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Der erste Sieg: Pinguine besiegen Roosters 6:5 n. V.

Der erste Sieg: Pinguine besiegen Roosters 6:5 n. V.

Die Krefeld Pinguine gewinnen in der Verlängerung vor 4065 Zuschauern mit 6:5 (1:2; 3:2; 1:1; 1:0) gegen die Iserlohn Roosters.

Gegen die Sauerländer startete Patrick Klein im Tor, Martin Lefebvre und Kapitän Bruggisser in der Verteidigung sowie clever fit-Topscorer Daniel Pietta, Kirill Kabanov sowie Vinny Saponari. Wie schon im Heimspiel gegen Bremerhaven gelang ein schnelles Tor für den KEV: Nach 51 Sekunden traf Jakob Berglund zur Krefelder Führung. Von links kam der Puck in den Slot, viel mehr als den Schläger reinzuhalten musste Berglund nicht mehr.

Und der KEV machte weiter Druck: kurz nach der Führung verpasste Lefebvre nur knapp, auch Jordan Caron trägt sich in die Chancenliste ein. Nach Carons Chance rückte Krefeld aber zu weit auf und die Gäste nutzten den Platz für einen schnellen Konter, den Christoph Fischer mit dem 1:1 abschloss. Nebenbei ist dieser Treffer das 60.000 Hauptrundentor – in 25 Jahren DEL. In der 7. Minute hatten die Pinguine dann Glück: Iserlohn spielte die Scheibe tief ins Drittel, Patrick Klein war auf dem Weg zum Puck, doch aus der Bandenecke kam das Spielgerät in einem kuriosen Winkel vor das leere Krefelder Tor, fand dort aber keinen Abnehmer. In der Folge stand Krefelds Goalie gleich mehrmals im Mittelpunkt und parierte einige gute Schüsse der Gäste. Den gefährlichsten gab der Schütze zum Ausgleich Fischer ab, Klein parierte mit der rechten Schiene.

Zur Hälfte des ersten Drittels hatte Iserlohn mehr vom Spiel. Bis zur 12. Minute – dann verhinderte der berüchtigte „eine Pass zuviel“ die erneute Führung der Pinguine. Caron, Costello und Berglund spielten die Iserlohner Verteidigung schwindelig, der Puck fand aber nicht den Weg ins Tor. Kurz darauf bestraften die Gäste einen erneuten Sekundenschlaf des KEV. In der 14. Minute traf Marco Friedrich auf Zuspiel von Meister-Matsumoto zur Iserlohner Führung, mit der es auch in die Pause ging. Trotz eines Schussverhältnisses von 27:16 stand nach 20 Minuten ein Rückstand für den KEV auf der Anzeigetafel.

Auch das zweite Drittel brachte zwei schnell Tore. In der 25. Minute erhöhte Camara für die Roosters auf 3:1, nur 15 Sekunden später verkürzte der frühere Iserlohner Chad Costello jedoch auf 2:3. Mit der Rückhand ließ er Roosters-Goalie Mathias Lange keine Chance. Großer Jubel dann in der 27. Minute: Martin Schymainski drückte den Puck aus einem Gewühl im Torraum ins Netz, wegen Torhüterbehinderung winkten die Schiedsrichter den Treffer allerdings ab. Eine umstrittene Entscheidung, zeigten die Videobilder doch, dass ein Iserlohner Verteidiger seinen Goalie berührte.

Aber es gab trotzdem noch Tore im zweiten Drittel: Krefeld war nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Noonan gerade wieder komplett, da traf Iserlohns Kevin Schmidt zum 2:4. In der 34. schwächten sich die Iserlohner selbst. Nach einem Check gegen den Kopf musste Iserlohns Dieter Orendorz mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen. Leidtragender auf Krefelder Seite war Tim Miller, der mit einer blutenden Nase zunächst vom Eis musste. Nach diesem Foul lieferten sich Schymainski und Ewanyk Faustkämpfe mit Orendorz und Bergmann im Iserlohner Trikot – die Punktsiege gingen in beiden Fällen an den KEV. Als kurz danach auch noch Roosters Dylan Yeo auf die Strafbank musste, kamen die Pinguine zurück in die Partie. „Diese Szene war der Wendepunkt der Partie“, sagte KEV-Coach Reid nach dem Spiel. Zuerst fand Jordan Caron mit einem Schlagschuss aus dem rechten Bullykreis die Lücke und traf zum 3:4 – und noch vor Ende des zweiten Abschnitts war es Kirill Kabanov, der mit seinem ersten Heimtor der Saison in der 39. Minute immer noch in Überzahl den vielumjubelten Ausgleich erzielte.

Im letzten Drittel waren keine zwei Minuten absolviert, da gab es einen erneuten Nackenschlag für Krefeld. Evan Trupp brachte die Gäste abermals in Führung. Die Pinguine versuchten, Sicherheit ins Spiel zu bringen, was aber nur bedingt gelang. Ein ums andere Mal musste Patrick Klein sein Können unter Beweis zu stellen. Nach einer Phase mit wenigen guten Szenen beider Teams gab es 5 Minuten vor Ende einen Weckruf: der Puck lag im Iserlohner Tor und wieder gibt es Video-Beweis. Die Schiedsrichter kommen schnell wieder aufs Eis zurück: Jacob Berglund trifft zum zweiten Mal an diesem Abend. Iserlohns Goalie Mathias Lange ist zwar in der kurzen Ecke, der Puck rutscht trotzdem über die Linie. 5:5!

In der Schlussphase erspielten sich die Pinguine ein leichtes Übergewicht und hatten in den letzten 25 Sekunden gleich zweimal den Siegtreffer auf dem Schläger. Zunächst zieht Lefebvre aus der Verteidigerposition am langen Pfosten vorbei, Sekunden danach steht Pietta plötzlich blitzblank im Slot und auch er verzieht. Wie schon gegen Bremerhaven geht es in die Verlängerung.

Und die hat es wieder in sich. Zuerst scheitert Costello an der Latte des Iserlohner Tores, im Gegenzug verteitelt Klein den Gäste-Konter. Bruggisser und Pietta scheitern an Mathias Lange, Klein rettet gegen Matsumoto und dann die Erlösung! In der 63. Minute das Siegtor für die Pinguine:  Jacob Berglund mit seinem dritten Tor Spiels!

In der Pressekonferenz nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig: es war ein Spiel für die Fans, aber nicht für die Trainer. „Wenn man man auswärts fünf Tore schießt, muss man gewinnen“, sagte Iserlohns Coach Rob Daum. KEV-Trainer Brandon Reid verteilte Sonderlob an Greger Hanson: „Er hat heute sein erstes Spiel gemacht und war unser bester Spieler. Ich hoffe, dass dieser Sieg uns Selbstvertrauen gibt und wir vor allem in der Offensive konzentrierter werden.“

Für die Pinguine folgt am Sonntag um 16:30 Uhr gleich das nächste Heimspiel gegen Schwenningen -Tickets (ohne Anstehen) gibt es unter www.kevtickets.de!

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