Emotionaler Abschied für Herberts Vasiljevs

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Ein rauschendes Fest an der Westparkstraße zu Ehren von Herberts Vasiljevs: 2200 Fans verabschiedeten am Samstag den langjährigen Kapitän der Pinguine. 

Der lehemalige Pinguine-Kapitän Herberts Vasiljevs hatte gerufen und alle waren zum großen Abschiedsspiel gekommen. Von seinen kongenialen Sturmpartnern Jan Alinc und seinem „Zwilling“ Boris Blank, den aktuellen Pinguine-Spielern Daniel Pietta und Martin Schymainski, die dafür eigens das Vorbereitungsturnier in Dresden ausließen, über die Verteidiger Dusan Milo, „König“ Richard Pavlikowski und Christian Ehrhoff bis zu Torwartlegende Scotty Langkow und Karel Lang.

Entsprechend emotional gerieten auch die Abschiedsworte des ehemaligen DEL-Torschützenkönig. „Ich habe es geliebt, für die Pinguine zu spielen. Ich bin und ich bleibe Krefelder mit ganzem Herzen“, rief der Deutsch-Lette seinen Fans zu. Diese feierten ihn schon vor dem Spiel mit Sprechchören und „Herbie, Du bist ein Krefelder“-Gesängen. Schon unmittelbar vor Spielbeginn herrschte Gänsehautatmosphäre in der mit 2200 Fans gut gefüllten Rheinlandhalle. Auch Hertberts‘ Bruder Roberts ließ es sich nicht nehmen, ein Paar Worte an Herberts zu richten.  „Mein Bruder war schon als Kind in Lettland eishockeyverrückt. Er ist bei minus 30 Grad auf offenen Eisflächen Trainieren gegangen. Diese Liebe hat ihn so gut gemacht. Für mich, und ich denke auch für die meisten von Euch war er der beste Spieler überhaupt“, sagte er.

Uwe Fabig übergab zwei Minuten vor Ende Vasiljevs das neben einem Trikot der Big Old Boys auch ein Kissen, welches er sich um den Bauch binden sollte. „Du passt vom Profil her noch nicht zu uns. Da ist noch zu viel Sixpack“, rief der Aufstiegskapitän des KEV in das Stadionmikro.

Sportlich zauberte vor allem die Reihe Vasiljevs/Alinc/Blank wie in alten Tagen, wenn auch vielleicht etwas langsamer als früher. Tolle Tore, technische Kabinettstückchen und sogar der Einsatz einer Jugendreihe nebst Torwart aus der Riege des KEV81 rundete das launige Spielchen ab. Am Ende stand ein 11:5 für die Allstars auf der Anzeigentafel, wobei Vasiljevs selbst die ersten beiden Treffer und die letzten beiden nach seinem Teamwechsel beisteuerte. Diese allerdings mit einem Augenzwinkern, denn zunächst gewährten ihm seine Freunde mehrere Versuche, die Langkow parierte, eher alle zur Seite gingen und ihm einen Penalty ermöglichten. Den finalen Treffer mit der Schlusssirene lieferte es ebenfalls, als die Allstars im Angriff waren und er sich eine weitere Scheibe schnappte und seinen langjährigen Keeper im vierten Versuch überwand. Fans wie Teilnehmer waren mehr als zufrieden. Auch die Organisatoren zeigten sich begeistert.