinguine versuchten noch einmal alles. Doch es reichte nicht mehr und tapfer kämpfende Pinguine mussten sich dem großen Favoriten der Liga erneut beugen.

Gleich am Dienstag geht es mit dem nächsten Heimspiel, dem vorletzten der Saison, gegen Wolfsburg weiter, ehe am Freitag bereits die Spielzeit im KönigPALAST mit dem Auftritt der Thomas Sabo Ice Tigers endet.

Tore

0:1 6. Macek (Aucoin, Kettemer)

1:1 17. Feser (Hanson, Davis)

1:2 29. Pinizzotto (Mauer)

1:3 40. Christensen (Pinizzotto, Aucoin) PP

Strafen:

Krefeld: 8

München: 6

Details

DatumZeitLeagueSaisonSpieltag
28. Januar 201860'DEL2017/201847