Kategorien
Spielberichte

Die Krefeld Pinguine kehren zumindest mit einem Teilerfolg vom Auswärtsspiel bei Angstgegner Bremerhaven zurück. Beim 3:4 (0:2, 2:1, 1:0, 0:1) n.V. holte das Team einen zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand auf, hatte sogar beste Chancen auf den Dreier, unterlag dann aber in der Overtime.

Die Pinguine mussten erwartungsgemäß auf den gegen Schwenningen verletzten Topgoalie Oleg Shilin verzichten. Für ihn stand wie zu vermuten Sergey Belov zwischen den Pfosten. Da somit ein Spieler mit Ausländerlizenz auf die Tribüne musste, blieb Niclas Lucenius in Krefeld. Seinen Platz in der ersten Reihe nahm, etwas überraschend, Routinier Eduard Lewandowski ein. Belovs Gegenüber auf Seiten der Norddeutschen war Ben Maxwell, der schon in Krefeld die schwarz-gelben Stürmer zur Verzweiflung gebracht hatte.

Das Spiel war gerade eineinhalb Minuten alt, da lief die Scheibe bei einem schnellen Konter gut durch die Reihen und am Ende tauchte Robert Sabolic völlig frei vor Maxwell auf, setzte das Hartgummi aber knapp neben das Tor. Gut eine Minute später dann die erste Unterzahl. Das zweitbeste Heim-Powerplay der DEL baute viel Druck auf und zwang die Pinguine zur nächsten Strafe. Mit noch 19 Sekunden auf der Uhr hieß es damit Fünf gegen Drei. Das aber überstanden die Gäste ebenso, wie die folgende zweite einfache Unterzahl. Doch die Pinguine schafften es nicht, die Scheibe kontrolliert aus dem Drittel zu bringen. Bremerhaven warf sie zum Tor und Ziga Jeglic fälschte unhaltbar ab, so dass der Puck durch die Beine Belovs über die Linie trudelte (8.). Fast im Gegenzug dann aber auch die erste Strafe für die Gastgeber und die Pinguine machten viel Druck und hatten gleich mehrere gute Schüsse. Mehrfach brannte es lichterloh vor Maxwell, der aber zunächst die Oberhand behielt. So blieb die Gelegenheit trotz eines halben Dutzends guter Einschussmöglichkeiten ohne Torerfolg. Die Pinguine blieben in der Folge ihrer Auswärtstaktik treu, ließen defensiv kaum etwas zu und kamen mit schnellen Kontern immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber, verstanden es aber zunächst nicht, diese Gelegenheiten auch zu nutzen. Und das rächte sich in der 16. Wieder war es der Slowenen-Block, diesmal in Person von Miha Verlic, der den Pass von hinter dem Tor bekam und aus kurzer Distanz per Direktschuss zum 2:0 einschoss. Ein Resultat, das den Spielverlauf zwar nicht wirklich wiedergab, aber einfach ein Ergebnis der Effizienz der Hausherren war. Daran änderte sich auch in den verbleibenden Minuten bis zur Pause nichts mehr. So blieb es nach 20 Minuten beim 0:2 aus Gästesicht.

Durchgang Zwei sah dann Pinguine, die sichtbar bemüht waren, den Anschluss herzustellen, die aber in der 24. bei einem Zwei-auf-Eins-Konter der Gastgeber Glück hatten, dass die Scheibe knapp am Tor vorbei strich. Wenig später dann die dritte Strafzeit für Krefeld, wobei Jeremy Bracco eigentlich selbst zu Fall kam, dabei aber unglücklich in den Gegner schlitterte. Bremerhaven aber focht das nicht an. Mit einer schnellen Kombination kam der Puck zu Verlic, der die Scheibe nur zum Tor stach und diesen zum 3:0 in die Maschen setzte. Die Pinguine aber ließen sich nicht entmutigen und spielten weiter konsequent. Das zahlte sich in der 31. aus. Jesper Jensen-Aaabo schoss von der blauen Linie. Maxwell konnte nur prallen lassen und Lucas Lessio schlenzte den springenden Puck aus spitzem Winkel über den Schoner des Goalies hinweg zum Anschluss in die Maschen. Eine Minute später aber die nächste Topchance für Bremerhaven, doch Belov reagierte stark gegen Jan Urbas. Die Pinguine machten nun etwas auf und in der 34. war es erneut Urbas, der frei vor Belov auftauchte, diesen aber nicht überwinden konnte. Diese Aktion veredelte eine Minute später die Topformation. Über Jensen-Aabo und Lessio kam der Puck zu Lewandowski und der hielt kurz vor dem Tor nur die Kelle rein und setzte das Spielgerät zum 2:3 in die Maschen. Dieses Ergebnis war dann auch der Zwischenstand nach 40 Minuten.

Der Schlussdurchgang war gerade eine Minute alt, da bekamen die Pinguine ihre zweite Überzahl. Wieder lief die Scheibe sehr gut und es gab die große Chance, doch Jeremy Bracco setzte den Puck neben das Tor. So blieb es zunächst beim 2:3. Es war danach ein Spiel, in dem gute Chancen auf beiden Seiten Mangelware waren. Doch in der 49. zunächst die Gelegenheit für Alex Weiß. Er brachte den Puck zwar nicht im Tor unter, holte aber die Strafe heraus und so konnten die Mannen von Igor Zakharkin bei angezeigter Strafe mit Sechs gegen Fünf agieren. Zwei gute Gelegenheiten blieben ungenutzt, doch weiter kam Bremerhaven nicht an die Scheibe und so zog Alex Bergström ab und erneut Weiß drückte den Abpraller zum zwischenzeitlich sicher nicht unverdienten Ausgleich in die Maschen. Die Pinguine blieben jetzt dran und hatten eine Minute später die goldene Chance: Bracco verzögerte überragend, zog die ganze Verteidigung auf sich und legte dann auf Lessio, der sofort abzog, doch Maxwell war mit einem überragenden Schoner-Save zur Stelle und verhinderte, dass das Spiel komplett gedreht würde. Es war jetzt ein Spiel auf des Messers Schneide. Beide Teams kamen zu Chancen doch die Keeper hielten ihre jeweiligen Gehäuse sauber. Die ganz große Chance hatte dann zweieinhalb Minuten vor dem Ende erneut Lessio, als er zum Abpraller eines Gläßl-Schusses kam, diesen aber aus spitzem Winkel erneut nicht an der schnellen Schiene von Maxwell vorbei brachte. So blieb es nach 60 Minuten bei einem 3:3, das nach Hälfte der Spielzeit sicher nicht für möglich gehalten worden wäre. Die Verlängerung musste also die Entscheidung bringen.

Beide Teams waren sehr um Scheibenkontrolle bemüht und so war es eine Verlängerung, die eher wenige spektakuläre Momente brachte. Doch in der 63. zog Miha Verlic einfach mal ab und knallte das Hartgummi genau an den Innenpfosten, so dass es unhaltbar hinter Belov, dem auch die Sicht versperrt war, einschlug. Damit komplettiert der Slowene seinen Hattrick zum Sieg.

So blieb am Ende nur ein Punkt für die Pinguine, mit dem aber nach dem 0:3 nicht zu rechnen war. So darf dieser Zähler aus Krefelder Sicht durchaus als Erfolg gewertet werden, auch wenn, nach den Chancen im Schlussdurchgang, auch mehr drin gewesen wäre. Weiter geht es nun bereits am Donnerstag mit dem Heimauftritt gegen Nürnberg, dem letzten Spiel des Corona-Jahres 2021.

 

Strafen:

Bremerhaven: 6

Krefeld: 6

 

Tore:

1:0 8. Jeglic (Eminger)

2:0 16. Verlic (Jeglic, Dietz)

3:0 25. Verlic (Urbas, Trska) PP

3:1 31. Lessio (Jensen-Aabo, Lewandowski)

3:2 35. Lewandowski (Lessio, Bracco)

3:3 50. Weiß (Bergström) 6-5

3:4 63. Verlic (Alber, McGinn)

Kategorien
Spielberichte

Leider hatte der Weihnachtsmann nur noch Steine in seinem Sack, als er in der Yayla Arena am Sonntag Geschenke verteilte. Trotz eines zwischenzeitlichen Comebacks unterlag die Mannschaft mit 3:5 und verliert damit den Anschluss an die Playoffs-Plätze. Sorgen macht Oleg Shilin, der nach einer Kollision mit Tylor Spink gestützt vom Eis gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. So kam Mattias Bittner, der sich sein Debut sicherlich anders vorgestellt hat, für fast ein ganzes Drittel zum Einsatz. Bittner, der heute eigentlich zu einer U18-Maßnahme in der Schweiz gewesen wäre, stand nach der Absage dort, für uns spontan im Aufgebot.

Doch auch er konnte im ersten Drittel nur eine schwache Leistung seiner Mitspieler begutachten. Als dann auch noch eine Portion Pech dazu kam, stand es 0:1 aus Sicht der Hausherren. Aus einem harmlos anmutenden Schuss durch Ken Andre Olimb wurde durch den Umstand, dass Maxi Gläßl seinen Schlittschuh unglücklich in den Schuss drehte, der Führungstreffer für die Schwarzwälder.

Damit aber leider nicht genug. Keine drei Minuten später drängten die Wild Wings auf das zweite Tor. Erneut brachte Olimb den Puck zum Tor, Shilin konnte den flachen Schuss nur zur Seite abwehren, wo sich Verteidiger John Ramage davonschlich und den Abstauber im leeren Tor unterbringen konnte. Das 0:2 sollte auch gleichzeitig der Pausenstand sein.

Glücklicherweise fanden die Schwarz-Gelben im zweiten Drittel besser ins Spiel und konnten sich zurück kämpfen. Die Aufholjagd begann mit einem langen Pass von Alexander Bergström aus dem eigenen Drittel. Sein Empfänger: Robert Sabolic, der sich hinter die Verteidigung schlich und dadurch mit dem Puck am Schläger 30 Meter freies Eis vor sich hatte. Vorhand, Rückhand, Tor ­– keine Chance für Joacim Eriksson im Gehäuse der Weiß-Blauen.

Das Spiel nahm merklich an Fahrt auf und wurde zuweilen auch ruppiger. Strafen auf beiden Seiten, Stimmung auf der Tribüne und dann der verdiente Ausgleich! Über Lucas Lessio erreichte der Puck den Schläger von Jesper Jensen Aabo, der abzog und den vor dem Tor positionierten Anton Berlev so anspielte, dass dieser den Puck ins Tor zum 2:2 abfälschen konnte.

Und weil das Ganze so gut funktionierte machten die Jungs es gleich nochmal mit etwas anderen Protagonisten und in anderer Reihenfolge. Dieses Mal war Bergstöm der Spieler mit dem ersten Kontakt. Jensen Aabos Schuss von der Blauen wurde dieses Mal von Lucas Lessio im hohen Slot abgefälscht. Nach 39 Minuten stand es ergo 3:2.

Nach 40 Minuten leider wieder 3:3. Denn nach zwei groben Schnitzern im Aufbau kamen die Wild Wings zum Ausgleich. Die Spinks schlugen zu – Tylor setze seinen Bruder Tyson in Szene, der mit einem präzisen Schuss in die kurze Ecke Shilin keine Chance ließ.

Das letzte Drittel begann mit oben beschriebener Schrecksekunde. Bittner, der kalt in die Partie kam, musste zudem auch sofort eine Unterzahl-Situation bewältigen. Seine Vorderleute und er machten sich breit, blockten viele Schüsse und kämpften um jeden Zentimeter. Eine Taktik, die mit jeder Minute schwerer wurde. Powerplaychancen führten immer wieder für Entlastung, jedoch leider nicht zu einem Tor führte. Das fiel dann auf der anderen Seite in der 57. Minute.

Wieder waren die Spink-Zwillinge beteiligt. Über die beiden Kanadier landete der Puck auf dem Schläger William Webers am langen Pfosten. Der Verteidiger war mit aufgerückt und ließ Bittner im Tor keine Abwehrchance.

Die Schlussoffensive der Pinguine wurde dadurch begünstigt, dass Weber kurz darauf eine zwei Minuten-Strafe absitzen musste. Doch trotz 6-gegen-4 Powerplay mit leerem Tor, sollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Im Gegenteil – SWW-Kapitän Travis Turnbull sollte 33 Sekunden vor Schluss gar den Empty-Netter und die drei Punkte eintüten.

 

Strafen

KEV 10

SWW 12

 

Tore

0:1 (08:02) Olimb (Huss, Weber)

0:2 (10:52) Ramage (Görtz)

1:2 (23:52) Sabolic (Bergström, Sacher)

2:2 (31:14) Jensen Aabo (Berlev, Lessio)

3:2 (38:26)(PP) Lessio (Jensen Aabo, Bergström)

3:3 (39:36) Tyson Spink (Tylor Spink)

3:4 (56:41) Weber (Tylor Spink, Tyson Spink)

3:5 (559:27) Turnbull (Ramage)

Kategorien
Spielberichte

Die Krefeld Pinguine gehen mit einem Erfolg in die Weihnachtswoche. Bei Playoffkontrahent Straubing Tigers siegte das Team Ende mit 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Die Partie wurde, aufgrund der hohen Corona-Zahlen in Bayern, ohne Zuschauer ausgetragen. Die Pinguine konnten in Straubing entgegen einiger Meldungen wieder auf Topgoalie Oleg Shilin setzen. Der Deutsch-Russe war nach seinem Ausfall gegen die Eisbären wieder fit. So konnten auch die restlichen Transferkartenspieler bis auf den weiterhin angeschlagenen Patrik Hersley wieder mitspielen. Dadurch konnte das Team inklusive Toptalent Luca Hauf, der viel Eiszeit bekam, auf vier volle Reihen und sieben Verteidiger bauen. Im Tor der Tigers stand, wie schon in Krefeld, Tomi Karhunen.

Der erste Durchgang ah Pinguine, die zunächst vergleichsweise offensiv agierten, sich dann aber, wie aus Auswärtsspielen gewohnt, mehr und mehr zurückzogen. Einmal mehr machten sie die neutrale Zone und die eigene Blaue Linie sehr gut zu, um selbst auf Konter zu lauern. Die aber gab es in den ersten 20 Minuten kaum. Doch auch defensiv stand das Team extrem stabil und sattelfest und  ließ kaum nennenswerte Aktionen des besten Heimteams der Liga mit einem Punkteschnitt von mehr als zwei Zählern pro Partie auf eigenem Eis, zu. So lief die Uhr in einer intensiven aber vergleichsweise ereignisarmen Partie, der streckenweise anzumerken war, dass die Energie der Zuschauer fehlte, die die Teams normalerweise nach vorn treiben, stetig herunter und es stand nach 20 Minuten 1:1 unentschieden.

Der zweite Durchgang sah dann Tigers, die aggressiver agierten und in der 23. Minute Pech hatten, als Mike Connolly nur den Pfosten traf. Wenig später war Shilin stark zur Stelle. Doch in der 25. Minute dann die erste Überzahl der Partie und die gab es für die Pinguine. Schnell kamen die weiß gekleideten Gäste in die Aufstellung, ließen die Scheibe laufen und die kam zu Robert Sabolic, der sofort abzog und aus spitzem Winkel ins kurze Eck zur Krefelder Führung einschoss. Nur eine Minute später liefen Leon Niederberger und Laurin Braun ein Zwei-auf-Eins-Break, der Querpass aber sprang dem Kapitän übe die Kelle. In der 28. dann die nächste Topchance, doch Alex Bergström konnte einen Querpass nur mit langer Kelle kontrollieren und kam so zu dicht an Karhunen heran, so dass der Finne den Versuch des Schweden abwehrte. Im Gegenzug dann die erste Unterzahl für Schwarz-Gelb. Diese wurde nur 40 Sekunden später zu einem 3 gegen 5 und in dem ließen die Tigers die Scheibe schnell lauen. So kam sie zu Jason Akeson, der zog ab und traf durch die Beine von Shilin zum Ausgleich. Weiter blieben die Tigers in Überzahl und nur Sekunden später kam der Puck zu Travis St. Denis und der setzte das Spielgerät in den Winkel zum 2:1 für die Hausherren. Die Pinguine bekamen gut eine Minute später die nächste eigene Überzahl. Diese aber brachte keine Gelegenheiten, sondern das Break für die Tigers, bei dem Shilin aber parierte. Die Pinguine aber kontrollierten jetzt über weite Strecken gut die Scheibe, kamen aber nicht gefährlich zum Abschluss. Kurz vor der Pause dann die nächste Überzahl. Diesmal gab es durchaus Chancen. Speziell ein Schuss von Jesper Jensen-Aabo brachte Gefahr. Karhunen konnte den Schlagschuss nicht festhalten und so touchierte dieser noch den Pfosten.  Dennoch blieb es nach 40 Minuten beim 1:2 aus Gästesicht.

Die Pinguine kamen gut aus der Pause und hatten gleich einige gute Chancen, doch gleich drei Angreifer der Gäste fanden ihre Meister in Karhunen. Doch dann übernahm Torjäger Lucas Lessio die Verantwortung, tankte sich durch und mit etwas Glück rutschte der Puck unter dem Finnen hindurch zum durchaus nicht unverdienten Ausgleich über die Linie (44.). Die Pinguine waren jetzt in einem ausgeglichenen Spiel das etwas bessere Team mit etwas mehr Scheibenkontrolle. Doch die Tigers waren eiskalt. In der 50. Minute kam bei einem eigentlich unschuldig aussehenden Angriff die Scheibe in die Mitte, wo plötzlich Chasen Balisy freistand und zum 3:2 für die Gastgeber einschoss. Die Pinguine drängten auf den erneuten Ausgleich, doch Straubing hielt stark dagegen. Die Tigers konterten und kamen in der 54. durch Connolly und Akeson zur nächsten Gelegenheit, doch Letztgenannter lenkte das Hartgummi an den Pfosten. Zwei Minuten vor dem Ende dann die große Chance zum Ausgleich. Sabolic bekam den Pass im hohen Slot und kam per Rückhand zum Schuss,  doch der Puck strich Zentimeter am Tor vorbei. 37 Sekunden vor Ende ging Shilin vom Eis und das brachte Erfolg! In einer schnell Kombination über Bergström und Alex Weiß kam der Puck zu Anton Berlyov, der zog direkt ab und traf zum insgesamt verdienten Ausgleich 18 Sekunden vor dem Ende.

So ging es in die Overtime. In dieser zog Sabolic mit Autorität vor das Tor und wurde gehakt, so dass es die Überzahl für Krefeld gab. Igor Zakharkin nahm seine Auszeit und stellte sein Team auf die entscheidende Situation ein. Die Pinguine kontrollierten den Puck gut und die erste Topchance hatte Jeremy Bracco, der gleich zwei Verteidiger aussteigen ließ, doch Karhunen hielt seinen Versuch. Sekunden später scheiterte Braun am Pfosten, dann schlug Berlyov am langen Eck über die Scheibe. So blieb die Überzahl ohne Torerfolg. Weiter hatten die Pinguine Chance, doch ein Direktschuss von Lessio traf nur einen Straubinger Schläger. So ging es in den finalen Showdown: das Penaltyschießen.

Die Tigers begannen mit St. Denis, doch Shilin hielt. Für die Pinguine begann Sabolic und der verwandelte sehenswert mit einem Vorhand-Rückhand-Move und einem Schuss aus spitzem Winkel in die Maschen. Doch Akeson antwortete trocken zum Ausgleich für die Tigers. Bracco aber legte nach und zeigte eine Traumbewegung, mit der er Karhunen überhaupt keine Chance ließ und locker einschob. Shilin wehrte den letzten Straubinger Versuch von Taylor Leier ab und so ging der Zusatzpunkt mit an den Niederrhein.

Damit holten die Pinguine zwar nicht die drei Punkte gegen die Tigers, die diese vor einer Woche in Krefeld geholt hatten,  zurück, feierten aber den ersten Sieg gegen die Niederbayern nach zuvor neun Niederlagen in Folge. Das Team bleibt nun in Bayern und tritt am Donnerstag gegen die Augsburger Panther an.

 

Strafen:
Straubing: 8

Krefeld: 4

 

Tore:

0:1 26. Sabolic (Jensen-Aabo, Bracco) PP

1:1 30. Akeson (Manning, Connolly) PP2

2:1 30. St. Denis (Akeson, Connolly) PP

2:2 44. Lessio (Bracco, Kulda)

3:2 50. Balisy (Leier, Mulock)

3:3 60. Berlyov (Weiß, Bergström) 6-5

3:4 65. Bracco GWPS

Kategorien
Spielberichte

Das Spiel am Freitagabend stand unter keinem guten Stern. Neben Leon Niederberger, der krankheitsbedingt ausfallen sollte und den vier U20-Nationalspielern, verletzte sich beim Training zu allem Überfluss ausgerechnet Schlussmann Oleg Shilin. Der ohnehin schon reduzierte Sturm der Pinguine musste durch den Einsatz Sergey Belovs im Tor einen weiteren Mitstreiter ausschließen – es sollte Robert Sabolic treffen.

Es brauchte also eine perfekte Leistung und ein Quäntchen Glück, um gegen eine starke Mannschaft bestehen zu können. Leider fehlte den Pinguinen von Beginn an beides. 4,5 Minuten waren gespielt da entstand durch einen durch den Schiedsrichter hinter dem Tor abgefälschten Pass eine gefährliche Situation. Mark Zengerle profitierte und brachte den Puck vor das Tor zu Yannick Veilleux, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Puck unhaltbar im Tor unterbrachte.

Die Pinguine zeigten sich in der Folge unbeeindruckt und besinnten sich auf ihre Konterstärke. Selbst im Powerplay schaffte es Niclas Lucenius hinter die Verteidigung der Berliner zu kommen. Bedrängt von einem Berliner konnte er den Puck jedoch nicht an Mathias Niederberger im Tor unterbringen.

Im ausgeglichenen zweiten Drittel teilten sich beide Teams je einen Treffer. Sergey Belov im Tor, der angesichts mangelnder Spielpraxis ein stabiles Spiel mit einigen guten Saves zeigte, musste sich in der 22. Minute zum zweiten Mal geschlagen geben. Erneut war Veilleux mit einem Schuss beteiligt, der dieses Mal durch die Hosenträger Belovs rutschte. Sebastian Streu war der erste, dem dies auffiel und er schob den Puck über die Torlinie zum 0:2.

Die Schwarz-Gelben wollten eine Antwort geben und gaben diese in der 39. Minute. Nach einem Foul an Lucas Lessio spielten die Pinguine in Überzahl. Das Powerplay hatte kaum ihre Formation gefunden, da reagierte Jeremy Bracco hinter dem Tor blitzschnell und fand Lessio freistehend vor dem Tor. Der Kanadier zögerte ebenfalls nicht und konnte seine kleine Torflaute der letzten Spiele und Niederberger im Tor überwinden.

Doch die Verletzungen und der Mangel an Personal setzte der Mannschaft im Schlussabschnitt doch merklich zu. Zum zweiten Mal hintereinander verloren die Seidenstädter das letzte Drittel mit 0:3. Die Reihe um Ex-Pinguin Kevin Clark, Ex-NHL-Veteran Frans Nielsen und Matt White sollte hier zusätzlich den Unterschied machen. Das 1:3 durch Nielsen in der 45. Minute in Berliner Überzahl sollte die Vorentscheidung sein. Matt White erhöhte nach Zuspielen von Nielsen und Clark, bei beiden Toren, in der 55. Und 58. Minute auf 1:4 und den 1:5-Endstand.

 

Strafen

KEV 6

EBB 8

 

Tore

0:1 5. Veilleux (Zengerle)

0:2 22. Streu (Veilleux, Fiore)

1:2 39. (PP) Lessio (Bracco, Bergström)

1:3 45. (PP) Nielsen (Wissmann, White

1:4 55. White (Clark, Nielsen)

1:5 58. White (Nielsen, Clark)

Kategorien
Spielberichte

Die Punkte-Serie der Krefeld Pinguine ist zu Ende. Am Sonntagnachmittag unterlag das Team den insgesamt clevereren Straubing Tigers mit 1:5 (0:2, 1:0, 0:3). Die Niederlage ist besonders bitte, da die Tigers ein direkter Konkurrent um die Playoffs sind. Bitter vor allem, dass das Team viele Überzahlchancen bekam, diese aber nicht zu nutzen verstand. Ihre Abschiedsvorstellung vor der rund zweiwöchigen Reise zur U-20-WM gaben die drei Youngster Nikita Quapp, der auf der Bank saß, Alex Blank und Justin Volek. Die Pinguine gingen nach den vergangenen Erfolgen und fünf Spielen, aus denen sie Zählbares mitnahmen (vier Siege) in Folge voller Selbstvertrauen in die Begegnung. Im Tor setzte Pinguine-Trainer Igor Zakharkin einmal mehr auf Oleg Shilin, der jüngst in Schwenningen einmal mehr die gegnerischen Stürmer verzweifeln ließ. Sein Gegenüber auf Seiten der Niederbayern war Tomi Karhunen.

Die Pinguine begannen gut und hatten gleich in den ersten beiden Wechseln gute Chancen durch Lucas Lessio und Alex Weiß, die aber beide an Karhunen scheiterten. Insgesamt aber entwickelte sich ein flottes Spiel, dem aber auf beiden Seiten klare Chancen fehlten. Gerade die Pinguine standen in der eigenen Zone extrem sicher und ließen nichts zu. Die bis dato beste Chance der Partie hatte in der zehnten Minute Anton Berlyov, der, freistehend vor dem Tor, noch einmal quer zu legen versuchte. Der Pass aber wurde abgefangen. Die Pinguine holten den Puck zurück und Sekunden später kam Arturs Kulda in gute Schussposition. Er wählte einen Schuss-Pass ans lange Eck, wo Laurin Braun bereit stand, den Puck aber beim Tip-in-Versuch um Millimeter verfehlte. Ein Konter der Tigers in der zwölften Minute führte dann zur ersten Unterzahl der Schwarz-Gelben. Zunächst spielten sie es sehr gut, doch 17 Sekunden vor Ablauf sprang ein Abpraller genau auf die Kelle von Taylor Leier und der zog ab und Shilin konnte den Puck mit einem Hechtsprung nicht mehr ganz erreichen, so dass er zur eher schmeichelhaften Gästeführung einschlug. Wenig später aber sogar fast das 0:2, doch Shilin hielt stark gegen Kael Mouillerat, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Insgesamt aber blieben die Pinguine auch weiterhin das spielbestimmende Team und in der 18. lenkte Karhunen einen Schuss von Mirco Sacher gerade noch um den Pfosten. Straubing aber konterte erneut eiskalt. Eine Minute später setzte sich Jason Akeson über die linke Seite durch und passte hart in die Mitte, wo Ian Scheid einfach nur den Schläger hinhielt und zum 0:2 einnetzte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

Glück hatten die Gastgeber dann in der 23., als ein abgefälschter Schuss an Shilin, aber auch ganz knapp am Tor vorbei trudelte. Im Gegenzug scheiterte Berlyov freistehend an Karhunen. Insgesamt aber zeigte sich Straubing nach dem zweiten Treffer aktiver und hatte in der 26. die nächste Topchance, doch Akeson verzog, als er am langen Eck frei an die Scheibe kam. Augenblicke später dann das erste Krefelder Powerplay. In diesem kam nach wenigen Sekunden Braun frei zum Schuss, Karhunen war aber noch leicht an der Scheibe. Dann kam Niclas Lucenius frei vor dem Tor zu Fall, der Puck aber rutschte in den Torraum, wo Alex Weiß knapp verpasste. Jesper Jensen-Aabo, Robert Sabolic und Jeremy Bracco hatten weitere gute Chancen, die aber keinen Erfolg brachten. So blieb die Strafe ungenutzt. Die Pinguine aber blieben dran und in der 32. war es so weit: Maxi Gläßl hielt an der blauen Linie die Scheibe gut in Drittel und bediente sofort Alex Weiß, der frei vor Karhunen stand und diesem mit einem schnellen Schuss auf die Fanghandseite keine Chance ließ. Eine Minute später dann fast der Ausgleich, doch Braun zog bei einem 2-auf-1 die Scheibe knapp am Torwinkel vorbei. Weiter blieben die Mannen von Igor Zakharkin dran und holten eine weitere Zeigerumdrehung später die nächste Strafzeit heraus. Wieder lief die Scheibe gut, es fehlte aber erneut der krönende Abschluss. Eine Minute vor Drittelende tauchte plötzlich Berlyov völlig frei vor Karhunen auf, war aber etwas zu dicht vor dem Tor, so dass er kaum Raum hatte, die Scheibe gefährlich auf selbiges zu bringen. Er holte den Puck aber zurück und mit einem schönen Solo die nächste Überzahl heraus. Die aber brachte in den ersten 48 Sekunden bis zur Pause nichts Zählbares. So blieb es nach 40 Minuten beim 1:2.

Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Pinguine folglich noch 1:12 Überzahl auf frischem Eis. Diese aber brachte nur einen Schuss von Robert Sabolic, der aber zu zentral kam. Anders die Tigers: Gerade komplett kamen sie zu einer Doppelchance und beim folgenden Bully zog Andreas Eder ab und traf durch die Beine des überraschten Shilin zum 1:3. Das Tor war ein Wirkungstreffer für die Pinguine, die sich nun im eigenen Drittel einschnüren und vier, fünf höchst gefährliche Abschlüsse der Gäste zuließen. Doch mit Glück und einem guten Shilin blieben diese ohne Folgen. Es folgte die vierte Überzahl der Partie ab der 45. Wieder lief die Scheibe gut und Thomas Valkvae Olsen hämmerte den Puck an den Pfosten. Die Pinguine machten weiter Druck und mit noch 55 Sekunden auf der Uhr bekamen die Tigers eine weitere Strafe. Die doppelte Überzahl aber brachte keinen Torerfolg, da Arturs Kulda und Sabolic scheiterten. Der vierte Straubinger war gerade wieder da, da blieb Berlyov nach einem Bully liegen. Die Gastgeber reklamierten auf Stockstich, die Schiedsrichter aber entschieden nach langer Beratung auf keine Strafe. So überstand der Gast die für ihn gefährliche Situation, nachdem Karhunen zweimal gegen Braun hielt. Die Pinguine bekamen nun einen weiteren Gegner in der Uhr und hatten in der 49. Glück, als Travis St. Denis freistehend nur den Pfosten traf. Sie ließen ein weiteres Powerplay ungenutzt und wieder schlug der Gast eiskalt zu. In der 53. fing Scheid einen Pass in der neutralen Zone ab und passte auf Eder, der mit einem trockenen Schuss auf die Stockhandseite das 4:1 und damit die Vorentscheidung erzielte. Bei den Pinguinen kam jetzt Frust hinzu und so holte sich Lucenius die erst zweite Strafe der Partie für seine Farben ab. In Unterzahl fuhren Alex Bergström und Leon Niederberger einen gefährlichen Konter, doch beide kamen mit gefährlichen Versuchen nicht an Karhunen vorbei. Die Unterzahl blieb zwar folgenlos, doch in der 57. kamen die Tigers erneut gefährlich vor Shilin und im Nachschuss war es erneut Leier, der zum 1:5 einschoss. Damit war die Begegnung natürlich endgültig entschieden. Es war auch der Endstand an einem aus Krefelder Sicht insgesamt enttäuschenden Nachmittag.

Damit mussten die Pinguine eine bittere Niederlage einstecken und verloren Platz 10 an die Tigers. Spielentscheidend war ohne Frage die Schwäche in Überzahl, wo gleich sechs Gelegenheiten ungenutzt blieben, während Straubing ein Tor bei zwei Versuchen verbuchte. Außerdem war der Gast im Abschluss schlicht effektiver. Für die Pinguine geht es nun am Freitag mit dem Heimspiel gegen den amtierenden Meister, die Eisbären Berlin, weiter.

 

Strafen:

Krefeld: 4

Straubing: 12

 

Tore:

0:1 15. Leier (Brandt) PP

0:2 19. Scheid (Leier, Akeson)

1:2 32. Weiß (Gläßl, Sabolic)

1:3 42. Eder (Lampl, Mulock)

1:4 53. Eder (Scheid)

1:5 57. Leier (Balisy)

Kategorien
Spielberichte

Ein traumhafter Penalty von Alexander Bergström sicherte den Pinguinen nach einem engen und dramatischen Spiel in Schwenningen einen wichtigen 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen. Dabei hieß der Sieggarant einmal mehr Oleg Shilin, der den fünften Auswärtssieg in Serie mit starken Paraden sicherte. Nach dem Erfolg in Bietigheim fuhren die Pinguine nur vier Tage später wieder in Richtung Schwaben und traten bei den Schwarzwäldern an, die tabellarisch ebenfalls zu den direkten Konkurrenten zählen. Die Pinguine konnten dabei bis auf Patrik Hersley aus dem Vollen schöpfen und bauten im Tor wie erwähnt erneut auf Topgoalie Shilin. Der sah sich im Duell des Zweiten gegen den Dritten in der Fangquote dem nicht minder starken Joacim Eriksson gegenüber.
Die Partie begann durchaus ausgeglichen, während die Wild Wings das Spiel machten, ließen die Pinguine wenige klare Gelegenheiten zu und setzten selbst, wie auswärts zumeist, auf ihre schnellen Spieler und starken Konter. Das brachte Gelegenheiten wie für Lucas Lessio (6.) oder Robert Sabolic (8.), die aber bei ihren Versuchen jeweils an Eriksson scheiterten. Doch auch die Gastgeber hatten Chancen, bei denen aber Shilin stets sicher zur Stelle war. Das änderte sich jedoch in der zehnten Minute. Die Wild Wings gewannen ein Bully klar und Alexander Karachun zog direkt ab und traf verdeckt in den Winkel zur Führung der Hausherren. Direkt im folgenden Angriff dann aber die Strafe der Schwarzwälder und damit die Gelegenheit zum schnellen Ausgleich. Die Pinguine ließen die Scheibe stark laufen und hatten durch Thomas Valkvae Olsen und Bergström gute Chancen. Dann bekam Topscorer Jeremy Bracco am langen Eck an die Scheibe, zog schnell ab, doch der Schwede im Tor der Gastgeber war mit einer überragenden Parade zur Stelle. So blieb die Überzahl ungenutzt und wenig später bekamen auch die Schwenninger ihr erstes Powerplay, bei dem gleich Shilin einen starken Schoner-Save zeigte. Die Schlusssekunden brachten dann noch einmal Dramatik. Erst musste Frederik Tiffels für Shilin retten, der die Scheibe verlor. Im Konter brachte Alex Weiß die Scheibe bei einem 2-auf-1 nicht aufs Tor und so ging es mit 0:1 in die erste Pause.
Durchgang Zwei sah dann ein eher zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten. Klare Kombinationen waren Mangelware. Beide Teams arbeiteten stark gegen die Scheibe, verstanden es aber nicht, sich kreativ in Szene zu setzen. Kritisch wurde es dann erstmals in der 25., als Johannes Huss Shilin prüfte, den Abpraller aufnahm und um das Tor fuhr, doch die Verteidigung half ihrem Goalie, der aus der Position war, und brachte die Scheibe weg. Die Wild Wings drängten jetzt auf den zweiten Treffer und in der 27. war es einmal mehr der erneut überragende Shilin, der gleich zweimal gegen Tylor Spink parierte. Es folgte die zweite Überzahl der Gäste, die aber erneut keinen Torerfolg brachte. Die Pinguine aber waren jetzt besser im Spiel und in der 34. Minute zog Mirco Sacher nach einem gewonnen Bully ab. Vor dem Tor sprang die Scheibe an den Schlittschuh von Edi Lewandowski und trudelte zum Ausgleich über die Linie. Eine direkt folgende Unterzahl überstand das Team bombensicher und gaben keinen Schuss, geschweige denn eine Torchance, ab. Kaum waren sie komplett, da schalteten sie schnell um, Anton Berlyov, der nach seiner Torpremiere in Bietigheim sichtbar Selbstvertrauen gesammelt hatte, setzte sich stark durch und legte mit einem starken Spin-Move die Scheibe in die Mitte, wo Kapitän Laurin Braun die Kelle hinhielt und den Puck zur umjubelten Führung über die Linie drückte. Die Pinguine nutzte den Schwung und hatten Sekunden vor der Pause die nächste gute Chance durch Lessio, aber Eriksson hielt. So ging es mit einer 2:1-Führung zum zweiten Mal in die Kabinen.
Der Schlussdurchgang sah dann früh eine Überzahl der Pinguine. Erneut lief die Scheibe gut, doch bei drei gefährlichen Abschlüssen war Eriksson zur Stelle. So blieb die Chance, auf zwei Treffer davon zu ziehen, ungenutzt. Das rächte sich nur eine Minute später. Wieder gewannen die Schwaben ein Offensivbully, die Scheibe kam zu Spink und der zog, komplett freistehend, direkt ab und traf zum Ausgleich (43.). Wenige Sekunden später aber die nächste Überzahl für Krefeld. Wieder lief die Scheibe gut durch die Reihen, wieder gab es mehrere Topchancen, doch erneut stand Eriksson ein ums andere Mal im Weg. So blieb es bei null Toren in Überzahl, was aber auch auf der Gegenseite galt, denn die Pinguine überstanden auch eine weitere Unterzahl unbeschadet. Die nächste große Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, bekamen die Pinguine dann in der 53 Minute. Johannes Huss leistete sich einen Crosscheck zum Kopf von Anton Berlyov, der sich zuvor eines hohen Stocks schuldig gemacht hatte. So bekam der Krefelder zwei, der Schwenninger Spieler aber fünf plus Spieldauer und die Gäste damit mit etwas Anlauf ein dreiminütiges Powerplay. Dieses aber blieb, trotz erneut viel Scheibenkontrolle, erneut ungenutzt. Die größte Chance hatte, als Schwenningen gerade komplett war, Lessio, doch erneut hieß der Sieger Eriksson. So blieb es nach 60 Minuten beim 2:2 und damit ging es in die Overtime.
In dieser hatten die Wild Wings die erste Topchance, doch Shilin war gegen Schuss und Nachschuss bei einem 2-auf-1 überragend zur Stelle. Die Schwaben waren das etwas aktivere Team, doch zwei Minuten vor dem Ende tauchte Thomas Valkvae Olsen frei vor Eriksson auf, aber der Schwede blieb Sieger über den Norweger. So ging es ins Penaltyschießen.
Shilin hielt ebenso gegen Tomas Zaborski wie Eriksson gegen Lewandowski. Karachun verlor die Scheibe und auch Bracco scheiterte. Ken-Andre Olimb fand seinen Meister in Shilin. So hatte Bergström den Sieg auf dem Schläger, doch wieder war Eriksson nicht zu überwinden. Bracco setzte den Puck knapp neben das Tor, doch Travis Turnbull tat es ihm gleich. Bergström bekam dann seinen zweiten Versuch und zeigte einen überragenden Penalty, mit dem er seinen Landsmann verlud und perfekt einschob. Da Spink seinen Versuch ans Aluminium setzte, nahmen die Pinguine am Ende zwei Zähler mit an den Niederrhein.
Damit festigte das Team seine Position in den Playoffrängen und kann nun zwei Tage ausruhen, ehe am Sonntag die Straubing Tigers zu Gast in der Yayla-Arena sind.

Strafen:
Schwenningen: 13+Spieldauer Huss
Krefeld: 8

Tore:
1:0 10. Karatschun (Spink)
1:1 34. Lewandowski (Sacher, Jensen-Aabo)
1:2 38. Braun (Berlyov, Valkvae Olsen)
2:2 44. Spink (Ramage)
2:3 65 Bergström GWPS

Kategorien
Spielberichte

Eine leider zu gewohnt gewordene Stimmung umhüllte das Spiel der Krefeld Pinguine und der Bietigheim Steelers. Aufgrund der verschärften Regeln der Corona-Verordnung musste das Spiel vor leeren Rängen stattfinden. Am Ende waren es die Pinguine, die sich von einem Rückstand erholen und einen wichtigen Auswärtssieg eintüten konnten.

Das erste Drittel war fest in der Hand der beiden Torleute Sami Aittokallio auf Seite Bietigheims und des wieder zurückgekehrten Oleg Shilin im Tor der Seidenstädter. So konnte Shilin früh den Führungstreffer durch den Ex-Düsseldorfer Alexander Preibisch in der 4. Minute verhindern, Aittokallio wenige Sekunden später den Gegentreffer auf anderer Seite als Anton Berlev frei vor dem Tor auftauchte.

In der 19. Minute erzielten die Hausherren jedoch doch noch die Führung. Nach einem Aufteilungs-Fehler in der Verteidigungszone der Pinguine stand Riley Sheen plötzlich völlig frei für einen One-Timer und ließ sich nicht zwei Mal bitten – die 1:0 Pausenführung.

Doch die Pinguine reagierten couragiert. In der 25. Minute bediente Jeremy Bracco Jesper Jensen Aabo mit einem schönen Doppelpass. Der Däne überwindete Aittokallio auf der Fanghandseite und sorgte damit für den Ausgleich. Weitere Chancen verpufften bei den beiden Schlussmännern und durch das Unentschieden war der Tisch gedackt für einen spannenden Final-Abschnitt.

Dieser sollte wieder den Pinguinen gehören. Die Steelers sollten zwar noch zu einigen Torchancen kommen, die beste durch Rene Schoofs in der 45. Minute, als er einen Patzer der Krefelder Verteidigung nutze, jedoch am besonnenen Shilin scheiterte.

In der 49. Minute brachten sich die Schwarz-Gelben selbst auf die Gewinnerstraße. Nach einer Druckphase spielte Jensen Aabo den Puck zu Jeremy Bracco, der wiederum den Verkehr vor dem Tor nutzte, um einen Handgelenkschuss Richtung Tor zu bringen. Auf dem Weg dorthin fälschte Niclas Lucenius das Spielgerät unhaltbar zum 2:1-Führungstreffer ab.

Bietigheim wirkte anschließend etwas rat- und ideenlos, gab sich jedoch auch noch nicht geschlagen. Doch mit er offensiveren Ausrichtung ergaben sich größere Lücken, die die Pinguine zur Vorentscheidung ausnutzten. Es war das Premieren-Tor für Anton Berlev, der sich hinter Jalen Smerek davonschlich und perfekt von Thomas Valkvae Olsen in Szene gesetzt wurde und den Puck nur noch ins Tor abtropfen lassen musste.

Mit nur noch drei Minuten auf der Uhr war es eben jener Thomas Valkvae Olsen, der mit einem Empty-Net-Tor den 4:1-Auswärtssieg der Pinguine komplettierte.

 

Srafen

SCB 4

KEV 2

 

Tore

1:0 19. Sheen (Stretch, Renner)

1:1 25. Jensen Aabo (Bracco, Braun)

1:2 49. Lucenius (Bracco, Jensen Aabo)

1:3 55. Berlev (Valkvae Olsen, Gläßl)

1:4 57. (EN) Valvae Olsen (Braun, Gläßl)

Kategorien
Spielberichte

Am Ende hat es nicht sollen sein, mit dem dritten Sieg in Folge. In einem hart umkämpften Spiel setzte sich der ERC Ingolstadt bei den Krefeld Pinguinen mit 4:5 n.V. durch. Matchwinner wurde Chris Bourque, der den entscheidenden Penalty bereits in der Verlängerung erzielte.

Das erste Drittel verlief aus Sicht der Pinguine offensiv optimal. Bereits in der 3. Minute begann das torreiche Spiel mit einer feinen Kombination zweier Verteidiger. Mirko Sacher und Jesper Jensen Aabo bewiesen Stürmerqualitäten und legten sich den Puck zum 1:0 auf. Der Däne war der Torschütze.

Doch die Panther ließen sich auf einen munteren Schlagabtausch ein. Optisch mit weniger Spielanteilen kamen sie trotzdem mehr als einmal gefährlich vor das Tor von Nikita Quapp und erzielten in der 7. Minute den Ausgleichstreffer durch Justin Feser, der mit insgesamt drei Toren in diesem Spiel noch zum spielentscheidenden Akteur werden sollte.

Das Hin-und-Her sollte in der 12. Minute weitergehen, als sich Philipp Mass zum ersten Mal in seiner Karriere als Torschütze auf einen DEL-Spielberichtsbogen eintragen durfte. Aus einem abgefangenen Pass heraus nahm er sich ein Herz und schoss die Scheibe über die Fanghand des Ingolstädter Neuzugangs Danny Taylor ins Gehäuse der Gäste. Die Freude über den Treffer war jedoch nur von kurzer Dauer. Denn bereits zwei Minuten später stellte Feser erneut den Ausgleich her.

Damit war der erste Abschnitt aber noch immer nicht abgehakt. Nach einer starken Druckperiode zum Ende des Drittels, kam der Puck über Sacher zu Alexander Bergström, der die Scheibe an Taylor vorbei im Gehäuse unterbrachte. Auf der Uhr waren zu diesem Zeitpunkt nur nach sieben Sekunden.

Das fulminante Auftaktdrittel sollte sich aber nicht wiederholen. Körperbetonter und mit mehr Strafzeiten verflachte das Spiel im Mittelabschnitt ein wenig. Chancen gab es jedoch weiterhin. Youngster Alex Blank erhöhte in der 31. Minute nach einem ansehnlichen Pass Edi Lewandowskis sogar auf 4:2 ehe das Spiel der Pinguine auseinanderbrach und Ingolstadt besser ins Spiel fand.

Ausgerechnet ein Wechselfehler sorgte für ein Powerplay, das die Ingolstädter wieder zurückbrachte. Louis-Marc Aubrie auf Zuspiel von Chris Bourque und David Warsofsky – 4:3 der Pausenstand.

Im Schlussabschnitt gab es nicht vieles, für dieses Spiel Ungewöhnliches. Weiterhin spielten sich beide Mannschaften gute Chancen heraus und verteidigten stabil. Erst ein versprungener Puck in eigener Überzahl sollte den Pinguinen zum Verhängnis werden. Justin Feser nutze den Tempo-Überschuss, den er gegen Jensen Aabo hatte und erzielte den 4:4-Ausgleich in Unterzahl. Weil Niederberger die Chance zum Buzzer-Beater in der letzten Sekunde ausließ, ging es in die Verlängerung.

Dort wurde munter taktiert und ein überlegtes 3-gegen-3-Spiel entwickelte sich. Dominik Tiffels nahm sich ein Herz und stürmte nach vorne, Taylor stoppte seinen Versuch und leitete selbst den Konter ein. Am Ende des Konters stand Warsofsky, der vom zurückgeeilten Tiffels nur noch mit – aus Sicht der Unparteiischen – unfairen Mitteln gestoppt werden konnte. Chris Bourque trat zum Penalty an und verwandelte gegen Nikita Quapp zum 4:5 Entstand.

 

Strafen

KEV 10

ERC 10

 

Tore

1:0 3. Jensen Aabo (Sacher, Sabolic)

1:1 7. Feser (Bodie, Storm)

2:1 12. Mass

2:2 14. Feser (Storm, Marschall)

3:2 20. Bergström (Sacher)

4:2 31. Blank (Lewandowski, Sacher)

4:3 33. (PP) Aubrie (Bourque, Warsofsky)

4:4 45. (SH) Feser

4:5 64. (PS) Bourque

Kategorien
Spielberichte

Die Krefeld Pinguine haben das zweite Derby gegen die DEG mit einer souveränen Leistung und zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewonnen. Vor 5.109 restlos begeisterten Zuschauern in der Yayla-Arne ließ das Team den Gästen beim 6:3 (3:0, 3:2, 0:1) keine Chance. Bereits zur Hälfte der Begegnung war diese bei 6:0 entschieden. Nach dem überraschenden und mit überragendem Kampfgeist und nicht minder starker Moral errungenen Penalty-Sieg in München gingen die Pinguine mit frisch gestärktem Selbstvertrauen in das zweite Heim-Derby gegen Düsseldorf in dieser Spielzeit. Trainer Igor Zakharkin hatte vor allem bei den Spielern mit Ausländerlizenz einmal mehr die Qual der Wahl. Diesmal setzte Verteidiger Patrik Hersley aus. Verzichten mussten die Coaches weiter auf Laurin Braun. Sonst meldeten die Pinguine: „Alle Mann an Bord“. Im Tor begann wie fast immer in den vergangenen Wochen Oleg Shilin, dem neu-Nationalspieler Hendrik Hane gegenüberstand.
Die Pinguine ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer das Spiel gewinnen sollte, begannen das Spiel aggressiv und bekamen gleich früh in der dritten Minute eine Überzahl. Zunächst kam Jesper Jensen-Aabo frei zum Schuss. Ex-Pinguin Brett Olson blockte den Versuch und blieb verletzt auf dem Eis liegen. Er ging direkt zur Behandlung in die Kabine. Die Pinguine aber blieben am Drücker und mit 44 Sekunden Überzahl auf der Uhr zog Robert Sabolic knallhart ab und traf zur umjubelten Pinguine-Führung ins lange Eck. Die Topchance, die Führung zu verdoppeln hatte in der 9. Minute Niklas Lucenius, doch er schlug, von Leon Niederberger traumhaft freigespielt, am völlig freien langen Eck über die Scheibe. Die nächste Krefelder Topchance hatte in der 13. Minute Alex Weiß, der, schön freigespielt, die Scheibe an den Pfosten setzte. Auf der Gegenseite kam die DEG nur zu wenigen gefährlichen Abschlüssen, bei denen Shilin stets sicher zur Stelle war. Die Hausherren aber blieben extrem aggressiv und in der 18. Minute war es so weit. Justin Volek schickte Edi Lewandowski mit einem schönen Pass, der setzte sich im Alleingang gegen zwei Verteidiger durch und verwandelte schließlich durch die Beine von Hane zum 2:0. Eine Minute später tauchte der inzwischen zurückgekehrte Olson allein vor Shilin auf, doch der Deutsch-Russe parierte mit einem Hechtsprung in Fußballtorwart-Manier. Das war es aber noch nicht für das Drittel. Sekunden vor der Pause gewannen die Pinguine ein Bully im eigenen Drittel. Mirco Sacher schnappte sich die Scheibe, ging über das ganze Feld, zog vor das Tor und wuchtete die Scheibe vorbei an Hane zum 3:0-Pausenstand in die Maschen.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Gast stärker und mehrfach musste Shilin eingreifen, tat das aber immer wieder sicher, wie in der 23. gegen Carter Proft. Sekunden später war der Düsseldorfer erneut aus gefährlicher Situation zur Stelle, doch Sacher hechtete in die Scheibe und blockte den Versuch. Die Pinguine aber konterten eiskalt. In der 26. Minute sorgten sie für gute Zirkulation im DEG-Drittel und am Ende hatte Sacher freie Schussbahn, er täuschte an, bediente dann aber am langen Eck Lewandowski und der schob zum Doppelpack ein. Weiter drängten jetzt die Pinguine auf das nächste Tor und in der 30. war es fast so weit, doch Lucas Lessio fälschte einen harte Hereingabe von Jeremy Bracco knapp neben das Tor ab. Die zweite Überzahl gab es dann ab der 31. Minute. Und diesmal dauerte es nur 24 Sekunden, dann kam ein Pass von hinter dem Tor zu Alex Bergström. Der Schwede zog sofort ab und setzte das Hartgummi am Ohr von Hane vorbei unter die Latte. Und weiter gaben die Gastgeber nicht nach, zirkulierten den Puck im DEG-Drittel und am Ende kam Maxi Gläßl zum Schuss und traf in den Winkel zum 6:0, das auch in dieser Höhe absolut verdient war. Hane verließ nun das Tor für Mirko Pantkowski. Im Gegenzug allerdings bekam die Feierstimmung einen kurzen Dämpfer, als Stephen Macauley zum 6:1 einschoss. Die Pinguine aber blieben am Drücker und hatten Sekunden später die nächste Gute Chance durch Thomas Volkvae Olsen, doch Pantkowski hielt. In der 36. dann allerdings die erste Unterzahl für Krefeld. Die Pinguine kamen zu einem 2-auf-1-Konter, der aber nicht sauber zu Ende gespielt wurde. So kam der Gast seinerseits zum Gegenangriff und Cedric Schiemenz kam zum Schuss. Shilin war da, doch die Scheibe prallte von seinem Schoner ans Bein eines Verteidigers und trudelte über die Linie. Eine zweite Unterzahl überstanden die Pinguine sicher und so ging es mit einem komfortablen 6:2 in die zweite Pause.
Der Schlussdurchgang begann dann ereignisarm. Beide Teams schienen sich mit dem Ergebnis angefreundet beziehungsweise abgefunden zu haben. So kam es kaum zu großen Gelegenheiten vor beiden Toren. In der 48. dann aber fast das erste DEL-Tor des aufgerückten Philipp Mass, doch der junge Verteidiger scheiterte im Nachschuss am gut reagierenden Pantkowski. In der 50. Minute dann zunächst die Chance für Lessio, der aber im letzten Moment abgedrängt wurde. Im Gegenzug kam Kyle Cumiskey zum Schuss. Shilin hielt überragend, doch Alexander Ehl kam an die Scheibe und setzte sie im Nachschuss zum 6:3 unter die Latte. Danach aber spielten die Krefelder die Partie sicher herunter und wurden in den Schlussminuten von ihren Fans mit Standing Ovations gefeiert.
Für die Krefelder geht es nun am Freitag mit einem Heimspiel gegen Ingolstadt weiter, ehe es am Sonntag nach Bietigheim geht. Mit einer vergleichbaren Leistung ohne Frage keine unlösbaren Aufgaben. Durch den Erfolg zog das Team überdies nach Punkten – wenn auch nicht nach Punkteschnitt – am großen Rivalen vorbei und rückte überdies auf Playoffplatz Zehn vor.

Strafen:
Krefeld: 4
Düsseldorf: 4

Tore:
1:0 4. Sabolic (Bergström, Bracco) PP
2:0 18. Lewandowski (Volek, Gläßl)
3:0 20. Sacher
4:0 26. Lewandowski (Sacher, Blank)
5:0 31. Bergström (Bracco, Sabolic) PP
6:0 34. Gläßl (Bracco)
6:1 34. Macauley (Cumiskey)
6:2 37. Schiemenzu (Barta) PP
6:3 50. Ehl (Chumiskey)

Kategorien
Spielberichte

Siegtorschütze Alexander Bergström konnte sein Glück nach dem Spiel kaum fassen: „Dass wir hier zwei Punkte holen, wenn man sich das gesamte Spiel anguckt, ist vielleicht nicht mal fair. Aber wir haben niemals aufgegeben und immer weitergekämpft und haben eine super Moral bewiesen.“ In der Tat sah es 50. Minuten lange so aus, als würde Favorit München die Punkte im Olympia-Eisstadion behalten. Doch durch eine starke Leistung in den Schlussminuten holten sich die Pinguine unverhofft zwei wichtige Punkte.

Dabei begann das Spiel durchaus positiv für die Pinguine. Bereits in der 3. Spielminute war es Lucas Lessio, der Daniel Fiessinger im Tor der Roten Bullen nach Zuspiel Jeremy Braccos zum ersten Mal überwinden konnte. Leider wachten die Münchener im Anschluss auf und generierten ihrerseits mehr und mehr Torchancen.

In der 9. Minuten konnten die Münchener dieses Chancen-Übergewicht schließlich in ein Tor umwandeln. Nach einem verlorenen Zweikampf in der Ecke stand Maximilian Kastner plötzlich frei und versuchte es einfach mal auf die kurze Ecke. Sein harmlos anmutender Schuss überraschte Oleg Shilin in Tor offenbar, denn ungewohnterweise griff der zuverlässige Russe mit der Stockhand daneben und überraschte damit vor allem seine Mitspieler. Shilin sollte jedoch noch genug Chancen haben seine starke Form zu unterstreichen und seinen Fehler auszubügeln.

Doch auch im zweiten Drittel machte es The MaShilin spannend. In der 22. Minute landete eine geflippte Scheibe auf seinem Schläger. Sein Klärungsversuch flog an einem Münchener vorbei, nicht aber am zweiten. Yasin Ehliz fing die Scheibe wortwörtlich ab und hatte Shilin ungefähr drei Meter vor dem Tor gestrandet erwischt. Glücklicherweise traf Ehliz in dieser Situation nur das Außennetz. Doch beim nächsten Angriff sollte das Glück des Russen aufgebraucht sein.

In Überzahl vertändelt Lessio den Puck an der gegnerischen blauen Linie. Filip Varejcka zündete den Turbo, war frei vor dem Krefelder Tor und umkurvte den aggressiv rauskommenden Schlussmann der Pinguine zum 2:1 in der 23. Minute.

München dann zweifelsohne mit mehr Spielanteilen und drei Mal so vielen Schüssen wie unsere Schwarz-Gelben. In der 32. Minute folgte der nächste Schreck. Frank Mauer beförderte den Puck per Nachschuss ins Tor – auf illegale Weise. Die Schiedsrichter entschieden auf dem Eis und nach Videobeweis auf kein Tor wegen Kick-Bewegung.

Kurz vor Ablauf des zweiten Drittels passierte es dann doch noch. Die Bullen erhöhten in Person von Austin Ortega auf 3:1 und nahmen die Kontrolle über das Spiel endgültig an sich.

An diesem Gefühl wollte sich auch im letzten Drittel nicht so recht etwas ändern. München weiterhin mit mehr Schüssen und Chancen, Shilin mit einigen wichtigen Paraden, seiner besten in der 45. Minute, als er Zach Redmond mit einem Fanghand-Save an der 4:1-Führung hinderte.

Ob dieser Save nochmal Kräfte bei den Pinguinen freisetzte? Gut möglich. Denn zur Überraschung der 767 anwesenden ekstatischen RBM-Fans gehörten die letzten zehn Minuten den Pinguinen.

Die Aufholjagd begann in der 51. Minute. Ehliz war gerade eine Minute auf der Strafbank, da bewies Jesper Jensen Aabo seine Sniper-Qualitäten und vollendete ein sehenswertes Powerplay mit einem platzierten Schlagschuss auf die Fanghandseite Fiessingers.

Krefeld danach weiterhin am Drücker gegen passiver werdende Münchener. Die Quittung erhielten die Bayern in der letzten Spielminute. Mit sechs Feldspielern auf dem Eis landete der Puck erneut bei Jensen Aabo an der Blauen. Sein Schuss dieses Mal perfekt und unhaltbar abgefälscht durch Alexander Bergström – 3:3 Ausgleich!

In der Verlängerung hatte Bergström gar die Chance den Puck per Alleingang im Tor unterzubringen und das Spiel zu entscheiden. Doch Fiessinger bewies seine Klasse mit einem starken Save, zögerte damit aber die Niederlage der Münchener letztlich nur heraus.

Nachdem Shilin im KEV-Gehäuse bereits Ortega davon überzeugte die Scheibe einfach liegen zu lassen und auch Street und Frederik Tiffels ihn im Duell nicht überwinden konnten, war es am 35-jährigen Schweden das Spiel zu entscheiden, nachdem Anton Berlyov und Bracco ihre Versuche vergeben hatten. Und wie er es entscheiden sollte. Anlauf, Pump-Fake, zwei gebrochene Knöchel bei Goalie Fiessinger und der schnelle Schuss durch die weit offenen Beine des Münchener Schlussmannes. Bergström ließ es einfach aussehen und sorgte damit für den Überraschungserfolg unserer Außenseiter!

Strafen

RBM 4

KEV 8

 

Tore

0:1 3. Lessio (Bracco, Jensen Aabo)

1:1 9. Kastner (Varejcka, Abeltshauser)

2:1 23. (SH) Varejcka (Abeltshauser)

3:1 38. Ortega (Redmond, Hager)

3:2 51. (PP) Jensen Aabo (Bracco, Bergström)

3:3 60. Bergström (Jensen Aabo, Bracco)

 

Shootout

Runde 1: Ortega verschießt, Berlyov verschießt

Runde 2: Street verschießt, Bracco verschießt

Runde 3 F. Tiffels verschießt, Bergström trifft

Kategorien
Spielberichte

Die Krefeld Pinguine können auch weiter nicht gegen die Pinguins Bremerhaven gewinnen. Nach dem Ende der Negativserie im Hinspiel unterlag das Team am Sonntagabend dem Angstgegner einmal mehr trotz guter Leistung mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:1). Bitter, dass ein starker Auftritt in den Specialteams (2 für 3 in Über- und 4 für 4 inklusive langem 3 gegen 5 in Unterzahl) erfolglos blieb. Vor 2.208 Zuschauern in der Yayla-Arena musste Coach Igor Zakharkin auf Laurin Braun und Leon Niederberger verzichten. Der überzählige Lizenzspieler war am heutigen Tag Blueliner Arturs Kulda. Nach dem Sieg in Iserlohn ging das Team dennoch voller Selbstvertrauen in die Begegnung gegen den Angstgegner, der allerdings im vergangenen Aufeinandertreffen in Bremerhaven erstmals seit dem ersten Spiel beider Teams gegeneinander überhaupt bezwungen wurde. Seinerzeit hatte Alex Bergström den umjubelten Siegtreffer erzielt. Der stand heute an der Seite seiner beiden Namensvettern Weiß und Blank als „Alex-Line“ in der Startformation. Im Tor setzten die Coaches einmal mehr auf den in Iserlohn fast schon gewohnt überragenden Oleg Shilin. Ihm stand auf Seiten der Gäste Brandon Maxwell gegenüber. Am Superhelden-Spieltag sorgten die Einblendungen der Spieler auf dem Cube für viel Begeisterung, denn alle Spieler wurden per Photoshop in Superhelden-Kostüme von Wolverine über Thor bis Batman gesteckt.
Rund eineinhalb Minuten waren gespielt, da durften sich die Gastgeber erstmals in Überzahl versuchen. Maxi Gläßl war unsanft in die Bande geschickt worden. Zunächst verfehlte Robert Sabolic knapp und die Gäste kamen durch Stanislav Dietz sogar zu einem gefährlichen Abschluss, den Shilin stark parierte, doch acht Sekunden vor dem Ende des Powerplays war es Weiß, der den Abpraller eines Patrik Hersley-Schusses aus spitzem Winkel in die Maschen setzte. Der nicht nur aufgrund der Bilanz in direkten Aufeinandertreffen leicht favorisierte Gast versuchte nun, offensiv zu antworten, doch die Pinguine schalteten schnell um und kamen so immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. In der 8. Minute aber eroberte Ziga Jeglic die Scheibe hinter dem Tor, passte zurück auf Miha Verlic und der traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Drei Minuten später mussten die Pinguine die erste Strafzeit hinnehmen. Die Pinguins hatten viel Scheibenkontrolle im Krefelder Drittel, doch die Abschlüsse verfehlten meist das Ziel und wenn nicht war der gewohnt starke Shilin zur Stelle. Dennoch, der Gast war jetzt spielbestimmend. Die Pinguine kamen kaum noch zu guten Offensivaktionen. Doch auch die Defensive stand sicher und so ging es mit 1:1 zur ersten Pause in die Kabinen.
Der zweite Durchgang begann nach wenigen Sekunden mit der zweiten Unterzahl für Krefeld. Diese aber sah gute Pinguine und keine Torgefahr. Die erste richtig gute Offensivaktion gab es dann in der 25. Minute, als binnen kürzester Zeit gleich drei Krefelder aussichtsreich aus kürzester Distanz scheiterten. Die Sequenz aber brachte die zweite Überzahl der Partie. Diese brachte zwar viel Scheibenkontrolle, aber kaum Abschlüsse. So blieb es beim Unentschieden. Bremerhaven war gerade wieder komplett, da verpasste Peter Trska aus kurzer Distanz. Im Gegenzug war es zweimal Weiß, der knapp an Maxwell scheiterte. Doch in der 28. sprang ein geblockter Schuss glücklich genau auf den Schläger von Tye McGinn und der hatte keine Mühe, die Scheibe zum 1:2 in die Maschen zu legen. Die Pinguine aber versuchten zu antworten und in der 31. scheiterte erst Blank mit einem tollen Abfälscher am überragend reagierenden Maxwell. Dann kam Bergström zum Nachschuss und wieder war der Keeper zur Stelle, ebenso wie Augenblicke später erneut gegen Blank, der völlig frei vor ihm auftauchte. Bei Bergströms Versuch bemühten die Schiedsrichter gar den Videobeweis. Weiter versuchten es die Pinguine, waren aber in der Chancenverwertung weniger effektiv, als am Freitag in Iserlohn. Das lag allerdings vor allem an einem überragenden Maxwell. Der wehrte beispielsweise in der 35. einen Nachschuss von Weiß ab, bei dem er eigentlich schon aus dem Spiel war, sich dann aber mit der Stockhand nach der Scheibe hechtete und diese auf der Linie zu stoppen vermochte. Die 36. sah dann erst eine gute Konterchance für Krefeld, die aber unsauber zu Ende gespielt wurde und so zum Gegenzug der Gäste führte. Bei Drei-auf-Zwei spielte Ex-Pinguin Phillip Bruggisser am langen Eck auf McGinn und der musste mit seinem zweiten Abstauber nnur noch zum 1:3 einschieben. Kurz darauf fuhr Jeremy Bracco allein aufs Tor zu, wurde von hinten gefoult und erhielt einen Penalty. Er fuhr aufreizend langsam an, zog dann knallhart aus dem Handgelenk ab und verwandelte zum postwendenden Anschluss. Bei diesem Zwischenstand blieb es auch zur Pause.
Der Schlussdurchgang begann dann wie der Zweite: Mit einer Unterzahl der Pinguine. Diese wurde nach knapp einer Minute zu einem Drei-gegen-Fünf. Die Pinguine überstanden die kritische Situation und gerade als die Hausherren komplett waren fuhr Jan Urbas in Shilin und so durften sich nun die Gastgeber in Überzahl versuchen. Zweimal scheiterte Bergström per Direktschuss. Im dritten Versuch machte er es dann besser und traf vom linken Bullypunkt zum umjubelten Ausgleich. Die Pinguine waren jetzt mit viel Feuer zur Stelle und hatten weitere Chancen, doch Maxwell hielt seine Farben im Spiel. Die Pinguine-Fans waren begeistert und feuerten ihr Team frenetisch an. Es war jetzt ein offenes Spiel, in dem beide Teams auf die Entscheidung drängten. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel, doch die Fishtown Pinguins waren im Konter stets gefährlich. Das zeigte in der 55. Minute Resultate, denn ein Schuss von der blauen Linie wurde kurz vor Shilin abgefälscht. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis und in der Tat war es eine sehr knappe Entscheidung, ob der Stock zu hoch war, doch das Tor zählte. Die Pinguine antworteten mit wütenden Angriffen, kamen aber weiter nicht an Maxwell vorbei. Die Gäste ließen lange nicht zu, dass Shilin sein Tor verließ und so war das erst 35 Sekunden vor dem Ende der Fall. Die Pinguine nahmen 19 Sekunden vor dem Ende ihre Auszeit. Drei gefährliche Schüsse von Jensen-Aabo, Bracco und Sabolic blieben ohne Erfolg und so unterlagen die Schwarz-Gelben mit 3:4 gegen den Angstgegner von der Nordsee.
Damit endete die kleine Siegesserie nach zwei Erfolgen. Dennoch war es eine gute Leistung gegen einen cleveren und effektiven Gegner, die durchaus auch Punkte verdient gehabt hätte. Weiter geht es für die Mannschaft von Igor Zakharkin bereits am Mittwoch wieder mit einem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Strafen:
Krefeld: 8
Bremerhaven: 6

Tore:
1:0 4. Weiß (Hersley, Lessio) PP
1:1 8. Verlic (Jeglic, Urbas)
1:2 28. McGinn (Friesen, Bruggisser)
1:3 36. McGinn (Bruggisser, Friesen)
2:3 37. Bracco PS
3:3 45. Bergström (Bracco, Sabolic) PP
3:4 55. Mauerman (Moore)

Kategorien
Spielberichte

Spiel eins nach Schymmi, Spiel eins gegen Schymmi. Ein komisches Gefühl schon bei der Begrüßung unseres ehemaligen Kapitäns. Doch die Pinguine ließen sich vom herzlichen Willkommen der Roosters nicht beeindrucken und setzte ihren Gameplan diszipliniert um. Getragen von einem erneut überragenden Oleg Shilin, konnte die Mannschaft ohne Co-Trainer Boris Blank an der Bande ihre frühe Führung ausbauen und verwalten.

Die Pinguine erwischten einen Start nach Maß. Bereits im zweiten Wechsel des Spiels konnte sich die Reihe um Lucas Lessio, Anton Berlyov und Jeremy Bracco in der Angriffszone festsetzen und schon nach 43 Sekunden war der Puck im Tor der Iserlohner. Bracco brachte den Puck aus spitzem Winkel zum Tor, Lessio fälschte den Puck geschickt in die kurze obere Torecke über die Schulter ab.

Danach waren es jedoch die Roosters, die mehr aus ihren Spielanteilen machten und sich immer größere Chancen herausspielen konnten. Oleg Shilin war gefragt und hatte bis zum letzten Drittel immer die passende Antwort parat.

Die Pinguine besinnten sich mehr auf das Kontern und kamen immer wieder mit gefährlichen 2-auf-1-Situationen vor das Tor von Andreas Jenike. Erst Weiß und Bergström in Minute 5, keine zwei Minuten später die größte Chance neben dem Tor durch Thomas Valkvae Olsen, der durch einen sehr akrobatischen Save von Jenike gestoppt wurde.

Selbstvertrauen strahlte jedoch auch Shilin auf der Krefelder Seite aus. Weitere gute Chancen konnte der Schlussmann verhindern, in der 17. Minute mit ein wenig Hilfe von Dominik Tiffels, der einen Puck mit der Hand aus dem Torraum beförderte und somit die Führung in die Pause rettete.

Tiffels war es dann auch der, der den zweiten Blitzstart im zweiten Drittel einleitete. Über ihn kam die Scheibe zu Alexander Bergström und letztlich zu Niclas Lucenius, der den Puck nach 1:50 Minute über die Linie brachte und auf 2:0 erhöhte.

Iserlohn setzte das Gegentor merklich zu. Kaum konnten sie den Schock verkraften kam der Auftritt der Alexander. Blank mit dem Bullygewinn, Bergström mit dem Schuss und Weiß freistehend vor dem Tor mit dem Abstauber und dem 3:0.

Die Roosters reagierten giftig, doch letztlich war Tiffels derjenige, der es übertreib und für zwei Minuten in der Kühlbox musste. Das Powerplay der Roosters: gut. Oleg Shilin: besser! Oleg macht Oleg-Sachen und verhindert irgendwie mehrfach den Anschlusstreffer, ehe die Strafe ablief und die Null weiterhin stand.

Für den Rest des Drittels gingen die Pinguine in den Verwaltungsmodus. Iserlohn noch immer mit einzelnen Torchancen, aber die zwingendsten hatten die Roosters zu Beginn des Drittels.

Im letzten Drittel musste man also mit einem wütenden Anlauf der Sauerländer rechnen. Die Pinguine blieben jedoch weiter diszipliniert und versuchten das Spiel ruhig zu halten, um diese Bemühungen im Keim zu ersticken. Doch in der 49. Minute war es dann doch so weit.

Auf der einen Seite vergab Lessio einen halben Alleingang, nachdem er von einem Backchecker am Schuss gehindert werden konnte, auf der anderen Seite stand plötzlich Hubert Labrie völlig frei im Slot und katapultierte den von Ryan O’Connor aufgelegten Puck in der 49. Minute mit einem harten Schlagschuss platziert ins obere rechte Eck. Shilin chancenlosund um den verdienten Shutout geraubt.

Das Stadion am Seilersee und die Fans darin waren erwacht, aber auch die Pinguine-Fans blieben lautstark hinter ihrer Mannschaft – eine fantastische Stimmung für eine spannende Schlussphase im ausverkauften Haus. Doch die Bemühungen der Roosters sollten erfolglos bleiben. 3,5 Minuten vor dem Ende nahmen die Sauerländer Jenike für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Wenige Sekunden später war es wieder eine Alex-Alex-Kombination, Weiß auf Blank, die die Entscheidung und den Endstand brachte.

Den traurigen Schlusspunkt setzte Brent Aubin im Trikot der Hausherren, der sich als schlechter Verlierer erwies und Bracco in den Schlussminuten mit einem rücksichtlosen Stockschlag gegen die Beine wie einen Baum fällte. Zwei Minuten, eine milde Strafe.

Die Mannschaft ließ sich trotzdem vor dem Gästeblock feiern und wurde von der Iserlohner Tribüne noch auf ein Bier eingeladen – anders sind die fliegenden Bierbecher in Richtung Mannschaft nicht zu erklären.

 

Strafen

IEC 6

KEV 4

 

Tore

0:1 1. Lessio (Bracco)

0:2 22. Lucenius (Bergström, Tiffels)

0:3 26. Weiß (Bergström, Blank)

1:3 49. Labrie (O’Connor, Bailey)

1:4 57. Blank (Weiß)