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Nach zwei Spielen mit Punkteausbeute in fremden Stadien unterlagen die Krefeld Pinguine am Donnerstagabend mit 5:2 bei den Grizzlys aus Wolfsburg. Das junge Team um Clark Donatelli zeigte zwar eine gute Moral, erlaubten sich jedoch den ein oder anderen Fehler, die hart bestraft wurden.

Leider zeichnete sich früh ab, dass es ein schwerer Abend für die Pinguine sein sollte, waren es doch die Wolfsburger, die das Heft in die Hand nahmen und den erneut von Beginn an spielenden Nikita Quapp im Tor unter Druck setzten. Pekka Jormakka brach in der 8. Minute das Eis, als nach einem Bullygewinn Mathis Olimbs sein schneller Schuss auf die Stockhand, den jungen Torhüter überraschte.
Doch auch Krefeld erarbeitete sich gute Chancen, war aber in der Anfangsphase glücklos. Zu allem Überfluss bekam Chet Pickard im Grizzly-Tor auch noch Unterstützung vom besten Freund eines jeden Torwarts – Nikita Shatsky traf in der 9. Minute den Pfosten hinter dem 31-jährigen Kanadier.
Wolfsburg hingegen durchbrach eine Minute später erneut die Verteidigung der Krefelder und nutzte eine Unkonzentriertheit Quapps zum 2:0 aus. Der zweite Finne im Dienst der Autostädter, Matti Järvinen, sammelte den vermeidbaren Rebound nach Sebastian Furchners Schuss auf und brachte die Scheibe im Tor unter. Gefrustet von seinem Fehler zeigte Quapp jedoch in den Minuten nach dem Tor eine tolle Moral und machte mit einigen sicheren Paraden seinen Fehler wieder wett.

Trotzdem ging es mit einem zwei Tore Rückstand in die erste Drittelpause, aus der die Krefelder mit neuem Elan starten sollten. Auch die physische Komponente des Spiels sollte im zweiten Drittel von beiden Seiten etwas forciert werden. Einen Aufreger gab es in der 26. Minute als Grizzlys-Verteidiger Jeff Likens Jungspund Alexander Blank an der Bande hart und regelwidrig checkte – nicht das letzte Mal an diesem Abend. Doch das daraus resultierende Powerplay sollte, wie die meisten Überzahlsituationen, nicht besonders ertragreich sein.
Den nächsten Treffer erzielten daher erneut die Wolfsburger. Gerrit Fausers Schuss fand eine kleine Lücke zwischen Arm und Oberkörper, kullerte dem 18-jährigen Schlussmann von der Schiene und wurde dann von Fauser ins leere Tor gestochen, bevor Quapp die Scheibe mit seiner Fanghand sichern konnte.
Unbeeindruckt vom inzwischen deutlichen Rückstand spielten die Pinguine noch immer couragiert nach vorne und belohnten sich in der 39. Minute auch endlich für den Aufwand. Lucas Lessio, dessen Formkurve unter Clark Donatelli ebenfalls deutlich nach oben zeigt, spielte gleich zwei Bären-Verteidiger aus und legte den Puck mit der Rückhand an Pickard zum Anschlusstreffer vorbei. Lessio, dessen Tor gegen Köln in die MagentaSport Top 10 der Woche gerutscht ist, bewirbt sich also erneut mit einem spektakulären Treffer.
Krefeld blieb lange Zeit in Schlagdistanz. Zwei Tore sind im Eishockey bekanntlich schnell aufgeholt. Zwei Strafen jedoch auch schnell verursacht. Insbesondere bitter, wenn diese im gleichen Moment gegen denselben Spieler genommen werden. Die Youngster Niklas Postel und Tom-Eric Bappert versuchten mit vereinten Kräften Phil Hungerecker zu stoppen, stellten sich jedoch etwas unglücklich an und wurden von den Schiedsrichtern vergleichsweise hart bestraft. Die resultierende 5-gegen-3-Situation nutzten die Wolfsburger, um durch Max Görtz den alten 3-Tore-Vorsprung wiederherzustellen.
Donatelli und die Pinguine wollten sich jedoch noch immer nicht geschlagen geben und nahmen eine Auszeit, die in der Tat nochmal einen Ruck in der Mannschaft auslöste. Keine zwei Minuten später waren es Spencer Machacek und Alex Blanks persönlicher Groupie Jeff Likens, die die Wolfsburger ihrerseits in eine 5-gegen-3-Unterzahl brachten. Kurz nach dem Ablauf der ersten Strafe klickte das Überzahlspiel der Pinguine an diesem Abend doch noch einmal. Laurin Braun mit einem trockenen und verdeckten Schuss aus dem hohen Slot, seinem dritten Saisontor, und dem erneuten Anschlusstreffer.
Die erhoffte Aufholjagd blieb jedoch aus. Anthony Rech nutzte in der 58. Minute sogar noch die Gunst der Stunde und setzte den Schlusspunkt zu setzten und auf 5:2 zur erhöhen.

Strafen
WOB 10
KEV 8

Tore
1:0 8. Jormakka (Olimb)
2:0 11. Järvinen (Furchner, Button)
3:0 30. Fauser (Boucher)
3:1 39. Lessio (Mass)
4:1 48. (PP) Görtz (Järvinen, Machacek)
4:2 53. (PP) L. Braun (C. Braun)
5:2 58. Rech (Olimb, Jormakka)

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Im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien, dem zweiten binnen weniger Tage, gewannen die Pinguine am Sonntagabend mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1). Trainer Clark Donatelli setzte diesmal im Tor etwas überraschend auf den jungen Nikita Quapp. Ihm gegenüber stand Hannibal Weitzmann. Aufgrund eines positiven Corona-Tests hatten die Haie an diesem Abend keinen zweiten Torhüter auf dem Spielbericht. Die Pinguine mussten auf Topscorer Artur Tyanulin verzichten, der nach vielen Einsatzzeiten in den vergangenen Wochen eine Pause bekam. Für den jungen Luca Hauf rückte Patrick Klöpper ins Team.
Die Partie sah zunächst Haie, die das feldüberlegene Team waren und einige Schüsse hatten, ohne dabei aber die letzte Torgefahr zu entwickeln. Gefährlicher waren im Umschalten die Gäste aus der Seidenstadt, die zunächst eine Unterzahl sicher überstanden. In der vierten Minute kamen dann, gerade komplett, Niklas Postel und Martin Schymainski zum Zwei-auf-Eins-Break und am Ende zog Postel ab und nagelte das Hartgummi ans Torgestänge. Weiter blieben die Pinguine gefährlich und hatten in der neunten Minute die erste Überzahl. Die Scheibe lief gut durch die Reihen und Mirko Sacher zog von der blauen Linie ab und jagte das Spielgerät bereits zum zweiten Male an diesem Tage ans Aluminium. Die Pinguine waren jetzt oben auf, doch in der zwölften Minute plötzlich die ganz große Chance für die Haie. John Matsumoto ging allein auf Quapp zu, doch der junge Schlussmann hielt. Danach aber waren es wieder die Pinguine mit Gelegenheiten, doch Lucas Lessio (14.) und Brett Olson (15.) scheiterten jeweils freistehend aus kurzer Distanz. Dann, in der 16. Minute, die nächste Strafzeit für die Haie. Das Powerplay sah zunächst nicht erfolgreich aus, doch in der 18., Sekunden vor Ablauf der Strafe, erkämpfte Laurin Braun den Puck im gegnerischen Drittel. Er legte zurück auf seinen Bruder Constantin, der abzog und Ivan Petrakov war zur Stelle und fälschte die Scheibe unhaltbar zum 1:0 ab. Die Pinguine blieben konzentriert und brachten den knappen Vorsprung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf den Ausgleich und hatten gleich die Chance, doch erst wehrte Quapp gegen James Sheppard ab, dann blockte Tom-Erik Bappert einen Schuss von Kevin Gagné. Wenig später dann die nächste Überzahl der Haie, aber die Pinguine überstanden die Situation mit harter Arbeit unbeschadet. Glück hatten sie dann in der 27. Minute, als Jason Akeson freistehend über die Scheibe schlug. Die Pinguine konnten in dieser Phase keine Offensive entwickeln, sondern beschränkten sich rein auf das Verteidigen der sehr druckvollen Angriffe der Hausherren. Das aber gelang zunächst sehr gut. Nur selten musste Quapp tatsächlich eingreifen. In der 32. Minute dann plötzlich die Konterchance: Lessio bekam den langen Pass und zeigte einen wahnsinns-Antritt, wackelte Weitzmann aus und wollte mir der Rückhand einschieben, doch der Kölner Schlussmann war mit einem überragenden Fanghandsave doch noch zur Stelle. In der Folge gestalteten die Pinguine das Spiel wieder ausgeglichener und brachten das 1:0 auch in die zweite Pause.
Der Schlussabschnitt sah dann weiter ein unverändertes Bild: Die Haie machten das Spiel, die Pinguine konterten. Und wie! In der 43. Minute plötzlich der Pass auf Petrakov und der Torschütze zum 1:0 zog aus spitzem Winkel ab, doch wieder war Weitzmann stark zur Stelle. Wenige Augenblicke später parierte der Schlussmann dann auch gegen C. Braun. Insgesamt ließ sich zu diesem Zeitpunkt feststellen, dass die Haie zwar die deutliche Mehrzahl der Schüsse aufzuweisen hatten, die Pinguine aber mit Abstand die besseren Gelegenheiten auf ihrer Seite verbuchten. So auch in der 47. Minute: Wieder war es dieselbe Kombination wie im zweiten Durchgang: L. Braun schickte Lessio, der ging allein auf Weitzmann zu, doch erneut blieb der Kölner Sieger. Im Gegenzug setzte Matsumoto den Puck an den Pfosten. In der Folge aber blieben die Pinguine extrem präsent und hielten die Haie aus ihrem eigenen Drittel fern. Und das zeigte in der 55. Minute Erfolge. Lessio kam von der Bank, wurde zum dritten Mal von L. Braun perfekt bedient und ging zum dritten Mal allein auf Weitzmann zu. Erneut täuschte er die Rückhand an, ging diesmal aber auf Vorhand und setzte das Hartgummi so ganz souverän in die Ecke zum 2:0. Wenig später dann die Strafzeit gegen die Pinguine und viereinhalb Minuten vor dem Ende ging Weitzmann ebenfalls vom Eis, so dass sich vier Pinguine sechs Kölnern gegenüber sahen. Bis auf einen Schuss von Akeson, der eine sichere Beute von Quapp wurde, überstanden die Pinguine die kritische Situation, doch kaum waren sie wieder komplett, da bediente erneut Akeson Frederik Tiffels und der traf durch die Beine von Quapp zum 2:1. Weiter drückten die Haie und hielten Weitzmann auf der Bank. Nikita Shatsky hatte zunächst die Chance aufs leere Tor, verfehlte aber. Eine Minute vor dem Ende erkämpften die Pinguine im Kölner Drittel die Scheibe. Lessio verfehlte zwar das Tor, aber L. Braun wurde im Nachsetzen gefoult und so gab es die Strafe für Köln. Die Haie brachten den Puck raus und nahmen Weitzmann erneut vom Eis, doch 9,5 Sekunden vor dem Ende eroberten die Pinguine den Puck, dieser kam zu Alex Blank und der traf zum entscheidenden 3:1 ins leere Tor.
Damit feierte das Team von Clark Donatelli den dritten Auswärtssieg in dieser Saison und zeigte mit nur einem Gegentor eine starke Defensivleistung. Schade für den starken Nikita Quapp, dass sein Shutout kurz vor dem Ende verhindert wurde. Dennoch, aus den beiden Spielen in Köln holten die Pinguine verdiente vier Punkte, die auch gut hätten sechs sein können, doch am Mittwoch hatte ein spätes Gegentor den Dreier verhindert. Den Matchpuck jedenfalls sicherte sich Sergej Belov für den 18 Jahre jungen Nikita Quapp, der seinen ersten DEL-Sieg feierte. Weiter geht es nun am Donnerstag in Wolfsburg.

Strafen:
Köln: 6
Krefeld: 6

Tore:
0:1 18. Petrakov (C. Braun, L. Braun) PP
0:2 55. Lessio (L. Braun)
1:2 58. F. Tiffels (Akeson, Sheppard)
1:3 60. Blank (Lessio, Olson) ENG

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Clark Donatelli war nach dem Spiel überrascht, als man ihm erklärte, wie schlecht die Punkteausbeute gegen unsere Norddeutschen Namensvetter aus Bremerhaven wirklich ist. In der Tat war über weite Strecken des Spiels davon auch nichts zu erkennen. Letztlich erkämpfen sich die Krefeld Pinguine zuhause einen verdienten Punkt, welcher durchaus hätte verdoppelt oder verdreifacht werden können.
Den besseren Start ins Spiel erwischten die Krefelder. Mit einigen guten Wechseln drängten die Schwarz-Gelben die Gäste aus dem Norden ins eigene Drittel zurück und belohnten sich für den guten Start in Person Tom-Eric Bapperts. Dieser schaltete sich mit in die Angriffsbemühungen ein und vollendete die Vorlage von Lucas Lessio zu seinem ersten Saison- und Karrieretor in der PENNY DEL.
Danach kam Bremerhaven jedoch besser ins Spiel und erspielte sich seinerseits gute Chancen. In der neunten Minute fand die Scheibe dann das erste Mal das Netz hinter Marvin Cüpper, der heute wieder als Starter der Pinguine fungierte. Doch gegen den Schuss zwischen die Beine des 27-jährigen wurde sofort Einspruch erhoben und im Videobeweis war in der Tat zu erkennen, dass Cüpper im Torraum behindert wurde und dem Tor wurde die Gültigkeit aberkannt.
Die Führung der Pinguine hielt letztlich leider nur zwei weitere Minuten als Lucas Lessio wegen Hakens hinausgestellt wurde. Alexander Friesen traf auf Zuspiel Niklas Andersens, dessen erster Schuss vom Pinguine-Schlussmann nicht festgehalten werden konnte.
Doch die Körpersprache der Pinguine war anschließend unverändert gut! Ivan Petrakov mit ansehnlicher Einzelaktion zum Tor in der 13. Minute, Fishtown-Schlussmann Brandon Maxwell lässt sich auf den Bauch fallen, hat keine Kontrolle über die Scheibe und wird mit einem Pfiff des Schiedsrichters belohnt, ehe Nikita Shatsky die Scheibe über die Linie brachte. Ein ärgerlicher, weil unnötig früher Pfiff des Hauptschiedsrichters, der eine erneute Führung der Pinguine vorerst verhinderte.
So ging es aber unentschieden ins zweite Drittel, welches mit einem Knall beginnen sollte. In Unterzahl klären die Krefelder die Scheibe durch Martin Schymainski, der dann auf Höhe der Strafbank hart und unfair gecheckt wurde. Das Resultat waren 2 + 10 Minuten für Andersen wegen Checks von Hinten und ein wütender Pinguine-Kapitän, der jedoch unbeschadet weiterspielen konnte.
Auf das nächste Tor mussten wir bis zur 25. Spielminute warten. Das Powerplay der Hausherren ging an die Arbeit und auch wenn das Werk letztlich etwas unkonventionell zustande kam, war es Brett Olson, der sich an den Bande durchsetzte und auf Zuspiel Martins Karsums und Mirkos Sachers den Puck über die Fanghand des deutsch-amerikanisch-kanadischen Schlussmanns Maxwell ins Tor der Nordlichter schoss.
31 Sekunden später der nächste Treffer der Pingiune vom Niederrhein. Dieses Mal war Lucas Lessio der Profiteur eines Schusses von Maxi Gläßl war, der zwar vorbei ging, jedoch durch Niklas Postel erneut vor das Tor gebracht wurde, und dort vom Kanadier vollendet wurde – 3:1 Krefeld.
„Das ging schnell,“ dachten sich vermutlich auch die Pinguins und gingen ihrerseits zum Angriff über. Cüpper zeigte in dieser Phase jedoch einige starke Paraden. Seine beste in der 28. Minute als er Miha Verlics Pass auf Jan Urbas laß und dem Slowaken schnell mit der rechten Schiene die Tür vor der Nase zuschlug. Doch der Druck der Bremerhavener sorgte für Fehler beim jungen KEV-Team. So glichen die Nordsee-Pinguine ihrerseits ebenfalls mit einem Doppelschlag in der 35. Minute aus. Erst Stanislav Dietz auf Zuspiel Urbas und Jeglics, dann Urbas selbst nach Vorlage Ziga Jeglics. 3:3 der Pausenstand.
Das letzte Drittel mit dem besseren Start für Bremerhaven. Andersen, nach seiner 10-Minuten-Strafe wieder im Spiel, nutzte in der 43. Minute das Durcheinander in der KEV-Abwehr aus und schoss die Scheibe schnell vorbei an Cüpper, bevor dieser überhaupt wusste, wo die Scheibe war.
Doch wo sich in den letzten Wochen Resignation breit gemacht hätte, zeigten die Jungs Kampfgeist und arbeiteten sich verdientermaßen zurück ins Spiel – und das ausgerechnet wieder in Überzahl. Alex Blank brachte die Scheibe vor das Gehäuse der Gäste und sorgte damit für Chaos. Sowohl Artur Tyanulin als auch Brett Olson kriegen irgendwie ihre Schläger an den Puck, der dann letztlich von Martins Karsums in Tor gestochert werden konnte. Der Ausgleich, der den Krefeldern einen verdienten Punkt einbringen sollte.
Mehr wollte jedoch auch am gestrigen Abend nicht drin sein. Denn in der Verlängerung zeigten, die Fishtown Pinguins, warum ihr Powerplay eines der stärksten der Liga ist. Den vermehrten Spielraum bei 4 gegen 3 nutzte letzten Endes Jan Urbas aus, um den Pinguinen den Traum des ersten Heimsiegs der Saison zunichte zu machen.
Alles in allem darf man aber über einen Punkt gegen den Angstgegner, ob der Leistungssteigerung in den letzten Spielen, zufrieden sein.

Strafen
KEV 10
BHV 20

Tore
1:0 2. Bappert (Lessio, Schymainski)
1:1 11. Friesen (PP) (Andersen, Fortunus)
2:1 26. Olson (PP) (Karsums, Sacher)
3:1 26. Lessio (Postel, Gläßl)
3:2 35. Dietz (PP) (Urbas, Jeglic)
3:3 35. Urbas (Jeglic)
3:4 43. Andersen (McGinn, Dietz)
4:4 48. Karsums (PP) (Olson, Tyanulin)
4:5 65. Urbas (OT, PP) (Dietz, Jeglic)

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Im Auswärtsspiel bei Tabellenführer Eisbären Berlin gab es für die Krefeld Pinguine trotz engagierter Leistung nichts zu holen. Mit 1:6 (0:2, 1:1, 0:3) unterlag das Team von Chad Donatelli sicher einige Tore zu hoch an der Spree. Die Gäste aus der Seidenstadt setzten im Tor erneut auf Marvin Cüpper, der am Vortag seinen 27. Geburtstag feierte. Ihm gegenüber stand Nationalgoalie Mathias Niederberger, der seinem Bruder Leon auf Krefelder Seite gegenüberstand.

Die Partie begann einigermaßen ausgeglichen, doch in der vierten Minute gab es die erste Strafe ders Abends, als das zweite Krefelder Geburtstagskinnd des Vortages, Nikita Shatsky (26), wegen hohen Stocks auf der Strafbank Platz nehmen musste. Damit musste sich das schwächste Unterzahlspiel der Liga des mit gut 22 Prozent sehr guten Powerplays der Gastgeber erwehren – und das misslang. Einen Schuss aus halbrechter Position konnte Cüpper zwar abwehren, doch die Scheibe rutschte ans lange Eck, wo ex-Pinguin Kris Foucault bereitstand und zur frühen Führung einnetzte (5.). Der Tabellenführer spielte fortan mit weiter gesteigertem Selbstvertrauen und in der 13. Minute war es Jonas Müller, der freistand und abzog. Mit seinem Schuss, der den Innenpfosten sogar noch tuschierte, ließ er dem ex-Eisbären im Pinguine-Tor keine Chance. Die ganz große Chance zum Anschluss hatte dann in der 16. Minute Martin Schymainski, als er am langen Eck freistand und von Alex Blank bedient wurde, doch im allerletzten Moment war ein Berliner Abwehrstock dazwischen und fälschte das Spielgerät so ab, dass der Pinguine-Kapitän knapp verpasste. In den letzten zwei Minuten vor der Pause überstanden die Pinguine ein weiteres Eisbären-Powerplay und so ging es mit einem leistungsgerechten 2:0 in die Pause.

Der zweite Durchgang sah dann ein komplett anderes Spiel. Die Pinguine steigerten sich deutlich und gestalteten dies Partie ausgeglichen und so kamen sie in der 22. Minute ihrerseits zu ihrem ersten Überzahlspiel. Und in diesem zeigte Pinguine-Topscorer Artur Tyanulin seine ganze Klasse. Im Stil eines Lacrosse-Spielers nahm er die Scheibe hinter dem Tor auf die Kelle und wollte sie in den Winkel legen. Zwar war M. Niederberger auf dem Posten, doch die Scheibe sprang zu Schymainski, der im Slot parkte und zum Anschluss einnetzte. Fortan drängten die Pinguine auf den Ausgleich, hatten aber zweimal Glück, als Pierre-Cedric Labrie und Marcel Noebels jeweils den Pfosten trafen. Die Gäste hatten ihrerseits durchaus Gelegenheiten, doch der Angriffsschwung wurde in der 33. Minute jäh gebremst, als Nationalstürmer Lukas Reichel auf Höhe der Torlinie an die Scheibe kam und Cüpper überraschte, indem er den Puck an dessen Schoner und von dort ins Tor manövrierte. So war der alte Abstand wieder hergestellt. Fortan kontrollierte der mehrfache DEL-Meister aus der Hauptstadt wieder das Geschehen und hatte in der 40. Minute zum dritten Mal Pech. Diesmal war es Parker Tuomie, der nur das Gestänge traf. So ging es mit 1:3 aus Pinguine-Sicht zum zweiten Mal in die Kabinen.

Eine kritische Situation für die Pinguine gab es dann gleich zu Beginn des Schlussabschnittes, als in der 43. Minute binnen 17 Sekunden gleich zwei Pinguine auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Damit hieß es Drei gegen Fünf. Die Gäste aber arbeiteten hart und überstanden diese schwere Phase unbeschadet. In der 46. Minute aber startete Berlin einen starken Konter und Matt White lief allein auf das Tor zu und verwandelte durch die Beine des chancenlosen Cüpper zur 4:1-Vorentscheidung. Richtig heiß wurde es dann in der 47. Minute. Erst klärte Max Gläßl auf der Line und im unmittelbaren Gegenzug ging Lucas Lessio allein auf das Eisbären-Tor zu, doch M. Niederberger blieb Sieger im Duell. In der 53. Minute dann das nächste Überzahlspiel der Pinguine und gleich gab es die Chance, doch der Eisbären-Schlussmann hielt stark gegen Mirco Sacher. So blieb die Überzahl erfolglos. Wie es besser geht zeigte der Titelanwärter zwei Minuten vor dem Ende als Zachary Boycuk ebenfalls in Überzahl zum 5:1 einschoss. Das 6:1 Sekunden vor dem Ende hatte nur noch statistischen Wert.
So ging es ohne Punkte auf die lange Rückfahrt. Der Auftritt stellte dennoch einen Schritt in die richtige Richtung dar. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nur bedingt wider und fiel zwei, drei Tore zu hoch aus, obschon der Sieg des Tabellenführers an sich absolut verdient ist.

Strafen:
Berlin: 8
Krefeld: 14

Tore:
1:0 5. Foucault (Fiore, White) PP
2:0 13. Müller (Noebels, Ramage)
2:1 24. Schymainski (Tyanulin, Petrakov) PP
3:1 33. Reichel (Noebels, Hördler)
4:1 46. White (Ramage, Müller)
5:1 58. Boychuk (Noebels) PP
6:1 60. Hördler (Ramage, Boychuk)

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Als nach 60 Minuten die Schlusssirene ertönte war zumindest klar, dass die Krefeld Pinguine ihren ersten Punkt Zuhause gewonnen hatten. Dass es nicht mehr Punkte wurden, war nach dem Spielverlauf zwar ärgerlich, jedoch kann man der Mannschaft eine kämpferische Leistung bescheinigen. Den Siegtreffer erzielten die Wolfsburger für den Extrapunkt in der Verlängerung.
In einem hart geführten PENNY DEL-Spiel waren es die Pinguine, die einen Hauch besser ins Spiel starteten und die größeren Chancen in Richtung Dustin Strahlmeier hatten, der das Gehäuse der Autostädter hütete. Die größte Chance hatte Artur Tyanulin in der 13. Minute als er die Wolfsburger Verteidigung hinterlief und über links frei auf das Tor der Wolfsburger zog. Leider konnte er im letzten Moment noch entscheidend gestört werden und den Alleingang nicht wie gewünscht abschließen.
Auch Marvin Cüpper im KEV-Tor musste im ersten Drittel einige Male auf der Hut sein, konnte aber alle Schüsse in seine Richtung abwehren. Das Spiel wurde darüber hinaus sehr körperbetont geführt. Auf beiden Seiten gab es einige nennenswerte Checks, die jedoch am torlosen Unentschieden zur Drittelpause nichts veränderten.
Tore sollten dann ab dem zweiten Drittel fallen – leider zuerst für Wolfsburg. Routinier und Kapitän Sebastian Furchner wurde nach herausragender Einzelaktion und Scheibenbehauptung des Schweden Max Görtz hinter dem Tor in der 26. Minute im Slot sträflich frei stehengelassen und brachte die Scheibe auf Cüppers Stockhandseite vorbei im Tor unter.

Doch wo die Pinguine in den letzten Spielen im zweiten Drittel häufig einen Durchhänger hatten und sie ein Gegentor komplett aus dem Tritt brachte, drängten die Pinguine ihrerseits auf eine schnelle Antwort. Bereits eine Minute nach dem Gegentreffer war es Ivan Petrakov, der den Ausgleich auf der Kelle hatte, nachdem er technisch sauber die Verteidigung ausgespielt hatte.
Strahlmeier, gegen Petrakov noch sicher, zeigte dann in der 34. Minute jedoch seine erste Schwäche. Ein Schuss Constantin Brauns hätte leichte Beute für den gebürtigen Gelsenkirchener sein sollen, prallte dann jedoch unbemerkt von seinem Brustschutz neben das Tor. Nikita Shatsky war der Nutznießer der Situation, sammelte die verlorengegangene Scheibe auf und brachte sie für sein erstes Saisontor per Bauerntrick im Tor unter.
Eine Minute später war es jedoch auch Shatsky, der wegen eines Beinstellens herausgestellt wurde und zusehen musste, wie das Unentschieden nur von kurzer Dauer war. Knapp eine Minute brauchten die Wolfsburger ehe der Puck auf dem Schläger Görtz‘ landete, der ihn mit einem schnellen Handgelenkschuss vorbei an Tine Braun und Marvin Cüpper zum 1:2 aus Sicht der Pinguine ins Tor schoss.
Wild wurde dann auch die Schlussminute im zweiten Drittel. Erneut war es zuerst Tyanulin, der den Verteidigern enteilte und frei auf Strahlmeier zulaufen konnte. Leider waren die Beine des Rotschopfes schneller als seine Hände, denn Tyanulin traf die Scheibe mit der Rückhand nicht richtig, um sie am überwundenen Strahlmeier vorbei zu schieben. Auf der anderen Seite konnte Cüpper beweisen, dass es richtig war heute auf ihn zu setzen. 4 Sekunden vor der Sirene wurde Gerrett Festerling in Szene gesetzt und Cüpper musste jeden Zentimeter seines Armes ausstrecken, um den 1:3-Rückstand mit der Fanghand zu verhindern.

Es ging also mit einem knappen Rückstand, aber doch mit einer Menge Optimismus in das letzte Drittel. Dieses war fest in schwarz-gelber Hand. Schymainski, Tyanulin, Olson – alle hatten gute Chancen, brachten den Puck aber nicht im Tor der Wolfsburger unter. Erst sechs Minuten vor dem Ende der erlösende und verdiente Ausgleichstreffer. Über Laurin Braun und Martins Karsums gelangte der Puck in den Slot der Grizzlys. Von dort aus bugsierte ihn Brett Olson für sein sechstes Saisontor in Gehäuse und verschaffte damit den Pinguinen ihren ersten Heimspiel-Punkt der Saison, da in der restlichen Spielzeit keine Tore mehr fielen.

Die 3-gegen-3-Verlängerung dauerte 2 Minuten und 2 Sekunden. Spencer Machacek nahm Kristofers Bindulis vor der Grizzly-Bande die Scheibe weg und ließ sich dann auch von Cüpper im Tor nicht mehr stoppen.
Unter dem Strich ein gern gesehener Punkt, aber vor allem eine sehr kämpferische Leistung der Pinguine, die mehr verdient gehabt hätten, jedoch auch mit ihrem ersten Punkt Zuhause leben können.

Strafen
KEV 4
WOB 4

Tore
0:1 26. Furchner (Görtz, Järvinen)
1:1 34. Shatsky (Lessio, Sacher)
1:2 35. Görtz (Järvinen, Button)
2:2 54. Olson (L. Braun, Karsums)
2:3 63. (OT) Machacek

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Auch im neunten Heimspiel der Saison gehen die Pinguine gegen die Eisbären Berlin leer aus. Am Ende stand es, trotz zwei ordentlicher Drittel, 6:1 aus Sicht der Hauptstädter. Erneut wurden die Schwächen der Pinguine im zweiten Drittel schonungslos offenbart.
Dabei mussten sich die Schwarz-Gelben im ersten Drittel nicht verstecken und hatten laut den nackten Zahlen auch mehr vom Spiel. Einzig Tore wollten, wie in dieser Saison allzu häufig, nicht fallen. Die besten Chancen von Justin Volek und Alex Blank wurden entweder durch Berlins Schlussmann Mathias Niederberger vereitelt oder zu überhastet abgeschlossen und verpufften.
So nahm das Spiel gegen Berlin leider wieder den bekannten, schmerzhaften Verlauf. Den Torreigen eröffnete in der 10. Spielminute Parker Tuomie, der den Puck von hinter der Grundlinie von Vorhand schnell vor das Tor auf die Rückhand zog und in die lange Ecke an den von Beginn an spielenden Sergey Belov vorbei hob.
Den zweiten Treffer erzielte Matthew White nachdem der US-Amerikaner den Puck an der eigenen blauen Linie KEV-Verteidiger Philip Mass abluchsen konnte, frei auf Belov zustürmte und den Puck unter der Stockhand ins kurze Eck zum 0:2 einschoss.
Somit ging es trotz quantitativ höheren Spielanteilen, aber aufgrund der schlechteren Chancenverwertung, erneut mit einem Rückstand in die Kabine. Dieser sollte sich im zweiten Drittel, ob der Unkonzentriertheit der Krefelder, weiter erhöhen. Insgesamt ging der Mittelabschnitt mit 0:4 verloren, teilweise mit erschrecken einfachen Gegentoren, die es in den nächsten Tagen auszuarbeiten gibt. Namentlich waren es Lukas Reichel in der 23. Minute per Bauerntrick, Leo Pföderl in der 26. Minute nach schönem Zuspiel von Marcel Noebels, Berlins Neuzugang Zach Boychuck in der 31. Minute und P.C. Labrie nach einem aus einem Wechselfehler entstandenen 2-auf-0 in der 35. Minute, die für klare Verhältnisse und dem 0:6 Pausenstand sorgten.
Einen Lichtblick gab es dann jedoch bei allem Lehrgeld, welches heute gezahlt wurde, im letzten Drittel doch noch. Die Steigerung im Schlussdrittel sorgte zumindest dafür, dass die Pinguine in Person von Top-Scorer Artur Tyanulin etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. Nachdem Martins Karsums Rebound in der 46. Spielminute im Powerplay im letzten Moment geblockt werden konnte, nahm sich Tyanulin ein Herz, nahm die Scheibe auf, tanzte Noebels aus und warf jeden seiner 177 Zentimeter in den Schlagschuss aus dem hohen Slot – sein fünftes Saisontor, sein zwölfter Punkt im zwölften Spiel. Gleichzeitig aber auch der Endstand in einem Spiel, in dem der KEV über zwei Drittel gut mithalten, aber am Ende die gefährlich zur Gewohnheit werdende Unkonzentriertheit des zweiten Drittels nicht überwinden konnte.

Strafen
KEV 6
EBB 6

Tore
0:1 10. Tuomie (Zengerle, Wissmann)
0:2 15. White
0:3 23. Reichel (Noebels, Pföderl)
0:4 26. Pföderl (Noebels, Reichel)
0:5 31. Boychuk (McKiernan, Fiore)
0:6 35. P.C. Labrie (Ramage, Fiore)
1:6 46. Tyanulin (Karsums, Olson)

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Die Auswärts-Serie der Pinguine ist gerissen. Die zuletzt zweimal in der Fremde siegreichen Mannen um Kapitän Martin Schymainski unterlagen bei der Düsseldorfer EG mit 0:3 (0:1, 0:1, 0:1). Für die Pinguine, bei denen erstmals der neue Coach Clark Donatelli an der Bande stand, ging es nach der Niederlage gegen Iserlohn darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren und an die zuletzt starken Auswärtsleistungen anzuknüpfen. Die Gäste vertrauten, wie bereits am Montag an gleicher Stelle, auf Marvin Cüpper zwischen den Pfosten. Ihm gegenüber stand diesmal Mirko Pantkowski.

Gerade knapp zwei Minuten waren absolviert, da tauchte plötzlich DEG-Stürmer Mathias From völlig frei vor dem Pinguine-Schlussmann auf, fand jedoch im stark reagierenden Cüpper seinen Meister. Die erste gefährlihce Situation auf der Gegenseite gab es dann in der 5. Minute, als nach einem Trivellato-Schlagschuss Leon Niederberger vor dem Tor arbeitete, die Scheibe dann aber per Handpass zu Lucas Lessio weiterleitete, so dass die Situation abgepfiffen wurde. Die nächste Topchance gab es dann eine Zeigerumdrehung später, als sich Ivan Petrakov per tollem Solo durchsetzte und schließlich Filips Bunics frei zum Schuss kam, jedoch aus kurzer Distanz an Pantkowski scheiterte. Wieder eine Minute später war es Laurin Braun, der völlig frei auf das Tor zulief, doch erneut hieß der Sieger Pantkowski, der das Hartgummi so eben noch am Tor vorbei lenkte. Ab der elften Minute überstanden die Schwarz-Gelben ein erstes Unterzahlspiel, doch die Situation gab den Hausherren Aufwind und nach starkem Pass von Daniel Fischbuch tauchte Tobias Eder frei vor Cüpper auf. Der hielt überragend mit dem Schoner, doch der Abpraller kam genau auf den Schläger von Charly Jahnke, der nur noch einschieben musste. Die Pinguine aber zeigten sich keineswegs geschockt und kamen gleich zu einer Gelegenheit durch Buncis, die aber ungenutzt blieb. Knapp drei Minuten vor der Pause dann die erste Überzahl der Gäste, die aber keinen Erfolg brachte. So blieb es nach 20 Minuten beim 1:0 Pausenstand für die Gastgeber.

Der zweite Durchgang sah dann nach eineinhalb Minuten zunächst die Chance für die DEG bei einem Zwei-auf-Eins, doch am Ende hielt Cüpper gegen Kyle Cumiskey. Im Gegenzug brachte Lessio einen langen Pass nicht unter Kontrolle – er hätte seinerseits ein Break gehabt. Glück dann in der 24. Minute für die Pinguine, als Eder per Alleingagn nur den Pfosten traf – Cüpper hatte stark den Winkel verkürzt. In der 25. Minute dann die nächste Überzahl für Krefeld, in der Alex Blank Lessio per Traumpass genau vor dem Tor freispielte, doch dem Torjäger versprang im entscheidenden Moment die Scheibe, so dass die Überzahl ungenutzt blieb. Doch die weißgekleideten Gäste übernahmen jetzt mehr und mehr die Kontrolle und hatten weitere Gelegenheiten. Die beste davon durch Martins Karsums, dem eine abgefälschte Scheibe plötzlich auf den Schläger sprang, nachdem Pantkowski bereits hinter sein Tor gegangen war. Doch der überraschte Lette verfehlte das leere Tor knapp. Doch mitten in die Krefelder Offensivbemühungen plötzlich der Konter der Hausherren. Alexander Karachun zog ab und traf genau ins Eck. Möglicherweise war die Scheibe auch noch leicht abgefälscht. Die ganz große Chance zum Anschluss dann in der 39. Minute per Zwei-auf-Eins-Konter, doch Laurin Brauns Schuss wurde ebenso eine Beute, wie der von Niederberger erneut auf das Tor springende Abpraller. Als dann wenig Später Kristofers Bindulis freistehend das Tor verfehlte, stand der Pausenstand nach 40 Minuten mit 0:2 fest.

Der Beginn des Schlussabschnittes sah dann zunächst Pinguine, denen es nicht gelang, sich gute Chancen herauszuspielen. Erstmals wurde es vor Pantkowski gefährlich, als Konstantin Braun in der 48. abzog, doch der DEG-Schlussmann hielt. Auf der anderen Seite aber musste Cüpper immer wieder gegen Versuche der DEG eingreifen, die nun sehr souverän agierte. So gab es, inklusive eines DEG-Powerplays um die 53. Minute, auf beiden Seiten kaum nennenswerte Gelegenheiten. Dafür lief die Uhr nun immer mehr für die Landeshauptstädter. Gut zwei Minuten vor dem Ende dann die Strafzeit für Düsseldorf. Donatelli reagierte mit der Auszeit und nahm Cüpper vom Eis. Die erste Chance hatte Sacher per Schlagschuss, doch Pantkowski hielt ebenso, wie augenblicke später gegen Tyanulin und erneut Sacher. Als der DEG-Keeper dann auch gegen Lessio parierte, war der Sieg der DEG, die ganz in grün aufgelaufen war, ebneso perfekt, wie der Shut-out des jungen Schlussmannes. Sechs Sekunden vor dem Ende holte Karachun, von der Strafbank kommend, den Puck gegen Alex Trivellato, indem er diesen von hinten überraschte, und am Ende musste Eugen Alanov, der in Krefeld die Saison begonnen hatte, nur noch aus einem Meter einschießen.
Damit mussten die Pingine nach zuletzt zwei Auswärtssiegen trotz guter Leistung einmal wieder eine Niederlage einstecken. Entscheidend war unter dem Strich die mangelnde Chancenverwertung. Die Gelegenheiten zu eigenen Torerfolgen waren durchaus gegeben. Nun stehen einige freie Tage an, ehe es am Donnerstag mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Eisbären Berlin weiter geht. Der Auftritt der Pinguine jedenfalls gehörte zweifelsfrei zu den besten der bisherigen Spielzeit.

Strafen:
Düsseldorf: 6
Krefeld: 4

Tore:
1:0 14. Jahnke (Eder, Fischbuch)
2:0 36. Karachun (Jensen, Zanetti)
3:0 60. Alanov (Karachun, Olimb)

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Spielberichte

Auch im achten Heimspiel der Saison bleiben die Krefeld Pinguine ohne Punkt und müssen zum zweiten Mal hintereinander sieben Gegentore vor dem heimischen „Papplikum“ hinnehmen. Alleine fünf davon im zweiten Drittel. Vor dem neuen Cheftrainer Clark Donatelli und dem Team liegt ein weiter Weg, möchte man konstant und über 60 Minuten eine gute Leistung zeigen.

Das erste Drittel sollte den Jungs hierfür als Vorbild dienen. Hohe Laufbereitschaft und intensiver Körpereinsatz, gepaart mit Spielwitz und der ein oder anderen guten Einzelaktion. Sergey Belov, der heute von Beginn an das Tor hütete stand dabei bereits nach 29 Sekunden im Mittelpunkt. Erneut drohte ein Fehlstart, als der Puck leichtfertig hinter dem Tor vertändelt wurde und auf dem Schläger Brent Raedekes landete. Der Russe blieb lange genug stehen und konnte das frühe Gegentor mit der Fanghand verhindern.
Nicht nur das: Auf der anderen Seite des Eises gelang im Gegenzug sogar der frühe Führungstreffer! Tief in der Angriffszone kombinierten sich Laurin Braun und Brett Olson in Richtung Tor. Die Roosters waren in der Rückwärtsbewegung zu sehr auf die beiden Stürmer fokussiert, sodass sie nicht merkten, dass sich Pinguine-Verteidiger Alex Trivellato von der blauen Linie vor das Tor wagte, um sich in Schussposition zu bringen. Olsons Pass verwertete der Italiener zu seinem ersten Saisontor.
Die Schwarz-Gelben hatten danach Blut geleckt und erhöhten in der achten Minute auf 2:0. Niklas Postel spielte den Puck über die Bande aus dem eigenen Drittel heraus und fand Patrick Klöpper an der zweiten blauen Linie, der den springenden Puck geschickt unter Kontrolle brachte und Artur Tyanulin beim 2-auf-1 in den Angriff einbezog. Der junge Rotschopf ließ Andreas Jenike im Gehäuse der Sauerländer keine Chance und setzt damit seine starke Saison fort. 12 Punkte in 10 Spielen lassen aufhorchen!

Aufhorchen ließen in der 20. Minute des körperlich harten geführten Spiels auch die Iserlohner. Robert Raymond setzte sich in der Ecke gegen Philipp Mass durch und brachte die Scheibe fünf Sekunden vor Ende des Drittels vor das Tor Belovs. Dort hatte sich Brody Sutter von Mass Verteidigungspartner Kris Bindulis gelöst und so in Position gebracht, dass er den Puck in die lange Ecke des Tores abfälschen konnte. Ärgerlich, aber kein Grund zu Panik.
Diese machte sich erst im zweiten Drittel breit. Fünf Gegentore und ein Torwartwechsel später, war das Spiel nach dem Mittelabschnitt entschieden. Sutter in der 21. Minute nach starker Einzelaktion mit dem 2:2, Marko Friedrich bei angezeigter Strafe in der 23. Minute mit dem 2:3, Joel Lowry im Powerplay in der 31. Minute zum 2:4. Marvin Cüpper ersetzte anschließend den glücklosen Belov. Ein Torwartwechsel ist häufig eine gute Gelegenheit, um eine Mannschaft nochmal wachzurütteln. Heute brachte dieser Schachzug leider nichts. Gerade einmal zwei Minuten stand Cüpper im Tor, da erhöhte Raedeke in der 33. Minute auf 2:5, Joseph Whitney in der 38. Minute sogar auf 2:6 – erneut im Powerplay, welches gerade einmal 12 Sekunden dauerte.

Insbesondere nach dem hoffnungsvollen ersten Drittel, offenbarte das zweite Drittel, dass unsere junge Mannschaft durchaus das Potenzial hat auf Augenhöhe mitzuspielen, sich aber durch Gegentore oder andere Nackenschläge zu sehr einschüchtern und unterkriegen lässt. Das letzte Drittel sollte also mehr zum Charaktertest werden.
Diesen sollte die Mannschaft jedoch bestehen. Zumindest beruhigten sich die Defensivarbeit und auch ein paar Chancen spielten sich die Seidenstädter heraus. Im ausgeglichenen Schlussdrittel sollten zwei Youngster beider Teams noch je ein Tor erzielen. Iserlohns Tim Fleischer in der 50. Minute und Alex Blank auf Seiten der Krefelder in der 59. Minute mit Ergebnis- und Statistik-Kosmetik im Powerplay.
Am Ende überwiegt aber die Enttäuschung darüber erneut nicht 60 Minuten lang das Gaspedal runter gedrückt zu haben und das Spiel durch einen desolaten Mittelabschnitt hergeschenkt zu haben.

Strafen
KEV 4
IEC 4

Tore
1:0 2. Trivellato (Olson, L. Braun)
2:0 8. Tyanulin (Klöpper, Postel)
2:1 20. Sutter (Raymond, Bailey)
2:2 22. Sutter (Aubin, Raymond)
2:3 23. Friedrich (Riefers, Weidner)
2:4 31. Lowry (Jentzsch, Aubin)
2:5 33. Raedeke (Aubin, Lowry)
2:6 38. Whitney (Raymond, Bailey)
2:7 50. Fleischer (Buschmann, Friedrich)
3:7 59. Blank (Tyanulin, L. Braun)

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Spielberichte

Es gibt Spielberichte, die fließen recht einfach aus der Feder. Entweder, weil die Mannschaft extrem gut oder extrem schwach spielt. Dann ist die Ausgangslage klar und die Art des Berichts meistens ebenfalls. Nach dem heutigen 0:7 gegen die Kölner Haie ist der Autor etwas ratlos. Denn gute Ansätze waren wieder durchaus erkennbar und wurden selbst vom Gegner und den anwesenden Experten bescheinigt. Leider blieb es lediglich bei diesen Ansätzen und Fehler, die gegen Iserlohn weitestgehend vermieden wurden, kehrten auf unerklärliche Weise wieder zurück. Die Partie wurde dabei von gleich zwei Doppelschlägen maßgeblich beeinflusst.

Die erste große Chance des Spiels und damit die Möglichkeit das Spiel in eine ganz andere Richtung zu lenken, hatten jedoch die Pinguine gleich in der zweiten Spielminute durch Martin Schymainski, der frei vor Haie-Schlussmann Justin Pogge auftauchte, den Puck aber nicht an der rechten Schiene des Kanadiers vorbeibringen konnte. Anschließend fanden sich die Schwarz-Gelben jedoch zumeist in der Defensivzone gefordert und schienen vom Körperspiel der Domstädter überrascht. Köln fuhr extrem viele harte Checks zu Ende, suchte stets den Kontakt zu den Gegenspielern. Diese Spielweise zahlte sich dann Mitte des Drittels aus. Zuerst war es James Sheppard, der an diesem Abend sein erstes von gleich drei Toren erzielen sollte. Nach einem Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung, schaltete er am schnellsten und wurde von Marcel Müller zum Break geschickt. Sergey Belov, der heute trotz der hohen Belastung der letzten Spiele den Vorzug vor Nikita Quapp erhielt, hatte auf der Stockhandseite keine Chance.
Die Scheibe war kaum wieder eingeworfen, da rappelte es wieder im Karton. Ein verunglückter Schuss Dominik Tiffels von der blauen Linie fand den Weg genau auf den Schläger James Akesons, der zuerst an Belovs in Verzweiflung nach hinten geworfenen Schläger scheiterte, das Hartgummi-Spielgerät dann aber genau im Torraum liegen blieb, sodass Marcel Barinka einschieben konnte, bevor die Verteidiger klären konnten – 0:2 und Auszeit Krefeld.
Diese Auszeit tat der Mannschaft auch gut und man sah in der Folge, dass sich die Verteidigung wieder etwas besser sortieren konnte. Auch offensiv gab es einzelne Nadelstiche und sogar die Möglichkeit auf ein Tor zu verkürzen. Leider fehlte es in letzter Instanz wieder an der Chancenverwertung vor dem Tor, sodass es mit einem 0:2 in die Pause ging.

Im zweiten Drittel dann wenig Licht und viel, viel Schatten. Köln kam wacher und spritziger aus der Kabine und überrannte die Krefelder mit einem weiteren Doppelschlag innerhalb etwas mehr als einer Minute. Lucas Lessios Beinstellen in der 21. Minute sorgte für das Überzahltor James Sheppards wenige Sekunden später. Jonathan Matsumoto erhöhte 69 Sekunden später mit einem trockenen Schuss über die Fanghand Belovs auf 0:4 – Auszeit nicht mehr möglich.
Das glücklose Spiel Sergey Belovs fand fast genau zehn Minuten später ein Ende. Über Punkte-Maschine Sheppard gelang die Scheibe an die blaue Linie zu Pascal Zerressen, der irgendwie einen Weg durch das Gedränge vor dem Tor fand und auf 0:5 erhöhte. Youngster Nikita Quapp löste den Russen im Tor ab.

Am Spielverlauf oder gar dem Ausgang der Partie sollte dieser Wechsel jedoch nichts mehr ändern. Vielmehr gab es mehr Eiszeit für die jüngeren Spieler, damit diese Erfahrung sammeln können. Zu einem eigenen Tor und dem Verhindern des Shutouts Justin Pogges reichte es jedoch nicht mehr. Neuzugang Justin Volek hatte in der 51. Minute hierzu die beste Möglichkeit, als er freistehend vor dem Tor angespielt wurde, jedoch seinen Schläger nicht an den Puck brachte. Köln hingegen war auch im letzten Abschnitt zwei Mal erfolgreich. In der 48. Minute durch Dominik Tiffels, der nach Zuspiel Michael Zalewskis einen weiteren verdeckten Schuss zum Tor brachte und in der 58. Minute durch Sheppard, der seinen Dreierpack schnürte und damit den 0:7-Schlusspunkt setzte.
Nach dem Spiel gegen Köln ist klar: Es liegt ein hartes Stück Arbeit vor den Jungs, wenn sie wollen, dass eine Leistung wie in Iserlohn nicht die Ausnahme bleibt, sondern zur Regel wird.

Strafen
KEV 8
KEC 6

Tore
0:1 9. Sheppard (Ma. Müller, Gagné)
0:2 9. Barinka (Akeson, D. Tiffels)
0:3 21. Sheppard (Akeson, Matsumoto)
0:4 22. Matsumoto (Akeson, Barinka)
0:5 32. Zerressen (Sheppard, F. Tiffels)
0:6 48. D. Tiffels (Zalewski, Gagné)
0:7 58. Sheppard (Ma. Müller, F. Tiffels)

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Spielberichte

Es ist vollbracht! Die Pinguine feierten am heutigen Freitagabend mit einem 6:3 (2:1, 2:1, 2:1) bei den Iserlohn Roosters den ersten Saisonsieg. In einem richtig guten DEL-Spiel zeigte sich das Team stark verbessert zu den vergangenen Auftritten. Wenige Stunden, nachdem die Pinguine die Trennung von Cheftrainer Mike Svarinskis bekanntgegeben hatten und Boris Blank zumindest vorübergehend für ihn übernahm, hatten die Pinguine auch zwei weitere DEL-Debütanten zu bieten: Die jungen Neuverpflichtungen Justin Volek und Philipp Mass liefen erstmals in der Eliteliga auf. Maas spielte mit Kristofers Bindulis in der zweiten Verteidigung, Volek war Center zwischen Leon Niederberger und Philipp Kuhnekath in Reihe drei. Im Tor stand Stammgoalie Sergej Belov, dem Andreas Jenike auf Seiten der Gastgeber gegenüberstand.

Knapp drei Minuten waren gespielt, da durften sich die Schwarz-Gelben erstmals in Überzahl probieren, nachdem der Tabellen-Vierte der Nordgruppe zunächst offensiv losgelegt hatte. Das Powerplay aber blieb erfolglos, da erst Martins Karsums in aussichtsreicher Position der Schläger brach und dann Ivan Petrakov aus kurzer Distanz scheiterte. In der siebten Minute dann setzte sich Karsums nach schönem Pass durch, scheiterte aber per Alleingang, wenn auch bedrängt, an Jenike. Die Pinguine waren weiter gut im Spiel, doch in der neunten Minute setzte sich Iserlohns Torjäger Joseph Whitney nach schönem Pass stark durch, stand dadurch allein vor Belov und ließ diesem mit einem präzisen Schuss in den Winkel auf der Stockhandseite keine Abwehrchance. Es war bereits der achte Treffer des zweitbesten Torjägers der Liga. Die Pinguine aber wirkten keineswegs geschockt und nur zwei Minuten später setzte sich Trainersohn Alex Blank über die linke Seite durch und passte stark in die Mitte auf Artur Tyanulin. Dessen Schuss konnte Jenike nur prallen lassen und Kapitän Martin Schymainski drückte das Hartgummi im Nachschuss zum Ausgleich in die Maschen. In der 13. dann sogar die Chance zur Führung: Brett Olson setzte sich stark durch und legte in die Mitte auf Karsums, der aber per Direktschuss scheiterte. Die Pinguine waren jetzt hervorragend im Spiel und hatten in der 16. gleich eine Doppelchance. Erst verpasste der aufgerückte Constantin Braun eine scharfe Hereingabe knapp, dann fälschte er Sekunden später einen Schuss von der blauen Linie gefährlich ab, doch Jenike hielt. Doch aufgeschoben war nicht aufgehoben und nur eine Minute später war es bei angezeigter Strafe Christian Bull, der von der blauen Linie abzog und mit seinem ersten DEL-Tor zur durchaus verdienten 2:1-Führung einschoss! Die Pinguine waren jetzt spürbar befreit und kamen zu weiteren Abschlüssen, aber ganz klare Aktionen waren nicht dabei und so ging es mit einem – es sei noch einmal betont – verdienten 2:1 in die erste Pause.

Im zweiten Durchgang waren genau drei Minuten gespielt, da gab es die erste Strafe des Spiels für die Pinguine und das viertbeste Powerplay der Liga – daheim mit fast 40 Prozent Erfolgsquote – ging an die Arbeit. Die Roosters ließen die Scheibe blitzschnell laufen und so musste Brent Aubin am Ende nur noch ins leere Tor einschießen. Die Pinguine aber waren keineswegs beeindruckt, sondern konterten erneut nur eine Zeigerumdrehung später: Blank und Tyanulin zeigten ein starkes Give-and-Go und am Ende stand Erstgenannter völlig frei und musste nur noch zur erneuten Führung einschieben. Es war jetzt ein interessantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 28. hatte Filips Buncis die Gelegenheit, die Führung auszubauen, doch Jenike hielt. Die Roosters drehten mit zunehmender Spielzeit immer mehr auf und in der 32. Minute stand plötzlich Joel Lowry völlig frei und zog ab, doch Belov war mit einer unfassbaren Parade zur Stelle und hielt die Führung fest. Seinen Vorderleuten gab diese Szene offenbar einen Schub: Tyanulin passte auf Patrick Klöpper und der schoss per Rückhand zum 4:2 ein (32.). Den zweiten Assist steuerte übrigens wie schon den zum 3:2, der junge Mass bei, der damit ein überragendes DEL-Debüt feierte. Die Pinguine hatten nun auch das nötige Glück, als eine Minute später Brent Raedeke zum Abschluss kam, Belov überwand aber am Pfosten scheiterte. Sie hatten gut vier Minuten vor Ende des Drittels ein weiteres Powerplay und die Chance, die Führung auszubauen, doch die Situation blieb ungenutzt und 41 Sekunden vor der Pause bekamen die Roosters ihre zweite Überzahlgelegenheit, doch die Schwarz-Gelben retteten sich zunächst schadlos in die zweite Pause.

1:19 Unterzahl standen zu Beginn des Schlussabschnittes noch auf der Uhr und die Roosters hatten die Chance durch den freistehenden Aubin, doch Belov hielt stark. So überstanden die Pinguine die bedrohliche Situation, doch in der 45. Minute hatten die Roosters eine 3-auf-2-Situation an deren Ende Casey Bailey zum Schuss kam und das Hartgummi unhaltbar unter die Latte nagelte. Doch zum wiederholten Male reagierten die Krefelder unfassbar schnell. Die Roosters brachten die Scheibe nicht aus dem Drittel. Laurin Braun brachte sie per Schlenzer auf das Tor und traf Ex-Pinguin Philip Riefers am Arm, wodurch der Puck unhaltbar zum 5:3 abgefälscht wurde. Die Gäste wirkten jetzt wie aufgedreht und schnürten die Roosters streckenweise in ihrem Drittel ein, doch Schymainski verpasste eine Trivellato-Hereingabe knapp. Dennoch, die Zeit lief nun für den Meister von 2003, der nun, da die Gastgeber immer mehr aufmachten, Nadelstiche setzten. Olson scheiterte in der 54. nach starker Aktion knapp. Die Roosters versuchten in der Schlussphase, noch einmal Druck zu machen, doch die Pinguine kämpften und hielten dagegen. Den Willen der Blank-Truppe zeigte in der 58. Minute Lucas Lessio, der die Scheibe erkämpfte, sich gegen gleich vier Roosters durchsetzte und den Puck aufs Tor brachte. Eine große Chance war es zwar nicht, aber eben ein Beleg des absoluten Willens, den Bock endlich umzustoßen. Zwei Minuten vor dem Ende ging Jenike vom Eis, doch die Pinguine brachten den Puck aus dem Drittel und schnell lief das Hartgummi zu Tyanulin, der allein aufs leere Tor lief und sicher zum 6:3 und damit der Entscheidung einschoss. Damit machte der junge Russe seinen vierten Punkt in der Partie. Als sich wenig später die Roosters noch eine Strafe leisteten, war das Spiel endgültig entschieden. 46 Sekunden vor Ende leisteten sich die Sauerländer gar einen Wechselfehler und so gab es gar noch die doppelte Überzahl. Die brachte noch einen tollen Schuss von Karsums und Chancen für Trivellato und Petrakov, die aber beide verpassten.

Damit feierten die Pinguine im zehnten Spiel endlich den ersehnten ersten DEL-Sieg der Saison. Verantwortlich für den Sieg zeichneten vor allem die Reihe um den überragenden Tyanulin, Blank und Schymainski, der starke Belov und die guten Youngster Bappert und Maas, der ein hervorragendes DEL-Debüt feierte – außerdem die Disziplin des Teams mit nur zwei Strafen. Am Sonntag geht es nun mit einem Heimspiel gegen die Kölner Haie weiter. Dann wollen die Pinguine an den Auftritt am Seilersee anknüpfen.

Strafen:
Iserlohn: 10
Krefeld: 4

Tore:
1:0 9. Whitney (Jentzsch, Jenike)
1:1 11. Schymainski (Tyanulin, Blank)
2:1 17. Bull (Schymainski, L. Braun) 6-5
2:2 25. Aubin (Johnston, Jentzsch) PP
2:3 26. Blank (Tyanulin, Maas)
2:4 32. Klöpper (Tyanulin, Maas)
3:4 45. Baiey (Whitney, Ankert)
3:5 46. Braun
3:6 59. Tyanulin (Schymainski, Bappert)

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Spielberichte

Die zuletzt harte Kritik an den Spielern seitens Geschäftsführung, Trainerteam und Fans ist offensichtlich bei der Mannschaft angekommen. Leider reichte es auch im neunten Spiel der Saison trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Berlin erneut nicht zu Punkten.
Das erste Drittel des auf Augenhöhe geführten Spiels begann mit einem Powerplay für die Pinguine. Grizzly-Spieler Ryan Button musste für zwei Minuten auf die Strafbank und das Überzahlspiel der Pinguine war, wenn auch am Ende nicht von Erfolg gekrönt, zumindest ansehnlich. Martin Schymainski scheiterte von halblinks an Grizzly-Schlussmann Chet Pickard.
Wolfsburg agierte besonders in den Anfangsminuten überrascht von dem aggressiven Forechecking der Schwarz-Gelben und leistete sich im Aufbau einige Fehler, die von den Pinguinen in kleine Nadelstiche umgewandelt werden konnten. Leider fehlte, wie zuletzt häufig, die letzte Entschlossen- und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Gute Nachrichten gab es allerdings in der Rückwärtsbewegung. Anders als im Spiel gegen Berlin, als Sergey Belov im Tor mehr als 60 Mal eingreifen musste, war die stark ersatzgeschwächte und auf fünf Mann reduzierte Verteidigung über weite Strecken des Spiels deutlich stabiler. Abgesehen von zwei verdeckten Schüssen, von denen ein Puck in der 11. Minute an der Latte und in der 16. von der neuen Maske Belovs abprallte, gab es im ersten Drittel wenige gute Chancen und noch weniger Unterbrechungen.

Das sollte sich auch grundsätzlich im zweiten Drittel nicht gravierend ändern. Einzig die Torchancen wurden größer und die Torschützenliste sollte sich ebenfalls füllen. Für die Pinguine in der 24. Minute auf unorthodoxe Art und Weise. Artur Tyanulin, der wieder genesen im Aufgebot der Krefelder stand, musste auf die Strafbank, die Grizzlys gingen in den ersten Sekunden des Überzahlspiels offensiv zu Werke und drängten auf den Führungstreffer. Ein Geniestreich von Alex Trivellato, der den Puck hoch und weit auf den an der zweiten blauen Linie lauernden Brett Olson spielte, sorgte dann aber dafür, dass alles anders kam als erwartet. Olson lief ungehindert auf Pickard zu und schob ihm die Scheibe durch die Beine zum 1:0-Führungstreffer in Unterzahl.
Die Freude über die Führung hielt fünf Minuten. Erneut gerieten die Pinguine in Unterzahl. Dieses Mal war es Constantin Braun, der einen Gegenspieler mit unfairen Mitteln zu Boden rang und von draußen zusehen musste, wie Phil Hungerecker einen anderenfalls harmlosen Schuss Julian Melchioris von der blauen Linie unhaltbar für Belov abfälschte.
Trotz weiterer guter Chancen auf beiden Seiten, beispielsweise einer guten Einzelaktion Martins Karsums oder einem Lattentreffer des Wolfsburgers Max Görtz, welcher sogar im Videobeweis überprüft wurde, ging es unentschieden in die Drittelpause.

Leider kamen die Wolfsburger etwas wacher aus der Kabine und nutzten die Fehler der Pinguine eiskalt aus. 44. Spielminute: Karsums mit dem Scheibenverlust in der Offensivzone, Buncis realisiert zu spät, dass eine Kontersituation entstehen könnte und kann daher die schnellen Grizzly-Stürmer nicht mehr einholen. Die daraus entstehende 3-auf-1-Situation schließt Jordan Boucher mit einem platzierten Schuss über die Fanghand Belovs ab. Ein Knacks für die Moral der Pinguine.
Dieser sollte sich in der 50. Spielminute leider noch weiter verschlimmern. Nach einem Offensivbully im Drittel der Wolfsburger, schalteten die Grizzlys erneut etwas schneller um und sorgten dieses Mal für eine 2-auf-1-Situation – mit dem gleichen Resultat wie zuvor. Der Finne Matti Järvinen sieht Routinier und WOB-Kapitän Sebastian Furchner zum Tor ziehen und setzt ihn mit einem scharfen Pass so in Szene, dass der 38-jährige den Schläger nur noch reinhalten und den Puck ins Tor abfälschen musste.
Obwohl die Köpfe der Seidenstädter anschließend etwas tiefer hingen, merkte man der Mannschaft an, dass sie sich nicht kampflos der neunten Niederlage in Folge ergeben wollte. Genug Zeit für eine Schlussoffensive und ein mögliches Comeback war noch. Und in der 52. Minute sorgte Olson dafür, dass sich dieses Gefühl auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte. Filips Buncis brachte die Scheibe per Handgelenkschuss auf das Wolfsburger Gehäuse, der US-Amerikaner bewies seine Hand-Augen-Koordination und fälschte den Puck zum 2:3-Anschlusstreffer ab.
Doch am Ende reichte es wieder nicht für Punkte. Auch, weil Pickard einen Schuss Olsons parierte und seinen möglichen Hattrick in der 59. Spielminute verhinderte, nachdem sich der 33-jährige an zwei Verteidigern vorbeiarbeitete und in eine aussichtsreiche Schussposition brachte, den erfahrenen Schlussmann der Grizzlys jedoch nicht überwinden konnte.

Strafen
KEV 6
WOB 4

Tore
1:0 24. Olson (Trivellato)
1:1 30. Hungerecker (Melchiori, Rech)
1:2 44. Boucher (Pfohl, Rech)
1:3 50. Furchner (Järvinen, Likens)
2:3 52. Olson (Buncis)

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Spielberichte

Was auch immer „Es tut uns leid“ auf Russisch heißt, man kann nur hoffen, dass sich die Spieler Zeit genommen haben unserem Torwart Sergei Belov in die Augen zu schauen und diese Worte zu sprechen. 91 Schussversuche unserer Gäste aus Berlin, 63 davon auf das Tor. Zum Vergleich: 22 Mal musste Berlins Torhüter Tobias Ancicka Hand und Fuß anlegen. Ohne den teilweise wie besessen spielenden Russen, hätte das Spiel am Sonntagabend zu einem unvorstellbaren Debakel werden können. Am Ende stehen nach dem 2:5 nach acht Spielen weiterhin null Punkte auf unserem Konto.
Bereits in der ersten Minute klingelte es im Tor Sergei Belovs. Nach einem Fehler Alex Trivellatos, der den Puck leichtfertig blind in den Slot spielte, war es ausgerechnet Kris Foucault, der fast ohne Gegenwehr der restlichen Verteidigung Belov aussteigen und dann einschieben konnte. 10,5 Sekunden waren gespielt und das Team dadurch schon auf der Verliererstraße.
Belov zeigte nach dem Tor einige starke Saves, verhinderte in Unterzahl nach einer Strafe Martins Karsums, dass Mark Zengerle für die Eisbären die Führung ausbauen konnte. Seine Mühen zahlten sich in der 16. Spielminute sogar aus!
Powerplay für Krefeld, die Scheibe wird von Vinny Saponari an Kristofers Bindulis abgegeben, dessen Schuss den vor dem Tor stehenden Aushilfs-Verteidiger Filips Buncis am Hosenbein traf und von dort verdeckt und unhaltbar für Eisbären-Goalie Tobias Ancicka im Tor landete.
Berlin schien durch das Gegentor jedoch eher motiviert, als geschockt zu sein und begann ihre Schlussoffensive des ersten Drittels. Leo Pföderl fälschte in der 18. Minute einen Schuss Frank Hördlers von der blauen Linie ins Tor ab, Giovanni Fiore vollendete in der 20. Minute unter Berücksichtigung des 1,50 m Corona-Abstands zu den Krefelder Verteidigern, und wenige Sekunden nach einem spektakulären Save Belovs, zum 1:3 aus Sicht der Pinguine. Schnell und (zu) einfach. Drittelpause.

Das zweite Drittel wurde nunmehr ausschließlich zum Duell Eisbären Berlin gegen Sergey Belov. Auch wenn Mark Olver ihn in der 24. Minute aus dem Slot heraus überwinden konnte, ließ „Belij“ die Berliner ein ums andere Mal verzweifeln und hielt die Pinguine so gut es ging im Spiel. Druckphasen der Berliner wurden durch teilweise athletische Saves zunichte gemacht, die Hoffnung, die Mannschaft könnte auf dem Rücken des Russen ein Comeback starten, wollte aufgrund der schwachen Leistung der Vorderleute jedoch nicht aufkommen. Zu harm- und ideenlos waren die Schwarz-Gelben am gestrigen Abend.

So nahm das Spiel im letzten Drittel genau den Verlauf an, den man auch in den zwei Spielabschnitten zuvor gesehen hat. Berlin drückt, Belov hält, was zu halten ist. In der 46. Minute musste er sich doch wieder geschlagen geben. Etwas unglücklich springt die Scheibe nach einem geblockten Schuss auf den Schläger von Lukas Reichel, der es sich neben dem Tor bequem machen konnte und den abgeprallten Schuss aufnehmen und in die Maschen schleudern durfte – 1:5.
Belovs Wille schien jedoch ungebrochen. Wenige Sekunden nach dem Gegentor stand er schon wieder im Fokus als sich Foucault und Matthew White die Scheibe lustig und ungehindert hin und her spielen konnten. White mit dem Schuss, der MagentaSport-Kommentator mit den Worten „hier gleich der nächste Treffer … “, aber die Rechnung wurde ohne den bemitleidenswerten, und zu diesem Zeitpunkt bereits circa 50 Mal beschossenen Belov gemacht.
Zumindest in den letzten zehn Minuten fingen die Pinguine dann auch etwas an nach vorne mitzuspielen. So war es Brett Olson, der nach einem sehenswerten Zuspiel von Buncis und Karsums in der 55. Minute ein wenig Ergebnis-Kosmetik betrieb und auf 2:5 verkürzen konnte. Der Schlusspunkt eines Spiels, bei dem man sich nicht mal vorstellen mag, dass man irgendwie noch mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Strafminuten
KEV 4
EBB 10

Tore
0:1 1. Foucault
1:1 16. (PP) Buncis (Bindulis, Saponari)
1:2 18. Pföderl (Hördler, Noebels)
1:3 20. (PP) Fiore (Zengerle, Foucault)
1:4 24. Tuomie (Olver, Fiore)
1:5 46. Reichel (Pföderl, McKiernan)
2:5 55. Olson (Buncis, Karsums)