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Die Anfänge… …der Krefeld Pinguine

Zwei Teams: Profis und Amateure

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Die "German Canadiens"

Den damals immer populärer werdenden Eissport forcierte Willi Münstermann mit einer eingekauften Profimannschaft aus Kanada, den „German Canadiens“, später im Volksmund „Krefeld-Kanadier“ genannt. Für die Zusammenstellung des Teams engagierte Münstermann den kanadischen Nationaltrainer Bobby Hoffinger. Am 7. November 1936 schließlich verfolgten 8.000 Zuschauer das erste Spiel einer Krefelder Eishockeymannschaft. Gegner der Canadiens war der Berliner Schlittschuhklub, damals ein Spitzenclub in Deutschland. Das Spiel endete 0:0. Ein weiteres Spiel gegen Berlin wenige Tage später konnten die Canadiens mit 2:1 gewinnen.

Das Team eilte fortan von Sieg zu Sieg, füllte die Stadien des Deutschen Reiches und galt bald schon als nahezu unbezwingbar. Zahlreiche Gastspiele im Ausland brachten einerseits Geld zum Unterhalt des Teams und andererseits internationale Anerkennung. Die Canadiens konnte ihre enorme Spielstärke immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ein absoluter Höhepunkt war das Spiel gegen das WM-Team Kanadas, das vor 8.000 begeisterten Zuschauern 2:2 endete.

Die erste Amateurmannschaft des KEV

Neben seinem Profiteam aus Kanada förderte Willi Münstermann auch ein Amateurteam, aus dem sich der Krefelder Eislaufverein 1936 e.V. – kurz „KEV“ – bildete, der erste Eishockeyverein in Krefeld. Gespielt wurde zunächst mit einer durch zwei Kanadier der „German Canadiens“ verstärkten Amateurmannschaft. Kaum wurde eine Eishockeysaison in Krefeld gespielt, da war der KEV längst eine feste Größe und oftmals hing das Schild „Ausverkauft“ an den Stadiontoren. Nach zwei Jahren hatten die Krefelder so viel Zuspruch an eishockeybegeisterten Sportlern, daß man die „eingekauften“ Kanadier verabschieden konnte.

Doch die Entwicklung wurde schon bald jäh gestoppt: Der zweite Weltkrieg forderte auch in Krefeld seine Opfer, und so war der Eishockeysport in Krefeld plötzlich dem Ende nahe. Willi Münstermann war es aber, der das Eishockey in Krefeld erneut aus der Taufe hob. Unter der englischen Besatzungsmacht erreichte er die Renovierung des Stadions und schon 1946 wurde in Krefeld die Rheinische Meisterschaft ausgerichtet. Um den Aufbau einer neuen Mannschaft kümmerte sich der Ex-„German Canadien“ Frank Schwinghammer, der zu diesem Zweck sofort nach dem Krieg aus Kanada nach Krefeld zurückkehrte. Das war auch die Zeit, als sich mit dem KTSV Preußen Krefeld ein zweiter Krefelder Eishockeyverein gründete. Mit den fünfziger Jahren sollte eine glanzvolle Zeit des Krefelder Eishockeys beginnen.

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