Erneute 4:7-Niederlage gegen Ingolstadt

Erneute 4:7-Niederlage gegen Ingolstadt

Die Krefeld Pinguine verlieren auch die zweite Begegnung gegen Ingolstadt mit 4:7 (1:1; 3:5; 0:1). Eine Premiere gab es auf dem Spielbericht: zum ersten Mal tauchte dort als zweiter Torhüter Nachwuchs-Goalie Ennio Albrecht auf. Er vertrat den erkrankten Patrick Klein. Auf dem Eis gab es zunächst nicht eben ein Offensiv-Feuerwerk. Beide Teams waren auf Fehlervermeidung aus. Es dauerte bis zur achten Minute, ehe die Pinguine das erste Mal gefährlich vor dem Gästetor auftauchten. Mathias Tretteness und Martin Schymainski verpassten einen springenden Puck nach einem Abpraller. Die erste Aufregung folgte in der zehnten Minute. Kirill Kabanov musste für zwei Minuten auf die Strafbank und das obwohl der näher am Geschehen stehende Hauptschiedsrichter „Keine Strafe“ angezeigt hatte. Krefeld überstand die Strafe ohne Gegentor, fünf Sekunden nach Kabanovs Rückkehr stand Ingolstadts Jerry d‘Amigo am langen Pfosten frei und musste den Puck nach Pass von Elsner nur noch über die Torlinie schieben.

In der Folge verteidigte Ingolstadt stark. Erst in der 15. Minute wurde es für das Gästetor wieder gefährlich. Nach einem Schuss von Martin Lefebvre verpasste Vinny Saponari den Abpraller nur knapp, auch beim Schuss von Noonan von der blauen Linie fehlte nicht viel zum Ausgleich. Den erzielte der KEV in der 17. Minute und zwar mit einem Konter der Marke „Wie auf dem Reißbrett“. In der eigenen Bandenecke erkämpfte sich Phillip Bruggisser den Puck, passte über die Bande den Pass auf Riefers, der auf der linken Seite durchstartete. Seinen Pass in die Mitte nahm Adrian Grygiel auf, ließ Gäste-Torwart Reimer aussteigen und markierte das 1:1. Kurz vor Drittelende wanderten gleich zwei Ingolstädter auf die Strafbank, Krefeld begann Abschnitt zwei mit doppelter Überzahl.

Das zweite Drittel wurde zu einer Achterbahnfahrt. Gerade 34 Sekunden waren gespielt, da brachte Jakob Berglund den KEV in Führung. Nach einem Schuss von Bruggisser stand er goldrichtig für den Abstauber – es sollte noch besser kommen: Ingolstadt drückte auf den Ausgleich und rückte zu weit auf, das nutzte Krefeld zu einem schneller Konter und dem 3:1 durch Patrick Seifert. Über die linke Angriffsseite trug Pietta den Puck ins Angriffsdrittel, Kabanov zog zwei Verteidiger auf sich und schuf damit Platz für Patrick Seifert am langen Pfosten. Er verwertete den Sahnepass von Pietta, die Pinguine führten nach nicht einmal 23 Minuten mit 3:1. Und noch immer war der Torhunger der Pinguine nicht gestillt. In der 28. Minute erhöhte Philip Riefers wieder nach einem schnellen Konter auf 4:1. Nach dem vierten Pinguine-Treffer verließ Jochen Reimer das Tor der Gäste, für ihn kam Timo Pielmeier in die Partie. Was dann passierte, brachte die KEV-Fans schier zur Verzweiflung. In nur 1:52 Minuten machte Ingolstadt aus einem 1:4 ein 4:4. Es trafen Collins, Olver und Wagner. Zum Teil gingen den Toren dicke Defensiv-Patzer der Pinguine voraus. Endgültig kippte das Spiel in der 36. Minute. Nach Strafen gegen Kuhnekath und Ankert spielte Ingolstadt mit 5 gegen 3 und beide Strafen nutzte Ingolstadt zu weiteren Treffern. Zunächst ließ Mike Collins mit seinem Schlagschuss zum 4:5 Dimitri Pätzold keine Chance, das 4:6 erzielte wieder Jerry d‘Amigo. In 5:58 Minuten hatte Ingolstadt das Spiel gedreht.

Die Hoffnung auf eine Wende erhielt schon nach 70 Sekunden einen Dämpfer. Nach einem Fehlpass im Krefelder Drittel sprang Tyler Kelleher der Puck auf den Schläger und aus kurzer Distanz hatte er keine Probleme, auf 4:7 zu stellen. Was man den Pinguinen nicht vorwerfen kann: sie hätten nicht versucht, wieder zurück in die Spur zu finden. In Überzahl hatte James Bettauer gleich zwei gute Gelegenheiten, scheiterte aber zweimal an Pielmeier. Ingolstadt zeigte, warum die Mannschaft als Tabellendritter nach Krefeld gekommen war und ließ bei 5-gegen-5 nur noch wenig zu. Eine Strafe gegen Panthers-Stürmer Braun in der 51. Minute brachte dann nochmals Gefahr, aber Bruggisser scheiterte ebenso wie Pietta. Krefelder Chancen entstanden nur noch aus Einzelaktionen, wie der von Saponari vier Minuten vor Schluss über die linke Seite. Tore gab es aber nicht mehr und so endete das Spiel vor 3.693 Zuschauern wie das erste Aufeinandertreffen beider Teams mit 4:7 aus Sicht der Pinguine.

KEV-Trainer Brandon Reid nach dem Spiel: „Das war ein ziemlich bizarres Spiel, vor allem im zweiten Drittel. Wir haben 30 Minuten gut gespielt, unsere vierte Reihe hat wichtige Tore gemacht und dann wollte auf einmal jeder sein Stück vom Kuchen haben und wir haben die Drei-Tore-Führung aus der Hand gegeben. Danach hat Ingolstadt uns gezeigt, wie man in einer solchen Situation spielen muss, nämlich einfach. Das heißt, den Puck aus dem eigenen Drittel herausspielen und tief ins gegnerische Drittel bringen. Trotzdem gibt es auch Dinge, mit denen ich zufrieden bin: wir haben 30 Minuten gutes Eishockey gezeigt und können auch gegen starke Mannschaften treffen. Wir werden aus diesem Spiel lernen.“

Die nächsten Spiele:

Dienstag, 30. Oktober 2018, 19:30 Uhr: Kölner Haie – Krefeld Pinguine

Freitag, 2. November 2018, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG

Sonntag, 4. November 2018, 17 Uhr: Straubing Tigers – Krefeld Pinguine

Tore:

0:1 D‘ Amigo (Elsner, Olver) 09:19

1:1 Grygiel (Riefers, Bruggisser) 16:10

2:1 Berglund (Bruggisser, Costello) 20:34 PP1

3:1 Seifert (Pietta, Kabanov) 22:24

4:1 Riefers (Grygiel, Bruggisser) 27:44

4:2 Collins 31:16

4:3 Olver (Kelleher, Garbutt) 32:37

4:4 Wagner (Olson, Collins) 33:18

4:5 Collins (Kelleher) 35:54 PP1

4:6 D’Amigo (Elsner, Olver) 37:14 PP1

4:7 Kelleher (Garbutt) 41:10

Strafen:

Krefeld: 12

Ingolstadt: 12

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