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Schluss, aus, vorbei. Die Adler Mannheim sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Klasse zu hoch für die Krefeld Pinguine. Die Niederlage in der SAP Arena Mannheim besiegelt den sportlichen Abstieg der Pinguine. Am Mittwoch unterlag man mit 6:1 und muss somit den harten Weg in Liga 2 gehen.

Die Weiche zum Misserfolg stellte sich bereits in der vierten Minute. Lucas Lessio fädelt beim Forecheck bei Korbinian Holzer ein und bringt den Verteidiger zu Fall. Die darauf folgende Strafzeit nutzte Ruslan Ishakov durch eine starke Einzelaktion aus.

Trotz einiger guter Chancen der Schwarz-Gelben, beispielsweise durch Lucas Lessio in der 13. Minute, wollte der Ausgleich im ersten Drittel nicht fallen. Doch auch die Adler konnten ihre Führung vorerst nicht ausbauen.

Das sollte aber recht zügig im zweiten Drittel der Fall sein. Erneut war es Ishakov, der die von Oleg Shilin abgeprallte Scheibe aufnahm und ins leere Tor schießen konnte. Ausgerechnet Dominik Tiffels kollidierte nach dem ersten Save des Krefelder Schlussmanns mit selbigen und machte dem 21-jährigen Russen das Leben denkbar einfach.

Kurz darauf sorgten die Mannheimer mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Eine tiefgebrachte Scheibe der Adler wurde von Nico Krämmer zurückerobert und vor das Tor gechippt. Shilin im Tor träumte und unterschätzte die Gefahr die von Nigel Daws vor dem Tor ausging. Der Stürmer nutzte diese Unkonzentriertheit und netzte ein.

Hoffnung sollte in der 26. Minute aufkommen. Mike Hoeffel konnte sich über seinen ersten Treffer im Pinguine-Dress freuen. Maciej Rutkowski brachte die Scheibe scharf vor das Tor, wo der Deutsch-Amerikaner seinen Schläger geschickt reinhielt und den Puck ins lange Eck abfälschte.

Es sollte aber nichts mehr werden mit der Aufholjagd. Schon vor Ablauf des zweiten Spielabschnitts stellten die Adler den alten Vorsprung wieder her. Markus Eisenschmied zeigte seine Hand-Augen-Koordination vor dem Tor, als er einen Nachschuss aus der Luft, über den auf dem Hosenboden sitzenden Shilin hinweg im Tor unterbrachte ­– 4:1 Drittelstand.

Im letzten Drittel wollte auch nichts mehr gelingen. Müde und ausgepowert wirkte die Mannschaft und wenn man ehrlich ist, kann man es den Mannen um Igor Zakharkin nicht mal wirklich verübeln. Trotzdem kam nicht mehr viel Gegenwehr. David Wolf erhöhte in der 45. Minute auf 5:1 nachdem er einen ahndungswerten, aber straffrei gebliebenen Crosscheck ausführte. Nicht das einzige Foul, das von den Unparteiischen ohne Konsequenzen für die Adler blieb. Niclas Lucenius musste wenige Minuten vor Spielende nach dem Check gegen sein Knie in die Kabine. Dass das Spiel nicht mehr aus den Fugen geraten ist, lag primär an der Müdigkeit der Pinguine. Tim Wohlgemuth setzte 67 Sekunden vor Spielende den 6:1-Schlusspunkt.

Der Abstieg ist damit auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern. Die letzten beiden Spiele sind als nur noch als Abschiedsspiele aus der Liga zu sehen. Zu hoffen bleibt, dass wir zumindest am Sonntag, zum Abschied unseres langjährigen Stadionsprechers Kristian Peters-Lach beim Rückspiel in der Yayla Arena nochmal alles aus der Mannschaft herausholen können.

 

Strafen

MAN 6

KEV 6

 

Tore

1:0 (02:52) Ishakov (Plachta, Katic)

2:0 (22:06) Ishakov (Elias, Hännikäinen)

3:0 (23:48) Dawes (Krämmer, Holzer)

3:1 (25:11) Hoeffel (Rutkowski, Lewandowski)

4:1 (30:57) Eisenschmied (Larkin, Wohlgemuth)

5:1 (44:08) Wolf (Ishakov, Plachta)

6:1 (58:53) Wohlgemuth (Eisenschmied, Rendulic)

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Der Bayern-Roadtrip endet ohne Punkte. Auch im zweiten Auswärtsspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mussten die Pinguine zu viele Gegentore verdauen, um mitzuhalten. Nikita Quapp, der keinesweg Schuld an der Niederlage trug und insbesondere im ersten Drittel des Spiels einige gute Paraden zeigte, und seine Vorderleute kamen durch einen Doppelschlaf im zweiten Drittel zurück ins Spiel, mussten jedoch die Nürnberger wieder ziehen lassen.

Den einzigen Treffer des Eröffnungsdrittels erzielte Nicholas Welsh in der 9. Spielminute. Ein geblockter Schuss von Dennis Lobach setzte sich gefährlich in den Slot, wo ihn Welsh aufnehmen und ansatzlos auf der Stockhandseite Quapps im Tor unterbrachte.

Das wilde zweite Drittel begann mit zwei Rückschlägen für die Pinguine. Interhalb von 4:15 Minuten zogen die Ice Tigers im zweiten Drittel auf 0:3 davon. Lukas Ribariks Treffer schaffte es nur um Zentimeter über die Torlinie, wie im Videobeweis zu sehen war, Tim Fleischer nutzte zwei Minuten später erneut ein Abstimmungsproblem in der Verteidigung aus und brachte einen abgeblockten Schuss im Tor unter.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd begann in der 31. Minute. Robert Sabolics Tor in Überzahl flog knapp am Ohr Niklas Treutles vorbei, 26 Sekunden später profitierte Justin Volek von einem Abpraller vor dem Tor und schob den Puck an Treutle vorbei ins Tor.

Doch die Ice Tigers antworteten noch im selben Spielabschnitt auf die Bemühungen der Pinguine. In der 37. Minute erhöhte Andrew Bodnarchuk und stellte vor der zweiten Unterbrechung einen zwei-Tore-Vorsprung her.

Im letzten Spielabschnitt ließen die Bayern ebenfalls nicht mehr anbrennen und konnten die Führung nicht nur verteidigen, sondern weiter erhöhen. Auf Zuspiel des starken Nicholas Welsh und Tim Fleischer, erzielte Daniel Schmölz in der 48. Minute das 2:5 aus Sicht der Pinguine. Den Schlusspunkt setzte mit Oliver Mebus ein Ex-Pinguin, der sich sonst eher selten in die Scorer-Liste einträgt. Sein zweites Sasiontor sollte der Schlusspunkt einer schwachen Pinguine-Leistung sein.

Die Zeit wird langsam knapp, um im Abstiegskampf noch Punkte zu holen. Den nächsten Versuch unternehmen die Pinguine am Mittwoch im Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg.

 

Strafen

NIT 12

KEV 8

 

Tore

1:0 (08:16) Welsh (Lobach, Ustorf)

2:0 (22:26) Ribarik (Sheehy, Friedrich)

3:0 (24:15) Fleischer (Brown, Schmölz)

3:1 (30:22)(PP) Sabolic (Lewandowski, Bracco)

3:2 (30:48) Volek (Weiss, Braun)

4:2 (36:23) Bodnarchuk (Fox, Fleischer)

5:2 (47:36) Schmölz (Welsh, Fleischer)

6:2 (51:57) (PP) Mebus (Weber, Friedrich)

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Trotz einer über fast die komplette Spieldauer guten, streckenweise dominanten Leistung im Curt Frenzel-Stadion zu Augsburg mussten die Pinguine beim 4:7 (1:3, 2:3, 1:1) eine weitere ganz bittere Niederlage hinnehmen. Dabei mussten die Pinguine weiter auf eine ganze Reihe Leistungsträger verzichten. Im Vergleich zum so enttäuschenden Iserlohn-Spiel rückte immerhin Topscorer Jeremy Bracco wieder ins Team. Dafür musste Leon Niederberger passen. Bei Mike Hoeffel, bei dem Hoffnung auf eine Rückkehr bestanden hatte, reichte es am Ende nicht. Bei den Pinguinen begann erneut der zuletzt als Vielspieler aktive Sergey Belov im Tor. Ihm gegenüber stand Olivier Roy für die Panther.

Die Partie begann alles andere als nach Wunsch. Nur 41 Sekunden waren gespielt, da zog Matt Puempel im Krefelder Drittel auf und ließ einen knallharten Schlagschuss ab, mit dem er Belov überraschte und das Hartgummi genau in den Torwinkel knallte. Die Pinguine aber agierten keineswegs geschockt, sondern hatten gleich eigene Chancen. Und das zeigte in der 5. Minute Erfolg. Ein Schuss von der blauen Linie wurde abgeblockt und fiel genau auf den Schläger von Anton Berlyov. Der legte das Hartgummi zur Seite, verlud Roy und traf unter die Latte zum absolut verdienten Ausgleich. Die Pinguine waren jetzt das klar bessere Team und ließen die Scheibe gut laufen. Doch in der 9. Minute der Schock. Einen Schuss durch den Verkehr lenkte Belov gerade noch an den Pfosten. Die Scheibe sprang nach außen weg, doch TJ Trevelyan stocherte den Puck hoch in den Torraum und traf den zurückhechtenden Belov unglücklich an der Stockhand, so dass die Scheibe zum 2:1 ins Tor trudelte. Eine Minute später die erste Unterzahl für die Gäste. Diese sah zunächst gut aus, doch dann zog Brad McClure ab, Trevelyan hielt den Schläger rein und fälschte unmittelbar vor Belov unhaltbar zum 3:1 ab. Der Russe verließ jetzt frustriert seinen Kasten und machte Platz für Nikita Quapp. Die Pinguine erholten sich und kamen zu einigen Möglichkeiten, doch erneut Berlyov oder Laurin Braun verfehlten jeweils knapp das Ziel. Allerdings galt es auch, Die Gastgeber defensiv zu kontrollieren. In der 18. verfehlte Trevelyan das Tor knapp. Sekunden vor der Pause dann die große Ausgleichschance für Lucas Lessio. Der Torjäger lief allein auf Roy zu, legte eigentlich eine starke Körpertäuschung hin, doch der Schlussmann der Gastgeber war mit einem starken Schoner-Save zur Stelle und rettete den Seinen so das insgesamt eher glückliche 3:1 in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel brachte dann zunächst ein ausgeglichenes Spiel, dann aber ging die Topreihe der Pinguine an die Arbeit. Lucas Lessio versuchte den Bauerntrick, brachte die Scheibe aber nicht ganz auf das Tor. Diese lief parallel zur Torlinie am Ziel vorbei, doch da stand Jeremy Bracco, zog aus extrem spitzem Winkel sofort ab und zirkelte die Scheibe ins Ziel. Die Pinguine blieben jetzt dran und kamen in der 30. zum Ausgleich! Die Topreihe zirkulierte den Puck im Drittel und am Ende zog Maxi Glässl ab. Die Scheibe wurde von einem Augsburger Schläger abgefälscht. Auch Lessio war noch dran und der Puck schlug hoch zum absolut verdienten 3:3 ein. Die Pinguine waren jetzt drauf und dran, die Führung zu erzielen. Nach toller Vorarbeit von Bracco kam Dominik Tiffels aus kurzer Distanz zum Schuss, doch Roy hielt stark. Die Panther aber antworteten und in einer schnellen Kombination stand am Ende Puempel frei, kam zum Abschluss und traf zum 4:3 (33.). Die Pinguine waren eigentlich drauf und dran, erneut auszugleichen doch dann gewannen die Panther ein Bully im Krefelder Drittel. Blaz Gregorc zog ab und McClure fälschte unhaltbar ab und das Hartgummi schlug ein. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, doch ein eindeutiger Beleg für hohen Stock war in einer knappen Entscheidung nicht zu leisten und so stand das Tor. Bis dahin hatte das Team stark agiert, doch nun schien die Moral einen Knacks zu bekommen. Bradon Lamb nutzte einen Scheibenverlust im Krefelder Drittel, zog sofort ab und setzte das Hartgummi zum 6:3 in die Maschen. Die Pinguine kämpften und kamen zu Chancen zum Anschluss, aber nicht an Roy vorbei. So blieb es nach 40 Minuten bei einem 3:6-Rückstand, der zwar unglücklich zustande gekommen war, der aber dessen ungeachtet Bestand hatte.

Der Schlussdurchgang sah dann Pinguine, die noch einmal alles versuchten. Dabei sprangen auch durchaus Chancen heraus, wie in der 45. durch Kapitän Arturs Kulda auf schönen Pass von Bracco, doch Roy blieb Sieger. Immer wieder kamen Pinguine in gefährliche Situationen, aber am Ende war stets ein Verteidigerschläger dazwischen. In der 48. dann die große Chance zum Ausgleich: Lessio fing die Scheibe ab, zog vor das Tor und wurde von hinten gefoult. Dafür bekam er einen Penalty zugesprochen, den Bracco souverän verwandelte! Der Treffer gab sichtbar Selbstvertrauen und immer wieder brachten die Schwarz-Gelben die Scheibe gefährlich auf’s Tor. Für Augsburg war es jetzt eine Abwehrschlacht, die Pinguine warfen alles nach vorn. Immer wieder sah nun Roy Gummi auf sich zufliegen. Die Pinguine feuerten aus allen Lagen. Die Chancen erfolgten im Takt weniger Sekunden. Doch dann eine Strafe für die Pinguine. Augsburg nutzte Die Gelegenheit vor allem, um Scheibenkontrolle zu haben. In Unterzahl schnappte sich dennoch Berlyov die Scheibe, ging aufs Tor, scheiterte aber an Roy. Auch weiter agierten die jetzt bürenstarken Pinguine selbst mit einem Spieler weniger aktiv und kontrollierten über weite Strecken den Puck und hatten die große Chance, doch Tomas Valkvae Olsen scheiterte nach toller Berlyov-Vorlage aus kurzer Distanz am besten Augsburger, Olivier Roy. Und so kam es, wie es kommen musste: Die aktive Spielweise der Gäste ließ natürlich Raum und so stand plötzlich Adam Payerl frei vor Quapp und ließ dem jungen Schlussmann keine Abwehrchance. Damit war die Entscheidung natürlich gefallen. Zwar gaben sich die Pinguine nicht auf, nahmen 34 Sekunden vor Schluss in Überzahl sogar noch einmal Quapp aus dem Tor, aber am Ende blieb eine weitere frustrierende Niederlage.

Diese ist umso bitterer, als die Pinguine eigentlich über 60 Minuten gleichwertig, im letzten Durchgang sogar drückend überlegen waren und beste Chancen vergaben. Andererseits aber leistete man sich einfach zu viele Fehler in der Defensive, wenn auch an diesem Abend viel zusammen kam und viele Treffer sehr unglücklich fielen. Dennoch muss die Defensivleistung am Sonntag in Nürnberg besser werden, soll dabei etwas Zählbares herausspringen.

 

Strafen:

Augsburg: 2

Krefeld: 4

 

Tore:

1:0 1. Puempel

1:1 5. Berlyov (Lessio, Glässl)

2:1 9. Trevelyan (Payerl, Gregorc)

3:1 11. Trevelyan (McClure, Gregorc) PP

3:2 24. Bracco (Lessio)

3:3 30. Lessio (Glässl, Lucenius)

4:3 33. Puempel (Payerl)

5:3 35. McClure (Gregorc, LeBlanc)

6:3 36. Lamb

6:4 48. Bracco PS

7:4 56. Payerl (Bergman, Puempel) PP

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Die Krefeld Pinguine mussten am Dienstagabend vor 1.987 Zuschauern mit einer deutlichen 1:7 (0:2, 1:2, 0:3)-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten Iserlohn Roosters einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Dabei gelang es zu keinem Zeitpunkt, an den starken Sonntags-Auftritt gegen Bremerhaven anzuknüpfen. Die Pinguine mussten in einem der wichtigsten Spiele des Jahres weiter auf viele Leistungsträger verzichten. Neben Goalie Oleg Shilin fehlten weiter Jesper Jensen-Aabo, Alex Bergström oder Mirco Sacher. Zuletzt hatte sich auch noch Topscorer Jeremy Bracco verletzt abgemeldet und am Sonntag war auch Tom-Erik Bappert zu der Phalanx der Verletzten gestoßen. Immerhin kehrten in Alex Weiß und Dominik Tiffels zwei wichtige Spieler zurück. Im Tor setzte Trainer Igor Zakharkin selbstverständlich weiter auf den zuletzt überragenden Sergey Belov. Auf der Gegenseite stand Andreas Jenike zwischen den Pfosten.

Der Gast begann aggressiv und hatte in der 3. Minute Pech, als ein abgefälschter Schuss von Sven Ziegler knapp am Tor vorbei strich. Sekunden später tauchte erneut Ziegler frei vor Belov auf, setzte den Puck aber über das Tor. Die erste gute Chance der Hausherren hatte in der 5. Minute Niclas Lucenius, der einen Schuss von Leon Niederberger gefährlich abfälschte. Das Hartgummi aber strich ebenfalls hauchdünn am Ziel vorbei. Nach weiteren Chancen auf beiden Seiten leisteten sich die Pinguine in der 6. einen bösen Fehlpass und so kam erneut Ziegler zum Schuss und diese Chance ließ er sich nicht nehmen und traf zur frühen Gästeführung. Die Hausherren waren spürbar geschockt und kamen jetzt kaum aus dem eigenen Drittel. Stets wirkten sie einen Schritt langsamer, als die extrem aggressiven Gäste. Erst um die Mitte des Auftaktdurchgang gelang es wieder etwas mehr, für Entlastung zu sorgen. Chancen aber sprangen – jetzt auch auf beiden Seiten – allerdings keine erwähnenswerten heraus. Die bis dahin vielleicht beste Chance der Pinguine hatte in der 15. Maxi Gläßl mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie, doch die Scheibe traf den glücklichen Jenike, dem die Sicht komplett versperrt war. Den Nachschuss verpasste Weiß knapp. Die Roosters aber antworteten eiskalt. In der 17. stocherte Taro Jetzsch einen Puck aus dem Drittel und trieb die Scheibe in einem Zwei-auf-Eins nach vorn. Er schloss selbst ab und ließ Belov mit einem Schuss auf Stockhand keine Abwehrchance. Die Pinguine hatten eine Minute vor der Pause noch einmal eine gute Chance, doch Thomas Valkvae Olsen zögerte zu lange und scheiterte dann aus zu kurzer Entfernung an Jenikes Schoner. So ging es mit 0:2 in die Kabinen.

Der zweite Durchgang war gerade eine Minute alt, da leisteten sich die Pinguine einen schlechten Wechsel und Joe Whitney ging allein durch, doch Belov wehrte seinen Schuss ab. Im Gegenzug traf Lucas Lessio nur das Außennetz. Insgesamt aber waren die Gastgeber jetzt viel aggressiver und setzten sich immer wieder im Drittel der Roosters fest, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. In der 27. dann fast der nächste Rückschlag, aber Belov lenkte einen Schlagschuss von Hubert Labrie an den Pfosten. Die Gäste rissen das Spiel jetzt wieder mehr an sich und hatten in der 29. Minute Erfolg. Zwei Pinguinen sprang die Scheibe über den Schläger  und so kamen die Gäste zu einem Drei-auf-Zwei, an dessen Ende Brent Raedeke frei stand und das Spielgerät zum 0:3 in den Winkel zirkelte. Pech hatten die Schwarz-Gelben dann in der 32., als Laurin Braun stark auf Anton Berlyov weiterleitete, doch der Puck sprang unglücklich und so setzte der Center das Spielgerät am langen Eck des weitgehend leeren Tores vorbei. Es folgte die erste Strafe des Spiels und die traf die Roosters. Im Powerplay scheiterte Justin Volek freistehend aus kurzer Distanz. Kaum komplett kamen die Gäste zum Konter. Joe Whitney wurde gefoult und kam zu Fall, doch die Scheibe trudelte dennoch zum 0:4 über die Linie. Die Pinguine aber schlugen zurück. Sie erkämpften im Angriffsdrittel eine verlorene Scheibe zurück und die kam zu Kapitän Arturs Kulda und der Lette setzte das Hartgummi per Schlagschuss in die Maschen. Die Pinguine probierten es jetzt noch einmal und gut zwei Minuten vor der Pause fast der Anschluss, doch Volek scheiterte an Jenike. So ging es mit 1:4 in die zweite Pause.

Zum Schlussdurchgang kehrten die Pinguine mit veränderter Taktik zurück. Stets wartete bei Iserlohner Angriffen ein Stürmer hoch auf einen langen Pass. Die Roosters aber kamen ihrerseits zur Chance. In der 44. hielt Belov gegen gleich drei Roosters, doch am Ende warf sich Berlyov auf die Scheibe. Da dies im Torraum geschah gab es einen Penalty für die Gäste und den verwandelte Whitney traumhaft sicher zum 1:5. Bei den Pinguinen löste nun Nikita Quapp den bis dahin guten aber entnervten Belov ab. Zwei Minuten später setzte sich Lessio, der sich spürbar gegen die Niederlage stemmte, durch und bediente im Slot Lucenius, doch der Finne brachte das Hartgummi aus kurzer Distanz nicht an Jenike vorbei. In der 49. dann die erste Unterzahl der Partie. Eine Konterchance wurde leichtfertig vergeben und so kamen die Roosters wieder in Scheibenbesitz und Eric Cornell setzte die Scheibe genau neben den Pfosten zum 1:6. In der 52. dann die Chance für Whitney zum Hattrick, doch Quapp war stark zur Stelle. Insgesamt aber schienen sich beide Teams mit dem Ergebnis abgefunden oder, im Fall der Roosters, angefreundet zu haben. Echte Emotionen kamen nicht mehr auf. So lief die Uhr langsam herunter. Das 1:7 durch Casey Bailey (58.) hatte nur noch statistischen Wert.

Nach dem starken Auftritt gegen Bremerhaven am Sonntag bedeutete die Begegnung einen herben Rückschlag und ob der Wichtigkeit der Partie auch eine bittere Enttäuschung. Weiter geht es nun am Freitag um 19.30 Uhr bei den Augsburger Panthern.

 

Strafen:
Krefeld: 2

Iserlohn: 2

 

Tore:

0:1 5. Ziegler

0:2 17. Jentzsch

0:3 29. Raedeke (Alanov, Aubin)

0:4 35. Whitney

1:4 36. Kulda (Blank, Lucenius)

1:5 44. Whitney PS

1:6 50. Cornell (Bailey) PP

1:7 58. Bailey (Buschmann, Cornell)

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Die Krefeld Pinguine haben im Dienstag-Spiel bei den Kölner Haien knapp mit 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) verloren. Dabei hielt das Team lange gut mit, im letzten Drittel aber ging spürbar die Kraft aus. Für beide Seiten war es eine wichtige Begegnung, denn die Haie stehen im Kampf um den „Strich“ an Platz 10 und die Pinguine kämpfen gegen den Abstieg. Umso bitterer, dass die Schwarz-Gelben erneut mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatten. Fast ein Dutzend Leistungsträger musste Coach Igor Zakharkin ersetzen. Trotzdem fuhren die Pinguine, die im Tor erneut auf Sergej Belov vertrauten, durchaus selbstbewusst nach Deutz, in Sichtweise des Doms, denn nach zuletzt zwei Erfolgen gegen die Topteams aus Ingolstadt und München ist der Anschluss an die Teams auf den Plätzen, die die Rettung bedeuten würden, wieder hergestellt. Die Haie setzten im Tor diesmal auf den erfahrenen Deutsch-Tschechen Tomas Pöpperle.

Den Haien gelang der bessere Start und in der zweiten Minute hatten sie durch Luca Dumont die erste große Chance, doch der junge Stürmer kam nicht an Belov vorbei. Danach aber befreiten sich die Pinguine und kamen ihrerseits zu ersten kleineren Gelegenheiten. In der achten Minute dann die erste Überzahl für die Pinguine, weil die Haie sich einen Wechselfehler leisteten. Das Powerplay brachte einen gefährlichen Schuss von Robert Sabolic, der aber abgeblockt wurde. So blieb die Gelegenheit ungenutzt. Danach blieb es ein Spiel ohne große Gelegenheiten, das in der 14. die nächste Strafzeit sah. Dabei traf es mit Arturs Kulda einen weiteren Verteidiger. Damit spielten die Gäste nicht nur in Unterzahl, sondern waren auch auf drei Verteidiger reduziert. Diese aber warfen sich mit aller Energie in die Scheiben und mit noch wenigen Sekunden auf die Uhr schnappte sich Anton Berlyov die Scheibe, ging auf und davon und tanzte Pöpperle glänzend aus, um zur Führung einzuschießen! Die Pinguine waren jetzt voll da und nur eine Minute später setzte Sabolic Thomas Valkvae Olsen glänzend in Szene, doch der Norweger traf freistehend nur das Außennetz. Die Pinguine hatten weitere Gelegenheiten und es sah aus, als gingen sie mit einer Führung in die Kabine. Doch 30 Sekunden vor der Pause bekam Landon Ferraro einen Querpass. Maxi Gläßl blockte diesen stark, doch der Abpraller sprang wieder auf den Schläger des Kanadiers und der ließ Belov mit einem verdeckten Schuss keine Abwehrchance. So ging es mit 1:1 zum ersten Mal in die Pause.

Der zweite Abschnitt zeigte dann zunächst ein unverändertes Bild, doch in der 23. spielten die Gäste einen blitzsauberen Konter. Alex Blank legte auf Leon Niederberger und der zog sofort ab und traf trocken zur erneuten Führung ins kurze Eck. Die Pinguine sahen jetzt aus, als bekämen sie das Spiel fest in den Griff, doch nach einem verlorenen Bully sprang der Puck zu Nationalstürmer Alexander Oblinger. Der zog direkt ab und traf unhaltbar ins lange Eck zum Ausgleich (27.). Der Treffer gab den Hausherren spürbar Auftrieb  und sie erarbeiteten sich weitere Gelegenheiten, doch Belov war stets im Bilde. Das Schussverhältnis sprach zu diesem Zeitpunkt deutlich für die Domstädter. Das Ergebnis aber war weiter ausgeglichen. Knapp zwei Minuten vor der Pause dann die zweite Unterzahl der Pinguine. Kölns David McIntyre hatte Yannick Hänggi eigentlich eher zu Boden gerungen und dabei gleichermaßen das Trikot über, wie den Helm vom Kopf gerissen. Der Schweizer spielte dennoch den Puck und musste darum wegen unkorrekter Ausrüstung auf die Strafbank. Sein Widerpart ging straffrei aus. Die Pinguine aber retteten das 2:2 in die Pause.

Im Schlussabschnitt war es ein zerfahrenes Spiel, in dem es den Pinguinen gelang, flüssiges Spiel weitgehend zu unterbinden, was ihnen mit ihrem schmalen Kader entgegen kam. In der 45. dann aber die erste große Chance für die Haie, doch McIntyre scheiterte zweimal aus kürzester Distanz am überragend reagierenden Belov. Die 49. Minute brachte dann das nächste Überzahlspiel für die Pinguine. Die Gäste kombinierten gut und Jeremy Bracco setzte Lucas Lessio in Szene. Der tankte sich stark durch, setzte die Scheibe dann aber neben das Tor. Die Haie befreiten sich und es kam zu einer wilden Szene: Ferraro ging allein auf und davon, traf den Pfosten, den Abpraller bekam Maximilian Kammerer und brachte die Scheibe sofort auf das Tor. Belov hielt überragend, wieder kam Kammerer an den Puck und legte zurück auf Ferraro. Der zog erneut ab, Belov riss, auf dem Boden liegend, den Schoner hoch, brachte ihn an die Scheibe, doch diese trudelte über die Linie zum 3:2 für die Haie. Jetzt schien die Moral der so stark kämpfenden Pinguine einen Knacks bekommen zu haben. Ein Klärungsversuch eine Minute später misslang und am Ende zog Andreas Thuresson knallhart ab und jagte das Hartgummi unhaltbar genau ins Kreuzeck. Die Pinguine machten jetzt naturgemäß etwas auf, was den Haien Räume gab, doch immer wieder hielt Belov seine Farben im Spiel. Kurz vor dem Ende ging der so starke Russe vom Eis, doch die Haie brachten den Sieg über die Zeit.

Damit ist die kurze Siegesserie der personell weiterhin arg gebeutelten Pinguine gestoppt. Weiter geht es für das Team, das auf etwas personelle Entlastung hofft, am Freitag mit dem nächsten Derby bei der DEG, ehe am Sonntag die Pinguins Bremerhaven ihre Visitenkarte in der Yayla-Arena abgeben.

 

Strafen:

Köln: 4

Krefeld: 4

 

Tore:

0:1 16. Berlyov (Glässl) SHG

1:1 20. Ferraro (Edwards)

1:2 23. Niederberger (Blank, Olsen)

2:2 27. Oblinger (Sill)

3:2 50. Ferraro (Kammerer) SHG

4:2 51. Thuresson (Roach, McIntyre)

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Den Spielverlauf hätten viele der Mannschaft nicht zugetraut. Doch die Pinguine belohnten sich gegen Red Bull München selbst und spielte in weiten Teilen des Spiel auf Augenhöhe mit dem Championsleague-Halbfinalisten mit! Ergo war der Shootout-Sieg gegen die Münchener unter dem Strich durchaus verdient.

Insbesondere, wenn man die Umstände beim Zusammenstellen des Kaders betrachtet. Mit Laurin Braun kam zwar ein wichtiger Leistungsträger zurück, mit Dominik Tiffels aber ein weiterer Verteidiger krankheitsbedingt raus. Das reduzierte das Verteidiger-Kontingent auf Vier ­– Arturs Kulda, Yannick Hänggi, Maxi Gläßl und Tom-Eric Bappert. Die Anweisung von Cheftrainer Igor Zakharkin für die immerhin vier Sturmreihen klar: Defence first!

Doch, dass die kein einfaches Unterfangen wird, wurde nach den ersten Sekunden klar. Bereits nach 10 Sekunden war Sergey Belov im Tor der Pinguine zum ersten Mal gefragt. Seine gute Reaktion mit der linken Schiene verhinderte jedoch den frühe Führungstreffer durch Ben Street.

Die Pinguine ließen sich am Sonntagnachmittag nicht zwei Mal bitten und spielten munter mit. Anton Berlev hatte in der 5. Spielminute die Führung ähnlich deutlich auf dem Schläger, wie Freddy Tiffels in der 16. Sowohl Belov als auch Henrik Haukeland waren im ersten Spielabschnitt nicht überwindbar.

Tore fielen erst im zweiten Abschnitt. Lucas Lessio eröffnete den Spielbericht mit seinem Powerplay-Tor in der 23. Spielminute. Jeremy Bracco spielte unsere Nummer 6 scharf vor dem Tor stehend an und ermöglichte so einen einfachen Abfälscher.

Für den Rest des Drittels nahm die Glücksgöttin Fortuna dann jedoch eine Auszeit. Erst erzielte Andrew O’Brien in der 30. Minute den Münchener Ausgleich, dann profitierten die Bayern von einem zerbrochenen Schläger Arturs Kuldas, der eigentlich den Puck zum Tor bringen wollte. Der Pcuk trudelte jedoch lediglich auf den Schläger Patrick Hagers, der Zach Redmond auf die Reise schickte. Der Verteidiger verwandelte den Alleingang kaltschnäuzig in Torjäger-Manier zum 1:2 aus Krefelder Sicht.

Aufgeben wollten die Schwarz-Gelben am Sonntag aber nicht! Und doch sollte es bis zur 54. Minute dauern, bis Eduard Lewandowski die Pinguine mit dem Ausgleich für eine starke Leistung belohnte. Zuvor hatten die Pinguine noch weitere gute Chancen liegengelassen. Der Ausgleich also alles andere als unverdient, und er löste eine Welle der Euphorie bei den knapp 2000 Zuschauen aus, die jetzt auch an den Heimsieg glaubten.

Eine Unterzahlsituation mussten die Pinguine dann in der Verlängerung doch noch abwenden. Mit Mann und Maus verteidigten die Seidenstädter das Tor und hielten so auch bei 3 gegen 3 das Tor sauber.

Zum Penaltyschießen traten Robert Sabolic und Jeremy Bracco an und verwandelten sicher. Yasin Ehliz und Zach Redmond scheiterten an Belov, der seine Leistung krönte und die zwei Punkte einsteckte.

 

Strafen

KEV 4

RBM 6

 

Tore

1:0 (22:46) (PP) Lessio (Bracco, Sabolic)

1:1 (29.16) O’Brien (Kastner)

1:2 (39:51) Redmond (Hager)

2:2 (53:31) (PP) Lewandowski (Sabolic, Bracco)

3:2 (65:00) (SO) Sabolic

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Mit einem hart erkämpften 3:2 (0:0, 2:2, 0:0, 0:0, 1:0) n.P. bei den Ingolstädter Panthern haben die Krefeld Pinguine ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf gesendet und sich auch Selbstvertrauen für den Saisonendspurt gesammelt. Die Pinguine mussten in Bayern weiter auf wichtige Spieler verzichten. Zusätzlich zu den Ausfällen, wie den Topverteidigern Jesper Jensen-Aabo und Mirko Sacher oder Torjäger Alex Bergström, die schon in den vergangenen Partien gefehlt hatten, mussten diesmal auch Teamkapitän Laurin Braun (gesperrt), Allrounder Alex Weiß, Topgoalie Oleg Shilin und Neuzugang Mike Hoeffel (alle verletzt) passen. Im Tor stand darum Sergej Belov, für den der aus Nordamerika zurückgekehrte Nikita Quapp als Backup bereitstand. Auf der Gegenseite stand Daniel Taylor.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel, in dem die Pinguine mit dem Favoriten durchaus mithielten und trotz insgesamt acht fehlender Spieler voll dabei waren. Große Chancen ließen sie zunächst nicht zu und hatten selbst bei einem ersten Überzahlspiel einige Gelegenheiten. Im Endeffekt aber fehlte zwei, drei Mal der letzte Kick, wie bei Alex Blank, der, freistehend, beim ersten Versuch über die Scheibe schlug und dann erst im zweiten Anlauf den Puck auf das Tor brachte. Dennoch, die Pinguine waren von Beginn an voll im Spiel. Defensiv stand das Team kompakt und ließ erst in den letzten zwei Minuten vor der Pause Chancen der Hausherren zu. Da nämlich agierten diese erstmals in Überzahl, brachten die Scheibe aber am Ende nicht am guten Belov vorbei und so ging es mit 0:0 und einer Überzahl in den zweiten Durchgang, denn Sekunden vor der Pause leisteten sich die Panther einen Wechselfehler.

Diese Überzahl allerdings brachte keinen Torerfolg und auch keine ganz klare Gelegenheit. Als die Panther gerade komplett waren zog Robert Sabolic gefährlich ab, doch sein Versuch wurde geblockt. Die Pinguine aber blieben dran und in der 25. Minute setzte Lucas Lessio Justin Volek in Szene. Thomas Valkvae Olsen versperrte Taylor die Sicht und so schlug das Hartgummi zur nicht einmal unverdienten Führung des Außenseiters ein. Zweiter Assistent übrigens war Yannick Hänggi mit seinem ersten DEL-Punkt. Eine Minute später dann die nächste Topchance, als Niklas Lucenius frei vor dem Tor auftauchte, noch einmal auf Sabolic ablegen wollte, im letzten Moment aber ein Verteidiger-Stock dazwischen war. Die Pinguine aber blieben jetzt dran und nur Sekunden später schnappte sich Anton Berlyov im eigenen Drittel die Scheibe, ging allein ins gegnerisch Drittel und zog bei einem Zwei-auf-Eins knallhart ab. Die Scheibe schlug unhaltbar genau im Kreuzeck ein. Die Führung gab spürbar Selbstvertrauen und es folgten weitere Chancen, die aber nicht den Weg ins Netz fanden. Die Panther schienen überhaupt nicht im Spiel, doch in der 30. Minute drückte Samuel Soramies einen Abpraller aus kurzer Distanz in die Maschen. So war es wieder ein enges Match. In der 34. Minute dann die nächste Unterzahl der Pinguine. Die Chance hatte zunächst aber Krefeld: Lucenius und Lessio fuhren den Konter und der Kanadier tauchte, allerdings stark bedrängt, vor Taylor auf, der aber die Oberhand behielt. Auch danach aber blieben die Pinguine aktiv und ließen nichts zu. Die nächste Topgelegenheit, den Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen hatte in der 37. Jeremy Bracco. Der Topscorer eroberte im gegnerischen Drittel den Puck und ging allein auf das Tor zu, scheiterte dann aber ebenfalls an Taylor. Einen Schreckmoment gab es dann eine Minute später, als Belov die Scheibe durchrutschte, doch der Russe kratzte das Spielgerät gerade noch von der Torlinie. Wenig später dann aber weniger Glück für die Pinguine. David Wasofsky zog ab, Mirko Höfflin fälschte ab und so stand es eine Minute vor der Pause 2:2 – mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.

Die nächste Topchance zur erneuten Führung hatte nach nur 37 Sekunden im Schlussabschnitt Jeremy Bracco, doch Taylor war gegen den Versuch des Krefelder Topscorers erneut überragend zur Stelle. Jetzt war es ein vogelwildes Spiel. Eine Minute später die nächste Topchance, aber Lessio scheiterte per Alleingang. Im direkten Gegenzug lenkte Belov einen Versuch von Höfflin noch so eben an die Latte. Danach aber beruhigte sich die Partie wieder und beide Seiten waren vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Die nächste richtig gute Gelegenheit hatte in der 51. wieder der Gast, aber nach einer schönen Kombination scheiterte einmal mehr Bracco an Taylor. Weiter blieben die Pinguine sogar das etwas aktivere Team und in der 54. verpasste Volek nach toller Vorarbeit von Blank, der zuvor seinerseits knapp an Taylor gescheitert war. Auf der Gegenseite ließen die konzentrierten Gäste nichts zu und so ging es mit 2:2 in die Overtime.

In dieser hatten die Hausherren zunächst viel Scheibenkontrolle, kamen aber nicht zu Torgelegenheiten. Die erste große Chance hatte in der 63. Berlyov per Rückhand, scheiterte aber an Taylor. Eine Minute vor dem Ende war es Sabolic, der mit einem grandiosen Solo alle Panther vernaschte und allein vor Taylor stand, doch wieder blieb der überragende Keeper der Hausherren Sieger.

Damit musste der finale Showdown, das Penaltyschießen, die Entscheidung bringen. Den ersten Versuch hatte Warsofsky und die Scheibe rutschte Belov, der eigentlich schon fast abgewehrt hatte, durch. Sabolic legte einen tollen Move hin, doch einmal mehr war Taylor der Sieger. Tim McGauley verfehlte das Tor und Bracco verwandelte trocken zum Ausgleich. Chris Bourque verfehlte das Tor und damit konnte Volek das Spiel entscheiden und der junge Stürmer traf! Mit einem kurzen Wackler und einem schnellen Schuss durch die Beine machte er seinen ersten DEL-Doppelpack perfekt und sorgte gleichzeitig für den Sieg!

Damit sendeten die Pinguine ein klares Lebenszeichen und könnten eigentlich mit Selbstvertrauen in das Spiel gegen Schwenningen am Freitag gehen. Doch just während der Partie kam die Meldung: Die Schwaben sind wegen eines Corona-Ausbruchs in Quarantäne und damit ist die Partie zumindest für den Freitag abgesagt. Damit geht es am Sonntag um 14 Uhr gegen Red Bull München weiter.

 

Strafen:

Ingolstadt: 4

Krefeld: 6

 

Tore:

0:1 25. Volek (Lessio, Hänggi)

0:2 27. Berlyov

1:2 30. Soramies (Defazio)

2:2 38. Höfflin (Warsofsky, Hüttl)

2:3 65. Volek GWPS

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Eine deutliche Leistungssteigerung ist notwendig, um in den nächsten Wochen den letzten Tabellenplatz wieder zu verlassen, geschweige denn, um das ausgeschriebene Ziel der Pre-Playoffs noch zu erreichen. Bei den Eisbären Berlin konnte man im ersten Auswärtsspiel einen hart erkämpften Auswärtssieg erringen – am Sonntag sollte dieser Erfolg ausbleiben. Gegen die Eisbären verloren die Krefeld Pinguine 6:2.

Das erste Drittel machte wenig Mut hinsichtlich eines knappen Spiels. Denn zum einen spielten sich die Berliner fast dauerhaft im Angriff fest, zum anderen hatten die Pinguine bei den Gegentoren auch besonders wenig Puckglück.

Bei beiden Toren der Berliner im ersten Drittel waren es jeweils Pinguine-Verteidiger, die die Scheiben im entscheidenden Moment mit dem Schlittschuh abfälschten. In der 10. Minute war es Dominik Tiffels, der bei einer Abwehraktion vor dem Tor, unbeabsichtigt Dominik Bokks erstes DEL-Tor ermöglichte. Bokk, der erst unter der Woche aus der AHL zu den Eisbären wechselte, hatte ein alles in allem gelungenes Debut mit zwei weiteren Vorlagen.

Wenig später war es in der 13. Minute Frans Nielsen, der im Powerplay auf 2:0 erhöhte. Zach Boychuks Schuss prallte von Maximilian Gläßls Schlittschuh direkt auf den Schläger des dänischen Nationalspielers ab, der den Puck im leeren Tor unterbrachte. Sein Tor gleichzeitig auch der Pausenstand und die bei einem Torschussverhältnis von 14 zu 3 aus Sicht der Hauptstädter war dies auch nicht unverdient.

Das zweite Drittel machte dann aber doch Mut. Obwohl die Eisbären weiterhin mehr vom Spiel hatten, nutzen die Pinguine ihre wenigen Chancen eiskalt aus. In der 26. Minute liefen die Pinguine einen Konter an dessen Ende Arturs Kulda den Puck an Mathias Niederberger vorbei zum 2:1 einschoss. Doch der Jubel war nicht von langer Dauer. Bereits zwei Minuten später stellte Matt White den alten Spieltand wieder her, als er vollkommen freistehend von Frans Nielsen angespielt wurde.

Als dann Arturs Kulda wegen eines Crosschecks für zwei Minuten auf die Strafbank musste, musste man schon mit dem schlimmsten rechnen. Doch Kapitän Laurin Braun hatte andere Pläne. Seine Puckeroberung endete in einem Alleingang und einem gezielten Schuss zwischen die Beine Niederbergers. Mit einem Ein-Tor-Rückstand war man für das letzte Drittel als auf Tuchfühlung mit dem Favoriten.

Um die Überraschung perfekt zu machen brauchte man für das letzte Drittel eine weiterhin kompakte Defensive, einen gut aufgelegten Torhüter und musste weiterhin Chancen vor dem Tor nutzen. Oleg Shilin setzte in der 42. Minute das erste Zeichen, dass man auf ihn setzten kann. Seine spektakuläre Parade mit der rechten Schiene verhinderte gleich zweimal den Treffer der Berliner.

In der 44. Minute konnte der Russe dann sein Tor nicht mehr beschützen. Boychuk stellte den alten zwei Tore-Abstand wieder her auf Zuspiel des Ex-Pinguins Keven Clark.

Die letzte echte Chance wieder ins Spiel zu kommen hatten die Seidenstädter in der 52. Minute. Gleich zwei Eisbären waren auf der Strafbank, doch das kurze 5-gegen-3-Überzahlspiel konnte nicht genutzt werden.

Eine bekannte Sportweisheit besagt: „Wenn man ihn vorne nicht macht, kriegt man ihn hinten rein.“ So auch am Sonntag. Simon Després und erneut Boychuk setzten in der 54. Und 55. Minute die Schlusspunkte zum 5:2 und 6:2.

Gewiss eine Leistungssteigerung, aber noch nicht das zählbare Resultat, das man im Abstiegskampf benötigt.

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Eigentlich sollte das Spiel gegen die Straubing Tigers ganz im Zeichen des Karnevals stehen. „Die Krefeld Pinguine wählen die Seite des Friedens“ sagte Stadionsprecher KPL vor den Fans in seinem Dialog. Die Ereignisse in Europa werfen ihren dunklen Schatten über die Liga. Daher haben die Pinguine und die Supporter beschlossen die geplanten Karneval-Aktionen ausfallen zu lassen. Auf der sportlichen Seite ging es im Spiel am Freitag um alles. Über die Pre-Playoff-Plätze möchte zurzeit keiner sprechen, der erste Blick geht leider nach unten gen Abstiegskampf.

Um möglichst viel Luft zwischen Iserlohn und damit dem Abstiegsrang zu bekommen, mussten gegen die Straubing Tigers am besten drei Punkte her. Am Ende stand nur die Ernüchterung und eine derbe Niederlage gegen die Niederbayern.

Dabei wurde wie auch am Mittwoch das Spiel im ersten Spielabschnitt offen gestaltet und man möchte sogar meinen, dass die Schwarz-Gelben von den wenigen Chancen die besseren. Doch die größten Gelegenheiten der Pinguine, beispielsweise durch Robert Sabolic mit unter 90 Sekunden zu Spielen, machte Tyler Parks im Tor der Tigers zunichte.

Im zweiten Drittel öffnete sich das Spiel etwas und es gab mehr und mehr Torchancen, andererseits aber auch deutlich mehr Strafen. Doch die Powerplay-Situationen der Pinguine wurden blieben auch heute erfolglos. Selbst eine lange 5-Minuten-Strafe, nach einem Check gegen den Kopf durch St. Denis gegen Laurin Braun, blieb ohne Tor oder gar nennenswerte Torchance. Lediglich drei Torschüsse gab man in der Überzahl ab – zu wenig, um Parks im Straubinger Tor wirklich gefährlich zu werden.

Diese schwache Chancenverwertung nutzten die Tigers dann in der 38. Minute aus, um in Führung zu gehen. Chasen Balisy vollendete zusammen mit Tim Brunnhuber ein 2-auf-1 und strafte damit die Pinguine ab.

Der Schlussabschnitt raubte den knapp 2100 in der Arena dann auch das letzte Quäntchen Optimismus. Vier Minuten waren im Drittel gespielt, da erzielte Parker Tuomie in Straubinger Überzahl das 0:2, David Elsner 70 Sekunden später nach geschickter Kombination, gepaart mit desolatem Defensivverhalten, das 0:3.

Die Hoffnung noch ein Comeback zu sehen, schwand mit jeder Sekunde. Emotionen schlugen bei Oleg Shilin über, der nach einem Stockschlag gegen seine Fanghand mehrfach einen Tanzpartner im Straubinger Lager suchte, aber lediglich eine 10-Minütige Disziplinarstrafe durch den Schiedsrichter fand.

So recht auf das Spiel konzentrieren konnte sich keiner der Spieler mehr und die Tiger nutzten die Verunsicherung der Pinguine aus. Andreas Eder in der 54. Minute und Joshua Samanski in der 60. Sorgten für den 0:5 Endstand und machten das Debakel für den KEV komplett.

 

Strafen

KEV 49

STR 39

 

Tore

0:1 (37:51) Balisy (Brunnhuber)

0:2 (43:53)(PP) Tuomie (Leier, Brandt)

0:3 (45:03) Elsner (Eder, Schopper)

0:4 (53:41) Eder (Tuomie, Bourque)

0:5 (59:07) Samanski (Brunnhuber, Leier)

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Die Hoffnung der Krefeld Pinguine auf das erste 6-Punkte-Wochenende der Saison erfüllte sich im Auswärtsspiel in München nicht. Das Team von Trainer Igor Zakharkin unterlag dem Topteam Red Bull München am Ende mit (0:1, 1:1, 0:3). Die Pinguine setzten an der Isar wie schon beim Sieg gegen die Kölner Haie am Freitag auf Sergej Belov im Tor. Der Russe machte, es sei vorweggenommen, erneut ein sehr gutes Spiel. Ansonsten war der Kader dem Freitag-Spiel ebenfalls fast identisch. Lediglich Mirko Sacher fiel mit einer Oberkörperverletzung aus und wird wohl auch mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. München allerdings hatte ebenfalls große Personalprobleme. So musste Torjäger Frank Mauer sogar in der Verteidigung aushelfen. Im Tor des mehrfachen Meisters stand erwartungsgemäß Topgoalie Danny Aus den Birken.

Die Partie begann durchaus ausgeglichen und beide Teams hatten kleinere Möglichkeiten. Die beiden Keeper aber standen gut und verhinderten einen Einschlag. Die beste Gelegenheit der Anfangsphase hatten die Gastgeber in der sechsten Minute, als Justin Schütz mit einer schönen Bewegung frei vor Belov auftauchte, die Scheibe dann aber knapp über den Torwinkel setzte. Die Pinguine antworteten mit einem guten Wechsel, in dem sie die Scheibe gut im Drittel des Serienmeisters zirkulierten. Richtig gute Gelegenheiten aber sprangen gegen die gut verteidigenden Süddeutschen nicht heraus. In der neunten Minute dann die nächste gute Chance für München, als gleich mehrere Spieler bei einem Gestocher vor dem Krefelder Tor die Gelegenheit hatten, doch mit etwas Glück und einem guten Belov hielten die Pinguine die Null. München wurde jetzt besser und eine Minute später die nächste gute Chance, doch wieder war Belov mit einem starken Schoner-Save zur Stelle. Der Favorit aber blieb weiter das aktivere Team und das zahlte sich in der  14. Minute aus. Wieder kamen die Mannen von Don Jackson zur Chance und ein geblockter Schuss fiel auf die Kelle von Philip Gogulla. Der passte sofort quer zu Ben Smith und der Torjäger ließ Belov mit einem platzierten Schuss genau neben den Pfosten keine Abwehrchance. Die erste Krefelder Überzahl gab es dann ab der 15. Minute und in dieser kam Lucas Lessio zum Alleingang, setzte den Puck aber knapp neben das Tor. Wenig später wurde Niclas Lucenius unmittelbar vor dem Tor völlig freigespielt, scheiterte aber an Aus den Birken. So blieb es nach 20 Minuten bei einem durchaus verdienten 1:0 für die Hausherren, auch wenn die Pinguine durchaus ihre guten Chancen hatten.

Der zweite Durchgang sah dann Pinguine, die gleich um den Ausgleich bemüht waren. Knapp zwei Minuten waren gespielt, da setzte Alex Weiß seinen Namensvetter Begström in Szene, doch der Schwede brachte den Puck per Direktschuss nicht an Aus den Birken vorbei. Die Gastgeber konterten und nur Sekunden später bediente Frederik Tiffels  Trevor Parkes und der traf, wie schon beim 1:0 sein Mitspieler Smith, am langen Eck freistehend zum 2:0. Heiß wurde es dann in der 26. Minute. Die Pinguine spielten zum spielten zum zweiten Mal in Überzahl. Nach einer schnellen Kombination über Jeremy Bracco und Lessio kam Robert Sabolic von hinter der  Torlinie an die Scheibe, schoss Aus den Birken an den Rücken und von dort trudelte die Scheibe knapp über die Linie. Zunächst entschieden die Schiedsrichter auf kein Tor, erkannten den Treffer dann aber nach Ansehung des Videobeweises zurecht an. Das Tor brachte den Pinguinen spürbar Auftrieb und fortan verlagerten sie das Geschehen zusehends vor das Tor der Gastgeber. Immer wieder stand nun Aus den Birken im Blickpunkt, ließ sich aber zunächst nicht erneut bezwingen. Die ganz große Chance, die Führung für München wieder auszubauen hatte gut eine Minute vor Drittelende Gogulla. Nach einem Fehler im Aufbau fing der Münchener die Scheibe ab, zog aus zentraler Position ab, doch Belovs Fanghand schnellte heraus und er fischte die Scheibe aus dem Torwinkel. So blieb es auch nach 40 Minuten beim knappen Ein-Tore-Rückstand.

Der Schlussdurchgang sah gleich nach gut einer Minute eine große Chance zum Ausgleich, doch Weiß scheiterte per Direktschuss aus zentraler Position an Münchens Schlussmann. Zwei Minuten später kam Bracco über die linke Seite durch, doch auch der Topscorer scheiterte an Aus den Birken. Eine noch bessere Chance hatte in der 46. Minute Leon Niederberger, der per Alleingang auf Aus den Birken zuging, doch einmal mehr blieb der Schlussmann Sieger. Besser machte es auf der Gegenseite Parkes. Auch der Torjäger der Münchener ging allein aufs Tor zu, legte die Scheibe mit einer schnellen Bewegung auf die Rückhand und schlenzte sie dann über den Innenpfosten in die Maschen. Die Gastgeber schöpften daraus spürbar weiteres Selbstvertrauen und in der 53. Minute kam Justin Volek hinter dem eigenen Tor zu Fall. Die Schiedsrichter ließen die Szene laufen und Yasin Ehliz spielte in die Mitte. Dort stand Felix Schütz und traf aus der Drehung zum 4:1. Die Pinguine aber gaben nicht auf und hatten in der 54. Minute den nächsten Alleingang durch Bracco, doch auch er scheiterte am bärenstarken Aus den Birken. Die Pinguine überstanden in der Folge eine Unterzahl, doch die Zeit wurde nun natürlich knapp. Den endgültigen Schlusspunkt setzte dann Zwei Minuten vor dem Ende Gogulla. Von Austin Ortega perfekt in Szene gesetzt setzte er die Scheibe unhaltbar in die Maschen. Ergebniskosmetik verhinderte Aus den Birken, der auch die letzte Chance für Bracco, der frei vor ihm stand, abwehrte. So blieb es beim 5:1 für München.

Weiter geht es für die Schwarz-Gelben bereits am Dienstag. Dann heißt der Gegner im großen Rheinischen Derby Düsseldorfer EG.

 

Strafen:

München: 4

Krefeld: 2

 

Tore:

1:0 14. Smith (Gogulla, Ortega)

2:0 23. Parkes (Tiffels, Street)

2:1 26. Sabolic (Lessio) PP

3:1 49. Parkes (Abeltshauser)

4:1 54. Schütz (Ehliz)

5:1 59. Gogulla (Ortega, O´Brian)

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Das Eishockey-Jahr 2022 begann bekanntermaßen schleppend. Gleich drei Spiele mussten wegen Corona-Fällen beim Gegner abgesagt werden. Umso nervöser blickte man nach Köln, wo insgesamt acht Spieler verletzungs- und krankheitsbedingt fehlten. Trotzdem stand den Pinguinen eine entschlossene Kölner Mannschaft gegenüber, die das Spiel bis zum Schluss eng hielt.

Mehr als das: Sie ging sogar nach 21 Sekunden in Führung. Zach Sill nutze Jesper Jensen Aabo als Sichtblockade für Sergey Belov, der den weiterhin angeschlagenen Oleg Shilin vertrat. Überrascht von dem schnellen Schuss, sah er zugegebenermaßen recht unglücklich aus und musste somit bereits ohne Scheibenkontakt das erste mal hinter sich greifen. Letztlich zeigte der Russe mit einigen wichtigen Paraden im Laufe des Spiels, dass auf ihn trotz kritischer Stimmen Verlass ist.

Die Schwarz-Gelben glichen noch im ersten Drittel aus. Bei angezeigter Strafe in der 10. Minute setzte Jeremy Bracco Alexander Bergström perfekt in Szene. Der Schwede nutzte den durch den sechsten Feldspieler gewonnen Raum und verwertete einen kurzen Alleingang zum Ausgleich.

Im zweiten Drittel kamen die Pinguine noch besser ins Spiel und zwangen die Haie zu Strafzeiten. Sowohl Andreas Thuresson als auch Jan-Luca Sennhenn saßen in der 33. Spielminute auf der Strafbank als die PP-Einheit der Pinguine zum 2:1 zuschlug. Wieder waren Jesper Jensen Aabo und Alexander Bergström beteiligt, dieses Mal mit dem Torschützen Robert Sabolic.

Doch die Haie gaben nicht nach und erspielten sich auch ihrerseits gute Chancen. Die Beste in der 39. als Zerressen zuerst an Belovs Stockhand, dann Uvira am Pfosten scheiterten.

Der Schlussabschnitt wich in seiner Dramatik nicht vom restlichen Spiel ab. Beide Mannschaften versuchten das Ruder an sich zu reißen. Die Haie suchten den Ausgleichstreffer und fanden glücklicherweise nur Metall. Näher als Maxi Kammerers Lattenschuss acht Minuten vor dem Ende, sollten die Kölner nicht an den Ausgleich herankommen.

Mit Justin Pogge aus dem Tor für einen sechsten Feldspieler, besiegelte Sabolic mit seinem zweiten Tor und dem dem dritten Punkt Alexander Bergströms in der Schlussminute den ersten Sieg der Pinguine im neuen Kalenderjahr.

 

Strafen

KEV 4

KEC 8

 

Tore

0:1 (00:21) Sill (Üffing)

1:1 (09:36) (EA) Bergström (Bracco, Jensen Aabo)

2:1 (32:08) Sabolic (Bergström, Jensen Aabo)

3:1 (59:14) (EN) Sabolic (Bergström)

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Damit das Eishockey-Jahr 2021 versöhnlich enden konnte, musste ein Sieg unserer Pinguine gegen die Nürnberg Ice Tigers her. In den ersten Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften in dieser Spielzeit, trennten sich die Kontrahenten jeweils mit 3:2, einmal nach Overtime, einmal regulär. Auch am Donnerstag sollte das Spiel wieder ein den fünf Zusatzminuten entschieden werden und das wieder mit 3:2. Matchwinner wurde neben Torschütze Lucas Lessio auch Sergey Belov im Tor, der eine starke Leistung zeigte.

Sowohl Cheftrainer Igor Zakharkin, als auch Co-Trainer Boris Blank forderten im Vorfeld des Spiels eine konzentrierte Leistung ab der ersten Minute. Die beiden Trainer sollten nicht enttäuscht werden. Denn die Pinguine legten gut los und erspielten sich im ersten Drittel den Großteil der Chancen. Die Größte bis zum Tor hatte Lucas Lessio, der in der 4. Spielminute von knapp hinter den Bullykreisen aus halblinker Position den Pfosten auf der Fanghandseite Alex Dubeaus traf.

Das Führungstor sollte jedoch Robert Sabolic erzielen. Jesper Jensen Aabo leitete den Angriff in der neutralen Zone ein und Jeremy Bracco setzte zur kleinen Karussellfahrt an, bis der Slowene im Slot frei stand und nach kurzer Annahme den Puck an Dubeau vorbeischoss.

Dass es am Ende des Eröffnungsdrittels nicht 2:0 stand, hatten die Ice Tigers einem unwirklichen Save Dubeaus zu verdanken. Der Kanadier wehrte in der 17. Minute im Powerplay einen Schuss spektakulär mit der Kelle ab. Alexander Bergström wurde perfekt in Szene gesetzt und hatte das freie Tor vor sich. Dubeau reichte nach hinten und verhinderte so die zwei-Tore-Führung.

Für die Ice Tigers bedeutete dies, dass sie weiterhin in Schlagdistanz blieben und diese in der 32. und 34. Minute ausnutzte. Zuerst Patrick Reimer nach ansehnlicher Kombination mit dem Tip-In zum Ausgleich, dann Tyler Sheehy, der den Puck an Belov vorbeiquetschte. Hier musste der Videobeweis entscheiden, ob Belov von Marco Friedrich im NIT-Dress behindert wurde. Obgleich dem so war, stellten die Schiedsrichter auch fest, dass es Jensen Aabo war, der seinen Gegenspieler in Belov reinschob. Das Tor behielt seine Gültigkeit und besorgte auch den Pausenstand von 1:2.

Im letzten Drittel sollten die Pinguine wieder an ihre Leistung aus dem ersten Drittel anknüpfen und ins Spiel zurückkommen. Trotzdem dauerte es bis zur 51. Spielminute, ehe Leon Niederberger ausgleichen konnte. Nachdem er kurz zuvor noch einen Puck gefährlich auf der eigenen Seite an den Pfosten abfälschte, nahm er sich ein Herz und schloss einen Konterangriff mit einem beherzten Schlagschuss auf Zuspiel Anton Berlevs zum 2:2 ab.

Da in der regulären Spielzeit keine Entscheidung fallen wollte, musste die Verlängerung her. Diese sollte lediglich 30 Sekunden dauern und mit dem Game-Winner Lucas Lessios enden. Zusammen mit Niclas Lucenius und Mirko Sacher, wurde die Scheibe schnell erobert und in der Endzone festgespielt. Nach einem Ausrutscher Reimers, der Lucenius nicht folgen konnte, stand der Kanadier frei im Slot und schob den Puck unter Dubeau zum 3:2-Siegtreffen hindurch.

 

Strafen

KEV 2

NIT 6

 

Tore

1:0 (11:07) Sabolic (Bracco, Jensen Aabo)

1:1 (31:55) Reimer (Schmölz, MacLeod)

1:2 (33:15) Sheehy (Ustorf, Parlett)

2:2 (50:08) Niederberger (Berlev, Braun)

3:2 (60:30) (OT) Lessio (Lucenius, Sacher)