Emotionaler 4:3-Sieg im packenden Derby

Emotionaler 4:3-Sieg im packenden Derby

Die Pinguine sind wieder da! In einem tollen, packenden und spannenden Derby gegen die Düsseldorfer EG setzten sich die Mannen von Brandon Reid mit 4:3 (2:1, 2:2, 0:0) durch und wurden in der Folge frenetisch gefeiert. Die allerbeste Nachricht des Tages verkündete Stadionsprecher Kristian Peters-Lach bereits vor dem Mannschaftseinlauf: Die Yayla-Arena war zum allerersten Mal unter neuem Namen bei einem Eishockeyspiel mit 8.029 Zuschauern restlos ausverkauft. Die Pinguine, die bis auf Martin Schymainski und Jeremy Welsh in Bestbesetzung antreten konnten, holten damit nicht nur ganz wichtige drei Punkte, sondern verstanden es auch, die vielen Fans in der Halle zu begeistern und zu versönen.

Für die Hausherren begann die Begegnung alles andere als optimal, denn bereits nach eineinhalb Minuten passte Chad Nehring hart vor das Tor. Dort wartete am langen Eck Luke Adam und lenkte das Hartgummi unhaltbar für Jussi Rynnäs zur frühen Gästeführung in die Maschen. Eine erste gute Ausgleichschance hatte in der 5. Niklas Postel, doch sein Schuss aus der Drehung wurde über das Tor abgefälscht. Dann verfehlte Justin Hodgman den Abpraller eines Bruggisser-Schlagschusses knapp. Die Pinguine beherrschten jetzt das Geschehen und hatten weitere Chancen, doch zunächst wollte der Puck nicht ins Tor. Eine erste Unterzahl überstanden die Krefelder gut, doch das Powerplay brachte den Gast wieder besser ins fortan ausgeglichene Spiel. Dann aber in der 17. Minute der Angriff über außen für die Pinguine. Philipp Kuhnekath setzte sich über Links durch und spielte hart in die Mitte, wo Passgeber Alex Trivellato mitgelaufen war. Doch die Scheibe traf einen Verteidiger und sprang unhaltbar für DEG-Goalie Hendrik Hane im kurzen Eck in die Maschen. Eine Minute später setzte sich Grant Besse stark durch und wurde kurz vor dem Tor gehakt. So gab es das erste Powerplay der Pinguine. Dabei hatten sie einige Gelegenheiten und eine halbe Minute vor Ende der Überzahl kam Grant Besse frei zum Schuss und traf, leicht abgefälscht, zur nicht unverdienten Führung, mit der es auch in die erste Pause ging.

Der zweite Durchgang begann gleich mit einer Strafzeit für Düsseldorf. Reid Gardiner hatte Daniel Pietta mit dem hohen Stock im Gesicht erwischt. Der Krefelder ging blutend in die Kabine und der Düsseldorfer bekam vier-Minuten-Strafzeit. Mit 54 Sekunden auf der Uhr wurde diese Überzahl zu einer doppelten, als die DEG eine weitere Strafzeit bekam, doch gleich drei gefährliche Schlagschüsse von Phillip Bruggisser fanden nicht das Ziel. Gerade war die DEG komplett, da versprang bei den Pinguinen die Scheibe im Aufbau vor dem eigenen Tor. Rynnäs war noch gar nicht auf dem Posten und Nehring zog sofort ab und traf zum Ausgleich. Die Pinguine aber waren keineswegs geschockt. Der frisch genähte Pietta legte auf Bruggisser und diesmal traf der Vorjahreskapitän per Direktschuss ins lange Eck zur erneuten Führung. Die Pinguine überstanden eine weitere DEG-Überzahl und hatten nun spürbar Selbstvertrauen. Immer wieder kamen sie zu gefährlichen Abschlüssen und auch die Zuschauer pushten ihr Team mit viel Energie. Beide Seiten hatten jetzt Chancen. Die DEG blieb auch bei ihrer vierten Überzahl des Tages ohne Erfolg und knapp zwei Minuten vor Drittelende setzte sich Vinny Saponari stark durch und passte dann kurz vor dem Tor auf Mark Cundari und der verwandelte mit seinem ersten Tor für die Pinguine zum 4:2. Doch der Jubel war kaum verhallt, da kam Düsseldorfs Marc Zanetti zum Schuss. Die Scheibe wurde abgefälscht und schlug unhaltbar für Rynnäs im Kreuzeck ein. Mit eben diesem Zwischenstand ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

Der Schlussdurchgang zeigte dann ein weitgehend unverändertes Bild. Mit viel Energie und mehreren gefährlichen Angriffen wehrten sich die Pinguine gegen den Favoriten, der in der Folge nicht wirklich in der Lage war, Druck aufzubauen – im Gegenteil. Die gefährlicheren Szenen spielten sich vor Hane ab. Die nächste Überzahl für Krefeld gab es ab der 48. Minute und zunächst setzte Saponari einen Abpraller hauchdünn am langen Eck vorbei, dann verfehlte Bruggisser ebenso hauchdünn. So blieb es zunächst bei der knappen Führung. Immer weiter lief die Zeit herunter und in einer weiteren Überzahl prüften zunächst zwei Düsseldorfer Verteidiger binnen Sekunden Hane, der aber beide Male stark parierte. Ein dritter Powerplaytreffer gegen eines der besten Unterzahlspiele der Liga gelang auch im weiteren Verlauf nicht und so blieb es ein Spiel, das sicher den ein oder anderen Fingernagel auf den Tribünen kostete. Zwei Minuten vor dem Ende ging Hane vom Eis. Die Pinguine stemmten sich mit Mann und Maus gegen einen möglichen Ausgleich. Alle Schwarz-Gelben warfen sich in die Schüsse und blockten so auch den letzten Versuch von Alex Barta mit der Schlusssirene. Der Rest war jubel in der ausverkauften Yayla-Arena und damit auch die Hoffnung, auf bessere Zeiten in den kommenden Wochen.

An diesen Erfolg wollen die Pinguine nun anknüpfen, wenn es am Sonntag bei Meister Mannheim daran geht, den Derbysieg zu vergolden und mit einer weiteren Überraschung endgültig die Auferstehung in dieser Spielzeit zu feiern.

Strafen:

Krefeld: 8

Düsseldorf: 12

Tore:

0:1 2. Adam (Nehring, Olimb)

1:1 17. Kuhnekath (Trivellato)

2:1 20. Besse (Hodgman, Noonan) PP

2:2 25. Nehring SHG

3:2 26. Bruggisser (Pietta, Costello) PP

4:2 39. Cundari (Saponari, Pietta)

4:3 40. Zanetti

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