Ersatzgeschwächten Pinguinen fehlt in Nürnberg der Punch

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Ersatzgeschwächten Pinguinen fehlt in Nürnberg der Punch

Mit 2:4 (0:2, 1:1, 0:0) unterlagen die Pinguine im ersten Spiel der schweren kanadischen Woche bei den Thomas Sabo Ice Tigers vor 3.805 Zuschauern. Dabei musste Trainer Brandon Reid in Jussi Rynnäs, Mark Cundari, Martin Schymainski, Justin Hodgman, Laurin Braun und Darren Mieszkowski gleich ein halbes Dutzend Spieler ersetzen. So fuhr Tom-Eric Bappert als siebter Verteidiger mit in die Lebkuchenstadt und bekam im Wechsel mit Mike Schmitz zu Beginn auch einige Einsatzminuten.

Die Partie begann aus Sicht der Gäste sehr gut und in den ersten Minuten schnürten sie die Franken über weite Strecken im eigenen Drittel ein. Allein, Zählbares wollte dabei nicht herausspringen. Nürnberg verstand es erst langsam, sich zu befreien und hatte erst in der sechsten Minute den ersten Torschuss, den Pätzold sicher parierte. Das erste Überzahlspiel bekamen die Schwarz-Gelben dann in der neunten Minute. Vor dem Spiel hatte Trainer Brandon Reid noch gefordert, dass der zweite Block in Überzahl mehr Gefahr entwickeln müsse. Das aber gelang nicht, wie geplant, im Gegenteil: Ein Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie führte zum 2-auf-1-Konter und am Ende kam Brandon Buck frei zum Schuss und verwandelte zum 1:0 für die Gastgeber. Die Pinguine waren merklich geschockt und die Gastgeber kontrollierten fortan das Geschehen. Und so kam es, wie es kommen musste: 42 Sekunden vor der Pause zog Ice-Tigers-Topscorer Daniel Fischbuch verdeckt ab und die Scheibe schlug unhaltbar für Pätzold zum 2:0 ein. Mit diesem Pausenstand ging es dann in die Kabinen.

Das Gegentor kurz vor der Pause raubte den Pinguinen aber nicht den Mut. Im Gegenteil! Kurz nach Wiederbeginn eroberte Chad Costello eine Scheibe im Angriffsdrittel. Über Daniel Pietta kam der Puck zu Grant Besse, doch dessen Schuss verfehlte das lange Eck hauchdünn. Jetzt waren die Pinguine aber wieder im Spiel und nur wenig später war es erneut die erste Reihe, die im Angriffsdrittel den Puck gut laufen ließ. Schließlich kam das Spielgerät zu Torsten Ankert und der Kapitän zog einfach ab, traf die Scheibe eigentlich gar nicht voll, doch diese schlug, vielleicht gerade dadurch, leicht abgefälscht zum Anschluss ein (23.). Es war jetzt ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Pinguine sich aber zunächst keine Chancen herauszuspielen vermochten und ein Überzahlspiel die Ice Tigers wieder besser ins Spiel brachte. Zumal die Gastgeber einfach mehr Scheiben zum Tor brachten. Das Schussverhältnis von 22:7 zur Hälfte des Spiels zeigte, dass die Gäste es nicht verstanden, gute Ansätze in klare Abschlüsse umzusetzen. Es war ein zunehmend zerfahrenes Spiel, in dem in der 35. Minute Besse einmal wieder eine Gelegenheit per Direktschuss hatte, aber an Ex-Pinguin Niklas Treutle im Ice-Tigers-Tor scheiterte. Und so kam es, wie es kommen musste: Mit ablaufender Zeit fuhren die Gastgeber noch einmal einen Konter. Rylan Schwartz kam zum Schuss und mit noch 0,3 Sekunden auf der Uhr schlug das Hartgummi zum 3:1 der Hausherren ein. So ging es mit einem zwei-Tore-Rückstand erneut in die Kabinen.

Der Schlussdurchgang sah zunächst auf beiden Seiten keine klaren Chancen, auch wenn die Pinguine noch einmal kämpften und sich ein leichtes spielerisches Übergewicht erarbeiteten. Doch in der 46. Minute zog Jeremy Welsh einfach mal ab und die Gäste jubelten, doch der Videobeweis zeigte, dass das Hartgummi zwar an Latte und Pfosten geschlagen war, die Linie aber nicht überquert hatte. So gab es zurecht kein Tor. Wenig später scheiterte Kai Hospelt aus kurzer Distanz ebenso, wie Philip Riefers per Schlagschuss von der blauen Linie. Die Pinguine waren jetzt dran, leisteten sich dann aber in der 50. Minute einen bösen Fehlpass im eigenen Drittel. Dadurch kam Tom Gilbert frei zum Schuss und vor dem Tor fälscht Chad Bassen unhaltbar ab und das Hartgummi schlug zum 4:1 für Nürnberg ein. Doch nur eine Minute später doch wieder Hoffnung, als im Forecheck Chad Costello die Scheibe eroberte und dann eine Traumkombination mit Vinny Saponari hinlegte, der schließlich zum 2:4 einschoss. Und nur Sekunden später war es Phillip Bruggisser, der frei zum Schuss kam. Treutle war da und die Scheibe kullerte Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Plötzlich waren die Pinguine drückend überlegen und Besse scheiterte vom linken Bullypunkt. Jetzt brannte es mehrfach lichterloh vor Treutle. Allein, die Scheibe wollte nicht ins Nürnberger Gehäuse. Auch nicht, als knapp zwei Minuten vor dem Ende Pietta allein durch war, allerdings per Schlagschuss an Treutle scheiterte. So blieb es am Ende beim knappen, aber unter dem Strich nicht unverdienten 4:2-Erfolg der Gastgeber.

Die Pinguine reisen nun am Freitag nach Düsseldorf und wollen natürlich im Derby die Punkte holen, um dann mit frischem Selbstvertrauen in das schwere Heimspiel gegen Meister Mannheim am Sonntag um 16.30 Uhr zu gehen.

Strafen:

Nürnberg: 8

Krefeld: 4

Tore:

1:0 11. Buck (Brown) SHG

2:0 20. Fischbuch (Weber, Summers)

2:1 23. Ankert (Costello, Besse)

3:1 40. Schwartz (Reimer, Eder)

4:1 50. Bassen (Gilbert)

4:2 51. Saponari (Costello)

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