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Die Saison der Pinguine endete am heutigen Sonntag in Mannheim mit einer weiteren guten Leistung, jedoch einer 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage beim Vorrundenersten. Die Mannen von Clark Donatelli agierten erneut konzentriert, hatten aber letztlich der Qualität des Branchenprimus‘ nicht genug entgegenzusetzen. Personell konnte Trainer Donatelli fast auf den gleichen Kader wie in Schwenningen zurückgreifen. Lediglich Tom-Eric Bappert musste mit einer Unterkörperverletzung passen. Im Tor startete erneut der zuletzt hervorragende Marvin Cüpper. Sein Widerpart auf Adler-Seite war diesmal Dennis Endras.
Die Kurpfälzer wollten sich offenkundig für den Punktverlust in Krefeld vor knapp einer Woche rehabilitieren und legten mit viel Druck los. Die Gäste aber kamen ihrerseits im Gegenzug immer wieder zu Abschlüssen und gestalteten die Partie statistisch ausgeglichen, auch wenn die Adler, wie schon in Krefeld, erwartungsgemäß reifer und gefährlicher wirkten. Die beste Chance der Anfangsphase aber hatte der junge Alex Blank, der, schön freigespielt, völlig frei vor dem Tor auftauchte, die Scheibe aber knapp neben den Pfosten setzte. Nach gut sechs Minuten galt es, die erste Unterzahl zu überstehen. Das gelang mit etwas Glück – Matthias Plachta traf das Torgestänge. Insgesamt war es ein offensiveres Spiel, als beim 0:1 n.P. vor Wochenfrist – das Ergebnis aber blieb zunächst identisch. Das änderte sich in der 15. Minute, als David Wolf am Bullypunkt angespielt wurde und sofort abzog. Die Scheibe schlug, leicht verdeckt für den erneut starken Cüpper, genau neben dem Pfosten im kurzen Eck ein. Die gute Ausgleichschance hatte eine Minute später erneut Blank nach Scheibengewinn von Laurin Braun, doch dem jungen Spielmacher versprang die etwas zu ungenau gespielte Scheibe. Die Gäste beendeten das Drittel mit einer Druckphase, doch ins Netz wollte das Hartgummi nicht und so ging es zwischen dem Punktbesten und -schlechtesten Team der Liga mit einem 1:0 in die Pause, in dem die Gäste aber keineswegs das schwächere Team, sondern im Gegenteil voll im Spiel waren.
Die Pinguine begannen auch den zweiten Durchgang aktiv. Wieder war es der junge Blank, der aus der Halbdistanz abzog, die Scheibe aber knapp über das Tor setzte. Wenig später scheiterte Kapitän Martin Schymainski an Endras. Den Treffer aber machten die Adler. Nach einer schnellen Kombination stand Mark Katic frei und setzte den Puck genau in den Winkel zum 2:0. Clark Donatelli echauffierte sich eifrig, dass ein Mannheimer die Scheibe ohne Handschuh und mithin mit unkorrekter Ausrüstung gespielt habe. Die Schiedsrichter aber folgten seiner Argumentation nicht – die Pinguine hatten kürzlich genau für dieses Vergehen eine Strafe bekommen. Es blieb in der Folge ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem die Adler zwar leicht feldüberlegen blieben, die Gäste aber immer wieder auch selbst zu guten Aktionen kamen. Ganz klare Chancen aber gab es kaum, da beide Abwehrreihen sehr konzentriert agierten. In der 38. Minute dann die nächste gute Gelegenheit: Wieder bediente L. Braun Blank, der aber gefoult wurde und so an Endras scheiterte. Die folgende Überzahl aber brachte zwar gute Aktionen, aber keinen Anschluss – im Gegenteil: Kurz vor Drittelende befreiten sich die Mannen von Pavel Gross und Thomas Larkin zog ab und traf gegen den chancenlosen Cüpper zum 3:0, mit dem es dann auch zum zweiten Mal in die Kabinen ging.
Auch im Schlussdurchgang hielten die Gäste hervorragend mit und hatten in der 43. Minute die nächste Topchance. Diesmal bediente Constantin Braun seinen Bruder Laurin. Der ging allein aufs Tor zu, verlud Endras und setzte das Spielgerät dann an die Latte. Eine Minute später dann ein Handgemenge zwischen Wolf und Lucas Lessio, für das der Mannheimer eine zusätzliche Strafe bekam. Die Pinguine ließen gegen das mit Abstand beste Unterzahlspiel der Liga die Scheibe hervorragend laufen hatten gleich vier Topchancen durch Brett Olson, der aber dreimal an Endras und einmal am Pfosten scheiterte. Die Pinguine aber blieben dran und als die Adler gerade komplett waren nutzte Blank seine fünfte Chance des Tages und schoss, nach schöner Vorarbeit von Patrick Klöpper, im Nachschuss des eigenen Versuchs zum verdienten Anschluss ein. Der Treffer gab den Gästen spürbar aufrieb und in der 50. stand plötzlich Kristofers Bindulis frei und zog ab. Die Scheibe wurde leicht abgefälscht und schlug hinter dem verdutzten Endras zum 2:3 ein. Die Pinguine waren jetzt klar das bessere Team, doch die Adler konterten eiskalt: In der 53. Minute setzte sich plötzlich Markus Eisenschmid durch und zog ab. Cüpper parierte stark, doch Loibl nahm den Abpraller auf, drückte die Scheibe mit Schläger und Schlittschuhen in den Torraum und sie trudelte über die Linie. Cüpper war vom Mannheimer und einem Verteidiger stark behindert. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und sahen sich die Szene minutenlang an und entschieden dann doch auf Tor für die Adler. Die Pinguine hatten gleich die Chance zurückzukommen, doch Artur Tyanulin verpasste eine harte Lessio-Hereingabe knapp. Die Pinguine bekamen kurz vor dem Ende noch einmal eine Überzahl. Cüpper verließ sein Tor und die Gäste machten mächtig Druck. Die Scheibe lief hervorragend durch die Reihen und es gab gleich mehrere gefährliche Schüsse. Doch die Adler spielten es clever und ließen die Uhr herunter laufen und mit der Schlusssirene schoss Nico Krämmer noch einmal ein, als die Scheibe heraus rutschte. Wieder musste der Videobeweis herangezogen werden und es wurde beschieden, dass die Scheibe erst mit abgelaufener Uhr eingeschlagen war.
Damit aber blieb es dennoch bei einer 2:4-Niederlage, die aber den Trend der vergangenen Tage bestätigte: Die Pinguine zeigten erneut eine über 60 Minuten konstant gute Leistung und waren mit dem besten Team der Liga absolut auf Augenhöhe. Damit endet die Saison mit einer starken Note und die junge Mannschaft kann, trotz der Niederlage, einiges Selbstvertrauen mit in die lange Sommerpause nehmen.

Strafen:
Mannheim: 10
Krefeld: 4

Tore:
1:0 15. Wolf (Plachta, Wirth)
2:0 24. Katic (Desjardins, Plachta)
3:0 40. Larkin (Krämmer, Loibl) SHG
3:1 47. Blank (Klöpper)
3:2 50. Bindulis (Gläßl)
4:2 53. Loibl (Eisenschmid, Huhtala)

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In einem wilden Spiel mit der vielleicht besten Saisonleistung der Pinguine in der Offensive und gestützt auf einen bärenstarken Artur Tyanulin mit vier Toren siegten die Pinguine am vorletzten Spieltag mit 6:5 (3:1, 0:2, 2:2, 1:0) n.V. bei den Schwenninger Wild Wings. Es war ein wildes Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten. Die Pinguine gingen nach dem hervorragenden Auftritt mit Punktgewinn gegen das mit Abstand beste Team der Liga, die Adler Mannheim und dem ersten Shut-Out der Saison für Torwart Marvin Cüpper, voller Optimismus in die Begegnung und wollten erneut überraschen. Für die Gastgeber allerdings ging es um die Playoff-Qualifikation. Das Team war also ebenfalls hochmotiviert, während es für die Pinguine einzig um die Ehre ging. Der am Mittwoch überragende Cüpper begann erneut im Tor. Sein Backup war, da Sergej Belov weiter verletzt war, der junge Nils Kapteinat. Cüppers Gegenüber war der nach Fangquote beste Goalie der Liga in Joacim Erkisson.
Die Pinguine wollten, ebenso wie gegen Mannheim, lange die Null halten. Doch dies gelang überhaupt nicht, denn nach nur 80 Sekunden kam Troy Bourke vom aus Cüppers Sicht linken Bullypunkt zum Abschluss und überraschte den Krefelder Schlussmann mit einem verdeckten Schuss ins kurze Eck zum frühen 1:0. Die Pinguine aber antworten blitzschnell. Nur eine Minute nach dem Rückstand hatten sie eine Überzahl und nach einer schnellen Passstaffette stand nur 18 Sekunden später plötzlich Artur Tyanulin völlig frei vor Eriksson, zeigte seine schnellen Hände und verlud den Schweden wunderschön, um zum 1:1 einzuschießen. Die Pinguine blieben weiter dran und in der fünften Minute kam plötzlich Maxi Gläßl zum Schuss und überraschte Eriksson mit einem Schuss durch die Beine zur Führung der Gäste. Für den jungen Blueliner war es das erste Saisontor. Als Ex-Straubinger tat er dabei seinem ehemaligen Team einen großen Gefallen im Playoff-Rennen. Und weiter blieben die Krefelder auf dem Gaspedal. In der zehnten Minute schickte Constantin Braun erneut Tyanulin mit einem tollen Pass und der Torjäger nahm die Scheibe bärenstark mit, lief alleine auf Eriksson zu und verwandelte trotz starker Bedrängnis durch die Beine des Schweden zum überraschenden aber keineswegs unverdienten 1:3. Für Tyanulin war es bereits der dritte Punkt des Abends. Die Hausherren versuchten, zurück ins Spiel zu finden, doch die Pinguine sorgten immer wieder in schnellen Gegenstößen für Torgefahr. Drei Minuten vor der Pause galt es erstmals, eine Unterzahl zu überstehen. Das gelang durch mehrere richtig starke Blocks, unter anderem von Kristofers Bindulis, der einen harten Schuss schmerzhaft vor die Hand bekam, damit aber große Torgefahr verhinderte. So brachten die Pinguine nach starkem Auftritt ein 3:1 in die Pause.
Der zweit Durchgang sah Schwenninger, die spürbar bemüht waren, den Anschluss herzustellen und ab der 25. Minute in Überzahl agierten. Doch die große Chance hatten stattdessen die Pinguine, die über Olson und Buncis die große Gelegenheit hatten, doch Eriksson hielt – ebenso wie auf der Gegenseite Cüpper, der sich bei allen Versuchen der Hausherren stabil zeigte. So überstanden die Pinguine die Situation. Auch weiterhin waren die Gastgeber spürbar bemüht, doch die Pinguine blieben gefährlich und hatten beispielsweise in der 30. durch Lessio die nächste gute Chance, die aber ungenutzt blieb. Die Pinguine gestaltete die Partie durchaus ausgeglichen, doch in der 35. Minute versprang eine Scheibe an der eigenen blauen Linie, wodurch das Abseits aufgehoben wurde und so konnte David Cerny allein auf Cüpper zulaufen und ließ diesem mit einem schnellen Move keine Abwehrchance, um dann zum 2:3 einzuschießen. Die Pinguine antworteten mit einer tollen Kombination und einem Traumpass von Alex Blank auf Comebacker Laurin Braun, der am langen Eck aber knapp verpasste. Im direkten Gegenzug kamen die Wild Wings zum Angriff, Christohper Fischers Direktschuss musste der erneut gute Cüpper prallen lassen und zum Nachschuss kam Andreas Thuresson und schoss zum durchaus überraschenden Ausgleich ein. Der Tabellenletzte wirkte jedoch keineswegs geschockt und kam zu einigen Gelegenheiten, die aber ohne Erfolg blieben und so blieb es nach 40 Minuten beim 3:3.
Der Schlussdurchgang sollte, so erwartete jeder Beobachter, eine Druckphase der Gastgeber bieten. Doch es kam anders: 41 Sekunden waren gespielt, da setzte Blank Tyanulin in Szene. Der Russe lief allein auf Eriksson zu und ließ diesem mit einem Rückhandschuss ins hohe Stockhandeck keine Abwehrchance – damit schnürte er seinen ersten DEL-Hattrick und sein elftes Saisontor. Und es kam noch besser: In der 45. Minute stiebitzte Lessio einem Schwenninger die Scheibe. Diese sprang weit nach vorn, Eriksson riskierte Kopf und Kragen, und prallte voll mit dem Krefelder Stürmer zusammen, die Scheibe aber sprang genau auf den Schläger von Brett Olson, der direkt abzog und ins leere Tor einschoss. So stand es – zwar von Schwenninger Seite etwas umstritten aber völlig regelkonform, da Eriksson selbst in Lessio hinein gesprungen war – völlig verdient für die Pinguine 3:5. Die Schwenninger aber gaben sich nicht auf und kamen zu einem schnell Konter. Jamie MacQueen kam einem völlig freien Direktschuss – Cüpper parierte glänzend, doch die Scheibe sprang genau auf die Kelle von Travis Turnbull, der zum 4:5 abstaubte. Wieder antworteten die Pinguine, doch bei einem Zwei-auf-Eins mit Lessio traf Blank freistehend vor dem Tor die Scheibe nicht. In der 48. Minute dann eine äußerst diskutable Strafe für Lessio und gleich musste Cüpper eingreifen, tat dies aber stark. Die Pinguien überstanden die Unterzahl am Ende sicher und hatten in der 51. die nächste gute Chance durch Niklas Postel, doch der Schwede im Wings-Tor hielt. Wer nun endlich mit einem Sturmlauf der Gastgeber rechnete, der sah sich erneut getäuscht. Starke Pinguine setzten sich immer wieder im Drittel der Schwarzwälder fest. Gut eine Minute vor dem Ende ging dann Eriksson vom Eis und Schwenningen ging All-in. Und das zahlte sich aus. 46 Sekunden vor dem Ende kam Thuresson zum Schuss und schoss mit seinem zweiten Treffer zum 5:5 ein. Cüpper war die Sicht verdeckt, so dass er erneut ohne Abwehrchance war.
So ging es in die Overtime. In dieser hatte nach einer Minute Lessio eine Doppelchance, scheiterte aber erst an Eriksson und schoss dann freistehend über das Tor. Doch es war der Abend des Artur Tyanulin: In der 62. Minute bekam er den Pass von L. Braun, ging mit viel Speed über die rechte Seite, zog vor das Tor und verlud Eriksson, um dann über den Innenpfosten einzuschießen! So endete die sieglose Serie der Pinguine am vorletzten Spieltag in dramatischer Form und mit einem unfassbaren Tyanulin, der mit vier Toren fast im Alleingang den Sieg herausschoss.
Zum Saisonabschluss geht es nun am Sonntag zum Tabellenführer und letzten ausgespielten Meister, den Adlern Mannheim. Spielbeginn ist um 14:30 Uhr.

Strafen:
Schwenningen: 6
Krefeld: 10

Tore:
1:0 2. Bourke (Fischer)
1:1 3. Tyanulin (Sacher, Lessio) PP
1:2 5. Gläßl (Tyanulin, Blank)
1:3 10. Tyanulin (Braun)
2:3 35. Cerny
3:3 37. Thuresson (Fischer, Weiss)
3:4 41. Tyanulin (Blank)
3:5 45. Olson
4:5 46. Turnbull (MacQuenn, Robak)
5:5 60. Thuresson (Huss, Robak) 6-5
5:6 62. Tyanulin (L. Braun)

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Der Bann punktloser Niederlagen in der Verzahnungsrunde ist gebrochen! Im letzten Heimspiel der Saison 2020/21 zeigten die Krefeld Pinguine eine überragende Leistung und trotzten dem souveränen Tabellenführer Adler Mannheim beim 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.P. einen beinahe sensationellen Punkt ab. Die Hausherren mussten gegen den haushohen Favoriten erneut auf mehrere Spieler wie beispielsweise Leistungsträger Laurin Braun verzichten. Im Tor der Seidenstädter begann erneut Marvin Cüpper. Ihm gegenüber stand der nach Gegentorschnitt mit Abstand beste Goalie der DEL in Felix Brückmann. Und auch in der Fangquote rangierte Mannheims Goalie vor der Partie auf Rang Zwei in der DEL.
Die Pinguine hatten früh ein Unterzahlspiel zu überstehen. Dies aber gelang sicher und ohne wirklich gute Chancen abzugeben. Stattdessen kamen die Hausherren, nachdem sie komplett waren, immer besser ins Spiel und hatten in der siebten Minute bei einem Alleingang von Mirko Sacher nach tollem Pass von Alex Blank die große Chance zur Führung, doch der Blueliner verzog und verfehlte das Tor. Zwar wirkte das Spiel des Tabellenführers etwas reifer, die Pinguine aber überzeugten vor allem kämpferisch und gestalteten die Begegnung durchaus ausgeglichen. Immer wieder kamen sie auch zu Gelegenheiten, wenn auch ganz klare Einschussmöglichkeiten zunächst nicht zu verbuchen waren. Immer wieder stand aber auch Cüpper im Mittelpunkt, so hielt er beispielsweise in der 13. Minute stark gegen den freistehenden Felix Schütz. Je länger das Spiel allerdings dauerte, desto mehr setzte sich der Favorit in der Krefelder Zone fest. Doch die Deckung um den guten Cüpper hielt zunächst. Die bis dahin größte Chance hatte in der 18. Minute ex-Pinguin Sinan Akdag, aber auch er kam freistehend nicht an Cüpper vorbei. In der 19. Minute dann noch einmal eine riesige Chance für Filips Buncis, doch der Schütze des 1:0 am Vorabend schlug freistehend an der Scheibe vorbei. So blieb es nach 20 Minuten bei einem durchaus nicht unverdienten 0:0 und damit einem Achtungserfolg für die Pinguine.
Der zweite Durchgang begann für die Krefelder hervorragend. Erst hatte erneut Buncis die ganz große Chance im Nachschuss, doch er scheiterte am bereits liegenden Brückmann. Wenig später verhinderte David Wolf mit einem Foul an Martin Schymainski einen Zwei-auf-Null-Konter. So gab es die erste Überzahl der Pinguine. Das allerdings versprach gegen das überragend gute Unterzahlspiel der Adler nicht viel. Trotzdem gab es gleich die gute Gelegenheit, doch Brückmann wehrte einen Direktschuss von Brett Olson ab. So blieb es torlos. Die Pinguine aber blieben aktiv und hatten in der 26. bei einer Doppelchance von Lucas Lessio und Olson Pech. Beider Topstürmer Versuche wurden im letzten Moment geblockt. Die nächste Chance hatte in der 28. Macjek Rutkowski in seinem zweiten DEL-Spiel. Doch erneut hieß der Sieger Brückmann. Trotz allen Drucks der Pinguine aber hatten sie in der 31. Minute Glück, als ein Schuss von Mark Katic an den Pfosten des Tores von Cüpper schlug. Die Szene wirkte auf die Adler wie ein Fanal und plötzlich waren sie da und schnürten die Gastgeber in ihrem Drittel ein. Eine Krefelder Überzahl sorgte zumindest für eine Verschnaufpause, doch in der 37. Minute ging Andrew Desjardins allein auf Cüpper zu, doch Krefelds Goalie hielt. Auch danach stand er sicher und so stand auch nach 40 Minuten auf beiden Seiten die Null.
Der Schlussdurchgang sah dann zunächst ein ähnliches Spiel wie zuvor: Adler mit der reiferen Spielanlage drängten, doch hart arbeitende Pinguine gestalteten die Begegnung, auch den Chancen nach, ausgeglichen. Ganz große Gelegenheiten waren auf beiden Seiten allerdings Mangelware. Vor Brückmann wurde es immer wieder dann gefährlich, wenn Lessio die Initiative ergriff. Immer wieder setzte sich der laufstarke Kanadier, der extrem viel Eiszeit nahm, durch, brachte den Puck aber nicht an Mannheims Toptorwart vorbei. So blieb das Bild unverändert, auch wenn Mannheim insgesamt das aktivere Team war, doch die starke und konzentriert agierende Abwehr der Pinguine hielt den eigenen Kasten weiter sauber – und kam doch etwas durch, dann war Cüpper, der eine hervorragende Leistung bot, sicher zur Stelle. In den letzten Minuten drängten die Adler, doch die Pinguine warfen alles hinein und retteten nicht nur den allerersten Punkt der Verzahnungsrunde sondern auch den ersten Shutout der Saison in die Overtime.
In dieser leisteten sich die Pinguine dann einen Wechselfehler und damit gab es die ganz große Chance für Mannheim, die Partie zu entscheiden. Die Kurpfälzer machten enormen Durck, die Pinguine warfen sich in jeden Puck und gaben alles für den ersehnten Sieg. So überstanden die Pinguine die kritische Situation. In der 64. Minute dann die ganz große Chance für die Adler, als Katic Tommi Huhtala in Szene setzte, der ganz allein vor Cüpper stand. Dieser lag bereits am Boden, wehrte dann den Schuss des Finnen aber doch noch irgendwie ab. Sekunden später tauchte Olson frei vor Brückmann auf, setzte die Scheibe aber hauchdünn neben das Tor. So blieb es auch nach 65 Minuten beim torlosen Remis.
Im Penaltyschießen begann Lessio, der aber scheiterte. Stefan Loibl tanzte Cüpper aus und verwandelte. Olson scheiterte und so konnte Brendan Shinamin das Spiel entscheiden, doch Cüpper hielt sein Team im Spiel. Dann aber scheiterte Martin Schymainski und der Extrapunkt ging an die Adler.
Damit holten die Pinguine den ersten Punkt der Verzahnungsrunde, auch wenn es mit dem ersehnten Sieg nichts wurde. Die Leistung aber war fraglos eine der besten der Saison. Weiter geht es nun am Freitag in Schwenningen, ehe am Sonntag zum Saisonabschluss erneut die Adler der Gegner sind – diesmal allerdings in der SAP-Arena.

Strafen:
Krefeld: 4
Mannheim: 4

Tore:
0:1 Loibl GWPS

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Auch im vorletzten Heimspiel der Saison sollte es für die Krefeld Pinguine am gestrigen Montag nicht zu Punkten reichen. Trotz einer couragierten Leistung und eines bestens aufgelegten Marvin Cüppers im Tor der Seidenstädter unterlag man knapp mit 1:2 gegen die Schwenninger Wild Wings. Sein PENNY DEL-Debüt gab Youngster Maciej Rutkowski, der in der stark angeschlagenen Pinguine-Mannschaft seine ersten Profi-Schritte gehen konnte. Auch Nils Kapteinat war aus der Oberliga-Mannschaft des KEV 81 als Backup hinter Cüpper aufgestellt.
Die Pinguine starteten genauso, wie Cheftrainer Clark Donatelli es nach den desaströsen Auftaktminuten beim letzten Heimspiel gegen Nürnberg forderte. Ab dem ersten Bully kämpften sich die Schwarz-Gelben ins Spiel und hatten auch die erste Chance. Gerade einmal 59 Sekunden dauert es, ehe Filips Buncis von Martin Schymainski auf die Reise geschickt wurde und frei auf Wild Wings-Schlussmann Joacim Eriksson zulief. Der großgewachsene Lette ließ dem Rechtsfänger im Gehäuse der Schwarzwälder keine Chance und netzte auf der Fanghandseite zum 1:0 ein.
Die Freude über den gelungenen Start war jedoch nur von kurzer Dauer. 66 Sekunden später waren es die Schwenninger, die in Person Daniel Pfaffenguts den Ausgleich erzielen konnten. Pfaffengut positionierte sich geschickt vor dem Tor und wurde von Boaz Bessen, der einen Rebound von Dylan Yeo unter Kontrolle und vor das Tor bringen konnte, perfekt in Szene gesetzt. Keine Chance für Cüpper, der sich an diesem Abend über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen konnte. Insgesamt 80 Schussversuche der Schwarzwälder, davon 56 auf das Tor, zeigen deutlich, dass die Mannschaft defensiv trotz des guten Ergebnisses zu viele Schüsse zuließ.
Zudem machten individuelle Fehler und letztlich auch eine Undiszipliniertheit den Unterschied in diesem Spiel aus. Lucas Lessio, dessen persönliches Tête-à-Tête mit Wild Wings-Stürmer Alexander Weiss auf der Strafbank endete, konnte von draußen nur zusehen, als das Powerplay der Süddeutschen in der 12. Minute an die Arbeit ging. Von der blauen Linie war es Cloby Robak, der als Zwischenstation zwischen den Zwillingen Tyson Spink als Vorlagengeber und Tylor Spink als Abfälscher vor dem Tor agierte und das Powerplay nach 30 Sekunden zum Erfolg brachte.
Anschließend pendelte sich das Spiel zwischen beiden Spielhälften ein. Immer wieder kamen beide Teams zu Torchancen, Cüpper und Eriksson hatten aber für den Rest der Partie immer die richtige Antwort parat.
Auch im zweiten Drittel erspielten sich beide Mannschaften Möglichkeiten, jedoch selten mit der letzten Entschlossenheit. Das aggressive Unterzahlspiel der Wild Wings machte beispielsweise einen kontrollierten Aufbau schwer, die Pinguine fanden aber doch immer Lücken und kamen in der 34. Minute beinahe zum Ausgleich, hätte Eriksson die Situation nicht gut gelesen und seine Kelle ausgefahren, um einen Pass aus dem Gefahrenbereich zu befördern. Doch auch die Schwenninger hielten den Druck auf Cüpper aufrecht, ihre beste Chance als Andreas Thuresson aus dem Slot einen One-Timer Richtung Tor brachte.
Die beiden Verteidigungsseiten sollten dem Druck der jeweiligen Gegenseite jedoch standhalten – auch im letzten Drittel. Trauriger Höhepunkt des auf Augenhöhe geführten Spiels war die Verletzung Darin Olvers, der nach einem Check gegen Brett Olson unglücklich umknickte und das Spiel mit Schmerzen im linken Knie verlassen musste. Gute Besserung, an dieser Stelle.
Sportlich investierten die Pinguine in den letzten Minuten noch einiges, um den Ausgleich zu erzielen, blieben aber letztlich glücklos. Trotz eines sechsten Feldspielers sollten die Pinguine in den Schlusssekunden leider nicht mehr gefährlich vor das Tor kommen, zeigten aber mit einem weiterhin stark verkleinerten Kader eine solide und kämpferische Leistung.

Strafen
KEV 4
SWW 4

Tore
1:0 1. Buncis (Schymainski, Gläßl)
1:1 2. Pfaffengut (Bessen, Yeo)
1:2 12. Tylor Spink (PP)(Robak, Tyson Spink)

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Bei der 0:3-Niederlage der Krefeld Pinguine gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag rückte der Sport kurz komplett in den Hintergrund. In der 32. Minute prallten zwei Spieler auf Höhe der blauen Linie mit Linienrichter Jan Philipp Priebsch zusammen. Die Unparteiische verlor hierdurch das Gleichgewicht und prallte böse auf das Eis. Auf den furchterregenden Zusammenstoß reagierten Sanitäter und die medizinischen Verantwortlichen beider Mannschaften geistesgegenwärtig und schnell und halfen bei der Erstversorgung des verletzten Schiedsrichters. Glücklicherweise war Priebsch kurze Zeit später wieder ansprechbar, wurde jedoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Wir wollen an dieser Stelle allen Ersthelfern vor Ort für den couragierten und professionellen Einsatz danken und wünschen Jan Philipp Priebsch eine schnelle Genesung! Auch den Kollegen Marc Iwert, Kilian Hinterdobler und Nikolaj Ponomarjow, die das restliche Spiel zu Dritt geleitet haben, ist an dieser Stelle ein Lob auszusprechen.

Auch sportlich gesehen war es wieder ein gebrauchter Tag für die Krefeld Pinguine. Nachdem eine weitere Untersuchung bei Sergey Belov ergeben hatte, dass der Russe nicht zur Verfügung stehen wird sowie wegen Nikita Quapps Nominierung zur U18-Weltmeisterschaft und der Quarantäne der U23-Mannschaft, stand als Torwart nur Marvin Cüpper für die Pinguine auf dem Spielberichtsbogen. Die Niederlage fasste ein sichtlich angefressener Cheftrainer Clark Donatelli in der Pressekonferenz passend zusammen: „Wenn eine Mannschaft zehn Spiele hintereinander verliert und dann in den ersten fünf Minuten so eine Leistung abliefert und den Torwart im Stich lässt, dann ist das inakzeptabel und nicht zu entschuldigen. Das gucke ich mir so nicht mehr an.“
Die Ice Tigers, die von gestern bereits ein Spiel in Iserlohn in den Knochen hatten, welches in die Verlängerung ging, überrannten die Pinguine in den ersten 4:28 Minuten mit drei Toren. Das erste Tor nach 66 Sekunden erzielte Brett Pollock, nachdem er einen Abpraller Timo Walthers aufnehmen konnte und an Cüpper vorbeilegte. Das 0:2 in der vierten Minute bereitete Daniel Schmölz mit einem präzisen Pass auf Christopher Brown vor. Brown setzte sich im 1-gegen-1 gegen Constantin Braun durch und schob Cüpper das Hartgummi durch die Beine. Auch beim 0:3 machte es die Hintermannschaft der Pinguine den Nürnbergern zu einfach und ließen die Ice Tigers-Stürmer in der Offensivzone frei kombinieren. Routinier Patrick Reimer war derjenige, der am Ende der Passstafette nur noch den Schläger reinhalten musste und von Pollock und Kulda bedient wurde.
Traurigerweise ist damit die Geschichte dieses Spiels schon fast erzählt. Die Pinguine verbesserten sich im Laufe des Spiels zwar, nutzten aber ihre Chancen nicht aus. Sowohl im ersten, als auch im letzten Drittel hatten die Schwarz-Gelben eine 5-gegen-3-Überzahlchancen, die beide ungenutzt blieben und durch die man sich durchaus nochmal ins Spiel hätte zurückbringen können. Auch defensiv war das Team nach den wilden Anfangsminuten besser aufgestellt, was jedoch auch daran lag, dass eine erschöpfte Nürnberger Mannschaft am Ende eher verwaltete statt schaltete.
Die wenigen hochkarätigen Chancen, beispielsweise durch Niklas Postel aus dem Slot zur Mitte des Spiel oder Filips Buncis im letzten Powerplay, konnte Ilya Sharipov im Gehäuse der Ice Tiger entschärfen und feierte seinen ersten Shutout in der PENNY DEL.

Strafen

KEV 4
NIT 10

Tore
0:1 2. Pollock (Walther)
0:2 4. Brown (Schmölz)
0:3 5. Reimer (Kulda, Pollock)

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Trotz starker und bis zur letzten Sekunde engagierter Leistung unterlagen die Krefeld Pinguine am Mittwochabend den Straubing Tigers knapp mit 1:3 (0:1, 1:1, 0:1). Die Pinguine begannen nicht einmal 24 Stunden nach Ende des Spiels in Nürnberg mit fast der gleichen Aufstellung, wie an der Noris. Lediglich der an der Schulter verletzte Nikita Shatsky konnte, ebenso wie der angeschlagene Kristofers Bindulis, erwartungsgemäß nicht spielen. Im Tor begann diesmal Sergej Belov für den jungen Nikita Quapp. Auf der Gegenseite sah der sich in Sebastian Vogl einem der statistisch besten Keeper der DEL gegenüber.
Die Partie begann durchaus ausgeglichen. Die Pinguine hatten zunächst sogar die leicht besseren Chancen. Doch nach gut sechs Minuten leistete sich Lucas Lessio im Forecheck eine unnötige Strafe und so galt es, erstmals in Unterzahl zu agieren. In dieser schlug zunächst ein Schuss von Marcel Brandt an den Pfosten. Wenige Sekunden später durfte der Blueliner zum zweiten Mal abziehen und diesmal zielte er etwas genauer und setzte einen Onetimer mit Wucht genau ins Kreuzeck zur frühen Führung der Hausherren. Die Pinguine jedoch reagierten nicht geschockt, sondern spielten weiter gut mit und hatten in der zehnten Minute nach starkem Solo von Artur Tyanulin die erste richtig dicke Chance durch einen Direktschuss von Lessio aus kurzer Distanz, doch Vogl parierte. Auf der Gegenseite hatten sie aber auch Glück, als Constantin Braun einen Schuss von Kael Mouillerat an die Latte abfälschte. Auf der Gegenseite schickte in der 16. Lessio diesmal Tyanulin, doch der junge Russe wurde im letzten Moment abgedrängt, spielte zwar einen guten Rückpass, doch Brett Olson traf die Scheibe nicht richtig. So blieb es nach den ersten 20 gespielten Minuten bei der knappen Führung der Gastgeber.
Der zweite Durchgang sah dann zunächst ein unverändertes Bild, doch in der 25. Minute bekamen die Pinguine ihr erstes Überzahlspiel des Abends. Die erste Gelegenheit hatte dabei TJ Mulock per Konter, verzog aber knapp. Dann aber die Pinguine der Offensive und über Tyanulin kam der Puck zu Mirko Sacher, der zog von der blauen Linie ab und Lessio nahm Vogl die Sicht und war vielleicht sogar noch leicht an der Scheibe, diese jedenfalls schlug zum nicht unverdienten Ausgleich ein. Lessio wurde zumindest als offizieller Torschütze geführt. Weiter ging es mit einem ausgeglichenen Spiel und bei Vier gegen Vier kam in der 31. Minute nach Scheibenverlust im eigenen Drittel Antoine Laganière frei zum Schuss, doch Belov war sicher zur Stelle. Wenig später dann die Vier-gegen-Drei-Überzahl der Tigers, die dann sogar für einige Sekunden zu einem Fünf-gegen-Drei wurde. Die Pinguine aber kämpften und überstanden so die kritische Situation unbeschadet. Absoluter Turm in der Schlacht war, nicht nur in dieser Situation, Belov, der schon zu diesem Zeitpunkt bei fast 30 Paraden stand (34. Minute). In der 36. dann aber die nächste Unterzahl. Wieder kamen die Tigers gut ins Drittel und ließen den Puck laufen. Und erneut kam die Scheibe zu Brandt. Wieder zog der ab und wie schon im ersten Durchgang schlug der Puck knallhart ein – diesmal aber im kurzen, erneut aber genau im Kreuzeck. Erneut aber zeigten die Pinguine trotz kurzer Bank und noch kürzerer Regenerationszeit keine Resignation, sondern spielten weiter gut mit. Tore aber fielen nicht mehr und so blieb es nach 40 Minuten weiter bei der Ein-Tore-Führung des klaren Favoriten.
Zum Schlussdurchgang kam überraschend Quapp für den bärenstarken Belov aufs Eis. Der allerdings hatte kurz vor der Pause einen harten Schuss genau auf die Maske bekommen und danach leicht angeschlagen gewirkt. Die Mannschaft reagierte aber keineswegs negativ, sondern kam einmal mehr durch die erste Reihe zu einer guten Gelegenheit. Nah einer schnellen Kombination setzte Olson Philipp Mass stark in Szene, der aber mit seinem gefährlichen Schlenzer am gut reagierenden Vogl scheiterte. Dann aber doch die Chance für die Tigers: In der 45. Minute kam Corey Tropp an die Scheibe. Der ex-NHL-Spieler zog von Höhe des Bullypunktes verdeckt ab und traf genau neben den Pfosten zum 3:1. Die Pinguine aber antworteten weiter mit starker Moral, ließen in der 50. Minute die Scheibe einmal mehr durch die Paradereihe stark laufen und zogen die Strafe. Die Überzahl brachte aber gegen das drittbeste Penaltykilling der Liga diesmal keinen Torerfolg. Langsam lief die Zeit herunter, doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende dann noch einmal die Überzahlchance. Wieder lief die Scheibe sehr gut durch die Reihen. Der erste Block spielte das Powerplay bis auf wenige Sekunden durch und kam zu Schüssen, die aber stets im souveränen Vogl ihren Meister fanden. Zwei Minuten vor dem Ende ging dann auch Quapp vom Eis. Die Pinguine feuerten jetzt aus allen Lagen, doch es reichte nicht mehr. Trotz einer erneut couragierten und vor allem von starker Moral geprägten Leistung blieb es bei einer 1:3-Niederlage für die Gäste.
Diese Empfangen nun am Freitag um 19.30 Uhr die Nürnberg Ice Tigers in der heimischen Yayla-Arena. Dennoch: Gerade angesichts der Tatsache, dass es ein dezimiertes Team nach kurzer Erholungsphase war, ist die Leistung der Krefelder aller Ehren wert.

Strafen:
Straubing: 8
Krefeld: 8

Tore:
1:0 7. Brandt (Eriksson, Laganière) PP
1:1 26. Lessio (Sacher, Tyanulin) PP
2:1 37. Brandt (Eriksson, Balisy) PP
3:1 45. Tropp (Gormley, Arcolatse)

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Aufgrund eines Alptraumstarts mit zwei Gegentoren und einer Verletzung von Nikita Shatsky bereits in den ersten fünf Minuten und gleich vier Pfosten- und Lattentreffern im Spiel unterlagen die Pinguine am Dienstagabend bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:5 (2:2, 0:2, 1:1). Die Pinguine konnten nach den Abgängen von Martins Karsums und Ivan Petrakov nur noch auf drei Sturmreihen bauen. Im Tor begann erneut der junge Nikita Quapp, der sich nach der Partie am morgigen Mittwoch in Straubing auf den Weg zur U-18.WM machen wird. Sein Gegenüber war in Ex-Pinguine-Goalie Niklas Treutle ein erfahrener DEL-Schlussmann. Trotzdem: Die Gäste wollten beim Süd-Letzten punkten, das aber erfuhr früh einen herben Dämpfer.
Die Partie begann nämlich für die Pinguine genau so, wie man es nicht wollte: Nach nicht einmal 30 Sekunden bauten die Ice Tigers mit einem schnellen Diagonalpass auf. Der Querpass kam und plötzlich stand Chris Brown frei und überraschte Quapp mit einem schnellen Schuss ins kurze Eck zum 1:0. Wenig später, gerade zwei Minuten waren gespielt, gab es auch gleich die erste Unterzahl für die Gäste, als Maxi Gläßl die zweite gute Gelegenheit der Hausherren nur durch ein Haken zu verhindern wusste – eine gute Strafe, die aber dennoch für das schwächste Unterzahlspiel der Liga eine große Gefahr bedeutete. Und das bestätigte sich, denn bei einem schnellen Querpass durch den Slot kam Luke Adam unmittelbar vor dem Krefelder Goalie an die Scheibe und dieser hatte keine Chance mehr, zu reagieren. So rutschte der Puck durch und kullerte zum frühen 2:0 gerade so über die Linie (3.). Die Gäste waren nun sichtber um etwas Spielkontrolle bemüht und in der siebten Minute zahlte sich das aus. Einen schönen Aufbaupass nah Lucas Lessio in der neutralen Zone hinter dem eigenen Rücken gut mit und lief allein auf Treutle zu, verlud diesen perfekt und schob dann zum 1:2 ein. Wenig später dann sogar die Chance zum Ausgleich, als Nikita Shatsky auf das Tor zulief, doch ein Verteidiger drängte ihn gerade noch ab, der junge Russe kam zu Fall und stürtzte dann unglücklich in die Bande. Mit hängender Schulter ging er gleich durch in die Kabine. Eine Minute später dann die erste Überzahl für Krefeld, als Torschütze Brown Tom-Erik Bappert im Gesicht traf. Der junge Blueliner musste ebenfalls gleich in die Kabine gehen, kehrte aber wenig später auf das Eis zurück. Die Überzahl blieb ohne Torerfolg. Die ganz große Chance zum Ausgleich hatte dann in der zwölften Minute Kapitän Martin Schymainski nach tollen Pass von Artur Tyanulin, doch Treutle wehrte den Schuss des kleinen Torjägers ab. Die Pinguine waren jetzt klar Herr im fremden Haus, doch weitere Chancen, wie ein Direktschuss von Lessio, blieben ungenutzt. Das änderte sich in der 17., als Brett Olson einen Schuss von der blauen Linie perfekt abfälschte: Die Scheibe schlug unhaltbar über Treutles Schulter ein. Weiter blieben die Mannen von Clark Donatelli aktiv, doch ganz klare Gelegenheiten sprangen bis zur Pause nicht mehr heraus. So ging es mit 2:2 und einem insgesamt in fast allen Statistiken überlegenen Gast in die Kabinen.
Durchgang zwei sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, doch nach drei Minuten stand plötzlich Tyson McLellan völlig frei vor Quapp, schoss die Scheibe aber zum Glück für die Gäste knapp über das Tor. Doch in der 25. war es dann doch so weit: Einen Schuss von der blauen Linie fälschte Eric Cornel unmittelbar vor Quapp absolut unhaltbar ab – die aufs kurze Eck fliegende Scheibe schlug im langen Eck ein. Wieder hieß es also für die Pinguine, einem Rückstand hinterher zu laufen. Und es gab die Riesenchance für die Gäste! Nach tollem Pass von Philipp Mass hatten Lessio und Olson ein Zwei-auf-Null. Der Torschütze zum Anschluss passte auf den zum Ausgleich, doch erneut war Treutle mit einem tollen Save zur Stelle. Insgesamt aber hatten jetzt die Gastgeber mehr vom Spiel und bei einer weiteren Nürnberger Überzahl um die 30. Minute hatten die Pinguine bei einem Pfostenschuss und einer Großchance wenig später Glück, überstanden aber die Situation. Immer wieder schalteten die Gäste aber schnell um und in der 37. Minute dann die ganz große Chance: Bei einem Zwei-auf-Eins mit Patrick Klöpper zog Filips Buncis ab und nagelte das Hartgummi an die Latte. Gut zwei Minuten vor der Pause dann aber die nächste Überzahl für die Ice Tiger – und wieder klingelte es. Patrick Reimer bekam den Querpass und hämmerte das Hartgummi vom Bullykreis in den Winkel – Quapp war obendrein die Sicht versperrt. 17:4 Schüsse für Nürnberg zeigen auch statistisch: Die Pausenführung der Gastgeber ging zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung.
Der Schlussdurchgang sah dann Krefelder, die noch einmal alles nach vorn warfen und sie hatten die riesen Chance nach knapp drei Minuten, als Lessio über die rechte Seite durch ging und das Hartgummi erst am kurzen Eck gegen den Pfosten jagte. Den Abpraller brachte der Kanadier wieder an sich, brachte das Spielgerät erneut gefährlich in den Torraum. Dabei traf er Treutle an der Schiene, wieder sprang die Scheibe ans Gestänge und Krefelds Top-Torjäger arbeitete nochmal nach, eroberte die Scheibe erneut und zog noch einmal ab, nur, um dieses mal den anderen (Außen-)Prosten zu treffen – eine schier unglaubliche Szene. Weiter blieben die Pinguine offensiv und in der 48. war es erneut Lessio, der Christian Bull in Szene setzte, doch dessen Schuss wehrte einmal mehr Treutle ab. Immer wieder zirkulierten die Gäste nun den Puck stark im Nürnberger Drittel, doch am Ende waren die Abschlüsse etwas zu ungenau oder Treutle war da. Immer weiter arbeiteten die Pinguine und in der 56. Minute war das endlich von Erfolg gekrönt: Der zum Rookie des Jahres in der DEL nominierte Alex Blank eroberte die Scheibe und passte perfekt in die Mitte, wo Schymainski aus kurzer Distanz zum Schuss kam und das Hartgummi zum zwischenzeitlich hochverdienten Anschluss in die Maschen jagte. Knapp eineinhalb Minuten vor dem Ende ging Quapp vom Eis und die Pinguine versuchten noch einmal alles, doch es reichte nicht mehr – im Gegenteil: Zwei Sekunden vor dem Ende traf Daniel Schmölz zum 5:3.
So bleiben die Pinguine trotz einer weiteren starken Leistung und vor allem toller Moral weiterhin ohne Zähler in der Verzahnungsrunde. Trotzdem, die Leistung mit schmalem Kader machte Spaß und am morgigen Mittwoch in Straubing will das Team daran anknüpfen.

Strafen:
Nürnberg: 2+10 Brown
Krefeld: 6

Tore:
1:0 1. Brown (Schmölz, Gilbert)
2:0 3. Adam (Pollock, Schmölz) PP
2:1 7. Lessio (Tyanulin, Bull)
2:2 17. Olson (Bull)
3:2 25. Cornel (Weber, Reimer)
4:2 39. Reimer (Mebus, Fox) PP
4:3 56. Schymainski (Blank)
5:3 60. Schmölz (Adam) ENG

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Zum zweiten Mal in dieser Saison sind die Krefeld Pinguine in neun aufeinanderfolgenden Spielen sieglos. Gegen die Augsburger Panther verloren die Seidenstädter am Ostersonntag mit 0:3. Eine Verbesserung zum Spiel gegen München sah man zwar in der Defensivarbeit, aber gegen Augsburg war die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung zu harmlos. Das lag auch an dem Fehlen Laurin Brauns, der nach der Verletzung im Spiel gegen München weiter untersucht werden muss, aber mindestens eine Woche ausfällt. Auch Ivan Petrakov und Martin Karsums fehlten aus persönlichen Gründen.
Das Bild zum Anfang der Partie war ähnlich wie in den letzten Spielen auch. Krefeld kam ordentlich aus der Kabine und es wirkte nicht so, als würde der verkleinerte Kader bei den Pinguinen dafür sorgen, dass sie in einen Sparmodus gingen. Trainer Clark Donatelli forderte nach den starken ersten fünf Minuten gegen Ingolstadt und München, dass die Mannschaft einen Schritt weitergehen solle und auch die nächsten fünf Minuten stärker gestalltet. Leider hatten die Panther etwas dagegen und spielten bereits in der fünften Minute einen Konter perfekt aus, nachdem sie den Puck in der neutralen Zone gewinnen konnten. Drew LeBlanc und Torschütze Jaroslav Hafenrichter spielten das 2-auf-1 gegen Christian Bull perfekt aus und ließen Sergey Belov mit einem Querpass keine Chance.
Anschließend setzte ein wenig „Festtagsschwere“ bei beiden Mannschaften ein. Beide besinnten sich eher auf ihre Defensivarbeit und ließen wenige hochkarätige Chancen zu. Sehr zur Freude der beiden Schlussmänner Belov, und Markus Keller auf Seiten der Augsburger.
Im zweiten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Beide Teams spielten abwartend und erspielten sich wenige Großchancen. Die beste Chance hatten die Pinguine in der 22. Minute durch den aufgerückten Daniil Valitov, der aus dem Slot aber an Keller scheiterte. Auf der anderen Seite hatte Belov einmal Glück als Ex-Pinguin Scott Valentine nur die Latte traf, zeigte aber in der 32. Minute einmal seine Klasse, als Panther-Stürmer Michael Clarke frei vor ihm auftauchte, aber per Rückhand am Russen scheiterte.
Auch das letzte Drittel hatte lange wenig Brisanz. Beide Teams hielten das Tempo weitestgehend gering, Krefeld versuchte sich mit Konterchancen wieder ins Spiel zurückzubringen, blieb jedoch oft zu harmlos im Abschluss. Einzig durch gute Einzelaktionen brachten sich die Pinguine beispielsweise durch den Dynamo Artur Tyanulin in gute Schusspositionen.
Die defensive Spielweise sorgte dafür, dass Augsburg das Spiel wieder an sich reißen und in den letzten zehn Minuten merklich das Tempo anziehen konnte. TJ Trevelyan versuchte es acht Minuten vor dem Ende einfach mal auf eigene Faust und setzte sich gegen zwei Pinguine-Verteidiger durch, um einen Schuss abzugeben. Belovs konnte den Rebound nicht unter Kontrolle bringen und ehe der Puck geklärt werden konnte, war es Bradley McClure, der den Abpraller fand und über die Linie brachte.
Die Luft bei den Schwarz-Gelben war spätestens danach raus. Augsburgs Forecheck fing eine Scheibe der Krefelder in der 55. Minute ab und sorgte durch einen Treffer Trevelyans mit dem 0:3 für die Entscheidung. Ein ursprünglich geblockter Pass landete wieder auf dem Schläger des routinierten Kanadiers, der Belov keine Chance ließ.

Strafen
KEV 6
AEV 6
Tore
0:1 5. Hafenrichter (LeBlanc, Viveiros)
0:2 53. McClure (Trevelyan, Viveiros)
0:3 55. Trevelyan (Stieler)

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Nach der ärgerlichen 5:0-Wertung vom Mittwochabendspiel und der hohen Schlappe im Hinspiel, hatten die Pinguine eigentlich gleich doppelte Motivation gegen München mit vollem Einsatz in die Partie zu gehen. Doch am Ende verlor man nicht nur das Spiel deutlich mit 1:8 (0:3; 0:2; 1:3), sondern voraussichtlich auch Laurin Braun. Eine Diagnose steht zwar noch aus, wir wünschen jedoch jetzt bereits gute Besserung.
Doch auch schon vor der Partie gab es leichte Ernüchterung im Krefelder Lager. Brauns Sturmpartner Lucas Lessio, der in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Bewerbung für einen neuen Vertrag abgibt, ging nach nur einem Wechsel und 38 Sekunden Eiszeit leider zurück in die Kabine und kehrte nicht mehr zurück. Doch auch die Münchener mussten auf einige wichtige Spieler in ihren Reihen verzichten. Somit kein Vor- oder Nachteil für eine Mannschaft in diesem Bereich.
Die Pinguine erwischten den besseren Start und hatten nach 11 Sekunden durch Nikita Shatsky bereits die Chance auf das Führungstor. Doch der Russe scheiterte an Kevin Reich, der heute im Tor der Bullen startete. Nach den ersten fünf Minuten sah auch nichts nach einer deutlichen Niederlage aus. Beide Mannschaften erspielten sich Chancen, sodass auch Marvin Cüpper im Tor der Pinguine ein Gespür für das Hartgummi bekam.
Doch dann folgte der große Auftritt Yasin Ehliz‘. Der gebürtige Tölzer war mit vier Toren und zwei Vorlagen der überragende Spieler der Partie und begann seine Gala in der 13. und 14. Minute. Zuerst im Powerplay nachdem Constantin Braun wegen Haltens auf der Strafbank saß, wenige Sekunden später auf Zuspiel JJ Peterkas per One-Timer. 0:2 aus Sicht der Pinguine. Doch der Torhunger der Münchener, und insbesondere der von Ehliz, war noch nicht gestillt. Noch in der letzten Minute des ersten Drittels komplettierte der 28-jährige seinen lupenreinen Hattrick. Nach einem Pass Andrew MacWilliams zog Ehliz von der blauen Linie ab und konnte den Puck an Cüpper, dessen Sicht verdeckt wurde, ins Tor vorbeischießen.
Im zweiten Drittel machten die Münchener ihre Dominanz weiter klar. Zwar setzten die Pinguine immer wieder Nadelstiche, konnten sich aber nie wirklich gefährlich vor dem Tor positionieren. Somit waren es die Bayern, die den Pinguinen zeigten, wo das Tor stand. Das zweite Drittel gehörte jedoch Maximilian Kastner, der ebenfalls die ersten beiden seiner insgesamt drei Tore innerhalb von 31 Sekunden erzielte. Der erste Treffer des Doppelschlags in der 34. Minute auf Zuspiel Peterkas, das zweite nach einem unglücklichen Abwehrverhalten als gleich alle drei Münchener Stürmer letztlich vor dem Tor des chancenlosen Marvin Cüppers standen. Zu einfach für die spielstarken Bayern.
Auch im letzten Drittel sollte es nicht an Toren mangeln. Leider, wie gehabt, ungleichmäßig verteilt. Sein viertes Tor erzielte Yasin Ehliz zum zwischenzeitlichen 0:6 im Powerplay, nachdem die Scheibe über 60 Sekunden lang keinen Pinguine-Spieler berührte, am Ende einer Kombination, bei der man einfach nur anerkennen musste, dass München eine Klasse zu hoch für unsere junge Mannschaft ist.
Doch zumindest der Ehrentreffer, der fiel in der 49. Minute, nachdem Leon Niederberger seine Torflaute endlich beenden konnte und einen Konterangriff auf Zuspiel Patrick Klöppers und Maximilian Gläßls vollenden konnte. Zumindest eine gute Neuigkeit an einem andernfalls gebrauchten Abend.
Das KEV-Tor-Jingle war jedoch kaum verstummt, da zeigte Trevor Parkes, warum er zu den Top-Spielern in der PENNY DEL gehört. Mit seinem Solo im Drittel der Pinguine bereitete der Kanadier nur 35 Sekunden nach dem Anschluss den 1:7-Treffer für seinen Landsmann Andrew Ebbett vor. Den Schlusspunkt setzte die alles durchwirbelnde Reihe um Torschütze Kastner auf Zuspiel Ehliz‘ und Peterkas in der 58. Minuten im Powerplay.

Strafen
KEV 10
RBM 14

Tore
0:1 13. Ehliz (PP) (Redmond, Bourque)
0:2 14. Ehliz (Peterka)
0:3 20. Ehliz (MacWilliam, Redmond)
0:4 33. Kastner (Peterka)
0:5 34. Kastner (Peterka, Ehliz)
0:6 46. Ehliz (PP) (Bourque, Maione)
1:6 49. Niederberger (Klöpper, Gläßl)
1:7 50. Ebbett (Parkes)
1:8 58. Kastner (PP) (Ehliz, Peterka)

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Nach einem hart umkämpften Spiel standen die Pinguine am gestrigen Abend leider wieder ohne Punkt da. Durch ärgerliche Strafen zu Beginn des letzten Drittels war man zuerst mit drei Toren in Rückstand geraten, ehe eine couragierte Aufholjagd mit zwei späten Toren nicht belohnt werden konnte.
Schon vor dem ersten Bully stand fest, dass das Spiel zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt ein besonderes wird – sowohl für den KEV als auch für Daniel Pietta im Dress der Panther. Das Pinguine-Urgestein sollte, nach dem Video-Tribut im Rahmen der Starting Six-Präsentation, direkt im Fokus stehen. Die Nummer 86 timte einen Bodycheck falsch und wurde deswegen für zwei Minuten hinausgestellt. 10 Sekunden später traf es auch Simon Schütz für die Panther wegen Spielverzögerung, sodass ein 5-gegen-3-Powerplay zu Werke gehen konnte. Diesen Platz nutzten die Pinguine auch direkt aus und brachten Scheiben zum Tor. 17 Sekunden später stand Ivan Petrakov genau richtig und brachte den Puck aus kurzer Distanz im Tor unter nachdem der frischgebackene Vater „Dad“ Olson ihm den Puck mit dem Schlittschuh legal zu kickte.
In der Folge war das Spiel zuerst ausgeglichen, dann zum Ende des ersten Drittels Ingolstadt etwas stärker und vor dem Tor eiskalt. In der 11. Minute glich zuerst Hans Detsch aus, 38 Sekunden später brachte Tim Wohlgemuth die 1:2 Führung. Beide Male wurden die Torschützen vor dem Tor Sergey Belovs sträflich frei stehengelassen und so ging es wieder einmal mit einem Rückstand in die Kabine.
Im zweiten Drittel sollten vor allem die Torleute im Mittelpunkt stehen. Sowohl Belov als auch Michael Garteig machten mit einigen guten Paraden auf sich aufmerksam. Insbesondere dem Russen im Tor und dem Unterzahlspiel der Pinguine war es zu verdanken, dass die Seidenstädter nicht bereits mit zwei oder gar drei Toren im Rückstand lagen. Die gute Verteidigungsarbeit münzten die Schwarz-Gelben in der 29. Minute in den Ausgleichstreffer um. Kurz nach einer abgelaufenen Straße bedienten die Braun-Brüder den heranrauschenden Nikita Shatsky, der den Puck oben links an Garteig vorbeischoss.
Daraufhin folgte ein reger Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften mit insgesamt drei weiteren abwechselnd fallenden Toren. Schütz in der 32. Minute von der blauen Linie als ausgerechnet Shatsky den Puck unglücklich im Slot abfälschte, Artur Tyanulin in der 38. Minute mit dem Ausgleich, und keine Minute später Petrus Palmu auf der Gegenseite erneut mit der Führung für die Schanzer. Das muntere Hin-und-Her sollte durch die Pausensirene jedoch unterbrochen werden.
Zu Beginn des letzten Drittels brachten sich die Pinguine leider selbst in unnötige Bedrängnis. Zuerst fand Kristofers Bindulis, so wie viele Zuschauer zuhause heraus, dass aufgrund der Corona-Regeln das Spielen mit fehlendem Handschuh nicht gestattet ist. Die Überzahl nutzen die Panther prompt aus und erhöhten mit Ablauf der Strafe durch Wayne Simpson auf 3:5. Pinguine-Assistent Olson, der mit der Strafe und dem daraus resultierenden Tor nicht einverstanden war, überspannte offenbar den Bogen so sehr, dass auch er für zwei Minuten zum Abkühlen geschickt wurde. Auch diese Überzahlsituation nutzen die Ingolstädter aus. Über Wohlgemuth und Pietta landete die Scheibe erneut bei Simpson, der lediglich das leere Tor treffen musste und mit dem 3:6 für die Vorentscheidung sorgte.
Doch die Pinguine ließen sich dieses Mal nicht hängen und erspielten sich weiterhin Torchancen. Nach einer Strafe gegen Ingolstadt fünf Minuten vor dem Ende des Spiels nahm Clark Donatelli seine Auszeit und schwörte die Mannschaft zum Schlussangriff ein. Eine knappe Minute später staubte Kapitän Martin Schymainski vor dem Tor ab und schob den Puck an Garteig zum 4:6 vorbei. Damit war das Spiel jedoch immer noch nicht zu Ende. 58. Spielminute: Laurin Braun auf Tom-Eric Bappert, der wiederum auf Artur Tyanulin ablegte. Der quirlige Russe mit einem imposanten Solo und ansehnlich angetäuschten Schuss, und plötzlich doch mit dem Finger am Abzug und dem 5:6.
Doch die Belagerung der Pinguine sollte am Ende leider zu spät kommen. Trotz des sechsten Feldspielers und des Dauerdrucks in der Schlussminute lief die Uhr zugunsten der Ingolstädter ab.

Strafen
KEV 12
ING 12

Tore
1:0 1. Petrakov (PP) (Olson, Sacher)
1:1 11. Detsch (Ellis, Soramies)
1:2 11. Wohlgemuth (Höfflin, Stachowiak)
2:2 29. Shatsky (L. Braun, C. Braun)
2:3 32. Schütz (Wagner, Simpson)
3:3 38. Tyanulin (Lessio, Mass)
3:4 39. Palmu (Höfflin, Stachowiak)
3:5 44. Simpson (Ellis, Wohlgemuth)
3:6 46. Simpson (Pietta, Wohlgemuth)
4:6 57. Schymainski (L. Braun, C. Braun)
5:6 58. Tyanulin (Bapert, L. Braun)

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Der Süden ist weiter keine Reise wert für die Pinguine: Im Auswärtsspiel bei Mitfavorit Red Bull München setzte es für die Schwarz-Gelben eine herbe 2:9 (1:4, 0:0, 1:5)-Pleite. Dabei war die Begegnung eigentlich nach gut zwölfeinhalb Minuten und einem Stand von 0:4 bereits entschieden. Coach Clark Donatelli baute im Tor einmal mehr auf Sergej Belov, der zum dritten Mal in Folge startete. Sein Comeback nach Kieferbruch feierte dessen russischer Landsmann, der junge Daniil Valitov. Belov gegenüber stand nicht Danny aus den Birken, sondern der junge Kevin Reich. Für die Pinguine ging es nach den beiden bitteren Spielen gegen Augsburg und Straubing zunächst einmal darum, nach zu Spielbeginn knapp 143 Minuten wieder einmal zu treffen.
Das fehlende Selbstvertrauen aber war in den ersten Wechseln spürbar. Der Favorit aus dem Süden riss das Spiel von Beginn an an sich und ließ die Pinguine überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Es gelang den Gästen zu Beginn nicht, sich ins gegnerische Drittel zu kombinieren und dort Kontrolle aufzubauen und so kam es, wie es kommen musste: In der vierten Minute ging Justin Schütz über die rechte Seite ins Krefelder Drittel und zog vom Bullypunkt ab. Belov war ohne Abwehrchance und die Scheibe schlug im langen Eck ein. Eine Minute später kam Ex-Nationalspieler Philipp Gogulla zum Nachschuss, doch der Krefelder Schlussmann war mit einem bärenstarken Schoner-Save zur Stelle. Die Pinguine befreiten sich danach etwas und hatten eine erte Überzahl, die aber ungenutzt blieb. Und der Süd-Zweite blieb eiskalt. In der elften Minute kam bei angezeigter Strafe gegen Krefeld Trevor Parkes an die Scheibe, ging ins Drittel und zog verdeckt ab – Belov war chancenlos und das Hartgummi schlug unter der Latte ein. Und auch weiter ging das Spitzenteam mit dem Fuß nicht vom Gas – im Gegenteil: Derek Roy bediente Gogulla, der überzog Belov, so dass dieser chancenlos auf dem Eis lag und schoss dann souverän aus spitzem Winkel mit der Rückhand ein (13.). Jetzt drohten alle Dämme zu brechen, denn nur 30 Sekunden später spielte Chris Bourque von hinter dem Tor in den Slot. Dort wartete erneut Parkes, der Belov mit einer schnellen Bewegung erneut nicht die Spur einer Chance ließ: das 4:0. Die Pinguine, die zuvor knapp 160 Minuten ohne eigenen Torerfolg geblieben waren, gaben dennoch nicht auf und es war einmal mehr Lucas Lessio, der mit Speed ins Drittel ging, Reich austanzte und mit dem 1:4 wenigstens für etwas Freude bei den eigenen Anhängern. Und fast sogar gleich der nächste Treffer, denn wenig später setzte sich Laurin Braun stark durch und legte auf Kristofers Bindulis, der frei zum Schuss kam, aber an Reich scheiterte. So blieb es nach 20 Minuten beim verdienten 4:1 für die Hausherren.
Durchgang zwei sah Gäste, die besser im Spiel waren und keine großen Chancen zuließen. Auf der anderen Seite traf Laurin Braun mit einem verdeckten Schuss etwas zu hoch und das Spielgerät zischte knapp über die Latte. So plätscherte das Spiel langsam dahin, bis in der 30. Minute Kapitän Martin Schymainski frei zum Schuss kam, die Scheibe aber nicht voll traf und in der Folge verzog. Und auch die nächste gute Gelegenheit ging an die weißgekleideten Gäste: In der 35. Minute war Patrick Klöpper auf und davon und ging mit viel Tempo aufs Tor der Gastgeber zu, um dann aber den Schuss knapp zu hoch anzusetzen. Wenig später fälschte Schymainski einen L.Braun-Schuss gefährlich ab, doch Reich hielt. Die ganz große Chance zum Anschuss hatte dann in der 38. Minute Filips Buncis, der eine Starke Petrakov-Hereingabe knapp verpasste. Sekunden später vergab der Russe bei einem 3-auf-1 diesmal auf Pass von Buncis, weil er zu lange zögerte. So blieb es nach zwei Dritteln beim 1:4.
Der Schlussdurchgang sah dann nach fast genau einer Minute die allererste Strafe der Partie gegen die dennoch aufopferungsvoll kämpfenden, aber diszipliniert spielenden Pinguine. Und diese Unterzahl dauerte nicht lange: München spielte ex-NHL-Star Derek Roy frei und der Torjäger verwandelte mit einem perfekten Schuss genau in den Winkel zum 5:1, das mittlerweile deutlich zu hoch für den Spielverlauf war. Und es kam sogar noch schlimmer, denn in der 46. Minute stocherte Yannick Seidenberg einen Abpraller über die Linie. Jetzt schienen endgütig alle Dämme zu brechen, denn nur knapp zwei Minuten später kam Ethan Prow an die Scheibe, ging ungehindert durchs Drittel und zog mit der Rückhand ab. Belov war die Sicht verdeckt und die Scheibe schlug unter seinem Schoner hindurch zum 7:1 ein. Das aber wollte Artur Tyanulin nicht auf sich sitzen lassen, ging bei einem 2-auf-1 ins Drittel, überzog den rutschenden Verteidiger wunderschön und schoss zum 2:7 ein. Doch nur 23 Sekunden später war der alte Abstand wieder hergestellt: Nach schönem Querpass zog Seidenberg direkt ab und knallte das Hartgummi genau unter die Latte zum 8:2 in die Maschen. Und auch damit hatten die Jungs von Don Jackson nicht genug: In der 55. Minute fuhr JJ Peterka um das Tor und legte zurück in den Slot, wo Andrew Ebbett stand und zum 9:2 einnetzte. Kurz vor Schluss dann noch einmal eine Strafzeit für München, die sich einen Wechselfehler erlaubten. Die große Chance aber hatte der Gastgeber: Nach einem Scheibenverlust ging Maxi Kastner ganz allein auf Belov zu, doch der Russe hielt. So blieb es bei einer klaren 2:9-Packung an der Isar.
Bereits am Donnerstagabend gibt es, diesmal in der Yayla-Arena, ein Wiedersehen der beiden Kontrahenten und die Chance zur Revanche. Zuvor treten die Schwarz-Gelben am Mittwoch, ebenfalls in heimischer Halle, gegen Ingolstadt an.

Strafen:
München: 4
Krefeld: 2

Tore:
1:0 4. Schütz (Peterka, Reich)
2:0 11. Parkes (MacWilliam, Redmondo)
3:0 13. Gogulla (Roy, Mauer)
4:0 Parkes (Bourque, Voakes)
4:1 17. Lessio
5:1 42. Roy (Seidenberg Prow) PP
6:1 46. Seidenberg
7:1 47. Prow (Bourque, Voakes)
7:2 49 Tyanulin (L. Braun, Niederberger)
8:2 49. Seidenberg (Kastner, Prow)
9:2 55. Ebbett (Peterka, Schütz)

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Die Pinguine bleiben gegen die Süd-Teams in der Verzahnungsrunde ohne Punkt. Im Heimspiel gegen die Straubing Tigers unterlag das Team zwei Tage nach der Pleite in Augsburg mit 0:4 (0:2, 0:1, 0:1). Dabei waren die Vorzeichen eigentlich nicht schlecht, denn am Vorabend hatten die Tigers in Düsseldorf gespielt (und 4:0 gewonnen), waren also ohne Frage etwas müde. Im Tor setzte Trainer Clark Donatelli erneut auf Sergej Belov. Ihm stand Sebastian Vogl gegenüber.
Früh im Spiel sahen sich die Pinguine einer Unterzahl entgegen. Und die brachte gleich den frühen Schock, denn Evan Trupp fälschte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab. Zwar war das Tor verschoben, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer an (4.). Die erste gute Ausgleichschance hatte in der sechsten Minute Nikita Shatsky, scheiterte aber an Vogl. Insgesamt entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem es zwar auf beiden Seiten Chancen gab, doch ganz klare Gelegenheiten waren nicht wirklich dabei. Oft waren es Situationen, in denen es gefährlich aber nicht zwingend war, wie in der 16. Minute, als Lucas Lessio die Scheibe in den Torraum brachte, wo Brett Olson gegen zwei Verteidiger den Puck nicht im Tor unterbrachte. So geschah insgesamt nicht viel – bis zur 18. Minute, als die Pinguine die zweite Strafe bekamen. Und wieder zeigten sie, warum sie am Ende der Statistik dieser Disziplin in der DEL stehen. Nach einer schnellen Kombination stand Tim Brunnhuber völlig frei und verwandelte eiskalt zum 0:2. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.
Der zweite Durchgang sah dann nach wenigen Sekunden das erste Überzahlspiel für die Hausherren, deren Powerplay in den vergangenen Wochen zu den besten der Liga zählt. Der Puck lief allerdings zwar gut durch die Reihen, ein Tor oder auch nur eine klare Einschussgelegenheit jedoch sprang nicht heraus, da die Tigers stark und aggressiv verteidigten und zeigten, warum ihre Unterzahl die Drittbeste der Liga ist. Die Pinguine aber blieben aggressiv und in der 26. Minute tauchte plötzlich Filips Buncis frei vor Vogl auf und zog von Höhe der Bullypunkte ab, doch der Keeper parierte. Zwei Minuten später setzte sich Artur Tyanulin stark durch, scheiterte aber aus kurzer Distanz ebenfalls am Tigers-Schlussmann. Wenig später dann die dritte Unterzahl des Abends und wieder machten die Tigers viel Druck, die Pinguine aber überstanden mit harter Arbeit und etwas Glück diese Situation. Sie blieben weiter dran, hatten aber in der 33. Minute eine Schrecksekunde zu überstehen, als Belov überragend gegen Kael Muillierat parierte. Doch die Tigers blieben dran und nur zwei Minuten später wurde ein Schuss von Ex-Pinguin Benedikt Schopper abgefälscht und sprang genau auf die Kelle von Sena Acolatse zum 0:3 einschoss. Sekunden später dann die große Chance für Lessio, doch gleich dreimal scheiterte der Kanadier aus kürzester Distanz an Vogl. So blieb es nach 40 Minuten beim 0:3.
Die Hausherren starteten mit viel Energie in den Schussdurchgang, doch erst scheiterte Mirko Sacher an Vogl, dann wurde Tyanulins Schuss nach toller Vorarbeit Lessio geblockt. Wenig später dann aber die nächste Strafzeit für Krefeld, die die Schwarz-Gelben diesmal sicher überstanden und gleich durch erneut Tyanulin die nächste Chance – weder ohne Erfolg – hatten. Wenig später dann die dritte eigene Überzahl des Abends. In deser lief die Scheibe gut und plötzlich stand Ivan Petrakov völlig frei, scheiterte jedoch einmal mehr an Vogl. Gleiches galt wenig später für Lessio und Alex Blank. Ab Mitte des Drittels bekamen die Tigers das Spiel wieder besser in den Griff und es gab keine großen Chancen auf beiden Seiten mehr. Doch gut sechs Minuten vor dem Ende leistete sich Buncis einen Kniecheck gegen Eriksson und bekam eine 5+Spieldauerstrafe aufgebrummt. Die Strafe überstanden die Pinguine, doch fünf Sekunden vor dem Ende tauchte Acolatse völlig frei vor Belov auf, der aber überragend parierte. Das folgende Bully aber ging verloren und wieder zog Acolatse ab und diesmal traf er – zwei Sekunden vor dem Ende – zum 0:4-Endstand.
Damit blieben die Pinguine zwei Spiele in Folge ohne eigenen Treffer und treffen nun am Montagabend in München beim EHC Red Bull an.

Strafen:
Krefeld: 15+SD Buncis
Straubing: 12

Tore:
0:1 4. Trupp (Laganière) PP
0:2 18. Brunnhuber (Williams, Eder) PP
0:3 35. Acolatse (Schopper, Eriksson)
0:4 60 Acolatse (Eder)