8:2 – Pinguine zerlegen zahnlose Haie

8:2 – Pinguine zerlegen zahnlose Haie

Ein guter Einstand für Goalie Östlund, ein glänzend aufgelegter Laurin Braun und ein deutlicher Sieg gegen die Haie – die Fans der Pinguine hatten beim 8:2 vor 7.147 viel Grund zur Freude.

Die Pinguine erwischten einen Traumstart. Schymainski und Braun brachten die Scheibe ins Kölner Drittel, Besse stand im rechten Bullykreis frei und ließ Haie-Goalie Wesslau mit einem platzierten Handgelenkschuss keine Chance. Eine Strafe gegen Welsh (Spielverzögerung) sorgte dann für eine erste Druckphase der Gäste – gefährlich wurde es aber nur einmal, als Marcel Müller nach einem Querpass am langen Pfosten frei stand, aber über den Puck schlug. In der achten Minute fehlte Besse nicht viel zum zweiten Treffer. Braun legte im Mittelkreis einen Puck in den Lauf von Besse, der ließ einen Kölner Verteidiger stehen und scheiterte erst an Wesslau.

In der 10. Minute kassierten die Pinguine Strafzeit Nr.2 – Schmitz musste wegen Beinstellens auf die Bank – auch diesmal blieb Krefeld ohne Gegentor. Laurin Braun hatte in seinem 500. DEL-Spiel sogar einen Shorthander auf dem Schläger. Pietta zog über die rechte Seite ins Drittel und legte perfekt an den langen Pfosten zu Braun – er verpasste um Zentimeter. Wie man Überzahl spielt, zeigte Krefeld in der 15. Minute. Justin Fontaine saß wegen hohen Stocks draußen, geduldig warteten die Pinguine, bis sie die Powerplay-Aufstellung gefunden hatten, dann lud Bruggisser durch und ließ das Netz zappeln. Und nach dem Tor mit der Brechstange legten die Pinguine nur zwei Minuten später einen Treffer aus der Feinkostabteilung nach. Musterkonter über die linke Seite – Besse zog über die linke Seite ins Drittel, legte auf den nachrückenden Braun und der vollstreckte seelenruhig zum 3:0. „Wir haben schon im ersten Drittel das Spiel an uns gerissen“, freute sich Pinguine-Trainer Pierre Beaulieu.

Die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten den Gästen. So konzentriert die Pinguine im ersten Drittel auch defensiv agiert hatten, so sorglos starteten sie ins zweite Drittel. Die Scheibe wurde nicht konsequent aus dem Drittel geklärt, Pässe landeten bei Spielern der Haie – mit Glück überstand Krefeld diese Druckphase ohne Gegentreffer. „In dieser Phase und schon im ersten Drittel hat Oskar Östlund einige sehr starke Paraden gezeigt“, lobte Beaulieu seinen neuen Goalie.

Nach 28 Minuten verloren mehrere Haie-Spieler dann die Nerven. Zuerst gab es eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe gegen Smith – wegen Übertriebener Härte und Beleidigung von Offiziellen. In der gleichen Situation ließ sich auch Frederik Tiffels zu einer Beleidigung hinreißen – auch er musste zum Abkühlen in die Box.

Und in doppelter Überzahl fingen sich die Haie dann ein Tor der Marke extra-bitter. Von der Hintertor-Band prallte der Puck zurück und der mittlerweile eingewechselte Weitzmann drückte die Scheibe selbst über die Linie. Kurz danach wurde ein Treffer von Schymainski wegen hohen Stocks aberkannt, kurz danach klappte es aber trotzdem. Ein Schuss von Braun wurde von Lagacé abgefälscht und landete im Netz.

In der 36. Minute gelang Freddy Tiffels der Anschlusstreffer. Krefeld klärte den Puck nicht, Tiffels kam aus zwei Metern frei zum Schuss. Die Pinguine übernahmen aber sofort wieder das Kommando und hatten durch Pietta und Costello erneut Großchancen, es blieb aber beim inzwischen hochverdienten 5:1. Für Highlights sorgten nur die mitgereisten Kölner Fans, die zwar ihrem Unmut lautstark Luft machten, teilweise aber auch mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Und wie schon im ersten Spiel in der Yayla-Arena bekräftigten sie ihre Unterstützung für den DEL-Standort in der Seidenstadt: „Krefeld muss bleiben“.

Elf Sekunden war das letzte letzte Drittel alt, da begann Dominik Tiffels einen Faustkampf mit Martin Schymainski – auch in dieser Disziplin gab es für Köln auf die Nase.

In der gleichen Spielminute traf Pietta den Pfosten, nur wenig später hatte Alex Trivellato seinen großen Auftritt. Im eigenen Drittel ließ er mit einer Drehung zwei Kölner Forechecker ins Leere laufen, legte den Puck nach vorne und stand dann beim Pass von Pietta als Vollstrecker zum 6:1 richtig. Und die Krefelder Torparty war noch nicht zuende. Welsh erhöhte auf 7:1. Eine Überzahl nutzte Kölns Matsumoto zwei Minuten vor Schluss zum 7:2, Laurin Braun setzte in seinem Jubiläumsspiel den Schlusspunkt und erzielte mit seinem zweiten Treffer des Abends den 8:2 Endstand – für ihn war es ein Fünf-Punkte-Spiel. Schöner kann man sein 500. DEL-Spiel kaum krönen.

1:0 1. Min. Grant Besse (Braun, Schymainski) EQ

2:0 15. Min. Philip Bruggisser (Besse, Costello) PP1

3:0 17. Min. Laurin Braun (Besse) EQ

4:0 29. Min. Daniel Pietta (Besse, Bruggisser) PP2

5:0 31. Min. Jacob Lagacé (Braun, Noonan) PP1

5:1 36. Min. Frederik Tiffels (Akeson, Bast) EQ

6:1 42. Min. Alex Trivellato (Pietta, Bruggisser) EQ

7:1 48. Min. Jeremy Welsh (Ewanyk, Braun) EQ

7:2 58. Min. Jon Matsumoto (Hanowski, Smith) PP1

8:2 59. Min. Laurin Braun EQ

 

Die nächsten Spiele

Sonntag, 02.02.20, 14 Uhr: Augsburger Panther – Krefeld Pinguine

Freitag, 14.02.20, 19:30 Uhr: Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin

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