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Wer hätte vor zwei Wochen noch gedacht, dass wir den Spielbericht mit den Worten „Die Krefeld Pinguine verlieren das Duell gegen den Deutschen Meister aus Berlin unglücklich“ beginnen können, und wir es auch so meinen. Denn erst im letzten Drittel konnten die Hauptstädter das Spiel zu ihren Gunsten drehen und den Sieg eintüten.

Erneut erhielt Oleg Shilin den Vorzug vor Sergey Belov und Nikita Quapp und zahlte das Vertrauen der Trainer wie in den vorangegangenen Spielen, an die Mannschaft zurück und machte mit einigen spektakulären Paraden – und ein bisschen Hilfe seiner Vorderleute – das Tor im ersten Drittel dicht.

Doch auch Mathias Niederberger, sein gegenüber im Tor der Eisbären, zeigte warum er einer der besten deutschen Torleute ist. Die größte Chance konnte er von Lucas Lessio in der 15. Minute vereiteln, als dieser einen Pass von Niclas Lucenius empfing und den Puck nicht am 28-jährigen vorbeibringen konnte.

Die 2377 Zuschauer in der YAYLA-Arena feuerten die Pinguine lautstark an, als dann endlich doch der Knoten platzte und Lessio in der 36. Minute nach einer Strafe Kai Wissmanns die Führung für die Hausherren erzielte. Bracco brachte einen Handgelenkschuss von der blauen Linie zum Tor, Niederberger ließ abprallen und Lessio, der sich perfekt vor dem Tor positionierte, brachte den Rebound im Tor unter. Doch die Eisbären wollten selbstverständlich nicht kleinbeigeben und legten ihrerseits einen Gang zu.

Die Pinguine hielten jedoch gut dagegen und kreierten ihrerseits noch einige gute Torchancen, die jedoch ultimativ bei Niederberger landeten. Das Krefelder Abwehrbollwerk hielt bis in das letzte Drittel hinein, bis es letztlich leider doch zu bröckeln begann.

In der 42. Minute, 67 Sekunden nach dem Eröffnungsbully, hatten die Pinguine ihre Führung verloren, auf die unglücklichste aller Arten. Eric Mik fing die Scheibe im Angriffsdrittel ab und brachte den Puck zum Tor, wo ihn nicht nur Yannick Veilleux abfälschte, sondern viel entscheidender, Arturs Kulda, von dessen Bein der Puck unhaltbar an Oleg Shilin ins Tor abgefälscht.

Grund zur Panik bedeutete der Ausgleich trotzdem nicht. Die Pinguine spielten weiter mutig mit, merkten aber schon, dass sich die Berliner langsam die Überhand erspielten. Eisbären-Trainer Serge Aubin sagte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft das Spiel vereinfachen wollte und mehr Schüsse zum Tor bringen wollte. Dieses Kredo fand im letzten Drittel Erfolg. Denn nach dem ersten Treffer, der bereits auf Umwegen im Tor landete, prallte auch der zweite Treffer in der 48. Minute erst gegen das Aluminium hinter Shilin, quer durch den Torraum, am Torwart und Verteidiger vorbei, genau auf den Schläger von Blaine Byron, der den Puck trotz letzter Bemühungen der Verteidigung im Tor einnetzen konnte.

Als keine Minute später Matt White den Spielstand auf 1:3 aus Sicht der Schwarz-Gelben anhob, wurde der Weg zurück noch weiter. Doch die Mannschaft ließ sich nicht hängen und die Krefelder Fans waren, angetrieben von der Nordtribüne, noch immer optimistisch, dass etwas geht. Leider war keine Halli-Galli-Truppe in der Arena zu Gast, sondern der amtierende Deutsche Meister, und dieser lies sich das Salz nicht mehr aus der Suppe nehmen und verwaltete den Vorsprung bis zum Ende.

 

Strafen

KEV 4

EBB 6

 

Tore

1:0 (36.) Lessio (PP)(Bracco, Sacher)

1:1 (42.) Veilleux (Mik)

1:2 (48.) Byron (Hördler, Pföderl)

1:3 (49.) White (Boychuck, Despres)

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Spielberichte

Um es in der amerikanischen Version zu sagen: The monkey is off the back. Zu Deutsch: Der Knoten ist geplatzt! In einem dramatischen und an Spannung kaum zu überbietenden Spiel feierten die Krefeld Pinguine am Donnerstagabend vor 2.502 Zuschauern einen verdienten 4:3 (2:0, 0:2, 2:1)-Erfolg gegen die Iserlohn Roosters und holten damit den ersehnten ersten Dreier der Saison. Viel war seit dem ersten Punktgewinn der Saison in Mannheim am Dienstag passiert. Die Demission von Trainer Clark Donatelli und die Übernahme durch Co Igor Zakharkin bedeutete fraglos eine große Änderung für das Team. Dennoch war die Mannschaft hochmotiviert und ging personell unverändert in das Match. Das bedeutete auch, dass der in Mannheim überragende Oleg Shilin erneut im Tor startete. Sein Gegenüber war Ex-Kölner Hannibal Weitzmann. Die Pinguine mussten weiter auf ihren verletzten Kapitän Martin Schymainski verzichten. Auch Alex Bergström und Tom-Erik Bappert standen weiter nicht zur Verfügung.

Die Partie begann für die Hausherren optimal! 26 Sekunden waren im ersten Wechsel des kleinen Derbys absolviert, da trugen Lucas Lessio und Mirko Sacher die Scheibe in die gegnerische Zone. Der Verteidiger legte das Spielgerät perfekt zurück auf den nachrückenden Jeremy Bracco und der Topscorer der Pinguine kontrollierte die Scheibe kurz, um dann abzuziehen und das Hartgummi perfekt im langen Eck in den Winkel zu hämmern. Eine Minute später fast der nächste Torerfolg, doch Arturs Kulda knallte die Scheibe freistehend an den langen Pfosten. Die nächste große Aufregung gab es in der 5. Minute, als zunächst Laurin Braun freistehend zum zweiten Mal den Pfosten traf. Zum Nachschuss kam Igor Berylov, doch sein Schuss aus extrem spitzem Winkel ging am langen Pfosten vorbei. Die Pinguine brannten jetzt ein regelrechtes Powerplay ab und hatten durch erneut Berylov, Phillip Mass oder Alex Weiß weitere gute Gelegenheiten, die aber ungenutzt blieben. Defensiv standen die Gastgeber bombensicher und gaben so praktisch keine nennenswerten Abschlüsse für die Sauerländer ab. Shilin erlebte, anders als Weitzmann, der immer wieder eingreifen musste, einen geruhsamen Abend in der Anfangsphase. Jubel brandete in der 12. Minute erneut auf, doch Alex Blank hatte, abgefälscht von Weiß, nur das Außennetz getroffen. Weiter drängten die Krefelder, doch in der 14. scheiterten Robert Sabolic und erneut Berylov aus aussichtsreichen Positionen. Erst in den letzten fünf Minuten des Drittels kamen die Roosters etwas besser in die Partie, doch vor echte Herausforderungen wurde Shilin nicht gestellt. Und so kamen eine Minute vor der Pause Blank und Leon Niederberger zu einem Zwei-auf-Eins. Der Center legte auf den Außen und der verzögerte gut, um dann durch die Beine zum hochverdienten 2:0-Pausenstand, der durchaus noch schmeichelhaft für die Gäste war, einzuschießen. Fast wäre es sogar noch zum dritten Tor gekommen, doch bei einem Vier-auf-Eins Sekunden vor der Pause scheiterten gleich drei Krefelder am stark reagierenden Weitzmann.

Durchgang Zwei war gerade eine Minute alt, da sprachen die Schiedsrichter die erste Strafe aus. Es traf die Pinguine. Die Roosters zogen ein starkes Powerplay auf und wenige Sekunden vor Ablauf der Strafe hatte Casey Bailey plötzlich nach einem Abpraller das ganz freie Tor vor sich. Doch Shilin zeigte seine ganze Klasse, hechtete in Fußballtorwart-Manier quer durch den Torraum und wehrte den Schuss aus kurzer Distanz noch ab: Eine überragende Aktion des Deutsch-Russen! Wenig später aber war er doch geschlagen. Joe Whitney zog verdeckt ab und der Puck rutschte Shilin unter dem Arm durch und trudelte zum 2:1 über die Linie. Es entwickelte sich jetzt ein ausgeglichenes Spiel ohne große Chancen auf beiden Seiten. Nach der Hälfte des Spiels aber besannen sich die Pinguine wieder auf das Erfolgsrezept des Auftaktdurchgangs und schalteten mit schnellen Pässen schnell um doch zunächst fehlte die Genauigkeit und in der 33. kam plötzlich Luke Adam frei zum Schuss, doch erneut war der starke Shilin zur Stelle. Sekunden später ein Bully im Krefelder Drittel. Ex-Pinguin Kris Foucault zog aus dem Gewühl ab und traf den überraschten Shilin an der Maske. Von dort sprang der Puck hoch und im Torraum auf, von wo er, aufgrund der eigenen Rotation, sehr unglücklich zum zweiten Mal in die Maschen trudelte. Die Pinguine bekamen in der 35. ihre erste Überzahl, doch bei einem Gegenangriff der Roosters mussten sie selbst in einem bis dahin von beiden Seiten sehr disziplinierten Spiel die Strafe nehmen. In der folgenden Unterzahl kam Lessio zum Break, scheiterte aber an Weitzmann. Dennoch, die Roosters waren jetzt das aktivere Team, die Pinguine aber hielten dagegen und brachten so das 2:2 in die Pause.

Ein frühes Powerplay im Schlussdurchgang brachte, trotz guter Gelegenheiten für Weiß und Lessio keinen zählbaren Erfolg. Doch als die Roosters grade komplett waren zog Jesper Jensen Aabo von der blauen Linie einfach ab und die Scheibe rutschte Weitzmann, dem die Sicht versperrt war, durch die Beine ins Tor. Plötzlich waren die Pinguine obenauf und bekamen gleich darauf die nächste Überzahl. Diese brachte beste Einschussgelegenheiten für Kulda und Bracco, doch ersterer scheiterte an Weitzmann, Letztgnannter verzog um Millimeter. Die Roosters machten mit zunehmender Spielzeit immer mehr auf und verlagerten das Spielgeschehen ins Krefelder Drittel, was aber Räume für Konter öffnete. Doch in der 54. Minute das nächste höchst unglückliche Gegentor. Nach einem Schuss neben das Tor nahm Eugen Alanov den Abpraller auf und versuchte es mit dem langen Schläger per Bauerntrick. Shilin war mit dem Schoner da, doch Patrik Hersley versuchte, mit dem Schläger zu klären. Von diesem sprang die Scheibe über den Schoner des Keepers, an dessen Rücken und trudelte von dort über die Linie. Fast aber die sofortige Antwort der Pinguine, als die erste Reihe gleich drei Topchancen hatte. Einen langen Pass verpasste Lessio knapp. Die Scheibe versprang Weitzmann und so kam Niclas Lucenius an die Scheibe, der legte nochmals quer auf Lessio, der das leere Tor vor sich hatte, doch im letzten Moment warf sich ein Verteidiger in den Schuss. Die Pinguin aber blieben dran und hatten in den beiden Schlussminuten noch einmal eine Druckphase mit mehreren Topchancen. Doch es dauerte bis 48 Sekunden vor dem Ende, als Hersley aufrückte, von Sabolic perfekt bedient wurde und Weitzmann per Alleingang mit einem traumhaften Move keine Chance ließ. Die Schlusssekunden spielte das Team sicher herunter und holte sich so den insgesamt absolut verdienten ersten Dreier der Saison.

Damit ist der Knoten hoffentlich endgültig geplatzt. Die Pinguine haben nun zwei Tage Zeit zur Erholung, ehe am Sonntag um 16:15 Uhr die Eisbären Berlin erneut zu Gast in der Yayla-Arena sind. Die Pinguine jedenfalls sind endgültig in der Saison angekommen.

Strafen:
Krefeld: 4
Iserlohn: 6

Tore:
1:0 1. Bracco (Sacher, Lessio)
2:0 20. Niederberger (Blank, Lessio)
2:1 25. Whitney (Labrie)
2:2 34. Foucault (Cornell)
3:2 45. Jensen Aabo (Berylov)
3:3 54. Alanov (Labrie, Ziegler)
4:3 60. Hersley (Sabolic)

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Spielberichte

Lange Zeit sah es so aus, als ob das Abwehrbollwerk in Mannheim halten könnte. Am Ende brach es doch. Trotzdem erkämpfen sich die Pinguine bei den Adlern den ersten Punkt nach der 3:2 Overtime-Niederlage.
Die Zeichen Ausgangslage war angespannt. Ohne Clark Donatelli reiste die Mannschaft nach Mannheim und wurde als krasser Außenseiter schon abgeschrieben. Dass die Partie am Dienstag echter Test für die Adler werden sollte, glaubten selbst die treusten Anhänger der Pinguine nicht. Doch schon nach 30 Sekunden wurde klar: Die Pinguine sind zum Spielen gekommen. Lucas Lessio fängt die Scheibe vom Mannheimer Verteidiger ab und legt sie zum Niclas Lucenius in die Mitte. Felix Brückmann im Tor, am Dienstag der Stärkste im Adler-Dress, war jedoch auch schon voll fokussiert und vereitelte den frühen Rückstand.
Danach entwickelte sich ein munteres Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Oleg Shilin im Tor der Pinguine machte eine ruhige Figur und war den Pinguinen ein starker Rückhalt. Zu seiner und der Freude aller Pinguine-Fans war es in der 11. Minute Alexander Weiß, der sich hinter die Verteidigung der Adler schlich und einen langen Pass von Leon Niederberger per Alleingang im Tor der Adler unterbringen konnte.
Die knappe Führung konnten die Pinguine dann im zweiten Drittel ausbauen. Nach einer Strafe gegen Thomas Larkin, klickte dann sogar das Überzahl-Spiel. Jedoch eher auf eine unkonventionelle Art und Weise. Erneut landete ein langer Pass auf Alex Weiß‘ Schläger, dieses Mal war der Absender Arturs Kulda. Weiß‘ Handgelenkschuss überwindete Brückmann dieses Mal auf der Fanghand-Seite.
Doch der Druck der Adler wurde danach größer. Shilin war gefragt und er gab die richtige Antwort. Nach einem Querpass stand Larkin frei vor dem Gehäuse und schloss schnell ab. Shilin, zog die 80er-Jahre-Karte und machte mit einem spektakulären Slide-Save, bei dem er die Schienen übereinander legte, die bis dato beste Chance der Mannheimer zunichte. Doch an Lean Bergmanns Anschlusstreffer in der 39. Minute konnte auch der Deutsch-Russe nichts machen. Der 22-jährige Stürmer setzte den Puck genau ins Kreuzeck auf der Fanghandseite und legte damit den Grundstein für ein dramatisches Schlussdrittel.
In diesem hielt nicht nur da Abwehrbollwerk, auch nach vorne setzten die Pinguine einige Nadelstiche und hatten genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Auf der anderen Seite war es der Verteidigungsleistung und insbesondere die unseres Schlussmannes zu verdanken, dass wir nicht ins Hintertreffen gerieten. Beide Torleute zeigten exzellente Paraden. Darum musste ein dreckiges Tor der Mannheimer her. In der 57. Minute fiel dieses dann auch. Ein Handgelenkschuss von der blauen Linie, der ungefähr 30 cm am Tor vorbeigegangen wäre, wurde von Nationalspieler Matthias Plachta in Sidney Crosby-Manier aus der Luft ins Tor zum Ausgleich abgefälscht.
In den letzten vier Minuten passierte nichts mehr und so ging es in die Verlängerung. Diese dauerte lediglich 50 Sekunden. Verteidiger Korbinian Holzer nahm sich die Scheibe und drang in die Defensivzone der Pinguine ein. Sein Handgelenkschuss sollte von Jesper Jensen Aabos Schläger abgefälscht werden und Shilin über der Fanghand überwinden.

Strafen
MAN 4
KEV 2

Tore
0:1 11. Weiß (Niederberger, Blank)
0:2 24. Weiß (PP)(Kulda, Hersley)
1:2 39. Bergmann (Melart, Dawes)
2:2 57. Plachta (Desjardins, Akdag)
3:2. 61. Holzer (Rendulic, Larkin)

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Spielberichte

Das war schon wieder nichts. Am Freitagabend gingen die Pinguine vor knapp über 4000 Zuschauern in der heimischen YAYLA-Arena gegen die Kölner Haie mit 0:6 (0:2, 0:2, 0:2) unter. Den Frust der Fans bekamen die Spieler zuerst auf dem Eis von der Tribüne, und nach dem Spiel durch einige wenige auch vor der Kabine zu spüren. Dank der offenen Worte von Kapitän Martin Schymainski, Co-Trainier Boris Blank und anderen Verantwortlichen konnte die Situation aber entschärft werden.
Zu verstehen ist der Frust der Fans allemal. Erwartungsvoll ging man in die ersten Spiele der Saison, mit 4:6, 3:6 und der nun 0:6-Niederlage steht die Mannschaft nun bereits unter Druck. Dabei hat das Spiel Freitag mit einer exzellenten Gelegenheit begonnen, das Spiel in die richtige Richtung zu bringen. In der zweiten Minute fanden sich Pascal Zerressen und Mark Olver jeweils für zwei Minuten auf der Strafbank. Eine 5-gg-3-Situation und die PP-Formation machte gehörigen Druck auf das Gehäuse von Justin Pogge. Die gute Optik des Überzahlspiels war am Ende leider ergebnislos, machte aber Mut. Ein Mut, der bis zur 12 Minute anhielt.
Krefeld erspielt sich eine 3-auf-1-Situation bei der der letzte Pass von Mo Müller abgefangen werden konnte. Den daraus resultierenden 3-auf-1-Konter der Kölner spielen Maxi Kammerer und Maurice Edwards perfekt aus und stellen den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Die Pinguine wirkten anschließend etwas ratlos aber weiterhin gewillt zu kämpfen. Das Spiel verflachte jedoch nach dem Tor ein wenig.
Leider passierte dann das, was in den ersten Spielen auch schon viel zu häufig passierte. Individuelle Fehler aus dem Nichts machen den Gegner. Ein langer Pass im Aufbau kommt nicht beim Stürmer an der zweiten blauen Linie an und wird von Edwards abgefangen. Dieser bedankt sich, läuft ein paar Schritte in Drittel und hämmert den Puck am chancenlosen Nikita Quapp vorbei trocken in den Winkel für sein zweites Tor am Abend.
Mit dem Tor schien es fast so als sei auch der letzte Optimist im Stadion verstummt. Wichtig sei es laut Coach Clark Donatelli, das Spiel in 5-Minuten-Abschnitte einzuteilen und versuchen diese zu gewinnen. Dieses Unterfangen gelang aber auch zu Beginn des zweiten Drittels nicht. Bereits nach 79 Sekunden vertändeln die Pinguine erneut die Scheibe beim Aufbau, und Matsumoto und Torschütze Barinka bringen des schwarze Spielgerät im Bruchteil einer Sekunde freistehend im Tor unter. Die zweiten 5 Minuten im Mittelabschnitt sahen leider nicht besser aus. Colin Ugbekile erhöht mit einem Schuss von der blauen Linie auf 0:4. Verständliche Schockstarre auf der Nordtribüne und im Rest des Stadions mit Ausnahme des Gästeblocks.
An ähnliches Bild brachte der Schlussabschnitt. Nach den Toren von Luca Sennhenn und dem zweiten Saisontor von Mo Müller, war der Arbeitstag von Nikita Quapp gelaufen. Coach Donatelli wechselte den jungen Schlussmann aus, der insbesondere am Anfang des Spiels ein paar starke Paraden zeigte, aber durch die Gegentore zunehmend sein Selbstvertrauen verlor. Oleg Shilin, der heute als Backup mit unterstützte kam so zu seinen ersten Spielminuten in der PENNY DEL. Zumindest er sollte ein kleines Erfolgserlebnis haben und für den Rest des Spiels ohne Gegentor bleiben.
Unter dem Strich einfach viel zu wenig.

Strafen
KEV 8
KEC 6

Tore
0:1 12. Edwards (Kammerer, Mo Müller)
0:2 19. Edwards
0:3 22. Barinka (Matsumoto)
0:4 27. Ugbekile (Zerressen, Oblinger)
0:5 43. Sennhenn (Olver, Matsumoto)
0:6 44. Mo Müller (Oblinger, Ma Müller)

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Die Krefeld Pinguine verlieren auch das zweite Spiel der Saison in Wolfsburg mit 6:3 (2:1, 3:1, 1:1). Dabei begann das Spiel eigentlich perfekt für die Pinguine. Leider sorgen eine gehörige Portion Pech und individuelle Fehler auf allen Positionen am Ende dafür, dass wir weiterhin ohne Punkt dastehen.
Jeremy Bracco ließ den KEV bereits früh jubeln. 129 Sekunden waren gespielt da nahm der Neuzugang aus Freeport, New York Maß und erzielte beim 2-auf-1 mit Lucas Lessio den Führungstreffer und sein drittes Saisontor im zweiten Spiel. Unter dem Strich sorgte die Lessio-Lucenius-Bracco-Reihe für die meiste Gefahr im Spiel nach vorne. Die Freude über die Führung hielt jedoch nur etwas unter drei Minuten und wurde durch ein Tor beendet, dass bei gewissen Sportjournalisten aus einer anderen Sportart gut und gerne in die Kategorie „Kacktor des Monats“ gepackt werden würde. Christopher Desousas Schuss aus dem Slot wurde zur Bogenlampe abgefälscht und senkte sich unbemerkt für Belov, der heute den Vorzug im Tor der Pinguine erhielt, im Torraum ab. Trevor Mingoia vor dem Tor versuchte den Puck von der Hallendecke runterzuholen, schaffte dies nach Begutachtung des Videobeweises nicht und der Puck fiel durch die Beine Belovs ins Tor. Kein hoher Stock, ein kurioses Ding und ein böses Vorzeichen für das, was der Mannschaft noch bevorstehen würde. Denn in der 12. Minute legte Grizzly-Kapitän und Liga-Urgestein Sebastian Furchner den Führungstreffer für die Autostädter nach. Die Grizzlys bringen in einer Kontersituation einen Schuss zum Tor, der Puck wird so abgefälscht, dass Belov nur abprallen lassen und einen Rebound entschärfen kann. Furchner durfte den zweiten Rebound im Tor unterbringen und die Pausenführung besiegeln.
Im zweiten Drittel drehte Chris Desousa leider weiter auf. Die Pinguine trotz guter Aktionen nach vorne immer wieder mit individuellen Fehlern im Aufbau und in der Verteidigungszone, die es den Wolfsburgern sehr einfach machten zu guten Torchancen zu kommen. So begann der Torreigen im zweiten Drittel mit einem Zufallsprodukt, welches trotzdem ein ansehnliches Tor produzierte. Mingoia eroberte die Scheibe im Angriffsdrittel und legt rüber auf Desousa, der den Puck als One-Timer nehmen möchte, nicht erwischt und damit Anthony Rech neben dem Tor mustergültig zum 3:1 bediente.
Die schnelle Antwort der Pinguine folgte zwei Minuten später und machte Hoffnung, dass die Pinguine im Spiel bleiben. Auch hier spielte der Zufall eine entscheidende Rolle, wollte der vor dem Tor freistehende Lucas Lessio den Pass von Jeremy Bracco annehmen. Die Scheibe glitt jedoch am Schläger vorbei und wurde nur leicht abgefälscht. Chet Picard rechnete damit nicht und der Puck rutschte am Schlussmann vorbei ins Tor. Die Hoffnung war am Sonntagnachmittag jedoch vergebens. Denn schon im zweiten Drittel legten die Wolfsburger mit den Toren zwei und drei von Chris Desousa den Grundstein für ihren ersten Heim- und Saisonsieg.
Knüppeldick kam es dann im Schlussabschnitt direkt nach 21 Sekunden. Bei eigenem Powerplay gab es erneut einen kuriosen Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie. Ein Stolperer und eine Kollision mit dem Schiedsrichter von Arturs Kulda und Darren Archibald nahm sich die Scheibe zum 1-gegen-1 gegen Jesper Jensen Aabo und Belov. Im letzten Moment zieht der Kanadier die Scheibe aus spitzem Winkel von Rückhand auf Vorhand und bugsiert den Puck in die lange Ecke an Belov vorbei. Das zweite Überzahlgegentor im zweiten Spiel.
Leon Niederberger sorgte mit seinem Tor in der 46. Minute nochmal für einen Lichtblick. Mit einem beachtlichen Schuss genau ins Toreck über die Schulter von Picard, hätten die Pinguine noch Zeit gehabt ins Spiel zurückzukommen. Wolfsburg verwaltete die Führung jedoch souverän und hielt das Ergebnis bis zum Spielende.

Strafen
WOB 12
KEV 6

Tore
0:1 (3.) Bracco (Lessio)
1:1 (6.) Desousa (Mingoia)
2:1 (12.) Furchner (Hungerecker, Fauser)
3:1 (25.) Rech (Desousa, Mingoia)
3:2 (27.) Lessio (Bracco)
4:2 (34.) Desousa (Mingoia)
5:2 (35.) Desousa (PP) (Mingoia, Melchiori)
6:2 (41.) Archibald (SH)
6:3 (46.) Niederberger

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Die Krefeld Pinguine starten mit einer Niederlage in die neue Saison. In einem streckenweise wilden Spiel unterlagen sie der Düsseldorfer EG auf heimischem Eis mit 4:6 (0:2, 3:3, 1:1). Die Pinguine leisteten sich insgesamt zu viele Fehler vor allem im eigenen Drittel und waren vorn zu fahrlässig mit ihren reichlich vorhanden Chancen. Dabei waren sie durchaus optimistisch in das erste Heimspiel der Saison, das ausgerechnet das große Derby gegen die DEG war, gegangen. Zwar war das Testspiel knapp einen Monat zuvor, ebenfalls auf heimischem Eis, verloren gegangen, doch diesmal peitschten 4.977 frenetische Fans die Schwarz-Gelben nach vorn. Die Pinguine mussten im heiß ersehnten ersten Saisonspiel auf die verletzten Alex Bergström und Laurin Braun, sowie den erkrankten Philipp Mass verzichten. Im Tor entschied sich das Trainerteam um Clark Donatelli durchaus erwartungsgemäß für den jungen Nikita Quapp. Ihm stand auf auf Seiten der Gäste Mirko Pantkowski gegenüber.
Die Anfangsphase sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem der Gast vielleicht etwas aktiver war. Doch in der fünften Minute standen beide Teams mit je vier Spielern auf dem Eis. Die Pinguine verloren die Scheibe im gegnerischen Drittel und DEG-Kapitän Alex Barta setzte sich stark gegen Patrik Hersley durch. Der setzte nach, doch Barta kam trotzdem zum Schuss per Rückhand und setzte die Scheibe unhaltbar genau ins Eck zur frühen Gästeführung. Die Pinguine setzten auf Angriff, doch Dominik Tiffels und Justin Volek verpassten jeweils knapp das Ziel. Die nächste Topchance hatte in der 9. Minute Maxi Gläßl, der freistehend zum Schuss kam. Pantkowski ließ prallen, aber gleich drei Krefelder im Slot brachten den Puck nicht an ihm vorbei. Eine erste Überzahl ab der 13. Minute brachte dann durchaus Gefahr durch Schüsse von Hersley und Jesper Jensen-Aabo. Die größte Chance aber hatte Jeremy Bracco, der völlig frei am linken Bullypunkt zum Schuss kam, die Scheibe aber nicht an Pantkowski vorbei brachte. Die ganz große Ausgleichschance dann in der 18. Minute durch Kapitän Martin Schymainsi, der nach tollem Querpass von Alex Weiß die Scheibe aus kürzester Distanz knapp neben das Tor tippte. Die Pinguine waren jetzt klar am Drücker, doch 70 Sekunden vor der Pause ein Entlastungsangriff der DEG. Plötzlich stand Carter Proft völlig frei und schoss trocken und erneut unhaltbar zum 0:2 ins kurze Eck ein. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wirkten die Pinguine zunächst mental angeschlagen, doch in der 23. Minute holte der junge Luca Hauf mit einer Energieleistung eine Strafe heraus. Bei 6 gegen 5 spielte Hersley einen tollen Pass an die lange Ecke zu Anton Berylov, der den Puck an den Innenpfosten lenkte, von wo er heraus sprang. Das folgende Powerplay brachte dann aber keine klare Einschussgelegenheit. Wenig später dann die Überzahl für Düsseldorf und die Landeshauptstädter spielten die Situation eiskalt aus. Am Ende stand Daniel Fischbuch völlig frei und schoss hoch ins kurze Eck zum 0:3 ein. Die Pinguine wechselten jetzt den Torwart. Für Quapp kam Sergej Belov. Das aber brachte keine Besserung, denn nur eine Minute später stand plötzlich Tobias Eder frei und verwandelte zum 0:4. Die Pinguine aber gaben nicht auf und nur eine weitere Zeigerumdrehung später war es ausgerechnet der junge Justin Volek, der plötzlich zentral vor dem Tor freistand und Pantkowski keine Abwehrchance ließ. Jetzt war es ein wildes Spiel und in der 30. war es wieder die DEG mit einer großen Gelegenheit, doch Belov war gleich dreimal zur Stelle. Die nächste ganz große Chance zum Anschluss hatte dann in der 33. Niclas Lucenius, der nach schönem Pass aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam, doch Pantkowski war mit dem Schoner zur Stelle. Dennoch, die Hausherren drängten jetzt und legten auch physisch noch einmal zu. So holte Alex Weiß in der 34. Minute die nächste Topchance – Leon Niederberger scheiterte aus Zentimetern – und die nächste Strafe heraus. In dieser aber kam nach einer unübersichtlichen Situation der Schuss der DEG von der blauen Linie. Belov, der zuvor mehrfach stark pariert hatte, ließ prallen und Victor Svensson schoss zum 1:5 ein (35.). Doch die Pinguine blieben dran und noch in derselben Strafe setzte sich Lucas Lessio durch. Seinen Schuss wehrte Pantkowski ab, doch Bracco setzte den Nachschuss in die Maschen. Plötzlich setzten die Pinguine wieder nach und nur eine Minute später setzte sich Schymainski stark durch, schlug erst über die Scheibe, erkämpfte diese zurück und setzte den Puck perfekt in den Knick zum 3:5. Jetzt brannte die Halle und die Pinguine erspielten sich gleich eine Hand voll weiterer Gelegenheiten, doch bis zur Pause blieb es beim 3:5.
Die Pinguine blieben auch im letzten Durchgang dran und in der 45. Minute scheiterte Robert Sabolic nach tollem Zuspiel aus spitzem Winkel an Pantkowski. Immer wieder stand der DEG-Schlussmann jetzt im Blickpunkt, war aber auch in der 48. gegen Berlyov stark zur Stelle. Die Pinguine versuchten es weiter, schafften es in dieser Phase aber nicht, sich ganz klare Gelegenheiten herauszuspielen. Bei den häufigen Halbchancen war Pantkowski sicher zur Stelle. Auf der anderen Seite wurde Belov selten geprüft, war wenn aber souverän zur Stelle. Sechs Minuten vor dem Ende erlaubten sich die Pinguine dann einen Wechselfehler und die folgende Strafe nutzte die DEG zur Entscheidung. Nach nur 25 Sekunden schoss ausgerechnet ex-Pinguin Brett Olson zum 3:6 ein. Es war die Entscheidung in einem wilden Spiel, auch wenn Sekunden später Arturs Kulda fast noch einmal den Anschluss hergestellt hätte. Die Scheibe ging aber an den Außenpfosten. Doch die Gastgeber gaben nicht auf und Sekunden später spielte Dominic Tiffels auf Bracco und der schoss zu seinem zweiten Treffer und dem 4:6 ein. Es blieb aber bei der Ergebniskosmetik und der insgesamt unglücklichen aber aufgrund der Effektivität beider Teams nicht unverdienten Niederlage.
Für die Pinguine geht es nun am Sonntag um 16:30 Uhr nach Wolfsburg, ehe am kommenden Freitag um 19.30 Uhr die Kölner Haie bereits zum zweiten Derby der Saison zu Gast an der Westparkstraße sind.

Strafen:
Krefeld: 8
Düsseldorf: 12

Tore:
0:1 5. Barta
0:2 19. Proft (Trinkberger)
0:3 27. Fischbuch PP
0:4 28. Eder (Svensson)
1:4 29. Volek
1:5 35. Svensson SHG
2:5 36. Bracco (Lessio) PP
3:5 38. Schymainski (Lessio)
3:6 55. Olson (Fischbuch) PP
4:6 56. Bracco (Tiffels)

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Mit einer 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Niederlage gegen die Düsseldorfer EG blieben die Krefeld Pinguine im einzigen Test auf eigenem Eis ohne Erfolg. Vor allem im gegnerischen Drittel fehlte spürbar die Abstimmung, um wirklich gefährlich zu werden. 500 Besucher in der Halle bedeuteten unter Corona-Bedingungen ein ausverkauftes Haus. Trotzdem war der Anblick der weitgehend leeren Plätze immer noch traurig. Die gekommenen Fans, die zumeist Dauerkarteninhaber waren, machten allerdings mächtig Lärm und feuerten das Team schon bei der Mannschaftsaufstellung lautstark an. Die Gastgeber, die bis auf Laurin Braun und Tom-Eric Bappert in Bestbesetzung antraten, vertrauten im dritten Spiel auf den dritten Torwart. Diesmal stand Oleg Shilin zwischen den Pfosten.

Die Pinguine begannen durchaus aktiv und aggressiv, die erste Topchance hatten aber die Gäste aus der Landeshauptstadt in der vierten Minute, als ausgerechnet ex-Pinguin Niklas Postel das Hartgummi an den rechten Pfosten des Krefelder Tores hämmerte. Rund eine Minute später sorgte ein Fehlpass hinter dem eigenen Tor dafür, dass Tobias Eder völlig frei vor Shilin auftauchte, doch der Deutsch-Russe parierte hervorragend mit der Fanghand. Insgesamt war den Pinguinen anzumerken, dass die Abstimmung im neu zusammengestellten Team noch fehlt. Die DEG wirkte in  ihren Aktionen etwas zielstrebiger. Die erste gute Gelegenheit für Krefeld hatte in der achten Minute Jeremy Bracco, der einen Abpraller ans Bein bekam, doch die Scheibe sprang neben das Tor. Um die Hälfte des Auftaktdurchgangs aber wurden die Pinguine zielstrebiger und brachten vermehrt Scheiben aufs Tor. Gefährliche Abschlüsse von Leon Niederberger (10.) und Alex Weiß (11.) wurden aber eine Beute von Mriko Pantkowski im DEG-Tor. In der 12. galt es dann, die erste Unterzahl zu überstehen. Das aber gelang nicht. Einen schnellen Pass in den Slot fälschte Tobias Eder unhaltbar für Shilin genau neben den Pfosten ab. Die Schwarz-Gelben reagierten durch zwei tolle Aktionen von Bracco, der erst Alexander Bergström nach tollem Solo bediente und dann an Pantkowski scheiterte. Die erste Überzahl holte dann in der 18. Minute Lucas Lessio mit einem unnachahmlichen Antritt heraus. Frei vor dem Tor wurde der Kanadier per Stockschlag gestoppt. Die numerische Mehrzahl aber blieb ohne Erfolg und so blieb es nach 20 Minuten und einem flotten Spiel beim 0:1. Die Pinguine aber nahmen, nach einer Strafe Sekunden vor der Pause, 1:47 Unterzahl mit in den zweiten Durchgang.

Die erste gefährliche Aktion des Gäste-Powerplays gab es dann nach rund eineinhalb Minuten, als Victor Svensson abzog, das Tor verfehlte und die Scheibe von der Bande zurücksprang. Fast wäre sie dabei an Shilins Rücken geprallt, blieb dann aber unmittelbar an der Latte auf dem Tor liegen. Der Gast blieb jetzt das bessere Team, doch in der 25. Minute war es zunächst Martin Schymainski mit der ersten Topchance der Pinguine, doch Pantkowski hielt den Versuch des Kapitäns aus kürzester Distanz. Im Gegenzug dann fast dieselbe Situation auf der Gegenseite, die Scheibe ging aber knapp am Tor von Shilin, der ein gutes Spiel bot, vorbei. Eine Minute später war der Keeper dann von Mike Fischer eigentlich schon geschlagen, hechtete dann aber in Dominik-Hasek-Manier ohne Stock quer durch den Torraum und hielt den Schuss des sichtlich verdutzten DEG-Angreifers. Die DEG aber blieb aktiv und in der 28. wehrte Shilin zunächst stark gegen Stephen MacCauley ab. Der Abpraller aber sprang genau auf den Schläger von Daniel Fischbuch, der aus spitzem Winkel zum 0:2 einschoss. Die Pinguine antworteten in der 31. durch ein starkes Solo von Lessio, der aber im DEG-Keeper seinen Meister fand. In der 34. war es dann wieder kanadische Torjäger, der frei zum Schuss kam, das Hartgummi aber knapp neben das Tor setzte. Die Situation aber brachte das zweite Powerplay der Pinguine. Dabei hatte Neuzugang Anton Berylov die ganz große Chance, brachte das Spielgerät aber, von Bergström toll freigespielt, nicht über die Linie. Die Gastgeber machten viel Druck, doch 17 Sekunden vor Ende der Strafe bekam Berylov selbst eine Strafzeit, so dass die Chance vergeben war. Eine Minute vor der Pause dann die dritte Überzahl der Gastgeber. Die aber blieb ohne Ergebnis und so ging es mit 0:2 und einer Minute Powerplay in die Pause.

Mit Überzahl auf frischem Eis ging es in den Schlussdurchgang.

Die Überzahl blieb erfolglos, doch die Pinguine waren jetzt aktiver und hatten in der 47. Minute die ganz große Chance, doch Kapitän Schymainski nagelte das Hartgummi bei einem 3-auf-1-Break freistehend an den Pfosten. Die Hausherren spielten weitgehend gefällig, konnten sich aber weiter nur selten gute Gelegenheiten herausspielen. Das gelang in der 58. Minute, als Lessio frei zum Schuss kam. Doch ein Stockschlag hinderte ihn am klaren Abschluss und so hielt Pantkowski. Die Pinguine aber bekamen die nächste Überzahl. Diese sah gute Chancen für Berylov und Bergstörm, doch Pantkowski hielt die Null weiter fest. Das blieb auch im weiteren Verlauf der Überzahl so und eine Minute vor dem Ende brachte Luca Zitterbart die Scheibe, als der starke Shilin seinen Kasten verlassen hatte, aus dem Drittel und ging in die Krefelder Zone, um dann, stark bedrängt, zum 0:3 und damit der Entscheidung einzuschießen.

Damit blieben die Pinguine im einzigen Test auf eigenem Eis ohne eigenen Torerfolg. Von den Zuschauern gab es trotzdem warmen Applaus nach dem Ende. Die Leistung offenbarte noch einige Abstimmungsprobleme, zeigte aber auch, dass individuell einiges Potential im Team schlummert. Am meisten überzeugte fraglos Oleg Shilin, der sich mit seinem Auftritt durchaus als Kandidat für den Job als Starter in Position brachte. Weiter geht es für die Pinguine nun bei der Reise in die Schweiz

 

Strafen:

Krefeld: 4

Düsseldorf: 8

 

Tore:

0:1 12. Eder (Barta, Cuminskey) PP

0:2 28. Fischbuch (MacCaulay, Proft)

0:3 60. Zitterbart (Mayenschein) ENG

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Die Saison der Pinguine endete am heutigen Sonntag in Mannheim mit einer weiteren guten Leistung, jedoch einer 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage beim Vorrundenersten. Die Mannen von Clark Donatelli agierten erneut konzentriert, hatten aber letztlich der Qualität des Branchenprimus‘ nicht genug entgegenzusetzen. Personell konnte Trainer Donatelli fast auf den gleichen Kader wie in Schwenningen zurückgreifen. Lediglich Tom-Eric Bappert musste mit einer Unterkörperverletzung passen. Im Tor startete erneut der zuletzt hervorragende Marvin Cüpper. Sein Widerpart auf Adler-Seite war diesmal Dennis Endras.
Die Kurpfälzer wollten sich offenkundig für den Punktverlust in Krefeld vor knapp einer Woche rehabilitieren und legten mit viel Druck los. Die Gäste aber kamen ihrerseits im Gegenzug immer wieder zu Abschlüssen und gestalteten die Partie statistisch ausgeglichen, auch wenn die Adler, wie schon in Krefeld, erwartungsgemäß reifer und gefährlicher wirkten. Die beste Chance der Anfangsphase aber hatte der junge Alex Blank, der, schön freigespielt, völlig frei vor dem Tor auftauchte, die Scheibe aber knapp neben den Pfosten setzte. Nach gut sechs Minuten galt es, die erste Unterzahl zu überstehen. Das gelang mit etwas Glück – Matthias Plachta traf das Torgestänge. Insgesamt war es ein offensiveres Spiel, als beim 0:1 n.P. vor Wochenfrist – das Ergebnis aber blieb zunächst identisch. Das änderte sich in der 15. Minute, als David Wolf am Bullypunkt angespielt wurde und sofort abzog. Die Scheibe schlug, leicht verdeckt für den erneut starken Cüpper, genau neben dem Pfosten im kurzen Eck ein. Die gute Ausgleichschance hatte eine Minute später erneut Blank nach Scheibengewinn von Laurin Braun, doch dem jungen Spielmacher versprang die etwas zu ungenau gespielte Scheibe. Die Gäste beendeten das Drittel mit einer Druckphase, doch ins Netz wollte das Hartgummi nicht und so ging es zwischen dem Punktbesten und -schlechtesten Team der Liga mit einem 1:0 in die Pause, in dem die Gäste aber keineswegs das schwächere Team, sondern im Gegenteil voll im Spiel waren.
Die Pinguine begannen auch den zweiten Durchgang aktiv. Wieder war es der junge Blank, der aus der Halbdistanz abzog, die Scheibe aber knapp über das Tor setzte. Wenig später scheiterte Kapitän Martin Schymainski an Endras. Den Treffer aber machten die Adler. Nach einer schnellen Kombination stand Mark Katic frei und setzte den Puck genau in den Winkel zum 2:0. Clark Donatelli echauffierte sich eifrig, dass ein Mannheimer die Scheibe ohne Handschuh und mithin mit unkorrekter Ausrüstung gespielt habe. Die Schiedsrichter aber folgten seiner Argumentation nicht – die Pinguine hatten kürzlich genau für dieses Vergehen eine Strafe bekommen. Es blieb in der Folge ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem die Adler zwar leicht feldüberlegen blieben, die Gäste aber immer wieder auch selbst zu guten Aktionen kamen. Ganz klare Chancen aber gab es kaum, da beide Abwehrreihen sehr konzentriert agierten. In der 38. Minute dann die nächste gute Gelegenheit: Wieder bediente L. Braun Blank, der aber gefoult wurde und so an Endras scheiterte. Die folgende Überzahl aber brachte zwar gute Aktionen, aber keinen Anschluss – im Gegenteil: Kurz vor Drittelende befreiten sich die Mannen von Pavel Gross und Thomas Larkin zog ab und traf gegen den chancenlosen Cüpper zum 3:0, mit dem es dann auch zum zweiten Mal in die Kabinen ging.
Auch im Schlussdurchgang hielten die Gäste hervorragend mit und hatten in der 43. Minute die nächste Topchance. Diesmal bediente Constantin Braun seinen Bruder Laurin. Der ging allein aufs Tor zu, verlud Endras und setzte das Spielgerät dann an die Latte. Eine Minute später dann ein Handgemenge zwischen Wolf und Lucas Lessio, für das der Mannheimer eine zusätzliche Strafe bekam. Die Pinguine ließen gegen das mit Abstand beste Unterzahlspiel der Liga die Scheibe hervorragend laufen hatten gleich vier Topchancen durch Brett Olson, der aber dreimal an Endras und einmal am Pfosten scheiterte. Die Pinguine aber blieben dran und als die Adler gerade komplett waren nutzte Blank seine fünfte Chance des Tages und schoss, nach schöner Vorarbeit von Patrick Klöpper, im Nachschuss des eigenen Versuchs zum verdienten Anschluss ein. Der Treffer gab den Gästen spürbar aufrieb und in der 50. stand plötzlich Kristofers Bindulis frei und zog ab. Die Scheibe wurde leicht abgefälscht und schlug hinter dem verdutzten Endras zum 2:3 ein. Die Pinguine waren jetzt klar das bessere Team, doch die Adler konterten eiskalt: In der 53. Minute setzte sich plötzlich Markus Eisenschmid durch und zog ab. Cüpper parierte stark, doch Loibl nahm den Abpraller auf, drückte die Scheibe mit Schläger und Schlittschuhen in den Torraum und sie trudelte über die Linie. Cüpper war vom Mannheimer und einem Verteidiger stark behindert. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und sahen sich die Szene minutenlang an und entschieden dann doch auf Tor für die Adler. Die Pinguine hatten gleich die Chance zurückzukommen, doch Artur Tyanulin verpasste eine harte Lessio-Hereingabe knapp. Die Pinguine bekamen kurz vor dem Ende noch einmal eine Überzahl. Cüpper verließ sein Tor und die Gäste machten mächtig Druck. Die Scheibe lief hervorragend durch die Reihen und es gab gleich mehrere gefährliche Schüsse. Doch die Adler spielten es clever und ließen die Uhr herunter laufen und mit der Schlusssirene schoss Nico Krämmer noch einmal ein, als die Scheibe heraus rutschte. Wieder musste der Videobeweis herangezogen werden und es wurde beschieden, dass die Scheibe erst mit abgelaufener Uhr eingeschlagen war.
Damit aber blieb es dennoch bei einer 2:4-Niederlage, die aber den Trend der vergangenen Tage bestätigte: Die Pinguine zeigten erneut eine über 60 Minuten konstant gute Leistung und waren mit dem besten Team der Liga absolut auf Augenhöhe. Damit endet die Saison mit einer starken Note und die junge Mannschaft kann, trotz der Niederlage, einiges Selbstvertrauen mit in die lange Sommerpause nehmen.

Strafen:
Mannheim: 10
Krefeld: 4

Tore:
1:0 15. Wolf (Plachta, Wirth)
2:0 24. Katic (Desjardins, Plachta)
3:0 40. Larkin (Krämmer, Loibl) SHG
3:1 47. Blank (Klöpper)
3:2 50. Bindulis (Gläßl)
4:2 53. Loibl (Eisenschmid, Huhtala)

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Spielberichte

In einem wilden Spiel mit der vielleicht besten Saisonleistung der Pinguine in der Offensive und gestützt auf einen bärenstarken Artur Tyanulin mit vier Toren siegten die Pinguine am vorletzten Spieltag mit 6:5 (3:1, 0:2, 2:2, 1:0) n.V. bei den Schwenninger Wild Wings. Es war ein wildes Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten. Die Pinguine gingen nach dem hervorragenden Auftritt mit Punktgewinn gegen das mit Abstand beste Team der Liga, die Adler Mannheim und dem ersten Shut-Out der Saison für Torwart Marvin Cüpper, voller Optimismus in die Begegnung und wollten erneut überraschen. Für die Gastgeber allerdings ging es um die Playoff-Qualifikation. Das Team war also ebenfalls hochmotiviert, während es für die Pinguine einzig um die Ehre ging. Der am Mittwoch überragende Cüpper begann erneut im Tor. Sein Backup war, da Sergej Belov weiter verletzt war, der junge Nils Kapteinat. Cüppers Gegenüber war der nach Fangquote beste Goalie der Liga in Joacim Erkisson.
Die Pinguine wollten, ebenso wie gegen Mannheim, lange die Null halten. Doch dies gelang überhaupt nicht, denn nach nur 80 Sekunden kam Troy Bourke vom aus Cüppers Sicht linken Bullypunkt zum Abschluss und überraschte den Krefelder Schlussmann mit einem verdeckten Schuss ins kurze Eck zum frühen 1:0. Die Pinguine aber antworten blitzschnell. Nur eine Minute nach dem Rückstand hatten sie eine Überzahl und nach einer schnellen Passstaffette stand nur 18 Sekunden später plötzlich Artur Tyanulin völlig frei vor Eriksson, zeigte seine schnellen Hände und verlud den Schweden wunderschön, um zum 1:1 einzuschießen. Die Pinguine blieben weiter dran und in der fünften Minute kam plötzlich Maxi Gläßl zum Schuss und überraschte Eriksson mit einem Schuss durch die Beine zur Führung der Gäste. Für den jungen Blueliner war es das erste Saisontor. Als Ex-Straubinger tat er dabei seinem ehemaligen Team einen großen Gefallen im Playoff-Rennen. Und weiter blieben die Krefelder auf dem Gaspedal. In der zehnten Minute schickte Constantin Braun erneut Tyanulin mit einem tollen Pass und der Torjäger nahm die Scheibe bärenstark mit, lief alleine auf Eriksson zu und verwandelte trotz starker Bedrängnis durch die Beine des Schweden zum überraschenden aber keineswegs unverdienten 1:3. Für Tyanulin war es bereits der dritte Punkt des Abends. Die Hausherren versuchten, zurück ins Spiel zu finden, doch die Pinguine sorgten immer wieder in schnellen Gegenstößen für Torgefahr. Drei Minuten vor der Pause galt es erstmals, eine Unterzahl zu überstehen. Das gelang durch mehrere richtig starke Blocks, unter anderem von Kristofers Bindulis, der einen harten Schuss schmerzhaft vor die Hand bekam, damit aber große Torgefahr verhinderte. So brachten die Pinguine nach starkem Auftritt ein 3:1 in die Pause.
Der zweit Durchgang sah Schwenninger, die spürbar bemüht waren, den Anschluss herzustellen und ab der 25. Minute in Überzahl agierten. Doch die große Chance hatten stattdessen die Pinguine, die über Olson und Buncis die große Gelegenheit hatten, doch Eriksson hielt – ebenso wie auf der Gegenseite Cüpper, der sich bei allen Versuchen der Hausherren stabil zeigte. So überstanden die Pinguine die Situation. Auch weiterhin waren die Gastgeber spürbar bemüht, doch die Pinguine blieben gefährlich und hatten beispielsweise in der 30. durch Lessio die nächste gute Chance, die aber ungenutzt blieb. Die Pinguine gestaltete die Partie durchaus ausgeglichen, doch in der 35. Minute versprang eine Scheibe an der eigenen blauen Linie, wodurch das Abseits aufgehoben wurde und so konnte David Cerny allein auf Cüpper zulaufen und ließ diesem mit einem schnellen Move keine Abwehrchance, um dann zum 2:3 einzuschießen. Die Pinguine antworteten mit einer tollen Kombination und einem Traumpass von Alex Blank auf Comebacker Laurin Braun, der am langen Eck aber knapp verpasste. Im direkten Gegenzug kamen die Wild Wings zum Angriff, Christohper Fischers Direktschuss musste der erneut gute Cüpper prallen lassen und zum Nachschuss kam Andreas Thuresson und schoss zum durchaus überraschenden Ausgleich ein. Der Tabellenletzte wirkte jedoch keineswegs geschockt und kam zu einigen Gelegenheiten, die aber ohne Erfolg blieben und so blieb es nach 40 Minuten beim 3:3.
Der Schlussdurchgang sollte, so erwartete jeder Beobachter, eine Druckphase der Gastgeber bieten. Doch es kam anders: 41 Sekunden waren gespielt, da setzte Blank Tyanulin in Szene. Der Russe lief allein auf Eriksson zu und ließ diesem mit einem Rückhandschuss ins hohe Stockhandeck keine Abwehrchance – damit schnürte er seinen ersten DEL-Hattrick und sein elftes Saisontor. Und es kam noch besser: In der 45. Minute stiebitzte Lessio einem Schwenninger die Scheibe. Diese sprang weit nach vorn, Eriksson riskierte Kopf und Kragen, und prallte voll mit dem Krefelder Stürmer zusammen, die Scheibe aber sprang genau auf den Schläger von Brett Olson, der direkt abzog und ins leere Tor einschoss. So stand es – zwar von Schwenninger Seite etwas umstritten aber völlig regelkonform, da Eriksson selbst in Lessio hinein gesprungen war – völlig verdient für die Pinguine 3:5. Die Schwenninger aber gaben sich nicht auf und kamen zu einem schnell Konter. Jamie MacQueen kam einem völlig freien Direktschuss – Cüpper parierte glänzend, doch die Scheibe sprang genau auf die Kelle von Travis Turnbull, der zum 4:5 abstaubte. Wieder antworteten die Pinguine, doch bei einem Zwei-auf-Eins mit Lessio traf Blank freistehend vor dem Tor die Scheibe nicht. In der 48. Minute dann eine äußerst diskutable Strafe für Lessio und gleich musste Cüpper eingreifen, tat dies aber stark. Die Pinguien überstanden die Unterzahl am Ende sicher und hatten in der 51. die nächste gute Chance durch Niklas Postel, doch der Schwede im Wings-Tor hielt. Wer nun endlich mit einem Sturmlauf der Gastgeber rechnete, der sah sich erneut getäuscht. Starke Pinguine setzten sich immer wieder im Drittel der Schwarzwälder fest. Gut eine Minute vor dem Ende ging dann Eriksson vom Eis und Schwenningen ging All-in. Und das zahlte sich aus. 46 Sekunden vor dem Ende kam Thuresson zum Schuss und schoss mit seinem zweiten Treffer zum 5:5 ein. Cüpper war die Sicht verdeckt, so dass er erneut ohne Abwehrchance war.
So ging es in die Overtime. In dieser hatte nach einer Minute Lessio eine Doppelchance, scheiterte aber erst an Eriksson und schoss dann freistehend über das Tor. Doch es war der Abend des Artur Tyanulin: In der 62. Minute bekam er den Pass von L. Braun, ging mit viel Speed über die rechte Seite, zog vor das Tor und verlud Eriksson, um dann über den Innenpfosten einzuschießen! So endete die sieglose Serie der Pinguine am vorletzten Spieltag in dramatischer Form und mit einem unfassbaren Tyanulin, der mit vier Toren fast im Alleingang den Sieg herausschoss.
Zum Saisonabschluss geht es nun am Sonntag zum Tabellenführer und letzten ausgespielten Meister, den Adlern Mannheim. Spielbeginn ist um 14:30 Uhr.

Strafen:
Schwenningen: 6
Krefeld: 10

Tore:
1:0 2. Bourke (Fischer)
1:1 3. Tyanulin (Sacher, Lessio) PP
1:2 5. Gläßl (Tyanulin, Blank)
1:3 10. Tyanulin (Braun)
2:3 35. Cerny
3:3 37. Thuresson (Fischer, Weiss)
3:4 41. Tyanulin (Blank)
3:5 45. Olson
4:5 46. Turnbull (MacQuenn, Robak)
5:5 60. Thuresson (Huss, Robak) 6-5
5:6 62. Tyanulin (L. Braun)

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Der Bann punktloser Niederlagen in der Verzahnungsrunde ist gebrochen! Im letzten Heimspiel der Saison 2020/21 zeigten die Krefeld Pinguine eine überragende Leistung und trotzten dem souveränen Tabellenführer Adler Mannheim beim 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.P. einen beinahe sensationellen Punkt ab. Die Hausherren mussten gegen den haushohen Favoriten erneut auf mehrere Spieler wie beispielsweise Leistungsträger Laurin Braun verzichten. Im Tor der Seidenstädter begann erneut Marvin Cüpper. Ihm gegenüber stand der nach Gegentorschnitt mit Abstand beste Goalie der DEL in Felix Brückmann. Und auch in der Fangquote rangierte Mannheims Goalie vor der Partie auf Rang Zwei in der DEL.
Die Pinguine hatten früh ein Unterzahlspiel zu überstehen. Dies aber gelang sicher und ohne wirklich gute Chancen abzugeben. Stattdessen kamen die Hausherren, nachdem sie komplett waren, immer besser ins Spiel und hatten in der siebten Minute bei einem Alleingang von Mirko Sacher nach tollem Pass von Alex Blank die große Chance zur Führung, doch der Blueliner verzog und verfehlte das Tor. Zwar wirkte das Spiel des Tabellenführers etwas reifer, die Pinguine aber überzeugten vor allem kämpferisch und gestalteten die Begegnung durchaus ausgeglichen. Immer wieder kamen sie auch zu Gelegenheiten, wenn auch ganz klare Einschussmöglichkeiten zunächst nicht zu verbuchen waren. Immer wieder stand aber auch Cüpper im Mittelpunkt, so hielt er beispielsweise in der 13. Minute stark gegen den freistehenden Felix Schütz. Je länger das Spiel allerdings dauerte, desto mehr setzte sich der Favorit in der Krefelder Zone fest. Doch die Deckung um den guten Cüpper hielt zunächst. Die bis dahin größte Chance hatte in der 18. Minute ex-Pinguin Sinan Akdag, aber auch er kam freistehend nicht an Cüpper vorbei. In der 19. Minute dann noch einmal eine riesige Chance für Filips Buncis, doch der Schütze des 1:0 am Vorabend schlug freistehend an der Scheibe vorbei. So blieb es nach 20 Minuten bei einem durchaus nicht unverdienten 0:0 und damit einem Achtungserfolg für die Pinguine.
Der zweite Durchgang begann für die Krefelder hervorragend. Erst hatte erneut Buncis die ganz große Chance im Nachschuss, doch er scheiterte am bereits liegenden Brückmann. Wenig später verhinderte David Wolf mit einem Foul an Martin Schymainski einen Zwei-auf-Null-Konter. So gab es die erste Überzahl der Pinguine. Das allerdings versprach gegen das überragend gute Unterzahlspiel der Adler nicht viel. Trotzdem gab es gleich die gute Gelegenheit, doch Brückmann wehrte einen Direktschuss von Brett Olson ab. So blieb es torlos. Die Pinguine aber blieben aktiv und hatten in der 26. bei einer Doppelchance von Lucas Lessio und Olson Pech. Beider Topstürmer Versuche wurden im letzten Moment geblockt. Die nächste Chance hatte in der 28. Macjek Rutkowski in seinem zweiten DEL-Spiel. Doch erneut hieß der Sieger Brückmann. Trotz allen Drucks der Pinguine aber hatten sie in der 31. Minute Glück, als ein Schuss von Mark Katic an den Pfosten des Tores von Cüpper schlug. Die Szene wirkte auf die Adler wie ein Fanal und plötzlich waren sie da und schnürten die Gastgeber in ihrem Drittel ein. Eine Krefelder Überzahl sorgte zumindest für eine Verschnaufpause, doch in der 37. Minute ging Andrew Desjardins allein auf Cüpper zu, doch Krefelds Goalie hielt. Auch danach stand er sicher und so stand auch nach 40 Minuten auf beiden Seiten die Null.
Der Schlussdurchgang sah dann zunächst ein ähnliches Spiel wie zuvor: Adler mit der reiferen Spielanlage drängten, doch hart arbeitende Pinguine gestalteten die Begegnung, auch den Chancen nach, ausgeglichen. Ganz große Gelegenheiten waren auf beiden Seiten allerdings Mangelware. Vor Brückmann wurde es immer wieder dann gefährlich, wenn Lessio die Initiative ergriff. Immer wieder setzte sich der laufstarke Kanadier, der extrem viel Eiszeit nahm, durch, brachte den Puck aber nicht an Mannheims Toptorwart vorbei. So blieb das Bild unverändert, auch wenn Mannheim insgesamt das aktivere Team war, doch die starke und konzentriert agierende Abwehr der Pinguine hielt den eigenen Kasten weiter sauber – und kam doch etwas durch, dann war Cüpper, der eine hervorragende Leistung bot, sicher zur Stelle. In den letzten Minuten drängten die Adler, doch die Pinguine warfen alles hinein und retteten nicht nur den allerersten Punkt der Verzahnungsrunde sondern auch den ersten Shutout der Saison in die Overtime.
In dieser leisteten sich die Pinguine dann einen Wechselfehler und damit gab es die ganz große Chance für Mannheim, die Partie zu entscheiden. Die Kurpfälzer machten enormen Durck, die Pinguine warfen sich in jeden Puck und gaben alles für den ersehnten Sieg. So überstanden die Pinguine die kritische Situation. In der 64. Minute dann die ganz große Chance für die Adler, als Katic Tommi Huhtala in Szene setzte, der ganz allein vor Cüpper stand. Dieser lag bereits am Boden, wehrte dann den Schuss des Finnen aber doch noch irgendwie ab. Sekunden später tauchte Olson frei vor Brückmann auf, setzte die Scheibe aber hauchdünn neben das Tor. So blieb es auch nach 65 Minuten beim torlosen Remis.
Im Penaltyschießen begann Lessio, der aber scheiterte. Stefan Loibl tanzte Cüpper aus und verwandelte. Olson scheiterte und so konnte Brendan Shinamin das Spiel entscheiden, doch Cüpper hielt sein Team im Spiel. Dann aber scheiterte Martin Schymainski und der Extrapunkt ging an die Adler.
Damit holten die Pinguine den ersten Punkt der Verzahnungsrunde, auch wenn es mit dem ersehnten Sieg nichts wurde. Die Leistung aber war fraglos eine der besten der Saison. Weiter geht es nun am Freitag in Schwenningen, ehe am Sonntag zum Saisonabschluss erneut die Adler der Gegner sind – diesmal allerdings in der SAP-Arena.

Strafen:
Krefeld: 4
Mannheim: 4

Tore:
0:1 Loibl GWPS

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Auch im vorletzten Heimspiel der Saison sollte es für die Krefeld Pinguine am gestrigen Montag nicht zu Punkten reichen. Trotz einer couragierten Leistung und eines bestens aufgelegten Marvin Cüppers im Tor der Seidenstädter unterlag man knapp mit 1:2 gegen die Schwenninger Wild Wings. Sein PENNY DEL-Debüt gab Youngster Maciej Rutkowski, der in der stark angeschlagenen Pinguine-Mannschaft seine ersten Profi-Schritte gehen konnte. Auch Nils Kapteinat war aus der Oberliga-Mannschaft des KEV 81 als Backup hinter Cüpper aufgestellt.
Die Pinguine starteten genauso, wie Cheftrainer Clark Donatelli es nach den desaströsen Auftaktminuten beim letzten Heimspiel gegen Nürnberg forderte. Ab dem ersten Bully kämpften sich die Schwarz-Gelben ins Spiel und hatten auch die erste Chance. Gerade einmal 59 Sekunden dauert es, ehe Filips Buncis von Martin Schymainski auf die Reise geschickt wurde und frei auf Wild Wings-Schlussmann Joacim Eriksson zulief. Der großgewachsene Lette ließ dem Rechtsfänger im Gehäuse der Schwarzwälder keine Chance und netzte auf der Fanghandseite zum 1:0 ein.
Die Freude über den gelungenen Start war jedoch nur von kurzer Dauer. 66 Sekunden später waren es die Schwenninger, die in Person Daniel Pfaffenguts den Ausgleich erzielen konnten. Pfaffengut positionierte sich geschickt vor dem Tor und wurde von Boaz Bessen, der einen Rebound von Dylan Yeo unter Kontrolle und vor das Tor bringen konnte, perfekt in Szene gesetzt. Keine Chance für Cüpper, der sich an diesem Abend über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen konnte. Insgesamt 80 Schussversuche der Schwarzwälder, davon 56 auf das Tor, zeigen deutlich, dass die Mannschaft defensiv trotz des guten Ergebnisses zu viele Schüsse zuließ.
Zudem machten individuelle Fehler und letztlich auch eine Undiszipliniertheit den Unterschied in diesem Spiel aus. Lucas Lessio, dessen persönliches Tête-à-Tête mit Wild Wings-Stürmer Alexander Weiss auf der Strafbank endete, konnte von draußen nur zusehen, als das Powerplay der Süddeutschen in der 12. Minute an die Arbeit ging. Von der blauen Linie war es Cloby Robak, der als Zwischenstation zwischen den Zwillingen Tyson Spink als Vorlagengeber und Tylor Spink als Abfälscher vor dem Tor agierte und das Powerplay nach 30 Sekunden zum Erfolg brachte.
Anschließend pendelte sich das Spiel zwischen beiden Spielhälften ein. Immer wieder kamen beide Teams zu Torchancen, Cüpper und Eriksson hatten aber für den Rest der Partie immer die richtige Antwort parat.
Auch im zweiten Drittel erspielten sich beide Mannschaften Möglichkeiten, jedoch selten mit der letzten Entschlossenheit. Das aggressive Unterzahlspiel der Wild Wings machte beispielsweise einen kontrollierten Aufbau schwer, die Pinguine fanden aber doch immer Lücken und kamen in der 34. Minute beinahe zum Ausgleich, hätte Eriksson die Situation nicht gut gelesen und seine Kelle ausgefahren, um einen Pass aus dem Gefahrenbereich zu befördern. Doch auch die Schwenninger hielten den Druck auf Cüpper aufrecht, ihre beste Chance als Andreas Thuresson aus dem Slot einen One-Timer Richtung Tor brachte.
Die beiden Verteidigungsseiten sollten dem Druck der jeweiligen Gegenseite jedoch standhalten – auch im letzten Drittel. Trauriger Höhepunkt des auf Augenhöhe geführten Spiels war die Verletzung Darin Olvers, der nach einem Check gegen Brett Olson unglücklich umknickte und das Spiel mit Schmerzen im linken Knie verlassen musste. Gute Besserung, an dieser Stelle.
Sportlich investierten die Pinguine in den letzten Minuten noch einiges, um den Ausgleich zu erzielen, blieben aber letztlich glücklos. Trotz eines sechsten Feldspielers sollten die Pinguine in den Schlusssekunden leider nicht mehr gefährlich vor das Tor kommen, zeigten aber mit einem weiterhin stark verkleinerten Kader eine solide und kämpferische Leistung.

Strafen
KEV 4
SWW 4

Tore
1:0 1. Buncis (Schymainski, Gläßl)
1:1 2. Pfaffengut (Bessen, Yeo)
1:2 12. Tylor Spink (PP)(Robak, Tyson Spink)

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Spielberichte

Bei der 0:3-Niederlage der Krefeld Pinguine gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag rückte der Sport kurz komplett in den Hintergrund. In der 32. Minute prallten zwei Spieler auf Höhe der blauen Linie mit Linienrichter Jan Philipp Priebsch zusammen. Die Unparteiische verlor hierdurch das Gleichgewicht und prallte böse auf das Eis. Auf den furchterregenden Zusammenstoß reagierten Sanitäter und die medizinischen Verantwortlichen beider Mannschaften geistesgegenwärtig und schnell und halfen bei der Erstversorgung des verletzten Schiedsrichters. Glücklicherweise war Priebsch kurze Zeit später wieder ansprechbar, wurde jedoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Wir wollen an dieser Stelle allen Ersthelfern vor Ort für den couragierten und professionellen Einsatz danken und wünschen Jan Philipp Priebsch eine schnelle Genesung! Auch den Kollegen Marc Iwert, Kilian Hinterdobler und Nikolaj Ponomarjow, die das restliche Spiel zu Dritt geleitet haben, ist an dieser Stelle ein Lob auszusprechen.

Auch sportlich gesehen war es wieder ein gebrauchter Tag für die Krefeld Pinguine. Nachdem eine weitere Untersuchung bei Sergey Belov ergeben hatte, dass der Russe nicht zur Verfügung stehen wird sowie wegen Nikita Quapps Nominierung zur U18-Weltmeisterschaft und der Quarantäne der U23-Mannschaft, stand als Torwart nur Marvin Cüpper für die Pinguine auf dem Spielberichtsbogen. Die Niederlage fasste ein sichtlich angefressener Cheftrainer Clark Donatelli in der Pressekonferenz passend zusammen: „Wenn eine Mannschaft zehn Spiele hintereinander verliert und dann in den ersten fünf Minuten so eine Leistung abliefert und den Torwart im Stich lässt, dann ist das inakzeptabel und nicht zu entschuldigen. Das gucke ich mir so nicht mehr an.“
Die Ice Tigers, die von gestern bereits ein Spiel in Iserlohn in den Knochen hatten, welches in die Verlängerung ging, überrannten die Pinguine in den ersten 4:28 Minuten mit drei Toren. Das erste Tor nach 66 Sekunden erzielte Brett Pollock, nachdem er einen Abpraller Timo Walthers aufnehmen konnte und an Cüpper vorbeilegte. Das 0:2 in der vierten Minute bereitete Daniel Schmölz mit einem präzisen Pass auf Christopher Brown vor. Brown setzte sich im 1-gegen-1 gegen Constantin Braun durch und schob Cüpper das Hartgummi durch die Beine. Auch beim 0:3 machte es die Hintermannschaft der Pinguine den Nürnbergern zu einfach und ließen die Ice Tigers-Stürmer in der Offensivzone frei kombinieren. Routinier Patrick Reimer war derjenige, der am Ende der Passstafette nur noch den Schläger reinhalten musste und von Pollock und Kulda bedient wurde.
Traurigerweise ist damit die Geschichte dieses Spiels schon fast erzählt. Die Pinguine verbesserten sich im Laufe des Spiels zwar, nutzten aber ihre Chancen nicht aus. Sowohl im ersten, als auch im letzten Drittel hatten die Schwarz-Gelben eine 5-gegen-3-Überzahlchancen, die beide ungenutzt blieben und durch die man sich durchaus nochmal ins Spiel hätte zurückbringen können. Auch defensiv war das Team nach den wilden Anfangsminuten besser aufgestellt, was jedoch auch daran lag, dass eine erschöpfte Nürnberger Mannschaft am Ende eher verwaltete statt schaltete.
Die wenigen hochkarätigen Chancen, beispielsweise durch Niklas Postel aus dem Slot zur Mitte des Spiel oder Filips Buncis im letzten Powerplay, konnte Ilya Sharipov im Gehäuse der Ice Tiger entschärfen und feierte seinen ersten Shutout in der PENNY DEL.

Strafen

KEV 4
NIT 10

Tore
0:1 2. Pollock (Walther)
0:2 4. Brown (Schmölz)
0:3 5. Reimer (Kulda, Pollock)