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Die dritte Meisterschaft Der KEV etabliert sich

Vom KEV zu den KEV Pinguinen und zur Meisterschaft

Der KEV etabliert sich

13 Jahre Bundesligaabstinenz waren genug, mit dem Wiederaufstieg gehörte man wieder zu den Großen im Deutschen Eishockey und es gelang, sich schnell wieder als feste Größe in der höchsten Spielklasse zu etablieren. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte über die Jahre hinweg der Spieler mit der Nr. 1 im Tor: Der „Hexer“ Karel Lang, im Aufstiegsjahr zum KEV gestoßen, wurde zum absoluten Publikumsliebling in Krefeld. 1995 stand der KEV aber erneut vor dem Aus, als der damalige 1. Vorsitzende Hans-Ulrich Urban im Sommer den schweren Weg zum Konkursrichter gehen mußte. Diesmal jedoch fruchteten die Rettungsversuche und in einem wahren finanziellen Kraftakt schaffte man es doch noch, in letzter Minute die Lizenz für die Saison 1995/96 zu erhalten. Im Sommer 1995 wurde die KEV Pinguine Eishockey GmbH gegründet, die die Lizenz für den KEV in der inzwischen gegründeten Deutschen Eishockey Liga hält. Seit dem Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse erreichte das Krefelder Team fast immer die Play-offs und konnte 1995 bis ins Halbfinale vorstoßen. Der ganz große Erfolg ließ jedoch noch ein wenig auf sich warten.

Die Play-offs 2003

In die Play-offs 2003 zogen die KEV Pinguine als Sechstplazierte ein. Im Viertelfinale traf man zunächst auf die DEG Metro Stars. Diese erste Hürde nahmen die Pinguine ohne große Probleme. Mit 4:1 Siegen setzte man sich klar gegen den rheinischen Rivalen durch. Schwieriger wurde es im Halbfinale.

Dort traf man auf die Eisbären aus Berlin, ein Angstgegner in den vergangenen Spielzeiten. Die Eisbären gewannen das erste Spiel dann auch klar und deutlich mit 4:1. Doch die Pinguine ließen sich von diesem Mißerfolg nicht vom Titelkurs abbringen, die folgenden drei Spiele gingen an den KEV. Das Finale war erreicht!

KEV Pinguine – Deutscher Meister 2003

Im Finale wartete mit den Kölner Haien ein ganz „dicker Brocken“ als Gegner auf die Pinguine. Doch – obwohl die Haie als leicht favorisiert galten – rechnete man sich im Krefelder Lager durchaus gute Chancen auf den Titel aus. Schließlich konnte sich das Team im Verlauf der Play-offs immer weiter steigern und befand sich in Topform. Dies bestätigte sich zunächst auch. Der KEV konnte die Spiele 1 und 2 mit 5:2 und 3:2 für sich entscheiden. Der Titel war zum Greifen nah. Nur noch ein Sieg fehlte. Doch die mit dem Rücken zur Wand stehenden vom „Alpenvulkan“ Hans Zach trainierten Haie gaben sich noch nicht geschlagen und mobilisierten noch einmal alle Kräfte. In Spiel 3 + 4 konnten sich die Haie dann tatsächlich mit 3:2 und 3:2 n. V. durchsetzen. Die Pinguine wurden somit zu einem alles entscheidenden fünften Spiel in der Köln Arena gezwungen. In einem dramatischen Spiel siegten die Pinguine nach einem 0:1 Rückstand am Ende durch Tore von Günter Oswald, Christoph Brandner und Steffen Ziesche mit 3:1 über die Haie. Nach 1951 und 1952 bedeutete dies die dritte Deutsche Eishockey-Meisterschaft für Krefeld. Bereits kurz nach Spielschluß wurde ganz Krefeld in den Ausnahmezustand versetzt. Zehntausende feierten auf dem Theaterplatz, in den Straßen und Kneipen zusammen mit dem Team diesen grandiosen Triumph.

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