Adrian Grygiel: Brief an die Fans

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Die Saison 2017/18 ist aus Pinguine-Sicht beendet. Kapitän Adrian Grygiel richtet in diesem Brief ein paar Worte an die Fans und gibt einen Ausblick auf die kommenden Tage.

Liebe Fans,

leider beenden wir auch die Spielzeit 2017/18 nach der Partie gegen die Düsseldorfer EG auf einem Tabellenplatz, der nicht unser Anspruch ist und war. Wir, Mannschaft und Organisation haben uns vor der Spielzeit viel vorgenommen. Natürlich gab es viele Faktoren, die diesen Zielen entgegen gewirkt haben. Dazu zähle ich neben unglücklichen und langwierigen Verletzungen meiner Kollegen auch persönliche Schicksalsschläge, die man im Vorfeld einer Spielzeit natürlich nicht voraussehen kann. Auch die vielen Baustellen abseits des Eises trugen natürlich einen gewissen Anteil an der mageren Punkteausbeute. Vor allem mich als Krefelder beschäftigt die Zukunft der Krefeld Pinguine ungemein, die Mietvertragsverhandlungen hat man auch als erfahrener Profi immer im Hinterkopf gehabt. Schließlich geht es hier nicht nur um einen Arbeitsplatz, sondern um mehr als 80 Jahre Eishockeytradition und eine Heimat für so viele Menschen.

Ich denke, dass ich trotz all dieser Faktoren mit gutem Gewissen sagen kann, dass meine Mannschaft in dieser Spielzeit mit allen Mitteln gekämpft hat, wenn wir wenige Spiele ausklammern. Wir haben 9 Spiele erst in Verlängerung oder im Penaltyschießen verloren. Allein 10 Zähler stammen aus den Partien gegen Topteams wie München, Mannheim oder Berlin.  Auch die Sportliche Leitung hat nichts unversucht gelassen, um das Team auch im Winter noch punktuell zu verstärken. Trotzdem hat es in dieser Spielzeit wieder nicht für die Playoffs gereicht, schlimmer noch: Wir haben erneut bis zuletzt gegen die rote Laterne gekämpft und beenden die Saison auf dem letzten Platz.

Deshalb möchten wir die Saison schnell abhaken und diese nicht noch groß feiern, wie es nach den vorangegangenen Spielzeiten normalerweise der Fall war. Es wird aber am kommenden Samstag eine Veranstaltung geben, die mir und meiner Mannschaft am Herzen liegt: Ab 19:30 Uhr findet in der Rheinlandhalle ein großes Charity-Spiel der Hülser Pinguine statt. Die Einnahmen gehen an ein Projekt, welches Kinder in Kenia unterstützt. Die Krefeld Pinguine haben diese Aktion bereits während der kompletten Spielzeit mit Sachpreisen und gemeinsamen Promo-Aktionen unterstützt. Bei diesem Spiel werden einige unserer Spieler mit aufs Eis gehen, wir freuen uns auf euer Kommen.

Wir alle verstehen, dass Ihr enttäuscht, vielleicht sogar sauer seid. Bleibt in euren Kommentaren (gerade in den sozialen Netzwerken) trotzdem fair und konstruktiv und hebt euch eure Fragen für das Fanhearing Ende März auf. Daten hierzu wird die Geschäftsstelle veröffentlichen, sobald der Termin steht.  Auch wenn die Saison schwierig war, bin ich stolz Kapitän dieser Mannschaft und auch in der kommenden Spielzeit ein Teil der Pinguine zu sein. Sowohl die Geschäftsstelle als auch die Sportliche Leitung werden in den nächsten Tagen und Wochen mit aller Kraft an der Zukunft der Organisation arbeiten. Schon am Donnerstag gibt es eine Pressekonferenz, in der über den Stand des Kaders gesprochen wird.  Ich glaube an das Team, unterstützt uns dabei, denn: ein Pinguin steht nie allein!

Natürlich freue ich mich auch darauf, euch schon im Sommer bei der ein oder anderen Veranstaltung wieder zu sehen.

Euer Kapitän

Adrian Grygiel

8 Antworten auf „Adrian Grygiel: Brief an die Fans“

Ich bin und bleibe seit meiner Jugend ein Fan der Pinguine. Nirgendwo gibt es nur gute oder schlechte Zeiten. Ich glaube an Euch. Kämpft weiter! Saison abhaken. Auf die kommende Spielzeit. Da kann alles anders aussehen.

Ich denke,der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen!
Wohl eher ein Problem,welches weiter oben anzusiedeln ist!!
Vorwärts 36!

Erst einmal ein Herzliches Dankeschön für die Ehrlichen und offenen Worte,auch einen riesigen Dank dafür das du das Steuer bis zur Schlusssirene im letzten drittel der Saison in der Hand gehalten hast.
Da wäre man eigendlich schon beim Thema :
Es fällt schwer zu verstehen warum so viele Spieler vor Saisonende beurlaubt oder freigestellt werden,sicher waren die Playoffs nicht mehr zu erreichen aber das Schlusslicht hätte man vermeiden können.
Sehr viele Dauerkartenbesitzer verzichten auf ihren Jahresurlaub am Meer oder in den Bergen um sich eine Dauerkarte leisten zu können,da kann man Frust und Wut nachvolziehen.
Jetzt freue ich mich erst einmal auf Samstag in der Rheinlandhalle.
Also Haken unter die Saison und nach vorne schauen.
Ein Pinguin geht nie allein.

Bin seit 1965 Kev Fan und würde mich freuen, wenn es in der nächsten Saison wieder aufwärts geht und die Pinguine wieder an alte
Zeiten anknüpfen könnten, so wie 2003 und zu mindesten in die Playoffs kommen.

Viele Grüße Heinz Leven

In Krefeld muss es weiterhin Eishockey geben und nach dem gefühlten Olympiasieg wird es bestimmt auch Sponsoren geben, die auch weiterhin ordentliches
Eishockey unterstützen mögen. Ich freue mich jetzt schon wieder auf die Straßenbahnduelle in der Saison 2018/2019.

Heja DEG
Karl-Heinz

Na,ja bei der DEG sieht es ja auch nicht gerade rosig aus,auch 2 Jahre ohne Play.Offs.Die Fans sind bestimmt auch nicht begeistert.

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