Der Heimfluch hält an – 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:1) n.V. gegen Nürnberg

Der Heimfluch hält an – 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:1) n.V. gegen Nürnberg

Nach der ersten Auswärtsniederlage nach vier Siegen in Folge auf fremdem Eis, wollten die Krefeld Pinguine natürlich am heutigen Sonntagabend mit einem Heimsieg die Punkte zurückholen und den Anschluss an die Playoffränge wahren.

Dabei lag das Team vor der Partie nur vier Zähler hinter dem Gast aus Nürnberg auf Rang 6. Diesen Abstand wollten die Schwarz-Gelben natürlich auf einen Punkt verringern. Vor 4.041 Zuschauern, darunter ein prall gefüllter Gästeblock, da die Franken mit einem Sonderzug angereist waren, konnte Pinguine-Coach Franz Fritzmeier dieses Vorhaben einmal mehr mit dem vollen Kader angehen. Im Tor setzte er wie zuletzt zumeist in Heimspielen, auf Neuzugang Niklas Treutle, dem Andreas Jenike auf Seiten Nürnbergs gegenüberstand.
Die Partie war noch keine Minute alt, da tauchte plötzlich Steckel nach langem Pass völlig frei vor Krefelds Tor auf und verwandelte unhaltbar zur frühen Gästeführung. Nach dem frühen Schock aber übernahmen die Hausherren das Kommando. Die erste ganz große Ausgleichschance vergab in der 9. Pietta per Alleingang bei angezeigter Strafe. In der folgenden Überzahl gab es mehrere gute Chancen, im Netz aber zappelte die Scheibe nicht. In der 14. war es erneut Pietta, der, von Umicevic perfekt in Szene gesetzt, direkt abzog, doch Jenike hielt überragend. Eine Minute später dann aber wieder ein gefährlicher Konter der Gäste und bei angezeigter Strafe stocherte Möchel das Hartgummi in die Maschen. Die Pinguine aber blieben bissig und hatten in der 17. ihr zweites Powerplay. Und das nutzten sie! Rosa setzte intensiv nach und drückte einen Abpraller mit aller Macht ins Tor. So ging es mit 1:2 in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt war gut vier Minuten alt, da hatte Sonnenburg die nächste Großchance. Von Müller toll bedient zog der Blueliner ab und nagelte das Hartgummi an den Querbalken. Zwei Minuten später dann Glück für die Pinguine, als ein Treffer von Pfleger wegen Torraumabseits‘ zurecht nicht anerkannt wurde. Die Pinguine blieben so im Spiel und in der 35. Minute war es die starke Collins-Reihe, die für den Ausgleich verantwortlich zeichnete. Einen schönen Schuss von Sonnenburg konnte Jenike ebenso abwehren, wie den ersten Nachschuss von Schymainski, doch gegen Collins Versuch aus der Luft war er dann machtlos. Danach war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem zu diesem Zeitpunkt aber die Gäste die besseren Chancen hatten. So traf Jurcina in Überzahl den Pfosten. Doch es blieb beim 2:2 nach 40 Minuten.
Wenige Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da wollten die Pinguine-Fans schon jubeln. Pietta hatte sich einmal mehr stark durchgesetzt und Umicevic bedient, doch als dieser einschieben wollte, bekam er einen nicht geahndeten Stockschlag auf die Kelle und der Puck ging am Tor vorbei. Besser machte es dann in der 46. Müller. Einen Schlagschuss von Hanusch musste Jenike prallen lassen und der Torjäger drückte den Abpraller in die Maschen! Wenig später dann die nächste Topchance für Müller, der nach tollem Pass wunderbar direkt abzog, doch erneut war Jenike mit toller Parade zur Stelle. Die Führung gab den Pinguinen sichtlich Selbstvertrauen und sie hatten immer wieder gute Chancen. Doch auch Nürnberg blieb gefährlich und in der 53. Minute war es Segal, der einen Festerling-Schuss von der blauen Linie unhaltbar abfälschte. Danach wollten beide Teams den Sieg, doch es blieb wie auch in den letzten Heimspielen beim Unentschieden nach 60 Minuten. Dabei endete es in dramatischer Form, denn zwei Sekunden vor Ende traf Reinprecht den Pfosten!
Die Pinguine machten mächtig Druck und hatten gleich mehrere Topchancen. Doch dann antwortete Nürnberg. Erst traf Dupuis das Lattenkreuz, die Ice Tigers eroberten den Puck zurück und Reimer zog ab. Die Scheibe rutschte Treutle durch und rollte in die Maschen. Damit mussten die Pinguine zum vierten Mal in Folge eine Overtime auf heimischem Eis als Verlierer beenden.
Nun steht in der DEL die Deutschlandcup-Pause an, ehe es am 11.11. mit dem Heimspiel gegen Ingolstadt weiter geht.

Tore:
0:1 1. Steckel (Syvret)
0:2 15. Möchel (Jurcina)
1:217. Rosa (Mancari, Müller) PP
2:2 35. Collins (Schymainski, Sonnenburg)
3:2 46. Müller (Hanusch, Pietta)
3:3 53. Segal (Festerling, Buzas)

Strafen:
Krefeld: 8
Nürnberg: 6+10 Syvret

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